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Die Informationsstelle Kurdistan versorgt sie aktuell mit Informationen über die Lage in Kurdistan und der Türkei, von KurdInnen im Exil und den Bemühungen der kurdischen Freiheitsbewegung für einen gerechten Frieden im Mittleren Osten. Unser Pressespiegel ist täglich auf dem neuesten Stand, aktuelle Erklärungen werden dokumentiert. Auf den Hintergrund-Seiten finden sie weitergehende Informationen zu speziellen Themen.
 
Kurdistan Report
Hintergrundartikel, Kultur, Internationales
erscheint alle zwei Monate und ist auch im Internet zu finden: www.kurdistanreport.de
   

jeden Freitag aktuell


Spanien will den ehemaligen DEP-Abgeordneten Herrn Dr. Remzi Kartal und den Exilpolitiker Faruk Doru in die Türkei ausliefern
Der ehemalige kurdische DEP-Abgeordnete Remzi Kartal und der kurdische Exil-Politiker Faruk Doru wurden am 24. März 2009 auf dem Weg zu einer Feier des kurdischen Newrozfests in Spanien verhaftet. Das türkische Justizministerium hat über Interpol um die Verhaftung von Kartal ersucht. Herr Kartal war 1992 mit Leyla Zana, Orhan Dogan und mit 12 anderen kurdischen Abgeordneten in das türkische Parlament gewählt worden. Er hat sich für Frieden, Demokratie und die kurdische Identität eingesetzt und wurde gezwungen die Türkei zu verlassen. Seitdem hat er als anerkannter politisch Verfolgter Asyl in Belgien. Allein deswegen ersucht die türkische Regierung über Interpol die Verhaftung von Herrn Kartal und Herrn Doru. Am gestrigen Samstag hat die spanische Regierung ihren Entschluss bekannt gegeben, dass sie Remzi Kartal und Faruk Doru an den Folterstaat Türkei ausliefern will. ... (mehr)


Nicht Familienfehde, sondern Staatsterror!
Das Massaker ist die Folge eines dreißigjährigen schmutzigen Krieges seitens des türkischen Staates.

Das Dorfschützersystem existiert in der Türkei seit 1985 und umfasst aktuell 70.000 Männer. Die Dorfschützer sind eines von mehreren illegalen Behelfen des türkischen Staates, um gegen die kurdische Freiheitsbewegung zu kämpfen. Dorfschützer sind oft Kurden die in Nord-Kurdistan (Südost-Türkei) leben und durch den türkischen Staat bezahl und mit Waffen und Macht ausgestattet werden. Dorfschützer sind im Regelfall angehörige größerer Stämme von Großgrundbesitzer und Patriarchen oder „Agas“, die befürchten wegen der PKK an Macht zu verlieren. ... (mehr)


DTP: Vorwürfe absurd
Seit vergangenem Dienstag sind in der Türkei 245 DTP-Anhänger festgenommen worden. Von den 53 DTP’lern, die aufgrund eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Diyarbakir in der ersten Welle festgenommen wurden, sind 51 wegen Mitgliedschaft in einer illegalen Organisation verhaftet worden.
Bei den Verhafteten handelt es sich um die beiden stellvertretenden Parteivorsitzenden Bayram Altun und Kamuran Yüksek, Parteiratsmitglied Selma Irmak, die AnwältInnen Şinasi Tur und Ebru Günay sowie um Hüseyin Yılmaz, Kemal Aktaş, Mehmet Abbasoğlu, Siracettin Irmak, Herdem Kızılkaya, Mehmet Akın, Celal Yoldaş, Hasan İnatçı, Sara Aktaş, Ercan Sezgin, Nadir Yıldırım, Musa Farisoğulları, Temer Tanrıkulu, Ahmet Birsin, Zehra Bozacı, Zahide Besi, Çimen Işık, Heval Erdemli, Pergüzar Kaygısız, Ahmet Çelen, Alican Önlü, Salih Akdoğan, Besima Konca, Elif Kaya, Leyla Deniz, Mazlum Tekdağ, Olcay Kanlıbaş, Pero Dündar, Pınar Işık, Seve Demir, Zeynep Boğa, Ahmet Zirek, Nihayet Taşdemir, Dilan Taşdemir, Esma Güler, Gülcihan Şimşek, Hasan Üner, Musa Çiftçi, Aslan Özdemir, Engin Kotay, Mehmet Nimet Sevim, Rahmi Özmen, Roza Erdede, Hasan Iraz, Lütfü Dağ und Senanik Öner. ... (mehr)


KCK: Waffenstillstand überdenken
Als Reaktion auf die Festnahmeoperation gegen die DTP hat die KCK [kurdisch: Koma Civakên Kurdistan – Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan] erklärt, niemand der Festgenommenen sei PKK-Mitglied. Die KCK rief die AKP und die türkische Armee dazu auf, von dieser „gefährlichen Lage“ Abstand zu nehmen. Im Falle der Fortsetzung der Angriffe müsse die Entscheidung für einen Waffenstillstand überdacht werden.
Die Operation gegen die DTP könne eine „gefährliche Entwicklung“ mit sich bringen. „Die AKP-Regierung, die bei den Kommunalwahlen in Kurdistan eine schwere Niederlage einstecken und landesweit große Stimmeineinbußen hinnehmen musste, hat den Erfolg der DTP nicht für eine demokratische Lösung in der kurdischen Frage und Frieden genutzt, sondern stattdessen die Bevölkerung zunächst in Agri und dann in Amara angegriffen. Dabei wurden zwei kurdische junge Männer getötet, Dutzende verletzt und Dutzende gefoltert. ... (mehr)


"Unsere Bewegung hat sich entschieden, diese gefechtsfreie Atmosphäre, die seit einiger Zeit der Türkei ein Aufatmen ermöglicht hat, bis zum 1. Juni fortzusetzen"
Wir dokumentieren die Erklärung des Präsidium des Exekutivrats der KCK
An die Öffentlichkeit und alle interessierten Kreise
In der Türkei hat eine Kommunalwahl stattgefunden, deren Wahlkampf allseits wie der Wahlkampf zu einer Parlamentswahl geführt wurde. Bei den Wahlen in Kurdistan, die allseits mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt und deren Ergebnisse mit Neugier erwartet wurden, siegte die patriotisch-demokratische Linie. Sämtliche politischen Lager und die in- und ausländische Presse, parteiisch oder unparteiisch, haben festgestellt, dass das kurdische Volk die Kurdenpolitik des Staates und der AKP-Regierung abgelehnt hat. In bisher nicht gekanntem Ausmaß wurde ausgesprochen, dass diese Problematik nicht gelöst werden kann, indem Abdullah Öcalan, die PKK und die DTP ignoriert werden. Wegen dieser Resultate war in der in- und ausländischen Öffentlichkeit die Erwartung aufgekommen, dass die kurdische Frage mit einer neuen, lösungsorientierten Politik gelöst werden müsste. ... (mehr)


Tausende Frauen demonstrieren für Freiheit
Die Aktivitäten zum 8. März werden mit großer Energie fortgesetzt. Tausende Frauen trafen sich zu einer Kundgebung unter dem Motto „Unsere Ehre ist unsere Freiheit.“ Schon vor dem 8. März begannen die Proteste und kommen am 8. März in vielen Städten zu ihrem Höhepunkt.
In Cizre im Kreis Şırnak trafen sich zum ersten Mal Tausende Frauen zu einer Kundgebung. Es nahmen auch viele Abgeordnete, Bürgermeisterinnen und Aktivistinnen aus den Frauenräten teil. Sie führten eine Demonstration zum Newroz-Gelände durch.(...) weiter

Polizei greift Frauen nach Kundgebung an
Tausenden Frauen, die von der Kundgebung zum 8. März vor dem DTP Kreisbüro zurückkehrten wurden von Spezialeinheiten der Polizei angegriffen. (...) weiter


10 Jahre Imrali, 10 Jahre Folter – Öcalan und das „europäische Guantanámo“
Zum zehnten Male jährt sich am 15. Februar die Verschleppung des Kurdenführers Abdullah Öcalan aus Kenia in die Türkei. Vorausgegangen war war eine wochenlange Odyssee zwischen zwischen Damaskus, Moskau, Athen, Rom und Amsterdam, die am 15. Februar 1999 mit einem kriminellen Piratenakt ihr Ende fand – unter maßgeblicher Beteiligung von CIA, MIT und Mossad, mit der Unterstützung Russlands, Griechenlands und anderer europäischer Staaten. (...) weiter

Zehn Jahre Imrali
Aus Anlass des zehnten Jahrestages der Verschleppung Abdullah Öcalan im Rahmen einer internationalen Geheimdienstoperation in die Türkei finden weltweit Protestaktionen statt. Im folgenden ein vorläufiger Überblick: (...) weiter


15 Jahre PKK-Verbot – eine Verfolgungsbilanz
Broschüre von AZADÎ und YEK-KOM
Azadî und die Föderation kurdischer Vereine in Deutschland, YEK-KOM, haben aus Anlass des Jahrestages eine Broschüre unter dem Titel „15 Jahre PKK-Verbot – eine Verfolgungsbilanz“ herausgegeben. „Detailliert werden auf mehr als 60 Seiten Jahr für Jahr Razzien in Kulturvereinen oder Privatwohnungen, Verhaftungen und Verurteilungen wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen oder terroristischen Vereinigung, Vereins- und Versammlungsverbote, Polizeiübergriffe auf Kundgebungen, Aberkennungen des Asylstatus wegen politischer Betätigung, aber auch friedliche Großdemonstrationen für eine politische Lösung des kurdischen Konflikts aufgelistet. Deutlich wird so die ganze Tragweite des PKKVerbots.“ (aus junge Welt, v.1.12.2008)
Die Broschüre kann kostenlos gegen Porto (1,45 Euro) oder gerne auch eine Spende bezogen werden bei: AZADÎ e.V., Graf-Adolf-Str. 70A, 40210 Düsseldorf oder über E-Mail: azadi@t-online.de


Ilisu: Baubeginn trotz Ultimatum
Fotos beweisen Bauaktivitäten im Fluss - Sofortiger Ausstieg gefordert

Wien, 02.12.2008 Zehn Tage vor Ablauf des Ultimatums Deutschlands, Österreichs und der Schweiz an die türkische Regierung wurde bekannt, dass die Türkei die Bauarbeiten in Ilisu nicht wie zugesagt gestoppt, sondern intensiviert hat. ECA Watch Österreich liegen aktuelle Fotos vor, die umfangreiche Arbeiten am und im Tigrisfluss belegen. Diese Aktivitäten widersprechen den Vorgaben der europäischen Länder, die wiederholt klargestellt hatten, dass die Bauarbeiten im Fluss erst beginnen dürfen, wenn die Auflagen im Umwelt-, Kultur- und Umsiedlungsbereich erfüllt sind. „Diese Arbeiten während des Ultimatums sind eine erneute Brüskierung der Europäischen Staaten und ein weiterer Beweis dafür, dass die türkische Regierung sich nicht an die Vorgaben hält und willkürlich handelt. Ein Ausstieg aus dem Vertrag muss die Folge sein, alles andere wäre ein Skandal“, so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich. (...) weiter


AZADÎ und YEK-KOM: 15 Jahre Kurdenverfolgung sind genug – PKK-Verbot muss aufgehoben werden!
Gleichgültig, ob schwarz-gelb, rot-grün oder rot-schwarz, auf eines war Verlass: Keine Bundesregierung hat in den vergangenen 15 Jahren auch nur ansatzweise Überlegungen angestellt, das Betätigungsverbot der PKK zu lockern, geschweige denn, es aufzuheben. Das trifft inzwischen sowohl auf die Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag zu als auch auf die Spitzen der Parteien. Erinnert sei an eine Zeit, in der es für heute etablierte grüne Parlamentarier/innen und frühere Aktivist(inn)en selbstverständlich war, sich für eine freie politische Betätigung von Kurdinnen und Kurden in Deutschland und eindeutig gegen das Verbot einzusetzen. (...) weiter


Öcalan misshandelt und mit dem Tode bedroht
Internationale Initiative warnt vor Eskalation
Erstmals seit seiner Verschleppung in die Türkei im Jahre 1999 wurde der unter strengster Isolationshaft stehende Gründer der PKK, Abdullah Öcalan, im Gefängnis körperlich misshandelt und offen mit dem Tode bedroht.
Wie seine Anwälte am gestrigen Donnerstag in Istanbul der Presse mitteilten, wurde Öcalan vergangene Woche von Gefängnispersonal in einen Nebenraum gezerrt, von drei Personen zu Boden gedrückt und seine Zelle verwüstet. Als er gegen diese brutale Maßnahme protestierte, wurde ihm ausdrücklich seine Ermordung angedroht. (...) weiter
http://freedom-for-ocalan.com/deutsch/download/20081017_Presseerklärung.pdf

Überall wütende Proteste
Nachdem bekannt wurde, dass Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali physisch angegriffen und mit dem Tod bedroht worden ist, reißen die Proteste nicht ab. Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Besetzungen, Straßenschlachten, Brandanschlägen und weiteren Aktionen machen Kurdinnen und Kurden im Mittleren Osten und in Europa darauf aufmerksam, dass sie jeden Angriff auf Öcalan als einen Angriff auf sich selbst begreifen. Von der AKP-Regierung fordern sie eine Entschuldigung. (...) weiter
Schlagzeilen vom 20.10.2008


Zum Hungerstreik politischer kurdischer Gefangener im Iran
Der Gesundheitszustand der seit dem 25. August hungerstreikenden kurdischen politischen Gefangenen im Iran verschlechtert sich zunehmend. Aus dem Gefängnis in Seqiz wurden mindestens drei Aktivisten ins Krankenhaus überstellt. Dabei handelt es sich um Ebdullah Huseyni, Xelil Mistefa Receb (aus Südwestkurdistan / Syrien) und Arif Ebdullazade.
Für Menschenrechtsorganisationen ist es schwer, Informationen über die Situation in den Gefängnissen zu bekommen. Vielen Gefangenen ist der Kontakt zu Angehörigen untersagt. Bekannt ist lediglich, dass der Hungerstreik in mindestens zwölf Gefängnissen durchgeführt wird und eine Erfüllung der Forderungen der Gefangenen durch das iranische System ausbleibt. Von Angehörigen war zu erfahren, dass sich einige der Gefangenen die Lippen zugenäht haben. (...) weiter


Luftangriffe auf Südkurdistan
Erneut sind die Medya-Verteidigungsgebiete in Südkurdistan von der türkischen Luftwaffe bombardiert worden. Getroffen wurden bei dem zweistündigen Angriff mit ca. 15 Kampfbombern am 25. September gegen 22 Uhr in der Kandil-Region vor allem zivile Siedlungen. Der türkische Generalstab behauptet, es sei darauf geachtet worden, Zivilisten keiner Gefahr auszusetzen. Das Gegenteil belegen Fotos der getroffenen Ortschaften, die von der Nachrichtenagentur ANF veröffentlicht wurden. . (...) weiter

Mündliche Verteidigung im DTP-Verbotsverfahren
Der DTP-Vorsitzende Ahmet Türk hat im Verbotsverfahren gegen seine Partei vor dem Verfassungsgericht die letzte mündliche Verteidigung vorgelegt. Darin forderte er das Gericht auf, anstatt eines Parteiverbots den Kurden eine demokratische Politik zu ermöglichen. Die PKK, zu der keine organische Verbindung seiner Partei bestehe, sei in einer Lösung der kurdischen Frage ein Faktor, der nicht übergangen werden könne. (...) weiter

Bundesinnenministerium verbietet Produktion kurdischer TV-Sendungen in Deutschland | AZADÎ
Die Durchsuchungen der Studioräume der Firma VIKO in Wuppertal am 7. Mai waren wie befürchtet nur das Vorgeplänkel für die Absicht des Bundesinnenministeriums, die Ausstrahlung von Sendungen des kurdischen TV-Senders ROJ TV zu verbieten. Dies ist nun eingetreten.
Laut Verfügung vom 13. Juni, gerichtet an die Verantwortlichen der in Dänemark ansässigen Firmen Mesopotamia Broadcast A/S METV und ROJ TV sowie VIKO in Wuppertal, lässt der Innenminister letztere als „Teilorganisation von ROJ TV“ auflösen. Mesopotamia Broadcast A/S darf sich danach „im Geltungsbereich des Vereinsgesetzes nicht mehr durch den Fernsehsender ROJ TV A/S betätigen“. Es wird behauptet, die Tätigkeit des Fernsehsenders laufe Strafgesetzen zuwider und richte sich „gegen den Gedanken der Völkerverständigung“. Zudem wird behauptet, der TV-Sender betätige sich für die in Deutschland seit 1993 verbotene PKK „(heute KONGRA-GEL)“ und sei somit deren „Sprachrohr, um ihre Anhängerschaft in Europa mit Nachrichten zu versorgen.“ Zudem diene die Tätigkeit zur „Aufrechterhaltung des organisatorischen Zusammenhalts der Organisation“. VIKO wiederum sei „Teilorganisation“ von ROJ TV. (...) weiter


Bundesregierung verbietet kurdischen Fernsehsender Ulla Jelpke, MdB
Kurdischer Sender verboten junge Welt

Kurdische Medien im Visier der Strafverfolgungsbehörden
Durchsuchungen in Wuppertal und Köln
(AZADÎ) Auf der Grundlage eines Beschlusses des Verwaltungsgerichts Köln, veranlasst vom Landeskriminalamt NRW, wurden in den frühen Morgenstunden die Studioräume des in Wuppertal ansässigen kurdischen Fernsehsenders Roj TV, der Produktionsfirma VIKO sowie die Privatwohnungen aller Mitarbeiter/innen durchsucht. Außerdem führten Polizeikräfte eine Razzia in der Kölner Wohnung eines sowohl für den Sender als auch für die prokurdische Tageszeitung Yeni Özgür Politika tätigen Journalisten durch. Beschlagnahmt wurden bei dieser Polizeiaktion Computer, sämtliche CDs, eine Hochzeitskassette sowie alle Unterlagen der TV-Produktionsfirma VIKO. (...) weiter


Oberlandesgericht verurteilt Muzaffer Ayata zu Freiheitsstrafe
Kurdischem Politiker droht Auslieferung an die Türkei

Das vor elf Monaten eröffnete Verfahren gegen Muzaffer Ayata vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt/M. endete heute mit dessen Verurteilung nach § 129 Strafgesetzbuch zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, womit das Gericht dem Antrag und der Begründung der Bundesanwaltschaft gefolgt ist.
Danach sahen es die Richter als erwiesen an, dass der kurdische Politiker in der Funktion als Sektorleiter Süd führendes Mitglied und Rädelsführer einer „kriminellen Vereinigung“ (§ 129 Strafgesetzbuch) - PKK bzw. des KONGRA-GEL - gewesen sei. Die Verteidigung hat angekündigt, Revision gegen das Urteil einzulegen. (...) weiter


Newroz und der türkische Staatsterror
Der Kurzfilm von Kurdish Info gibt einen Einblick über das menschenverachtende Vorgehen türkischer Sicherheitskräfte gegen die Zivilbevölkerung: http://www.youtube.com/user/hateranpatera

Berichte einiger Newrozdelegationen – pdf-Datei
Bebilderte Zusammenstellung von YEK-KOM e.V., Föderation kurdischer Vereine in Deutschland

Biji Newroz!
Hunderttausende Menschen sind am Freitag zu Newroz zusammengekommen, um ihren Willen nach einem autonomen, demokratischen Kurdistan zum Ausdruck zu bringen.
In Diyarbakir nahmen über 500 000 Menschen an der Feier teil, die zu einer Massendemonstration gegen die Militäroperation wurde. Massenweise strömten die Menschen ab sechs Uhr morgens in traditioneller Kleidung, geschmückt mit den Farben gelb-rot-grün mit Abdullah-Öcalan-Plakaten auf das neue Newrozgelände. Jugendliche trugen Stirnbänder mit der Aufschrift 'Biji Newroz' und 'Biji Serok Apo', Homosexuelle nahmen mit eigenen Fahnen ihren Platz auf dem Festgelände ein. Während des Festprogramms wurde eine Newrozrede Abdullah Öcalans aus dem Jahr 1998 abgespielt, im Anschluss fand ein fünfminütiger Sitzstreik aus Protest gegen die Isolation statt. Kampfflugzeuge flogen Tiefflüge über den Platz. Massig waren auch in- und ausländische Medienvertreter anwesend, mehrere Kanäle sendeten live vom Platz, darunter auch erstmalig Roj TV mit einer fünfstündigen Livesendung. Auch die Redner und Ehrengäste – von Ahmet Türk (DTP) über den Oberbürgermeister Osman Baydemir bis zu Leyla Zana und der EP-Abgeordneten Feleknas Uca - trugen traditionelle kurdische Kleidung. (...) weiter


Durchsuchungen bei der ISKU
Am Morgen des 13. März 2008 drangen Polizeibeamte in die Büroräume der Informationsstelle Kurdistan e.V. in Hamburg sowie in eine Privatwohnung in Berlin ein. Hintergrund der Aktion ist die Verfolgung der kurdischen Freiheitsbewegung und ihrer UnterstützerInnen, die seit dem vom damaligen Innenminister Manfred Kanther 1993 erlassenen "PKK-Verbot" u.a. mit Hilfe des Vereinsgesetzes durchgeführt wird. (...) weiter
Solidarität mit der ISKU
Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen (...) weiter
Die Repressionsspirale dreht sich weiter: Durchsuchungen und Festnahmen in Berlin, Hamburg, Hannover und Linz/Rhein AZADÎ (...) weiter
Solidarität mit der Informationsstelle Kurdistan (ISKU)
Netzwerk-Asyl Rendsburg (...) weiter


Hasankeyf-Initiative warnt vor Massenasylanträgen
Mitglieder der Initiative zur Rettung von Hasankeyf sind nach Ankara gefahren, um darauf aufmerksam zu machen, dass die antike Stadt Hasankeyf wegen des Ilisu-Staudamm-Projekts überflutet werden soll. Von Deutschland, der Schweiz und Österreich wurde gefordert, ihre Unterstützung des Staudammprojekts zurückzunehmen. Die Initiative kündigte an, im Falle einer Überflutung ihrer Heimat geschlossen in den Ländern, die den Staudamm unterstützen, Asyl zu beantragen. (...) weiter

Stoppt die Vertreibung
Heute haben in Hamburg 30 Menschen vom Aktionskreis Rettet Hasankeyf beim Bundesamt für Flüchtlinge und Migration gegen die Beteiligung der deutschen Regierung am umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt demonstriert.
Zeitgleich zu einer Aktion von 80 Bewohnern des Ilisu-Staudammgebiet vor den Botschaften von Deutschland, Schweiz und Österreich in Ankara, überreichte Osman Topcan aus Hasankeyf stellvertretend die 1500 an die MinisterpräsidentInnen der Schweiz, Österreich und Deutschland gerichteten Protestbriefe von Bewohnern des Ilisu-Staudammgebiet in Nordkurdistan an einen Mitarbeiter des Bundesamtes. (...) weiter


Bodenoperation gestartet
Die seit langer Zeit geplante grenzüberschreitende Bodenoperation der türkischen Armee nach Südkurdistan ist heute gestartet worden. In begrenzter Anzahl überschritten Militärs die Grenze im Gebiet Uludere-Cukurca. Das Grenzgebiet wurde für Zivilisten gesperrt. (...) weiter

Tote und Verletzte bei 15.-Februar-Protesten
Bei den Protesten am Jahrestag der Verschleppung Abdullah Öcalans in die Türkei am 15. Februar 1999 hat der Terror des türkischen Staates zu einem Toten und einer Vielzahl Verletzten geführt. Schauplätze von dem brutalen und provokativen Vorgehen der Sicherheitskräfte waren vor allem Hakkari, Batman, Cizre, Adana und Diyarbakir.
In Cizre wurde ein 16-jähriger Junge von einem Polizeipanzer überrollt. Nach Bekannt werden seines Todes strömten die Menschenmengen auf die Straßen. Zwei weitere Personen wurden durch Polizeischüsse verletzt. Die Auseinandersetzungen dauerten am Abend weiter an. In Batman wurden bei einem Polizeiangriff auf eine Kundgebung vier Personen verletzt, zwei davon schwer. In Hakkari wurde eine Person durch einen Kopfschuss von der Polizei schwer verletzt und 61 Personen festgenommen. In Yüksekova machten Kampfflugzeuge Tiefflüge über das Stadtzentrum. In Diyarbakir kam es zu 38 Festnahmen und dem Einsatz von Tränengas. In Adana wurden Militäreinheiten zur Verstärkung herangeholt. (...) weiter


CPT macht sich mitschuldig
Interview mit Murat Karayilan zum Verhalten des CPT, den Aktivitäten der türkischen Armee und deren Unterstützung durch Israel
Das Antifolterkomitee CPT hat immer noch nicht die Ergebnisse der gesundheitlichen Untersuchung von Abdullah Öcalan veröffentlicht und teilt mit, es liege an der Türkei, diesen zu veröffentlichen. Warum macht die Türkei das nicht?
Vor der Frage, warum die Türkei keine Erklärung abgibt, muss gefragt werden, warum das CPT den Ball der Türkei übergibt. Rein rechtlich gesehen veröffentlichen Kommissionen, Recherche- und Untersuchungsausschüsse die Ergebnisse ihrer Arbeit selbst. Wir sind der Auffassung, dass der Europarat diese Veröffentlichung vornehmen muss, weil das CPT eine an ihn gebundene Institution ist. Die Aussage, eine solche Veröffentlichung obliege der Türkei, zeigt lediglich die Schwere der Situation. Wir haben bereits früher gesagt, dass gegen unseren Vorsitzenden ein unmenschlicher, unrechtlicher und unethischer chemischer Angriff durchgeführt wird. Zu beobachten bleibt, dass versucht wird, das zu verheimlichen. (...) weiter


Statt Panik Wut und Widerstand
Interview mit dem HPG-Kommandanten Dr. Bahoz Erdal
Laut Erklärungen der türkischen Armee befindet sich die PKK in höchster Bedrängnis, sind Hunderte Guerillakämpfer getötet, die Übergänge nach Südkurdistan gesperrt und die Kommunikation und Koordination unterbunden worden. Was findet wirklich statt?
Einhergehend mit den Angriffen auf viele Gebiete in Nordkurdistan dauern auch die am 16. Dezember gestarteten Luftangriffe im Süden an. Diese Angriffe stehen im Zusammenhang mit dem weltweiten und regionalen Kräfteverhältnis, es gibt sowohl politische als auch wirtschaftliche und militärische Aspekte, aber ich möchte sie zunächst aus militärischer Hinsicht bewerten. Die Angriffe im Norden und Süden sind insgesamt Teil des Vernichtungskonzepts gegen die kurdische Bewegung. Der Grund für die Operationen im Norden während des gesamten Winters liegt darin, dass die türkische Armee die winterlichen Bedingungen als Vorteil für sich selbst sieht und unsere Kräfte dort vernichten will. (...) weiter

Präsidium des Exekutivrats der KCK
Wir wollen das Problem mit friedlichen Mitteln lösen


Die Staaten der Region betreiben gegenüber Kurdistan noch immer eine starre Politik der Verleugnung. Am weitestgehenden wird diese Politik der Verleugnung und Vernichtung in Nordkurdistan betrieben, das unter türkischer Herrschaft steht. Dort erkennt der türkische Kolonialismus die Existenz und die Identität des kurdischen Volkes nicht an. Der türkische Staat will in Nordkurdistan durch Massaker und eine forcierte Assimilationspolitik das kurdische Volk zwangstürkisieren und seine Existenz aus der Geschichte tilgen. Im Kampf gegen diese Politik hat unsere Bewegung in dreißig Jahren eine bedeutende nationale und gesellschaftliche Entwicklung hervorgebracht, dem Willen des kurdischen Volkes zum Durchbruch verholfen und so die Sinnlosigkeit und Erfolglosigkeit dieser Politik bewiesen..(...) mehr


Öcalan: Bin zu politischer Lösung bereit

Öcalan signalisierte während seiner Konsultation mit den Anwälten am 30.10.2007 einmal mehr, für Gespräche über eine politische Lösung der kurdischen Frage zur Verfügung zu stehen:

Meine Ansichten sind bekannt, ich habe sie mehrfach geäußert. Mir geht es um eine demokratische Autonome, eine demokratisch-kommunale Organisierung. In meinen Büchern habe ich das breit ausgeführt. Wenn es Forderungen an mich gibt, kann man über die Bedingungen reden. Ich bitte auch Herrn Erdogan, einen Ausweg vorzuschlagen. Ich bin zu jeder Art Lösung bereit. Ich reiche einmal mehr die Hand zum Frieden.(...) mehr


An die Presse und an die Öffentlichkeit (KCK)
Die Existenz der kurdischen Frage im Mittleren Osten ist ein Fakt. Ebenso ist bekannt, dass heutzutage in der Türkei, im Iran und in Syrien verschiedene gesellschaftliche Probleme aus der kurdischen Frage resultieren. Als kurdische Seite wollen wir diese – eines der Hauptprobleme der Region – nicht mit Gewalt lösen, sondern, ohne die bestehenden Grenzen anzurühren, über einen Dialog und mit friedlichen Methoden. (...) weiter

PKK ruft zur friedlichen Lösung auf
Nach den Aufrufen des irakischen Staatspräsidenten Celal Talabani und des Präsidenten Südkurdistans Mesud Barzani an die Türkei, einen Plan für eine friedliche Lösung zu präsentieren, sowie an die PKK, alle Gewalthandlungen einzustellen, haben die KCK (Vereinigte Gesellschaften Kurdistan) eine Erklärung veröffentlicht, dass sie zu Gesprächen bereit seien. (...) weiter

Türkeiweite Angriffe auf Kurden
Einhergehend mit den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Guerilla im Grenzgebiet Türkei/Irak finden in der gesamten Türkei Angriffe auf Kurden und kurdische Einrichtungen statt. (...) weiter


Zu den Hintergründen des Massakers in Beytüşşebap
Das Massaker in Beytüşşebap weist so große Ähnlichkeit mit einem ähnlichen Vorfall in Güçlükonak im Jahr 1996 auf, dass bereits ohne nähere Nachforschungen der Verdacht nahe liegt, dass auch diesmal dunkle Kräfte innerhalb des Staates die Urheber sind. In Güçlükonak – wie Beytüşşebap in der Provinz Şırnak gelegen – waren elf Menschen ums Leben gekommen. Wie in Beytüşşebap handelte es sich um Dorfschützer, die in einem Kleinbus erschossen wurden. Ein Teil von ihnen war kurz zuvor wegen “Unterstützung der PKK” festgenommen worden, der andere Teil wegen der Erledigung einer “Aufgabe” zu einem Jandarma-Stützpunkt zitiert worden, bevor sie gemeinsam in das Fahrzeug gesetzt wurden, das kurz danach Ziel eines Anschlages werden sollte. (...) weiter

HPG: Verantwortlich für Beytüşşebap-Massaker ist die türkische Armee
Wie das HPG-Hauptquartier in einer schriftlichen Erklärung öffentlich gemacht hat, hat die Guerilla nichts mit dem Massaker in Beytüşşebap zu tun. Im Kreis Beytüşşebap in der Provinz Şırnak waren vorgestern zwölf Personen, darunter sieben Dorfschützer, durch den Beschuss eines Kleinbusses ums Leben gekommen. Nach HPG-Angaben ist dafür die türkische Armee und die illegale militärische Organisation JITEM verantwortlich. (...) weiter

Akın Birdal: Kein Hinweis auf PKK
Nach Angaben von Akın Birdal, ehemaliger Vorsitzender des Menschenrechtsvereins IHD und heute als DTP-Abgeordneter Mitglied der parlamentarischen Menschenrechtskommission, gibt es keine Hinweise auf eine Täterschaft der PKK beim Massaker in Beşağaç (Hemka) im Kreis Beytüşşebap, bei dem vergangene Woche zwölf Menschen in einem Kleinbus erschossen worden waren. (...) weiter

Erschütternde Neuigkeiten im Fall des Massakers von Beytüşşebap
Bei dem Massaker am 29. September 2007 wurden 12 Dorfbewohner ermordet. Nun wurden Einzelheiten aus der Aussage von Memduh Ecer, einem Überlebenden des Massakers, veröffentlicht. (...) weiter

Angst bei der AKP vor einem zweiten Semdinli
Während offizielle Stellungnahmen zum Massaker in Beytüssebap weiter ausbleiben, herrscht bei der AKP die Sorge, der Vorfall könne zu einem zweiten Semdinli werden. Nachdem zunächst der PKK die Verantwortung für den Mord an zwölf Dorfbewohnern zugeschoben worden war, finden jetzt stille Nachforschungen dazu statt. Wie es heißt, sollen kurdischen AKP-Abgeordneten Informationen zugespielt worden sein, demnach innerstaatliche Banden in den Vorfall verwickelt sein sollen. Die Ähnlichkeit mit dem Massaker von Güclükonak im Jahr 1996 und dem Bombenanschlag von Semdinli im November 2005, bei denen die Urheberschaft staatlicher Kontrakräfte zutage getreten war, ist nicht zu übersehen. (...) weiter


Politik der ethnischen Säuberung
Opferzahl steigt auf 500

Der Exekutivrat der KCK verurteilte den Anschlag und rief alle Kurden dazu auf, sich für die Yeziden einzusetzen. Der Anschlag habe bewusst im Vorfeld des geplanten Referendums zur Kerkuk-Frage stattgefunden: „Mit diesem Referendum wird nicht nur die Zukunft Kerkuks festgelegt werden, sondern auch das Schicksal von kurdischen Siedlungen wie in Sengal, Maxmur und Xanequin. Die Anschläge richten sich gegen das Referendum, die Stabilität in den betreffenden Gegenden soll zerstört werden. Es wird eine Entvölkerung, eine Massenflucht aus den Gebieten angestrebt, um eine Anbindung an die arabischen Provinzen zu erreichen. Kurz gesagt findet eine Politik der ethnischen Säuberung statt.“

Die Hilfsorganisation Heyva Sor hat eine Spendenkampagne für die Opfer der Anschläge gestartet.
Sparkasse Neuwied,
Konto: 186098, BLZ: 57450120.
Weitere Informationen können bei Heyva Sor, Lindenstr. 85, 40233 Düsseldorf oder unter der Telefonnummer 0211 239 63 92 eingeholt werden.
(...) weiter

Wir trauern um Orhan Doğan

Am 29. Juni 2007 starb der kurdische Politiker, ehemalige DEP-Abgeordnete und unermüdliche Kämpfer für Demokratie und Frieden Orhan Doğan an den Folgen eines Herzinfarkts, den er während einer Rede auf einem Kulturfestival in Doğubayazıt erlitten hatte, im Krankenhaus in Van im Alter von 52 Jahren. Er wurde in seiner Heimatstadt Cizre im Beisein von Zehntausenden Trauernden beigesetzt.

Der Jurist Orhan Doğan machte sich schon früh zum Anwalt seines Volkes. Er kämpfte bis zum Schluss für Demokratie, Menschenrechte, Frieden und eine Lösung der kurdischen Frage. In seinen letzten Worten rief er erneut zum Frieden auf.
Sein viel zu früher Tod stellt einen großen Verlust für uns dar.
Wir haben Artikel zusammengestellt, die nach seinem Tod von der Nachrichtenagentur ANF und der Tageszeitung Yeni Özgür Politika veröffentlicht sind: (...) weiter


Öcalan: Europa hat die Kurden verkauft
Öcalan hat bei der jüngsten Konsultation mit seinen Anwälten, die am 2. Mai nach vier Wochen der Totalisolation stattfand, eindringlich vor einer Eskalation der gesellschaftlichen Konflikte gewarnt. Die kurdische Frage identifizierte er als Hintergrund der aktuellen politischen Krise und wertete die Haltung Europas als „Verkaufen der Kurden“. Erstmals erfuhren die AnwältInnen bei der Konsultation auch, dass momentan eine 20-tägige Bunkerstrafe vollstreckt wird.
(...) weiter
weitere Gesprächsprotokollen der AnwältInnen mit Abullah Öcalan


Pressekonferenz in RomPresseerklärung der Anwälte Abdullah Öcalans aus Italien und der Türkei Rom, 1.3.2007
Öcalans Anwälte: Unser Mandant wird vergiftet
Als Anwälte von Herrn Abdullah Öcalan aus Italien und der Türkei geben wir mit dieser Pressekonferenz erstmalig die Ergebnisse der Arbeit der letzten drei Monate der Öffentlichkeit bekannt.
Laboruntersuchungen der Haarproben von Herrn Öcalan zeigen eine Konzentration der Elemente Strontium und Chrom, die deutlich über den Normalwerten liegt. Aus Sicherheitsgründen wurden diese Untersuchungen ohne Offenlegung der Identität des Probanden durchgeführt. Die Testergebnisse wurden von dem sachverständigen Labor als Anzeichen einer chronischen Vergiftung identifiziert. (...) weiter

Wortlaut der Analyse von Dr. Pascal Kintz
Dr. Pascal Kintz in Roj-TV über seine Analyse "Das Haar gehört jemandem, der mit Chrom und Strontium vergiftet wurde" "Wir, ChemTox in Straßburg, erhielten sechs Haare einer unbekannten Person. Zur Zeit der Analyse wussten wir nicht, wem das Haar gehörte. Man bat uns, nach Spurenelementen und Metallen zu suchen. Wir informierten die Person, die uns darum bat, dass die Menge des Haares sehr gering sei – weniger als ein Milligramm, normalerweise brauchen wir dreißig Milligramm – darüber kann man also diskutieren.
(...) weiter

INTERNATIONAL INITIATIVE BRIEFINGS:
„Wir werden ihn scheibchenweise töten“ – Eine wahrgemachte Drohung

Nun ist es amtlich: den Anwälten des inhaftierten Öcalan liegen deutliche Hinweise vor, dass ihr Mandant mit Schwermetallverbindungen vergiftet wird. Zwar ist dieser Verdacht nicht neu, doch liegt nun eine wissenschaftliche Analyse vor, die eine mörderische Absicht hinter den zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden des Kurdenführers nahe legt. (...) weiter

Horrorszenario bestätigt:
Kurdenvertreter Abdullah Öcalan wird systematisch vergiftet

(...) Wir denken, dass die Haltung der EU und der europäischen Institutionen dazu beigetragen hat, diese Politik des Ermordens auf Raten mindestens billigend in Kauf zu nehmen. Der jüngste Beschluss des Ministerkomitees des Europarates, die Akte von Herrn Öcalan ohne erneutes Aufrollen des Verfahrens zu schließen, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ernsthafte Menschenrechtsverletzungen festgestellt und eine Aufnahme des Verfahrens empfohlen hatte, muss vor diesem Hintergrund als eine konkrete Hilfestellung an die Türkei gesehen werden. (...) weiter Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden

weitere Erklärungen auf der Sonderseite


Aufruf zur Teilnahme an den Newrozdelegationen 2007 und zum Hasankeyf Aktionstag Aufruf im PDF-Format
YEK-KOM  

Aufruf zur Teilnahme an den Frauendelegationen zum 8. März 2007 Aufruf im PDF-Format
Cenî - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.  

INTERNATIONAL INITIATIVE BRIEFINGS:
Kabale und Liebe: Öcalan, die Kurden und Europa
Auf Liebe, wie in Schillers Drama, können die Kurden in der Türkei wenig hoffen. Die dortige katastrophale Menschenrechtslage spricht für sich. Vom Westen ist auch keine Unterstützung zu erwarten. Allzu oft sind die Kurden schon zum Spielball internationaler Interessen geworden, geopfert auf der Schlachtbank des Profitdenkens. Der Begriff der Kabale, stets ein elementarer Bestandteil von Macht- und Standesdünkel, ist ihnen hingegen hinreichend bekannt. Der Fall des Kurdenführers Öcalan steht hierfür als Synonym. (...) weiter

Spendenaktion für die Menschen in den Katastrophengebieten in Nordkurdistan  Aufruf im PDF-Format

Bilanz der Flutkatastrophe in Kurdistan
Nach Angaben der Vereinigung der Stadtverwaltungen in Südostanatolien (GABB) sind bei der Flutkatastrophe in den kurdischen Provinzen im November 46 Personen getötet und 13.519 Häuser beschädigt worden. Der materielle Schaden beträgt 97.580.000 YTL. Quelle: DIHA, 05.12.2006, ISKU

Flutkatastrophe in Kurdistan
Über 40 Tote – Erdogan spricht von „Übertreibung“

Über vierzig Menschen sind bei der Flutkatastrophe in der kurdischen Region in der Türkei ums Leben gekommen – dennoch bezeichnet Ministerpräsident Erdogan die Hilferufe der Betroffenen als "übertrieben". Gesundheitsminister Akdag erklärte, eine offizielle Ausrufung der Region als Katastrophengebiet sei unnötig. Unterdessen warten die Überlebenden in Turnhallen, Hotels, Moscheen oder bei ihren Verwandten auf Hilfe. Auch Tausende Tiere starben in den Fluten. Der materielle Schaden ist immens. Durch Überflutung der Felder wurden die Ernten und auch das Saatgut für das kommende Jahr vernichtet. Allein in Batman ist nach ersten Schätzungen ein Schaden von mehreren Millionen entstanden, über 12 000 Häuser wurden beschädigt. In Batman sind nach dem Zusammenbruch einer Brücke neun Stadtviertel von der Außenwelt abgeschnitten. Der Gouverneur weigert sich, der Forderung des Bürgermeisters Hüseyin Kalkan nach Einsatz eines Hubschraubers nachzukommen. "Die Regierung muss sofort aktiv werden, um Hilfe in die Region zu schicken. Die Bevölkerung ist wütend", erklärte der Bürgermeister der Stadt und rief die Regierung, örtliche Geschäftsleute und internationale Hilfsorganisationen zur Unterstützung auf. (...) weiter


Erklärung der Koma Komalên Kurdistan, KKK zum Waffenstillstand
Unsere Region, der Mittlere Osten, macht eine Phase wichtiger Veränderungen durch. Es zeigt sich täglich mehr, dass der wichtigste Faktor für ausweglose Konflikte in der Region nationalistisches und antidemokratisches Verhalten ist.
Der einzig richtige Weg für die Lösung der Probleme der Region ist die Anwendung der Methoden des demokratischen Dialogs und der Aufbau eines modernen, demokratischen Systems auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts von nationalen und religiösen Verschiedenheiten. (...) weiter

Öcalan ruft PKK zum Waffenstillstand auf
Abdullah Öcalan hat im Gespräch mit seinen Verteidigern auf der Gefängnisinsel Imrali die PKK zu einem Waffenstillstand aufgerufen. “Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass in der Türkei und im Mittleren Osten Waffen nicht mehr als eine Methode gelten, mit der Resultate erzielt werden. Lasst uns die Waffen begraben”, erklärte Öcalan. (...) weiter

Massaker in Diyarbakir fordert 10 Menschenleben
Terroranschlag auf Zivilbevölkerung

Die Anzahl der Todesopfer des Bombenanschlags in Diyarbakir am Dienstagabend hat sich auf zehn erhöht. Darunter befinden sich sieben Kinder. Zwei weitere Verletzte befinden sich nach wie vor in Lebensgefahr.
Zu dem Anschlag bekannten sich zwischenzeitlich die faschistischen "Türkischen Rachebrigaden" (TIT). Der Anschlag in Diyarbakir sei im Gedenken an einen kürzlich in Siirt ums Leben gekommenen Soldaten verübt worden. Zusätzlich zur Erklärung sind Fotos abgebildet, die nach TIT-Angaben den Sprengsatz vor der Explosion darstellen. Darunter steht: "Der beste Kurde ist ein toter Kurde". In der Erklärung heißt es weiter: "Als Türkische Rachebrigaden werden wir für jeden Türken, den die PKK im Westen zum Märtyrer macht, in Diyarbakir zehn Kurden töten." ... weiter
weitere Meldungen:
- Pressemitteilung von KONGRA-GEL zum jüngsten Anschag in Diyabakir
- Zum Bombenanschlag in Amed/Diyarbakir | HPG
- Anschlag soll möglichen Friedensprozess von vornherein torpedieren | Feleknas Uca MEMBER OF THE EUROPEAN PARLIAMENT

- An die Presse und Öffentlichkeit | YEK- KOM Föderation kurdischer Vereine in Deutschland e.V.

DTP ruft zu Waffenstillstand auf
Der DTP-Vorsitzende Ahmet Türk hat den Kongra Gel zu einem Waffenstillstand aufgerufen, um eine Lösung der kurdischen Frage über einen demokratischen Dialog zu ermöglichen. Auf einer Presseerklärung in Diyarbakir erklärte Türk am Montag: „Wir hoffen, dass der Kongra Gel unseren Aufruf beantwortet und glauben an eine positive Antwort.“
Es werde versucht, den Konflikt um die kurdische Frage so anzuspitzen, dass eine Lösung immer unmöglicher gemacht werde. „Mit der nationalistisch-chauvinistischen Welle, die bereits jetzt die kurdisch-türkische Einheit sprengt, erhält der Wille zu einem Zusammenleben einen Schlag, wie es ihn in den vergangenen tausend Jahren nicht gegeben hat.“ Türk verwies auf die Lynchversuche an Kurden in der Westtürkei in den vergangenen Tagen und sagte, es sei vor allem politischen Kreisen, dem Staat und den zivilgesellschaftlichen Organisationen zuzuschreiben, dass man in dieser Problematik an diesen Punkt gekommen sei. ... weiter


KON-KURD verurteilt Verhaftung kurdischer Politiker
Die Konföderation kurdischer Vereine in Europa (KON-KURD) mit Sitz in Brüssel hat die Verhaftung kurdischer Politiker in Deutschland und Holland verurteilt. Das Vorgehen der beiden europäischen Staaten beruhe auf den Versprechungen, die die USA der Türkei zur Wahrung eigener Interessen gegeben habe, so heißt es in einer Erklärung der Organisation.

Muzaffer Ayata
„Ein dermaßen unrechtmäßiges Vorgehen in Europa, das für sich beansprucht, Rechts- und Demokratienormen zu achten, beunruhigt uns und alle in Europa lebenden aus Kurdistan stammenden Menschen. Diese Menschen, die aufgrund unmenschlicher Verhältnisse in Kurdistan nach Europa migriert sind, leben hier als politische Flüchtlinge, weil Europa diesen Krieg anerkennt. Auch hunderte kurdischer Intellektueller befinden sich aufgrund der
Riza Erdoğan
undemokratischen Zustände in der Türkei als Flüchtlinge in Europa. Die jüngsten Haftbefehle in Deutschland und Holland versetzen die Kurden in Europa in Besorgnis. Jeder fragt sich, wann die Reihe an ihn selbst kommt. Auch in Europa fühlen sich die Menschen nicht sicher.“ (...) weiter

weitere Erklärungen:
- KNK fordert Freilassung kurdischer Politiker (Nationalkongress Kurdistans)
- Der deutsche Staat und die Lösung der kurdischen Frage
- Statt Dialog wieder Verhaftungen
(AZADI)
- Zur Verhaftung kurdischer Politiker in Deutschland (ISKU)
- In mehr als 60 deutschen Städten schließen Kurdinnen und Kurden aus Protest gegen die Kriminalisierung und politische Verfolgung von Kurden in Deutschland ihre Vereine und treten in Hungerstreik (YEK-KOM)


Gedenkveranstaltung für Uta und Amara
In Dortmund hat am Sonntag eine Gedenkveranstaltung für Ekin Ceren Dogruak (Amara) und Uta Schneiderbanger stattgefunden, die am 31. Mai 2005 bei einem Autounfall in Südkurdistan tödlich verunglückt sind. An der Veranstaltung nahmen 500 Menschen statt, darunter auch die Eltern von Uta Schneiderbanger. Als Vertreterin der YJA hielt Servin Nudem eine Ansprache, in der sie auf die internationalistische Persönlichkeit von Amara und Uta sowie auf ihre Solidarität mit dem kurdischen Volk hinwies. Im weiteren Verlauf wurde eine Botschaft der Eltern von Ekin Ceren Dogruak (Amara) verlesen, in der diese erklärten, sich für Amaras gemeinsam mit dem kurdischen Volk geführten Kampf einzusetzen. Quelle: ANF, 29.05.2006, ISKU
Ein Jahr ist vergangen
Gedenken an Dogruak an ihrem Grab

In Berlin trafen sich am 31. Mai Freunde und Freundinnen am "Utabaum" auf dem Friedhof am Südstern. Im Anschluss fand eine Gedenkveranstaltung im kurdischen Verein statt.


Protokoll des Verteidigergesprächs mit Abdullah Öcalan
am 10. Mai 2006

Abullah Öcalan: ... Über mich sind verschiedene Texte in den Zeitungen erschienen. Seit unserem letzten Zusammentreffen ist wohl viel über mich geschrieben worden. Das haben Sie wahrscheinlich verfolgt. Bezüglich meiner Haltung werden die Tatsachen verdreht. Zum Beispiel hat Ergun Babahan in der Zeitung Sabah so etwas geschrieben. Dagegen muss ich mich verteidigen und meine Ansichten deutlich machen. Es heißt, bei meinem Lösungsprojekt handele es sich lediglich um eine taktische Veränderung oder ich würde diese Lösung vorlegen, um mich selbst zu retten und ich sei zum Kemalismus übergetreten. Das alles ist nicht richtig. Bei dem von mir vorgelegten Projekt handelt es sich nicht um eine taktische Veränderung, sondern um eine wesentliche strategische Änderung. Meine Philosophie ist die der Veränderung und Transformation. Sie ist nicht statisch und basiert nicht auf Dogmatismus. Es gelingt mir gut, den Dogmatismus zu überwinden. Wenn keine Veränderung und Wandlung durchgesetzt wird, gibt es auch keine Rettung vor dem Dogmatismus und keine Lösung. weiter


Bürgermeister aus der Ilisu-Region (Türkei) fordern von deutscher Baufirma und Bundesregierung Ausstieg aus Staudammprojekt

Bürgermeister und Vertreter lokaler Bürgerinitiativen haben heute in Berlin bei einer von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation WEED durchgeführten Pressekonferenz vor den gravierenden Folgen des geplanten Ilisu-Megastausees in der Südosttürkei gewarnt. Für die Mehrzahl der Betroffenen würde die Realisierung des Projekts große Armut und Entwurzelung bedeuten. Nur eine Minderheit der Bevölkerung befürworte daher den Damm. Mit der Vergabe einer Hermesbürgschaft würde die Bundesregierung mitschuldig an Umweltzerstörung, der Vernichtung von Kulturgütern und der Verelendung großer Bevölkerungsteile. weiter


Kein Urteil im Prozess gegen Pinar Selek
Heute fand vor dem 12. Schweren Strafgericht in Istanbul-Besiktas eine weitere Hauptverhandlung gegen die Soziologin Pinar Selek und weitere Angeklagte im Prozess um die Explosion im Misir-Basar im Jahr 1998 in Istanbul statt. Pinar Selek legte dabei ihre persönliche Verteidigung vor, deren deutsche Übersetzung im Anhang beigefügt ist. (...) weiter


Verteidigung Pinar Seleks in der Verhandlung am 17. Mai 2006:
An den Vorsitz des 12. Schweren Strafgerichtes Istanbul
Diesen in juristischer Sprache “Verteidigung” genannten Text lege ich Ihnen nicht vor, um mich gegen verschiedene Anschuldigungen zu verteidigen, sondern um zu erzählen, wie ich meine Würde, meine Persönlichkeit, meine Beziehung zum Leben und meine Suche nach Freiheit gegen den seit langer Zeit andauernden Druck verteidigt habe. (...) weiter


In englischer Sprache wurde eine aktuelle Internetseite über die Ereignisse in Diyarbakir/Amed veröffentlicht. Zu finden ist sie unter: http://kurdishuprising.com/


Die USA und die Armee treiben die Türkei in den Bürgerkrieg
Irfan Dündar und Ibrahim Bilmez, Anwälte Abdullah Öcalans, äußerten in einem Interview der Zeitung "Ülkede Özgür Gündem" die Sorge, die Türkei werde durch die Armee in einen Bürgerkrieg gezogen. Dieser werde durch die USA gefördert, und das kurdische Volk so zum Sezessionismus gedrängt. Gleichzeitig wiesen sie auf die vollständige Isolation ihres Mandanten und den Zusammenhang dieser Isolationspolitik mit der herrschenden Politik der Gewalt hin. (...) weiter


Menschenrechtsverein (IHD) – Diyarbakir/Türkei

Bericht und Analyse der Menschenrechtsverletzungen nach der Beerdingung in Diyarbakir am 28. März 2006
Infolge einer militaerischen Operation in die Region zwischen den Provinzen Diyarbakir, Bingöl und Mus starben am 24.03.2006 14 bewaffnete Militante. Vier von Ihnen (Bülent Tanışık, geb. in Diyarbakir, Muzaffer Pehlivan, geb. in Diyarbakir-Lice, Fatih Çetin, geb. in Diyarbakir-Cinar, Mahmut Güler, geb. in Diyarbakir-Kulp) wurden nach einer Autopsie im Staatskrankenhaus von Malatya am 28. März 2006 nach Diyarbakir gebracht, wo sie im Friedhof Yeniköy beerdigt wurden. Im Anschluss an die Beerdigungsfeierlichkeit begannen die gesellschaftlichen Ereignisse im Stadtteil ‚Ofis’ beginnend, von wo sie sich auf viele Gegenden von Diyarbakir ausgebreitet haben. Gegen die vom Friedhof zurückkehrenden Menschenmenge wurde vor der sich auf dem Weg zum Friedhof befindende Polizeistation ‚10 Nisan’ eingegriffen. Während der Beerdigung flogen auffällig viele Kampfflugzeuge vom Typ F-16 tief über die Menschenmenge. (...) weiter


Die drohende Auslieferung der kurdischen Journalistin Zübeyde Ersöz an die Türkei muss verhindert werden!

Dringender Aufruf des Kurdischen Frauenbüros für Frieden – Cenî
Rechtshilfefonds für Kurdinnen und Kurden in Deutschland – Azadî e.V. – Informationsstelle Kurdistan – ISKU e.V.

CENÎ, AZADÎ und ISKU wenden sich mit dem dringenden Appell an Sie, gegen die drohende Auslieferung der kurdischen Journalistin Zübeyde Ersöz an die Türkei zu protestieren. Bei einer möglichen Auslieferung bestünden keinerlei Garantien für die Gesundheit und das Leben der engagierten Journalistin.
Am 15. Februar 2006 stellte die kurdische Journalistin Zübeyde Ersöz bei der Ausländerbehörde in Luxemburg ihren Antrag auf politisches Asyl. Bei ihrer Antragstel-lung wurde sie durch die Luxemburger Polizei aufgrund eines Haftbefehls der türkischen Behörden verhaftet und ist nun mit einer Auslieferung an die Türkei bedroht. Jedoch haben der Haftbefehl und das Auslieferungsgesuchen der Türkei keinerlei rechtliche Grundlage und sind nicht legitim. Das wird schon daran deutlich, dass die türkischen Behörden sich auf die unwahre Behauptung berufen, Frau Ersöz sei im Zeitraum von 1994 bis 1995 in der Türkei an “kriminellen Aktivitäten einer terroristi-schen Organisation” beteiligt gewesen. Jedoch hielt sich Frau Ersöz von November 1993 bis April 1996 nachweislich in Deutschland auf und arbeitete hier als Journalistin bei der Tageszeitung Özgür Politika. (...) weiter


Pressemitteilung von YEK-KOM:
Erdogan erteilt Freibrief für Morde an kurdischen Kindern und Frauen
In verschiedenen kurdischen und türkischen Städten, wie Diyarbakir, Batman, Siirt, Istanbul und Yüksekova, dauern die Auseinandersetzungen zwischen der kurdischen Bevölkerung und der Staatsgewalt seit vier Tagen an. Seit Tagen gehen Polizei und Militär mit Tränengas, Schlagstöcken, Schusswaffen und Panzern gegen die Zivilbevölkerung vor. Die bisherige Bilanz ist erschreckend: 7 Tote und Hunderte zum Teil schwer Verletzte, sowie Hunderte von Festnahmen. Von den bislang 56 verhafteten Personen sind 33 minderjährig.
Die Namen der durch den Schusswaffengebrauch von Polizei und Militär getöteten Personen sind wie folgt: Fatih Tekin (3 Jahre), Enes Ata (6 Jahre), Abdullah Duran (9 Jahre), Mehmet Akbulut (18 Jahre), Mehmet Isikci (19 Jahre), Tarik Atakaya (22 Jahre) und Mustafa Eryilmaz (26). (...) weiter |
weitere Erklärungen


Kampagne für Pinar Selek:

Petition mit mehr als hundert UnterstützerInnen aus über 20 Ländern veröffentlicht


Mehr als hundert Einzelpersonen und Organisationen aus über zwanzig Ländern, darunter 18 Parlamentsabgeordnete sowie viele Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft, haben in einer Petition ihre Besorgnis über das seit acht Jahren andauernde Verfahren gegen die türkische Soziologin Pinar Selek zum Ausdruck gebracht und die Forderung erhoben, dass die Anklage gegen Frau Selek angesichts nicht vorhandener Beweise endlich fallengelassen wird.

Die Petition mit der Liste der UnterstützerInnen und das dazu gehörige fact sheet können in deutscher und türkischer Sprache heruntergeladen werden.


8.-März-Aktivitäten in der Türkei/Kurdistan
Bereits am vergangenen Wochenende haben sich türkeiweit Tausende Frauen an Aktivitäten zum 8. März, dem internationalen Frauentag, beteiligt. Neben Veranstaltungen, Feiern, Seminaren und anderen öffentlichen Aktionen fanden mehrere Demonstrationen statt. So protestierten in Istanbul-Kadiköy ungefähr 10.000 Frauen gegen Gewalt gegen Frauen und für gleiche Rechte. Die Aktionen werden noch die ganze Woche weiter gehen. (...) weiter


YEKKOM: Angriffe iranischer Sicherheitskräfte auf Kurden
Seit einer Weile macht der Iran auf internationaler politischer Ebene Schlagzeilen. Präsident Ahmedin Nedschads aggressive Äußerungen und das iranische Atomprogramm sind gegenwärtig Gegenstand der internationalen Politik geworden.
Doch seit langem schon hat vor allem die iranische Bevölkerung unter dem verhassten Regime zu leiden. Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen hat die westliche Welt Jahre lang weggeschaut und Augen und Ohren gegenüber dem Terror gegen die iranischen Völker im In- und Ausland verschlossen. (...) weiter


Protest gegen die Verhaftung der Friedensmütter aus Diyarbakir
Nach einer friedlichen Kundgebung in Diyarbakir sind 24 Mitglieder der Friedensmütterinitiative, welche aus Müttern von türkischen Soldaten und kurdischen Guerilleros sowie im Krieg Gefallenen besteht, festgenommen worden. Die Mütter hatten sich mit dem Ziel, ihre Forderung nach „einer
friedlichen Lösung der kurdischen Frage und Freiheit für Abdullah Öcalan“ angekettet. Diese Festnahmen zeugen für die Haltung des türkischen Staates und der Regierung gegenüber der Rufe für Frieden. Als Ceni – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. und die Friedensmütterinitiative in Europa verurteilen wir die Festnahme von 24 Friedensmüttern. (...) weiter


Repressionswelle in Kurdistan
Die Protestaktionen aus Anlass des Jahrestages der Verschleppung Abdullah Öcalans aus Kenia in die Türkei am 15. Februar 1999 sind von verschärfter Repression gezeichnet. Am blutigsten verliefen die Proteste in den Städten Mako und Poldesit im iranischen Ostkurdistan, wo neun Menschen von Sicherheitskräften getötet wurden. Über zwanzig Demonstranten wurden zum Teil schwer verletzt. Allein in Mako wurden 400 Personen festgenommen, in Yolegegi und Sut weitere 300. Die Spannungen dauern an. (...) weiter


Der "europäische" Gefangene Öcalan - 7 Jahre Imrali, 7 Jahre staatliche Willkür
Um den Zustand einer Gesellschaft zu beurteilen, so sagt man, reiche es, hinter die Gefängnismauern zu blicken. Die Türkei scheint hierfür ein Paradebeispiel zu sein.
Insbesondere am Fall Öcalan wird ersichtlich, wie schlecht es in der Türkei um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bestellt ist. Ähnlich dem amerikanischen Gefangenlager Guantanamo auf Kuba ist die türkische Gefängnisinsel Imrali ein rechtsfreier Raum. Dort wird der Kurdenführer seit seiner völkerrechtswidrigen Verschleppung in die Türkei am 15. Februar 1999 unter menschenunwürdigen Isolationshaftbedingungen gefangen gehalten. (...) weiter


Lösung über Neuverhandlung
In einer Pressekonferenz haben die Verteidiger Abdullah Öcalans die Schließung des Gefängnisses auf Imrali gefordert. Öcalan solle in den Selbstmord getrieben werden, die Kurden in Krieg und Vernichtung.(...) weiter


Größter Gewerkschaftsverband Norwegens unterstützt Öcalan
Kleiv Fiskvik, Präsident der norwegischen Gewerkschaftskonförderation LO, hat in einer Erklärung die Repression gegen den Fernsehkanal Roj TV und die Isolierung Abdullah Öcalans kritisiert. Die Gewerkschaftskonförderation drückte ihre Solidarität mit Roj TV und den Kurden aus und bemängelte die Bemühungen der Türkei, den kurdischen TV-Sender verbieten zu lassen. Roj TV stehe als Stimme des kurdischen Volkes für Frieden, Demokratie und Geschwisterlichkeit und könne nicht zum Schweigen gebracht werden. An Dänemark richteten die Gewerkschaften den Aufruf, dem Druck der Türkei stand zu halten und die eigenen demokratischen Prinzipien zu wahren. (...) weiter


Kurdische Vereine und Privatwohnungen durchsucht
YEK-KOM: Politische Probleme mit Strafrecht nicht lösbar
Am 21. Januar 2006 wurden in Bielefeld und Osnabrück auf der Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Oldenburg vom 13. Januar 2006 zwei Mitgliedsvereine unserer Föderation sowie Wohnungen der Vereinsvorstandsmitglieder durchsucht. Die Polizei führte bei allen Anwesenden in den Vereinen – ungeachtet ihres Alters und Geschlechts – eine Identitätsfeststellung durch und unterzog die Besucherinnen und Besucher anschließend einer ED-Behandlung. Im Zuge dieser Razzia wurden alle Gegenstände der Vereine beschlagnahmt. (...) weiter


KKK: Durch die „Bunkerstrafe" kann der Krieg außer Kontrolle geraten
20 Tage „Bunkerstrafe“ für Abdullah Öcalan
Der Besuch seiner Geschwister Mehmet Öcalan und Havva Keser bei Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali wurde mit der Begründung verweigert, gegen Öcalan sei eine Disziplinarstrafe von zwanzig Tagen Einzelzelle verhängt worden. Die zuständigen Militärs am Schiffsanleger Gemlik hätten erklärt, es liege eine Gerichtsbeschluss darüber vor. „Ich wollte den Beschluss lesen, aber auch das wurde mir verweigert“, erklärte Mehmet Öcalan. „Auch die Zeitungen, die wir mitgebracht hatten, wurden nicht angenommen“.
Rechtsanwalt Bekir Kaya erklärte, dass sich sein Mandant ohnehin in einem Ein-Personen-Gefängnis befinde. Zudem beinhalte diese Form der Disziplinarstrafe, die auf Antrag der Verwaltung verhängt werde, auch eine Beschränkung des Rechtes auf Telefongespräche, Briefkontakt und Familienbesuch. Die Verteidigung Öcalans versuche, die Hintergründe dieser Maßnahme zu erfahren, aber es lasse sich kein Ansprechpartner in dieser Angelegenheit finden, da aufgrund der Feiertage das zuständige Gericht in Bursa geschlossen sei. (...) weiter


Die Krise um ROJ-TV ist die Krise um die Pressefreiheit
Seit Mitte diesen Monats ist die politische Krise um den kurdischen Fernsehkanal ROJ-TV öffentlich geworden, als der türkische Ministerpräsident sich weigerte in Kopenhagen vor die Presse zu treten, weil eine ROJ-TV Korrespondenten ebenfalls unter den JournalistInnen war. Er soll verlangte haben sie aus dem Raum zu entfernen oder zumindest ihr ein Redeverbot zu erteilen. Als sein dänischer Amtskollege Rasmussen auf die Forderungen nicht einging, sagte Erdogan die Pressekonferenz ab. Rasmussen trat daraufhin alleine vor die Presse und erklärte: „Regierungen dürfen in keiner Weise versuchen, Einfluss auf die Medien zu nehmen. Pressefreiheit und –Unabhängigkeit gehören zu den grundlegenden Prinzipien der Demokratie Dänemarks". (...) weiter

Bei einem Amtsbesuch des türkischen Ministerpräsident Erdogan entflammte sich die Krise um den kurdischen Fernsehkanal ROJ-TV. Die Türkei setzt Dänemark unter Druck, damit ROJ-TV verboten wird. Im folgenden senden wir Ihnen eine Presseerklärung von YEK-KOM zu diesem Thema und bitten Sie, sich an der E-mail Kampagne zur Unterstützung von ROJ-TV zu beteiligen. Hierfür klicken sie bitte die folgende website: www.kurdishinfo.com/ROJTV/
Entweder sie schreiben selbst ihre Unterstützung oder senden eine bereits angefertigte Vorlage.


Susurluk in Semdinli
Nach dem Bombenanschlag auf einen Buchladen in Semdinli sind die von der Bevölkerung gefassten und der Polizei übergebenen Täter verschwunden. In ihrem Auto, das auf die Jandarma angemeldet ist, wurden neben Waffen eine Todesliste und Landkarten gefunden.
Seit einer längeren Zeit herrschte Angst in Semdinli, weil es wiederholt zu Bombenanschlägen kam. Durch den spontanen Eingriff der Bevölkerung, mit dem die Täter gestellt wurden, stellte sich heraus, warum die Urheber des Terrors seit Monaten nicht gefasst werden konnten. Hinter den Bombenanschlägen, die das Leben in der Kreisstadt zur Hölle machten, steckt die Jandarma. Die Tatsache, dass die Täter Mehmet Agar angerufen haben, zeigt, dass Susurluk immer noch aktuell ist...
weitere Erklärungen und Pressemeldungen

Generalamnestie made in USA?
Eine Analyse von Reimar Heider
Großes Aufsehen erregte im August der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner Ankündigung, die „kurdische Frage“ durch „mehr Demokratie“ lösen zu wollen. Dazu gehört aus kurdischer Sicht eine Generalamnestie. Dass er keine zwei Wochen später bei der Sitzung des immer noch übermächtigen Nationalen Sicherheitsrat von den Generälen zurückgepfiffen wurde, fand dagegen schon weniger Beachtung. Das Militär verschärfte seine Militäroperationen und die Isolation Öcalans, die kurdische Guerilla HPG schlug zurück, und die türkischen Städte werden durch Demonstrationen und Anschläge erschüttert. Keinerlei politische Initiative der Türkei ist erkennbar, es wird ausschließlich die militärische Karte gespielt. Die Bilanz des Krieges ist dabei aus türkischer Sicht äußerst negativ, die Operationen brachten keineswegs die erhoffte Vernichtung der Guerilla. Zuletzt drohten mit Murat Karayilan und Duran Kalkan zwei Schlüsselfiguren der kurdischen Bewegung der Türkei, man könne von der Strategie einer demokratischen Einheit mit der Türkei auch wieder abgehen und eine Loslösung anstreben. (...) weiter


Lex Öcalan – Sondergesetze im neuen türkischen Recht
Seit dem 1. Juni 2005 haben die Rechtsanwälte von Abdullah Öcalan keinen Kontakt mehr zu ihrem Mandanten. Auch der Familie des Kurdenführers wird der Besuch seit drei Monaten willkürlich verwehrt. Laut den Öcalananwälten hatte sich der Gesundheitszustand Abdullah Öcalans in der ersten Jahreshälfte verschlechtert. Aufgrund der Totalisolation gibt es über die jetzige Situation des Kurdenführers keine Erkenntnis.
Die Reform des türkischen Strafrechts im Zuge des EU-Anpassungsprozess stieß international auf Anerkennung und Lob. Weniger bekannt dürften jedoch die Sonderregelungen im Windschatten der EU-Reformen sein, welche die vollzogenen Reformen letztlich massiv in Frage stellen. Dies betrifft vor allem die Sondergesetzgebung für Abdullah Öcalan: (...) weiter


Bundesverwaltungsgericht hebt Verbot der Zeitung „Özgür Politika“ auf
Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat am 18. Oktober 2005 das von Bundesinnenminister Otto Schily am 5. September 2005 erlassene Verbot der prokurdischen, in der E. Xani Presse- und Verlags GmbH erschienenen Tageszeitung „Özgür Politika“, aufgehoben. Grundlage dieser Entscheidung war der von den Anwälten des Verlages eingereichte Eilantrag gegen die ministerielle Verbotsverfügung. (...) weiter


Aus aktuellem Anlass dokumentiert die Internationale Initiative Freiheit für Öcalan – Frieden in Kurdistan eine Pressemitteilung des KKK, Komitee für die Freiheit von Abdullah Öcalan:
Öcalans Freiheit muss zum Friedenskriterium in den EU -Beitrittsverhandlungen der Türkei werden
Der 9. Oktober 1998 markiert den Beginn der jüngsten Etappe der Anti-Öcalan-Politik, die bis zum heutigen Tage andauert. Bis zu jenem Datum befand sich Abdullah Öcalan in Syrien. Die Türkei, die USA und einige europäische Staaten drohten Syrien mit Krieg, damit Öcalan das Land verlässt. Die USA und die Türkei planten seit langem, in den Mittleren Osten einzumarschieren. Der Aufenthalt des Kurdenführers Abdullah Öcalan in Syrien wurde für diese Kriegspläne als Vorwand aufgebaut. Trotz erheblicher Lebensgefahr verließ Abdullah Öcalan am 9. Oktober 1998 Syrien und begann seine Reise nach Europa. Abdullah Öcalan verließ den Mittleren Osten, um den Kriegsplänen entgegenzuwirken und sich in Europa für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage einzusetzen. Die kurdische Karte sollte dieses Mal nicht für die Okkupationsbestrebungen verschiedener Mächte ausgenutzt werden. Auch sollten die Kurden nicht gegen die ihre Nachbarvölker ausgespielt werden. Syrien unter Lebensgefahr zu verlassen war ein historischer Schritt, denn zum ersten Mal in der Geschichte des 20. Jahrhunderts konnte die kurdische Karte nicht für die Interessenspolitik anderer Staaten instrumentalisiert werden. (...) weiter


 
 
 
 

Inhaftierte Kinder in der Türkei im Hungerstreik
Schwere Haftstrafen für kurdische Journalisten im Iran
DTP nimmt Forderung für Treffen zurück
In Frankreich wurden in 22 Tagen 28 Kurden festgenommen
Duran Kalkan zu den Ereignissen im Iran
Austritte aus der ÖDP
Türkei ordert aus Russland Hubschrauber gegen die PKK
Frankreich: Innerhalb von 48 Stunden 16 Kurden festgenommen
Ausnahmezustand ist Praxis
Militärische Auseinandersetzungen in Yüksekova

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