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NACHRUF AUF SAHIN GÜL
Sahin verstarb für uns alle unerwartet am 3. Januar 2012. Er wurde 35 Jahre alt. Wir sind sehr betroffen und haben mit Sahin einen aktiven und solidarischen Mitstreiter der Kampagne TATORT Kurdistan verloren. Sahin wurde am 20.04.1976 geboren und stammte aus Malatya. ... weiter


Neues Massaker der Türkei an kurdischen Zivilisten
Türkische Kampfflugzeuge bombardieren kurdische Dörfer, mindestens 40 Kinder und Jugendliche ermordet.
In der Nähe des Dorfes Roboskî im Kreis Qileban (Uludere), Provinz Şirnêx (Şırnak), Türkei, bombardierten in der Nacht auf Donnerstag türkische Kampfflugzeuge eine Gruppe von Zivilisten. Bei dem Massaker wurden 40 Menschen ermordet.
Ein Dorfbewohner, der den Angriff verletzt überlebte, erklärte, dass die aus den Flugzeugen abgeworfenen Bomben einen bitteren Geruch verströmten, der ihnen den Atem genommen haben und gebrannt habe. Einige Dorfbewohner seien unter einen Felsen geflüchtet, der sich unter der Bombardierung löste und 10 Menschen zerquetschte. .... weiter

weitere Erklärungen zu dem Massaker:


Staatsterrorismus in der Türkei – Handlangerarbeit in Deutschland
Am 8. Dezember wurde der 41-jährige kurdische Exilpolitiker Vezir T. von Beamten des Landeskriminalamtes in Hanau verhaftet. Er soll laut Generalbundesanwalt (GBA) von Juni 2008 bis Juli 2009 als „Kader der PKK“ das Gebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und teilweise Thüringen sowie Brandenburg geleitet haben. In dieser Funktion habe er Veranstaltungen und Demonstrationen organisiert und für die Beschaffung von Propagandamaterial gesorgt. .... weiter


Verboten, gegen das Verbot zu demonstrieren?
Berliner Polizei verbietet Großdemonstration gegen PKK-Verbot – Entscheidung liegt bei Gericht
Die Berliner Polizei hat die für den 26. November in Berlin geplante Großdemonstration „PKK-Verbot aufheben – Demokratie stärken“ verboten. Als Verbotsgrund werden befürchtete Verstöße gegen das Vereinsgesetz – also gegen das PKK-Verbot – genannt. ... weiter

Deutschland-Türkei: Hand in Hand gegen Kurden?
Versammlungsfreiheit auch für Kurdinnen und Kurden!
Das Berliner Verwaltungsgericht hat am Dienstagnachmittag das polizeiliche Verbot der für den 26. November in Berlin geplanten Großdemonstration "PKK-Verbot aufheben - Demokratie stärken" bestätigt.
Im Dezember berät der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages über eine Petition zur Aufhebung des PKK-Verbots. Erst im Sommer haben über 50.000 Menschen erneut diese Forderung im Rahmen der Kampagne zur "Anerkennung der kurdischen Identität in Deutschland" unterzeichnet. Mit unserer Demonstration zum 18. Jahrestag des PKK-Verbots wollen wir noch einmal unsere Stimme für diese Forderung erheben.... weiter


Strafanzeige in Deutschland gegen Ministerpräsident Erdoğan und die Generalstabschefs der Türkei wegen Kriegsverbrechen – Dazu Pressekonferenz am 1. November in Berlin

Anwälte aus der Bundesrepublik haben bei der zuständigen Bundesanwaltschaft (BAW) in Karlsruhe eine Strafanzeige gegen Ministerpräsident Erdoğan, der sich zur Zeit auf Staatsbesuch in Berlin aufhält, sowie mehrere Generalstabschefs der türkischen Armee wegen schwerer Straftaten im Krieg gegen die kurdische Bevölkerung eingereicht. Angezeigt werden vom Kriegsvölkerrecht geächtete Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Zeit zwischen 2003 und heute. ... mehr

Staatliche Blockaden für Hilfsarbeiten und Berichterstattung nach dem Erdbeben
Pressemitteilung zur Lage in der Region Van nach dem Erdbeben vom 23. Oktober 2011
Am Sonntag erschütterte ein schweres Erdbeben die Region Van, welche in den kurdischen Landesteilen im Osten der Türkei liegt. Mit der ausgewiesenen Stärke 7,2 auf der Richterskala ist das Beben mit dem aus dem Jahre 2010 auf Haiti vergleichbar. Bisher konnten lediglich knapp 400 Tote geborgen werden, Schätzungen gehen von 1.000 zu erwartenden Toten aus. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst, unzählige sind auf einen Schlag obdachlos geworden. ... mehr

YEK-KOM - Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
KURD-AKAD - Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.
YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
CENI - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
ISKU - Informationsstelle Kurdistan e.V.
Sarmasik-Efeu e.V.



Spende für Wan

Liebe Freundinnen und Freunde.

Das Erdbeben in Van hat verheerende Auswirkungen- Die Menschen sind auf unsere schnelle Hilfe angewiesen.
Die Lage ist dramatisch. Nach neuesten Berichten sind mindestens 279 Opfer geborgen. Es muss derzeit mit 1000 Toten gerechnet werden. Es gibt mindestens 1300 Verletzte. Unter den Trümmern der eingestürzten Häuser werden weitere Opfer vermutet.
Trümmer, Verletzte, Tote und dazu noch die Kälte: Das verheerende Erdbeben vom 23. Oktober 2011 hat Wan, eine der ärmsten Großstädte der Osttürkei besonders hart getroffen.
Mit 7,2 auf der Richter-Skala ist dieses Beben in der Provinz Van, an der Grenze zum Iran gelegen, das stärkste Erdbeben in der Türkei seit mehr als einem Jahrzehnt, und damit von der Intensität mit dem Beben in Haiti Anfang 2010 zu vergleichen.
Augenzeugen berichteten, dass Menschen in der Nacht bei Fackelschein und eisigen Temperaturen verzweifelt versuchten, Verschüttete mit bloßen Händen zu bergen.

Daher rufen wir zu Spenden für die Opfer des Erbebens in Van auf.

Richten Sie Ihre Spende an folgendes Konto:
*Heyva Sor a Kurdistanê e.V.*
Schäfer str. 4 / 53859 Niderkassel / Deutschland
*Stadtsparkasse Neuwied
Kontonr: 186098
BLZ: 57450120
Verwendungszweck: Hilfe für Van
IBAN: DE 62 57 45 01 20 00 00 18 60 98
BIC: MALADE 51 NWD

YEK-KOM - Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
KURD-AKAD - Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.
YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
CENI - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
ISKU - Informationsstelle Kurdistan e.V.
Sarmasik-Efeu e.V.


Seit April 2009: 7748 Festnahmen und 3895 Inhaftierte
Ankara - Die BDP-Verantwortliche für Justiz und Menschenrechtsangelegenheiten und stellvertretende Parteivorsitzende Meral Danış Bestaş hat am Donnerstag Zahlen zu den seit 2009 laufenden Festnahmen und Inhaftierungen im Rahmen der laufenden „KCK-Ermittlungen" gegeben. Diese gegen kurdische PolitikerInnen, MenschenrechtsverteidigerInnen und JournalistInnen durchgeführten „politischen Operationen" sind nach Aussagen von Meral Danış Bestaş der Ausdruck von Ausweglosigkeit, die nach Anweisungen des Ministerpräsidenten weitergeführt werden. Demnach wurden mit Beginn dieser Inhaftierungswelle seit dem 14. April 2009 insgesamt 7748 Personen festgenommen, wovon 3895 Personen dem Gericht vorgeführt worden sind und sich nun in Untersuchungshaft befinden. Das entspricht täglich neun Festnahmen. ... weiter


Angriff auf Zivilbevölkerung
Delegation aus Berlin, Hamburg und Stuttgart 30.09.2011
Am 26.09.11 eröffneten in der kurdischen Stadt Elih (Batman) gegen 23.00 Uhr Augenzeugenaussagen zufolge Spezialeinheiten der türkischen Polizei das Feuer auf das Fahrzeug einer Familie. Dabei starben die im 8. Monat schwangere 32-jährige Mizgin Doğrul und ihre dreijährige Tochter Sultan. Auch das ungeborene Baby konnte nicht mehr gerettet werden. Bei einem Gefecht etwa zwei Stunden später, töteten diese Spezialeinheiten zwei Guerillas der HPG und einen Bauarbeiter. Während dieser Zeit zogen Spezialeinheiten durch das Stadtviertel, beschossen Wohnungen willkürlich und warfen Handgranaten, die Krater in die Straßen rissen. Die türkischen Medien behaupteten sofort, die kurdische Guerilla HPG hätte die ZivilistInnen, getötet. Diese Version wurde ebenfalls vom Gouverneur verbreitet und von der türkischen Presse mit großem Eifer aufgenommen obwohl die Aussagen von Opfern und AugenzeugInnen dem deutlich widersprechen. ... weiter


Türkische Soldaten und Polizisten erschießen Hochzeitsteilnehmer
Pressemitteilung: Heidrun Dittrich - MdB Die Linke, Harald Weinberg - MdB Die Linke, Jürgen Klute - MdEP Die Linke, Ingrid Remmers - MdB Die Linke, Bärbel Beuermann - MdL Die Linke, Cansu Özdemir - MdHBü Die Linke, Barbara Cárdenas - MdL Die Linke, Marion Padua - Stadträtin, Linke Liste Nürnberg, Yilmaz Kaba - Landesvorstand Niedersachsen, Die Linke, Murat Cakir – Kolumnist Özgür Gündem, Gül Güzel – Journalistin/Gesundheitsmediatorin, Britta Eder - Rechtsanwältin, Martin Dolzer - Soziologe ... weiter


Türkisches Militär greift Häuser und Bevölkerung in Şemzînan an
Nach einer großangelegten Guerillaaktion gegen die Polizeidirektion und die Jandarma-Kommandantur in der nordkurdischen Stadt Şemzînan (Şemdinli) kam es zu kriegerischen Angriffen des türkischen Militärs auf die Zivilbevölkerung. Mindestens drei Zivilisten wurden dabei vom Militär getötet. ... weiter


Was machen deutsche Leopard Panzer in Südkurdistan (Nordirak)?
BarmerneDie internationale Nachrichtenagentur Reuters hat gestern mit einer Meldung im Rahmen der grenzüberschreitenden Luftangriffe der türkischen Armee auf Ziele in Südkurdistan, die nunmehr seit dem 17. August andauern, auf die ständigen Militärstützpunkte der Türkei in Südkurdistan aufmerksam gemacht. Nach der Meldung der Agentur sind etwa 1300 türkische Soldaten in Südkurdistan stationiert. Bei den Luftangriffen auf südkurdisches Gebiet sind bisher mindestens sieben Zivilisten ermordet worden.
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Angriff auf „Lebende Schutzschilde“ in Çelê: Yıldırım Ayhan getötet
WAN – Yıldırım Ayhan, Mitglied des BDP-Provinzrates, wurde bei einem Angriff auf die „Lebenden Schutzschilde“ in Çele/Colemêrg (Çukurca/Hakkari) von einer Gasgranate in die Brust getroffen. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus an den Folgen der Verletzung. ... weiter


Kurdische Bevölkerung leistet entschlossen Widerstand gegen den Krieg
Seit dem 17.08.11 bombardieren dutzende türkische Kriegsflugzeuge und Artilleriestellungen zivile Gebiete föderales kurdisches Gebiet. An der Grenze zu Südkurdistan/Nordirak werden zehntausende Soldaten zusammengezogen, Spezialeinheiten abgestellt und neue Militärstützpunkte gebaut, um den Krieg noch intensiver führen zu können. Der türkische Ministerpräsident Erdoğan hat für September großangelegte Operationen angekündigt und der Begriff einer „tamilischen“ Vernichtungslösung steht in Regierungskreisen im Raum. Die türkische Regierung ist der Meinung, die PKK militärisch Vernichten zu können und damit die kurdische Freiheitsbewegung ebenfalls zu zerstören und die Bevölkerung zu demoralisieren. In Kurdistan gehen täglich aber Hunderttausende auf die Straßen und Zehntausende ziehen als „Lebende Schutzschilde“ in Richtung Kampfgebiet. ... weiter


Das Massaker hat begonnen
Das türkische Militär hat bei seinen Luftangriffen auf das Kandil-Gebiet zwei zivile Fahrzeuge getroffen. Hierbei kamen sieben Menschen ums Leben, darunter vier Kinder und eine Frau. Die Körper der Opfer wurden durch den Angriff in Stücke gerissen.
Mit den letzten Angriffen auf Südkurdistan hat der türkische Staat unter Beweis gestellt, dass er bei seinen langgeplanten Angriffsplänen bereit ist jedes Mittel des schmutzigen Krieges anzuwenden. Während die Bombardierungen in Südkurdistan anhalten, werden zeitgleich breitangelegte militärische Operationen in Sêrt (Siirt) und Dersim durchgeführt. ... weiter


Türkische Armee bombardiert Ziele in Südkurdistan
Nach einem Angriff kurdischer Guerilla bei der 12 Soldaten der türkischen Armee den Tod fanden, hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch ein hartes Vorgehen gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angekündigt. Nun werde nicht mehr geredet, sondern gehandelt, so Erdoğan. Einzelheiten, der von Erdoğan angekündigten Offensive gegen die PKK, wurden bei seiner Rede nicht bekannt gegeben.
Am gestrigen Abend startete das türkische Militär zwei Luftangriffe gegen die Meder-Verteidigungsgebiete (von der PKK kontrolliertes Gebiet in Südkurdistan/Nordirak). 24 Militärflugzeuge starten von den Flughäfen von Amed (Diyarbakir) und Elih (Batman). Hierbei soll ein Teil der Militärflugzeuge auch über iranischen Luftraum eingeflogen sein. Neben dem Kandil-Gebiet wurden die Gebiete Metina, Zap, Sideka, Gare, Haftanin, Xakurke und Xinere zum Ziel der Luftangriffe.
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KCK: Die AKP spielt mit dem Feuer!
BEHDİNAN - Nachdem die letzten drei Anfragen der AnwältInnen des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan für die wöchentlichen Gespräche mit ihrem Mandanten durch die Staatsanwaltschaft abgelehnt worden sind, hat der Vorsitz des KCK-Exekutivrates eine Erklärung abgegeben, in der sie klarstellt, dass die völlige Isolierung ihres Vorsitzenden eine Politik der Gewalt und Unterdrückung ist. ... weiter


KCK: Einseitige Bemühungen für den Frieden führen zu keinem Ergebnis
QANDİL - Der KCK-Exekutivrat veröffentlichte in einer schriftlichen Erklärung, dass die einseitigen Waffenstillstände und die Gespräche mit dem Vorsitzenden Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali momentanen Bedingungen keinen Beitrag zur Lösung leisten.
Die KCK (Koma Civakên Kurdistan, Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan) erklärte: „Die AKP-Regierung hat die militärischen Auseinandersetzungen bei der Silvan-Operation zum Anlass genommen, um eine, nach ihren Worten, neue Strategie einzuschlagen und eine neue Angriffsphase gegen uns einzuleiten. Daher ist die AKP-Regierung verantwortlich für mögliche negative Entwicklungen.“
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Kriegsverbrecher als türkischer Generalstabschef?
Designierter Generalstabschef Necdet Özel befehligte Giftgaseinsatz

Gemeinsame Presseerklärung von:
Ulla Jelpke, MdB DIE LINKE.
Andrej Hunko, MdB DIE LINKE.
Ingrid Remmers, MdB DIE LINKE.
Heidrun Dittrich, MdB DIE LINKE.
Harald Weinberg, MdB DIE LINKE.
Cansu Özdemir, MdBü Hamburg DIE LINKE.
Barbara Cardenas, MdL Hessen DIE LINKE.
Bärbel Beuermann, MdL NRW DIE LINKE.
Murat Cakir, Kolumnist Özgür Gündem
Yilmaz Kaba, Landesvorstand DIE LINKE.Niedersachsen


„Wenn der türkische Militärrat tatsächlich am Donnerstag General Necdet Özel zum neuen Generalstabschef ernennt, wird damit ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher zum obersten Soldaten der Türkei. Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die angebliche Demokratisierung der türkischen Armee. Wenn der türkische Ministerpräsident Erdogan die Streitkräfte so weiterhin in die Hände eines kompromisslosen Hardliners legt, behindert er damit eine Friedenslösung für die kurdische Frage. Die bislang von Özel geführte Jandarma ist nicht nur für unzählige Morde, Folterungen und Grausamkeiten in den kurdischen Landesteilen verantwortlich. Özel persönlich hat 1999 einen Giftgaseinsatz gegen kurdische Guerillakämpfer angeordnet. Die PDS hatte damals eine Kleine Anfrage zu diesem Kriegsverbrechen an die Bundesregierung gestellt. Während die Bundesregierung damals keine Anhaltspunkte für einen Chemiewaffeneinsatz durch die türkischen Streitkräfte sehen wollte, beweisen inzwischen Videoaufnahmen den Einsatz solcher international geächteter Waffen.“
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Bisherige Bilanz der Militärangriffe des Irans auf nordirakisches Gebiet
Die großangelegte Militäroperation der iranischen Armee hält seit zehn Tagen an. In Folge der Bombardierungen auf die Dörfer in Südkurdistan kamen mindestens 3 Zivilisten ums Leben, 800 Dorfbewohner mussten ihre Wohngebiete verlassen, fünf Häuser und eine Schule wurden zerstört. Nach Angaben der HRK-Guerilla wurden 255 Soldatendarunter auch hochrangige Befehlshaber der iranischen Armee getötet und eine Vielzahl von Waffen beschlagnahmt. ... weiter


Zwei kurdische Aktivisten am Flughafen Düsseldorf festgenommen
BAW beschuldigt sie nach § 129b StGB
Am 17. Juli wurde der kurdische Aktivist Ridvan Ö. auf dem Düsseldorfer Flughafen und tags darauf Mehmet A. in Freiburg festgenommen. Beide befinden sich nach Eröffnung des Haftbefehls in Untersuchungshaft. ... weiter


Faschistische Angriffswelle auf KurdInnen und ihre Organisationen
Die türkische Regierung und die türkischen Medien steigerten ihre Hetze gegen die kurdische Bevölkerung und die linke, prokurdische Partei BDP weiter, nachdem bei einem Gefecht am 14.07.11 in Amed (Diyarbakır)/ Farqîn (Silvan) mindestens 18 türkische Soldaten und zwei kurdische Guerillas ums Leben kamen. Obwohl es deutliche Hinweise und Augenzeugenberichte gibt, dass die Soldaten durch Bomben aus türkischen Bombern getötet wurden, nutzt der türkische Staat die Situation, um nationalistische Stimmung im Land weiter anzuheizen. ... weiter


Demokratische Autonomie als Lösungsweg
Die 850 Delegierten des „Kongresses für eine demokratische Gesellschaft“ (DTK) haben sich am Donnerstag in Amed (Diyarbakir) für die sofortige Ausrufung der „Demokratischen Autonomie“ zur Lösung der kurdischen Frage in der Türkei ausgesprochen. „Das kurdische Volk will nicht länger eine Bevölkerung ohne Status sein. Es gibt keine andere Volksgruppe auf der Welt, die wie die Kurden mit 40 Millionen Menschen keine Rechte hat“, heißt es in der Deklaration des DTK als Dachverband kurdischer zivilgesellschaftlichen Institutionen. ... weiter


Pressemitteilung des Solidaritätskomitees für Hatip Dicle
Kurdische ParlamentarierInnen boykottieren erste Sitzung der neu gewählten Türkischen Nationalversammlung – Internationale Persönlichkeiten solidarisieren sich mit Hatip Dicle und den Kurdischen PolitikerInnen ... weiter


Türkischer Staat verschließt politische Lösungswege
Gewähltem Abgeordneten wird Mandat entzogen, fünf weitere kurdische Abgeordnete bleiben inhaftiert
Nachdem der türkische Staat bei den Parlamentswahlen am 12.06.11 trotz massiven Wahlbetrugs, Einschüchterungsversuchen und Repressionen nicht verhindern konnte, dass der linke Wahlblock, dem die BDP angehört, 36 KandidatInnen ins Parlament schickt, sollen die gewählten kurdischen VertreterInnen nun mit juristischen Mitteln politisch ausgeschaltet werden. Dem ehem. DEP-Abgeordneten Hatip Dicle, der bereits mehr als 10 Jahre im Gefängnis verbrachte, weil er als Abgeordneter für die Rechte der kurdischen Bevölkerung öffentlich eintrat, wurde, obwohl er mit knapp 80.000 Stimmen als Direktkandidat für Amed (Diyarbakır) ins Parlament gewählt worden ist, von der Hohen Wahlkommission (YSK) das Mandat verweigert. ... weiter


Die Lösung der kurdischen Frage durch eine demokratischen Verfassung
Die Ergebnisse der Wahlen in der Türkei vom 12. Juni haben der Lösung der kurdischen Frage auf politisch-demokratischem Wege Türen geöffnet. Die Tatsache, dass der „Block für Arbeit, Demokratie und Freiheit“ trotz aller Hindernisse einen Erfolg feiern konnte, die AKP fast 50 % der Stimmen erhalten hat und die CHP in der Wahlkampfphase einige positive Signale abgegeben hat, stärken die Hoffnung, dass diese Phase einen Neuanfang in Richtung der verfassungsrechtlichen Lösung der dringenden Fragen der Türkei darstellen könnte. ... weiter


Wahlrat der Türkei macht die Wahl Hatip Dicles zum Abgeordneten rückgängig
Ankara – Der Hohe Wahlrat (YSK) der Türkei hat die Wahl des unabhängigen Kandidaten von Amed (Diyarbakir), Hatip Dicle, für nichtig erklärt. Mit diesem Beschluss ist somit auch der Wille von 77 709 Wählern in Amed beschnitten worden. ... weiter

Stimmen von kurdischen PolitikerInnen:
Sebat Tuncel, BDP-Abgeordnete Istanbul: "Wenn Hatip Dicle der Einzug ins Parlament verwehrt werden sollte, so werden auch wir das Parlament nicht betreten."

Sırrı Süreyya Önder, BDP-Abgeordneter Istanbul: "Wir werden das Parlament nicht betreten, auch wenn nur ein Abgeordneter fehlen sollte."


Update: 12 kurdische Guerillas vom türkischen Militär getötet – Hunderttausende beteiligen sich an Protest- und Widerstandsaktionen
Bei einem Angriff des türkischen Militärs wurden zwischen dem 12. und 14. Mai 2011 12 kurdische Guerillas in Defensivposition in der Region (Qilaban) Uludere getötet. Die kurdische Bevölkerung reagierte auf diese Nachricht mit vielfältigen Protest- und Widerstandsaktionen, an denen sich Hunderttausende beteiligten. Ein Großteil der Geschäfte in Amed (Diyarbakır), Agirî (Ağrı), Wan (Van), Colemêrg (Hakkari), Geva (Yüksekova), Mûş, Sêrt (Siirt), Kelê (Malazgırt), Misirc (Kurtalan), Mêrdîn (Mardin), Êlîh (Batman) und anderen Städten blieben aus Protest geschlossen, Schüler_innen boykottierten den Unterricht. ... weiter


Innerhalb von 50 Tagen 2506 Festnahmen
Der türkische Staat überzieht kurdische Politikerinnen und Politiker, Aktivistinnen und Aktivisten mit einer neuen Festnahme und Inhaftierungswelle, die an Putschzeiten erinnert. Die Welle Begann mit den Newroz Feiern 2011, steigerte sich nach den erfolgreichen Protesten gegen die Nichtzulassung linker, prokurdischer Kandidaten und Kandidatinnen zur Parlamentswahl und führte zu mehr als 2506 Festnahmen und hunderten Haftbefehlen in den letzten 50 Tagen. Alleine in den vergangenen 5 Tagen wurden 155 Menschen festgenommen und 53 erhielten Haftbefehle. Während sich die Parlamentswahlen am 12.Juni nähern finden Tag und Nacht ständig Razzien und Festnameoperationen statt. ... weiter


Türkische Wahlbehörde sperrt 14 kurdische und linke ParlamentskandidatInnen
Die Oberste Wahlaufsichtsbehörde (YSK) der Türkei hat am Montag die Kandidatur von mindestens acht Direktkandidatinnen und -kandidaten des linken „Blocks für Arbeit, Demokratie und Freiheit“ sowie sechs Kandidaten der sozialistischen Partei für „Freiheit und Solidarität“ ÖDP verboten. Unter den Kandidaten des Linksblocks, denen eine Kandidatur für die Parlamentswahl am 12. Juni 2011 verweigert wird, sind die jetzige Abgeordnete und Parteivorsitzende der Partei für Frieden und Demokratie (BDP), Gülten Kışanak sowie die Istanbuler Abgeordnete Sebahat Tuncel. Betroffen sind weiterhin die Sacharow Preisträgerin Leyla Zana, die zusammen mit Hatip Dicle, als damalige pro-kurdische DEP-Abgeordnete aufgrund ihres Einsatzes für eine politische Lösung der kurdischen Frage 1994 aus dem Parlament heraus verhaftet und bis 2004 inhaftiert wurden. Auch der bekannte türkische Linksintellektuelle und frühere Studentenführer Ertuğrul Kürkçü darf nicht zur Wahl in Mersin antreten. Als Begründung gab die Wahlaufsicht an, die gesperrten Kandidaten seien früher einmal im Gefängnis gewesen. Nach dieser Logik dürfte auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyıp Erdoğan nicht erneut zur Wahl antreten, da er Ende der 90er Jahre selber wegen Agitation gegen die säkulare Ordnung im Gefängnis war. ... weiter


Polizeiübergriff auf „Demokratisches Lösungszelt“ in Berlin
Die Berliner Polizei hat am Dienstag gewaltsam eine Protestaktion von Kurdinnen und Kurden auf dem Alexanderplatz verhindert. Eine Woche lang sollte mit einem „Demokratischen Lösungszelt“ über die Unterdrückung des kurdischen Volkes in der Türkei und die Forderungen der kurdischen Freiheitsbewegung nach kulturellen, demokratischen und sozialen Rechten informiert werden. Obwohl ein Pavillon ordnungsgemäß angemeldet war, wurde das Zelt von der Polizei demontiert und beschlagnahmt.
... weiter


Şerko Maarfi soll am 1.Mai im Iran hingerichtet werden
Der kurdische politische Häftling Şerko Maarfi soll am 01.Mai im Iran hingerichtet werden. Aktuell befindet sich Maarfi im Gefängnis der ostkurdischen Stadt Seqiz. Die Information über das Vollstreckungsdatum der Todesstrafe gelangte über die iranische Justizanstalt an lokale und oppositionelle iranische Medien. ... weiter
Urgent Action von Amnesty International unter: http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-095-2011/drohende-hinrichtung


Übergriffe auf Newroz-Veranstaltungen in Kurdistan
An diesem Wochenende haben Millionen Kurdinnen und Kurden in Kurdistan und weltweit anlässlich Newroz ihre Forderungen nach Frieden, Freiheit und Demokratie zum Ausdruck gebracht. Allein in Diyarbakir kamen über eine Million Menschen zusammen.
Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Beobachter-Delegationen aus Europa nach Kurdistan gereist. Erneut sind sie Zeuge historischer Momente geworden und haben das Fest des Widerstandes und der Freiheit mitgefeiert. Sie sind aber auch Zeuge von Krieg und staatlicher Gewalt gegen die kurdische Zivilbevölkerung geworden. ... weiter


Ein Gruß zum 8. März aus dem F-Typ Gefängnis von Bitlis
Während die Frauen der Welt den 8. März feiern, sitzt die kurdische Frau im Gefängnis
Wir begehen jetzt den 100. 8. März als Tag der arbeitenden Frau, den Tag an dem die Frauen ihre erkämpften Rechte feiern. Die Frauen dieser Welt feiern diesen Tag mit großer Leidenschaft und unterschiedlichen Aktivitäten, sie versuchen diesen Tag, als den einzigen Tag der ihnen gegeben ist, mit wichtigen Inhalten zu füllen. ... weiter


PÇDK stellt Lösungsprojekt für die Föderale Region Kurdistan vor
Die PÇDK (Partei für eine Demokratische Lösung Kurdistan) hat anlässlich der sich ausbreitenden Volksaufstände in der Föderalen Region Kurdistan (Nordirak) ein Lösungsprojekt bestehend aus sechs Artikeln vorgestellt. ... weiter


Kongress für eine demokratische Gesellschaft (DTK):
Vorlage eines Modellentwurfs für ein Demokratisches Autonomes Kurdistan
mit einem Vorwort von Prof. Dr. Norman Paech
Januar 2011
Der Kongress für eine demokratische Gesellschaft hat ein Projekt vorgeschlagen, mit dem das Zusammenleben des türkischen und kurdischen Volkes in der Türkei auf demokratischer Basis neu organisiert und damit friedlich gestaltet werden soll. Das Konzept „Demokratische Autonomie“ versteht sich als ein Vorschlag zur Demokratisierung der gesamten Türkei. Kernelement soll eine neue Verfassung sein, die dem kurdischen Volk die gleichen Lebensrechte, den gleichen politischen Status und die gleichen ökonomischen, sozialen und kulturellen Möglichkeiten wie dem türkischen Volk einräumt. ... weiter

 

Türkei: 127.831 Personen davon 2.221 Kinder und Jugendliche inhaftiert
Gever: 462 Festnahmen und 114 Verhaftungen in 2011
Bewaffneter Angriff auf BDP-Gebäude
Türkei/Nordkurdistan: weitere Festnahmen
17 Jugendliche im Hungerstreik
Arm und Auge verloren: 8.800 Türkische Lira Entschädigung
Der Terror der AKP in Cizîr û Êlih
Roj TV weiterhin über das Internet zu empfangen
Ausgrabungen vor ehemaligem JITEM-Verhörzentrum: 19 Schädelknochen gefunden
Mêrsîn: Mehrere Hausdurchsuchungen und Festnahmen
Eutelsat stellt ab Sonntag Übertragung von Roj TV ein
Explosion im Stadtzentrum von Colemêrg
Öcalan: Die Situation hier ist sehr sensibel
Menschliche Knochenfunde bei Militärstation in Basê
Frauen fordern Freiheit für Öcalan

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Kurdistan Report
Hintergrundartikel, Kultur, Internationales
erscheint alle zwei Monate und ist auch im Internet zu finden: www.kurdistanreport.de
 
AZADÎ
infodienst nr. 107
november 2011 ist erschienen [PDF]
 
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