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| Die Informationsstelle
Kurdistan versorgt sie aktuell mit Informationen über die Lage
in Kurdistan und der Türkei, von KurdInnen im Exil und den Bemühungen
der kurdischen Freiheitsbewegung für einen gerechten Frieden im
Mittleren Osten. Unser Pressespiegel
ist täglich auf dem neuesten Stand, aktuelle Erklärungen
werden dokumentiert. Auf den Hintergrund-Seiten
finden sie weitergehende Informationen zu speziellen Themen. |
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Kurdistan
Report
Hintergrundartikel,
Kultur, Internationales
erscheint alle zwei Monate und ist auch im Internet zu finden:
www.kurdistanreport.de
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jeden
Freitag aktuell |
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Belgien:
8 kurdische Politiker_innen verhaftet – 1.200.000,- € Sachschaden
bei Roj TV
Unter
der Koordinierung der USA und mit Unterstützung der Türkei begann
eine Welle von Terror gegen Kurd_innen in mehreren europäischen
Ländern, die am 26.02. ihren Anfang in Italien nahm. Die Exilorganisationen
und Presseeinrichtungen der kurdischen Exilbevölkerung, mit
Hauptsitzen in Brüssel wurden als terroristisch kriminalisiert
und angegriffen. Neben den Studios des Fernsehsenders Roj TV
wurden an 24 weiteren Orten Razzien durchgeführt, die Europavertretung
der legalen linken kurdischen Partei BDP und dem kurdischen
Nationalkongress KNK eingeschlossen. Die Übertragung von Roj
TV wurde unterbrochen, die Fahrzeuge des Senders zerstört, das
Computernetzwerk beschlagnahmt. Es wurden 30 Personen festgenommen.
Acht kurdische Politiker_innen sind mittlerweile verhaftet,
darunter der Vorsitzende des KONGRA GEL, einige Mitglieder des
KNK und Mitarbeiter_innen von Roj TV. Einige Mitarbeiter_innen
von Roj TV wurden geschlagen. ...
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Karayilan:
Macht die kurdische Frage nicht zum Spielball!
KANDIL
– Murat Karayilan, KCK-Exekutivsratvorsitzender, im Gespräch
mit der Nachrichtenagentur Firat (ANF).
ANF:
Die kurdische Bevölkerung aus allen Teilen Kurdistans beteiligte
sich an den demokratischen Protesten zum 15. Februar. Wie bewerten
sie die Aktionen in diesem Jahr?
Karayilan:
Die Bevölkerung aus Kurdistan hat am elften Jahrestag des internationalen
Komplotts mit großer Beteiligung protestiert. Die Proteste dieses
Jahres waren qualitativ wie auch quantitativ von hohem Niveau.
Der türkische Staat hat seit dem April letzten Jahres viele
Angriffe auf politischer und gesellschaftlicher Ebene durchgeführt.
Es ist sehr wichtig, dass unser Volk, trotz der 1500 Festnahmen,
so organisiert protestiert hat. Denn das wichtigste Ziel des
türkischen Staates ist die politische Liquidation, die Erdrückung
des kurdischen Volkes, damit es nicht reagieren kann. ...
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Ein
gemeinsamer Widerstand ist nun unumgänglich
Zwischen
dem KCK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan und seinen Anwälten Ayşe
Batumlu, Ibrahim Bilmez und Mehmet Sani Kizilkaya fand am 10.02.10
ein Treffen statt. Öcalan sprach zunächst den in Mêrdîn organisierten
Glaubensrat an. Der „Glaubensrat Mesopotamiens", der an
die DTK [Demokratik Toplum Kongresi - Demokratischer Volkskongress]
gebunden ist, versammelte sich am 6. und 7. Februar.
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Ich
lege Wert auf politische Handlungen
Am
20.01.2010 fand eine Konsultation Abdullah Öcalans mit seinen
Anwälten statt. Öcalan sprach unter anderem über die Protestaktion,
die er zusammen mit den anderen Insassen des F-Typ-Gefängnisses
auf Imralı, Şehmuz Poyraz, Cumali Karasu, Bayram Kaymaz, Hasbi
Aydemir und Hakkı Alkan, durchführt. Diese Protestaktion, die
am 15.01. bekannt wurde, richtet sich gegen die Haftbedingungen
im Gefängnis. Öcalan und die weiteren fünf Insassen hätten das
Recht, wöchentlich insgesamt zehn Stunden miteinander zu sprechen,
stattdessen wurde diese Dauer nun auf 50 Minuten reduziert.
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Kurdischer
Gefangener im Iran hingerichtet
In der ostkurdischen Stadt Mako im Iran wurde Fesih
Yasemini heute wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in der
PJAK (Partei für ein freies Leben in Kurdistan) hingerichtet.
Fesih Yasemini ist seit 2007 der Dritte, der im Iran wegen des
Vorwurfs Verbindungen zur PJAK zu haben, hingerichtet wurde.
Weitere 14 kurdische politische Gefangene im Iran sind akut
von Hinrichtung bedroht.
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„Unser
Ziel ist die demokratische Lösung bzw. der Frieden. Deswegen
ist unsere Strategie: stärker werden“
Bewertung
von Murat Karayilan für das Jahr 2009
BEHDİNAN
– Der Exekutivratvorsitzende der Gemeinschaften der Gesellschaften
Kurdistans, Murat Karayilan, erklärte, die kurdische Politik
habe im Jahre 2009 einen großen Sprung gemacht. Das türkische
Militär habe in 11 Monaten 216 Operationen und 49 Luftangriffe
durchgeführt. Zu den Beitritten zur Guerilla sagte Karayilan
80% der Beigetretenen seien junge Frauen. Trotz der einseitigen
Waffenruhe, die die PKK am 13. April verkündet hatte, so Karayilan,
verloren 94 Guerillas wegen der Angriffe des türkischen Militärs
ihr Leben. Auf der anderen Seite sollen 128 Soldaten ums Leben
gekommen sein. ...
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Razzien
in der Türkei dauern an
In mindestens 10 Provinzen der Türkei finden konzertierte
groß angelegte Razzien gegen Mitglieder der BDT statt. Bei diesen
Razzien sind mindesten 76 Mitglieder von NGOs, Mitglieder der
BDT so wie verschiedene Bürgermeister in Gewahrsam genommen
worden. Den in Gewahrsam genommenen BDPlern wird „Mitgliedschaft
im Rat der Türkei der KCK“ (KCK/TM) vorgeworfen. Das Ermittlungsverfahren
wird von sechs eigens für dieses Verfahren bevollmächtigten
Staatsanwälten durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft wirft den
im Rahmen des Ermittlungsverfahrens in Gewahrsam genommenen
und vernommenen Bürgenmeistern weiterhin vor „auf Befehl der
Organisation Bürgenmeister geworden zu sein.“ ...
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Zur
aktuellen Situation Abdullah Öcalans
Bei
der Konsultation mit unserem Mandanten Abdullah Öcalan am 18.
November 2009 auf Imrali gab unser Mandant folgende Erklärungen
bezüglich seiner Verlegung in das dortige, neu erbaute Gefängnis
ab: „Ich
wurde am 17. November verlegt. Hier ist es schlechter als vorher.
Sie versuchen, dies als einen Fortschritt zu präsentieren, aber
in Wirklichkeit handelt es sich um eine Verschärfung der Isolation.
Der jetzige Raum ist 6 Quadratmeter groß, nur halb so groß wie
vorher. Hier wollen sie mich noch mehr einengen, meine Haftbedingungen
noch weiter verschärfen und mich in die Kapitulation treiben.
Ich hatte ohnehin Atemprobleme, aber hier kann ich überhaupt nicht
atmen. Die Luft in der Zelle stellt meine Atemwege vor große Probleme.
Die alte Zelle war besser belüftet. Die Sonne brennt direkt durch
das Fenster. Um atmen zu können, muss ich mich ans Fenster lehnen,
aber dort brennt die Sonne, und ich muss es aushalten, um überhaupt
atmen zu können. ...
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Der
Iran richtet hin und der Westen schaut zu
In den Todeszellen des iranischen Regimes warten zwölf
kurdische Gefangene auf den Tod. Zwei von ihnen können jeden Moment
hingerichtet werden.
Am 11. November wurde der kurdische Gefangene Ihsan Fetahiyan
im Gefängnis von Sine hingerichtet. Ein letztes Wiedersehen mit
seinen Angehörigen wurde ihm verweigert. In seinem letzten Brief
hatte Fetahiyan eine offene Antwort auf die Versuche des iranischen
Regimes, das mit der Todesstrafe Kurden vom Widerstand abhalten
will, gegeben: "Wenn die Herrschenden denken, sie könnten
die kurdische Frage und Kurdistan abschaffen, indem sie mich töten,
so ist das eine leere Illusion. Dieses Ziel werden sie niemals
erreichen, auch nicht mit meinem Tod oder dem Tod weiterer Tausender
kurdischer Jugendlicher. Mit jedem Tod entsteht ein neues Leben."
...
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Iran:
Todesstrafe soll morgen vollstreckt werden
İhsan
Fetahiyan soll in aller frühe hingerichtet werden
İhsan
Fetahiyan befindet sich zurzeit im Gefängnis von Sine/Iran.
Er ist einer von vielen gegen die im Iran die Todesstrafe
ausgesprochen worden ist. Sein Anwalt wurde für Morgen, den
11.11.2009 um 4 Uhr früh ins Gefängnis bestellt.
Seit dem 8. Oktober befindet sich Ihsan Fetahiyan, mit der
Forderung nach Abschaffung der Todesstrafe, im Hungerstreik.
Ihm haben sich 40 Gefangene im Gefängnis von Sine angeschlossen,
darunter 20 Frauen. Auch eine Gruppe von Intellektuellen,
Schriftstellern und Journalisten haben sich für die Aussetzung
der Todesstrafe eingesetzt und rufen die internationale Öffentlichkeit
dazu auf, sich gegen die Todesstrafe einzusetzen und das Leben
von Ihsan Fetahiyan zu retten.
Ihsan Fetahiyan befindet sich seit Juli 2008 im Gefängnis.
Ihm wird Mitgliedschaft in der Partei für ein freies Leben
PAJK, einer Organisation die sich für die Rechte der Kurden
einsetzt, nachgesagt. ... weiter
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Die
Stimme des Friedens gegen die Kriegstreiber erheben und für
den Frieden kämpfen
"Unser Vorsitzender Abdullah Öcalan hat bei
der Konsultation am 9. Oktober 2009 erklärt, dass die politischen
und militärischen Bemühungen um die Lösung der kurdischen
Frage an einem Punkt der Stagnation angelangt sind, und unsere
Bewegung dazu aufgerufen, ein weiteres Mal Friedensgruppen
zu entsenden, um diese Stagnation zu überwinden, den Weg für
die Politik freizumachen und zur Entwicklung eines demokratischen
Friedensprozesses beizutragen. Gestern wurde dieser Aufruf
öffentlich verbreitet. Die Leitung unserer Bewegung hat diesen
Aufruf unseres Vorsitzenden diskutiert und stimmt ihm zu.
Unser Beschluss ist gleichzeitig eine Reaktion auf die Vorschläge
einiger Freunde, die ähnliche Anregungen gemacht hatten. Es
werden drei verschiedene Friedensgruppen in die Türkei gesendet.
... weiter
KCK-Exekutivrat
16.10.2009
Brief
der Friedensgruppe aus Kandil und Mahmur
An die verehrten Vertreter der Republik Türkei
An die Völker der Türkei und die demokratische Öffentlichkeit
Wir sind eine Friedensgruppe, die auf den historischen Aufruf
Abdullah Öcalans, des Repräsentanten des kurdischen Volkes,
hin beschlossen hat, in die Türkei zu kommen, um die Stagnation
im begonnen Prozess für einen würdevollen Frieden und die
Demokratisierung der Türkei zu überwinden und einen bescheidenen
Beitrag zu einem wirklichen Frieden zu leisten. ... weiter
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Presseerklärung
zu den Ergebnissen vom Internationalen Amed Camp
Das internationale Amed Camp, dass im
Rahmen vom Mesopotamischen Sozialforum stattgefunden hat,
ist nun nach 6 Tagen zu Ende gegangen. Unter dem Slogan "Internationalismus
bedeutet gemeinsamer Widerstand - Freies Leben bedeutet demokratischer
Kommunalismus" sind ungefähr 150 Teilnehmer_innen aus
Kurdistan, Deutschland, Italien, Baskenland, Palästina, Frankreich,
Österreich, Holland und der Türkei zusammengekommen. Während
dieser Tage ist es zu einem kulturellen Austausch und zu intensiven
Diskussionen über die Situation in den verschiedenen Ländern
und über die kurdische Frage gekommen. Darüber hinaus hat
insbesondere der Camp-Alltag die Möglichkeit zu einer intensiven
Auseinandersetzung gegeben. ...
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Die
Roadmap soll uns gegeben werden
Der
Vorsitzende des KCK-Exekutivrats aus Kurdistan, Murat Karayilan,
sprach mit ANF. Karayilan verlangte, dass ihnen die Roadmap
gegeben werde. Andernfalls würde das die Waffenruhe beeinträchtigen;
es sei notwendig für den Verlauf des Prozesses. Gleichzeitig
rief er die türkische Regierung dazu auf, ein Risiko einzugehen,
um eine historische Seite aufzuschlagen. Karayilan wies außerdem
darauf hin, dass die Waffenruhe bis zum Ende des Fastenmonats
verlängert worden sei und dass unbedingt darauf eingegangen
werden müsse.
...
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„Alles
muss sich ändern“
Im
Gespräch mit seinem Verteidigerteam auf der Gefängnisinsel
Imralı hat sich Abdullah Öcalan am vergangenen Freitag, dem
14. August, zu den jüngsten Entwicklungen geäußert:
Der Lösungsplan wird in den Medien thematisiert, alle
warten darauf, oder? Das bedeutet, dass sich eine große Sache
entwickelt hat. Ich habe mich sehr auf diesen Lösungsplan
konzentriert. Solch ein Heft habe ich voll, an dem zweiten
schreibe ich noch. Ich denke, dass ich in zwei bis drei Tagen
fertig bin. Ich wusste, dass die Angelegenheit sich so entwickeln
würde, dass es an diesen Punkt kommen würde.....
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KCK
verlängert Waffenstillstand
Die KCK (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistan) hat
den seit vier Monaten andauernden einseitigen Waffenstillstand
ein weiteres Mal bis zum 1. September 2009 verlängert. Ziel ist
es, Raum für eine Lösung der kurdischen Frage mit demokratischen
Methoden zu schaffen. In einer Erklärung betonte Murat Karayilan
als Vorsitzender des Exekutivrates der KCK, ein wirklicher Frieden
könne sich nur entwickeln, wenn die Vertreter des kurdischen Volkes
als Dialogpartner anerkannt würden. ...
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Ilisu-Staudamm:
Europäische Beteiligung offiziell beendet
Berlin, 7.7.2009 -- Am heutigen Morgen haben die Regierungen
Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ihren Ausstieg aus
dem Ilisu-Projekt am Tigris offiziell bekannt gegeben. Damit
sind die Versuche der Türkei, den Staudamm zu bauen, bereits
zum zweiten Mal gescheitert. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen
begrüßen dies als Meilenstein auf dem Weg, das Projekt endgültig
zu stoppen und höhere Standards für die Vergabe von Exportbürgschaften
zu erreichen.
"Der Rückzug der Bürgschaften für Ilisu ist ein riesiger
Erfolg der intensiven Kampagnenarbeit in allen beteiligten Ländern",
freut sich Heike Drillisch von GegenStrömung, der Ilisu-Kampagne
in Deutschland. Über zehn Jahre lang hatten Nichtregierungsorganisationen
immer wieder nachgewiesen, dass das Ilisu-Projekt internationale
Standards verletzt und so auf den jetzigen Ausstieg der europäischen
Regierungen hingewirkt. "Ilisu ist zum Wahrzeichen einer
verfehlten Exportpolitik geworden. Regierungen, Banken und Unternehmen
müssen ihre Lehre daraus ziehen und von derartigen Megaprojekten
ohne Rücksicht auf die Menschen und die Umwelt künftig direkt
Abstand nehmen." ... (mehr)
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Spanien
will den ehemaligen DEP-Abgeordneten Herrn Dr. Remzi Kartal
und den Exilpolitiker Faruk Doru in die Türkei ausliefern
Der ehemalige kurdische DEP-Abgeordnete Remzi Kartal
und der kurdische Exil-Politiker Faruk Doru wurden am 24. März
2009 auf dem Weg zu einer Feier des kurdischen Newrozfests in
Spanien verhaftet. Das türkische Justizministerium hat über
Interpol um die Verhaftung von Kartal ersucht. Herr Kartal war
1992 mit Leyla Zana, Orhan Dogan und mit 12 anderen kurdischen
Abgeordneten in das türkische Parlament gewählt worden. Er hat
sich für Frieden, Demokratie und die kurdische Identität eingesetzt
und wurde gezwungen die Türkei zu verlassen. Seitdem hat er
als anerkannter politisch Verfolgter Asyl in Belgien. Allein
deswegen ersucht die türkische Regierung über Interpol die Verhaftung
von Herrn Kartal und Herrn Doru. Am gestrigen Samstag hat die
spanische Regierung ihren Entschluss bekannt gegeben, dass sie
Remzi Kartal und Faruk Doru an den Folterstaat Türkei ausliefern
will. ... (mehr) |
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DTP:
Vorwürfe absurd
Seit vergangenem Dienstag sind in der Türkei 245 DTP-Anhänger
festgenommen worden. Von den 53 DTP’lern, die aufgrund eines
Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Diyarbakir in der
ersten Welle festgenommen wurden, sind 51 wegen Mitgliedschaft
in einer illegalen Organisation verhaftet worden.
Bei den Verhafteten handelt es sich um die beiden stellvertretenden
Parteivorsitzenden Bayram Altun und Kamuran Yüksek, Parteiratsmitglied
Selma Irmak, die AnwältInnen Şinasi Tur und Ebru Günay sowie
um Hüseyin Yılmaz, Kemal Aktaş, Mehmet Abbasoğlu, Siracettin
Irmak, Herdem Kızılkaya, Mehmet Akın, Celal Yoldaş, Hasan İnatçı,
Sara Aktaş, Ercan Sezgin, Nadir Yıldırım, Musa Farisoğulları,
Temer Tanrıkulu, Ahmet Birsin, Zehra Bozacı, Zahide Besi, Çimen
Işık, Heval Erdemli, Pergüzar Kaygısız, Ahmet Çelen, Alican
Önlü, Salih Akdoğan, Besima Konca, Elif Kaya, Leyla Deniz, Mazlum
Tekdağ, Olcay Kanlıbaş, Pero Dündar, Pınar Işık, Seve Demir,
Zeynep Boğa, Ahmet Zirek, Nihayet Taşdemir, Dilan Taşdemir,
Esma Güler, Gülcihan Şimşek, Hasan Üner, Musa Çiftçi, Aslan
Özdemir, Engin Kotay, Mehmet Nimet Sevim, Rahmi Özmen, Roza
Erdede, Hasan Iraz, Lütfü Dağ und Senanik Öner. ... (mehr) |
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KCK:
Waffenstillstand überdenken
Als Reaktion auf die Festnahmeoperation gegen die DTP
hat die KCK [kurdisch: Koma Civakên Kurdistan – Gemeinschaft
der Gesellschaften Kurdistan] erklärt, niemand der Festgenommenen
sei PKK-Mitglied. Die KCK rief die AKP und die türkische Armee
dazu auf, von dieser „gefährlichen Lage“ Abstand zu nehmen.
Im Falle der Fortsetzung der Angriffe müsse die Entscheidung
für einen Waffenstillstand überdacht werden.
Die Operation gegen die DTP könne eine „gefährliche Entwicklung“
mit sich bringen. „Die AKP-Regierung, die bei den Kommunalwahlen
in Kurdistan eine schwere Niederlage einstecken und landesweit
große Stimmeineinbußen hinnehmen musste, hat den Erfolg der
DTP nicht für eine demokratische Lösung in der kurdischen Frage
und Frieden genutzt, sondern stattdessen die Bevölkerung zunächst
in Agri und dann in Amara angegriffen. Dabei wurden zwei kurdische
junge Männer getötet, Dutzende verletzt und Dutzende gefoltert.
... (mehr) |
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"Unsere
Bewegung hat sich entschieden, diese gefechtsfreie Atmosphäre,
die seit einiger Zeit der Türkei ein Aufatmen ermöglicht hat,
bis zum 1. Juni fortzusetzen"
Wir dokumentieren die Erklärung des Präsidium des Exekutivrats
der KCK
An die Öffentlichkeit und alle interessierten Kreise
In der Türkei hat eine Kommunalwahl stattgefunden, deren Wahlkampf
allseits wie der Wahlkampf zu einer Parlamentswahl geführt wurde.
Bei den Wahlen in Kurdistan, die allseits mit besonderer Aufmerksamkeit
verfolgt und deren Ergebnisse mit Neugier erwartet wurden, siegte
die patriotisch-demokratische Linie. Sämtliche politischen Lager
und die in- und ausländische Presse, parteiisch oder unparteiisch,
haben festgestellt, dass das kurdische Volk die Kurdenpolitik
des Staates und der AKP-Regierung abgelehnt hat. In bisher nicht
gekanntem Ausmaß wurde ausgesprochen, dass diese Problematik
nicht gelöst werden kann, indem Abdullah Öcalan, die PKK und
die DTP ignoriert werden. Wegen dieser Resultate war in der
in- und ausländischen Öffentlichkeit die Erwartung aufgekommen,
dass die kurdische Frage mit einer neuen, lösungsorientierten
Politik gelöst werden müsste. ... (mehr) |
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Tausende
Frauen demonstrieren für Freiheit
Die Aktivitäten zum 8. März werden mit großer Energie
fortgesetzt. Tausende Frauen trafen sich zu einer Kundgebung
unter dem Motto „Unsere Ehre ist unsere Freiheit.“ Schon vor
dem 8. März begannen die Proteste und kommen am 8. März in vielen
Städten zu ihrem Höhepunkt.
In Cizre im Kreis Şırnak trafen sich zum ersten Mal Tausende
Frauen zu einer Kundgebung. Es nahmen auch viele Abgeordnete,
Bürgermeisterinnen und Aktivistinnen aus den Frauenräten teil.
Sie führten eine Demonstration zum Newroz-Gelände durch.(...)
weiter
Polizei
greift Frauen nach Kundgebung an
Tausenden Frauen, die von der Kundgebung zum 8. März
vor dem DTP Kreisbüro zurückkehrten wurden von Spezialeinheiten
der Polizei angegriffen. (...)
weiter
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10
Jahre Imrali, 10 Jahre Folter – Öcalan und das „europäische
Guantanámo“
Zum zehnten Male jährt sich am 15. Februar die Verschleppung
des Kurdenführers Abdullah Öcalan aus Kenia in die Türkei. Vorausgegangen
war war eine wochenlange Odyssee zwischen zwischen Damaskus,
Moskau, Athen, Rom und Amsterdam, die am 15. Februar 1999 mit
einem kriminellen Piratenakt ihr Ende fand – unter maßgeblicher
Beteiligung von CIA, MIT und Mossad, mit der Unterstützung Russlands,
Griechenlands und anderer europäischer Staaten. (...)
weiter
Zehn
Jahre Imrali
Aus Anlass des zehnten Jahrestages der Verschleppung
Abdullah Öcalan im Rahmen einer internationalen Geheimdienstoperation
in die Türkei finden weltweit Protestaktionen statt. Im folgenden
ein vorläufiger Überblick: (...)
weiter
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15
Jahre PKK-Verbot – eine Verfolgungsbilanz
Broschüre von AZADÎ und YEK-KOM
Azadî und die Föderation kurdischer Vereine in Deutschland,
YEK-KOM, haben aus Anlass des Jahrestages eine Broschüre unter
dem Titel „15 Jahre PKK-Verbot – eine Verfolgungsbilanz“ herausgegeben.
„Detailliert werden auf mehr als 60 Seiten Jahr für Jahr Razzien
in Kulturvereinen oder Privatwohnungen, Verhaftungen und Verurteilungen
wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen oder terroristischen
Vereinigung, Vereins- und Versammlungsverbote, Polizeiübergriffe
auf Kundgebungen, Aberkennungen des Asylstatus wegen politischer
Betätigung, aber auch friedliche Großdemonstrationen für eine
politische Lösung des kurdischen Konflikts aufgelistet. Deutlich
wird so die ganze Tragweite des PKKVerbots.“ (aus junge Welt,
v.1.12.2008)
Die Broschüre kann kostenlos gegen Porto (1,45 Euro) oder gerne
auch eine Spende bezogen werden bei: AZADÎ e.V., Graf-Adolf-Str.
70A, 40210 Düsseldorf oder über E-Mail: azadi@t-online.de
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Ilisu:
Baubeginn trotz Ultimatum
Fotos beweisen Bauaktivitäten im Fluss - Sofortiger Ausstieg
gefordert
Wien, 02.12.2008 Zehn Tage vor Ablauf des Ultimatums Deutschlands,
Österreichs und der Schweiz an die türkische Regierung wurde
bekannt, dass die Türkei die Bauarbeiten in Ilisu nicht
wie zugesagt gestoppt, sondern intensiviert hat. ECA Watch Österreich
liegen aktuelle Fotos vor, die umfangreiche Arbeiten am und
im Tigrisfluss belegen. Diese Aktivitäten widersprechen den
Vorgaben der europäischen Länder, die wiederholt klargestellt
hatten, dass die Bauarbeiten im Fluss erst beginnen dürfen,
wenn die Auflagen im Umwelt-, Kultur- und Umsiedlungsbereich
erfüllt sind. „Diese Arbeiten während des Ultimatums sind eine
erneute Brüskierung der Europäischen Staaten und ein weiterer
Beweis dafür, dass die türkische Regierung sich nicht an die
Vorgaben hält und willkürlich handelt. Ein Ausstieg aus dem
Vertrag muss die Folge sein, alles andere wäre ein Skandal“,
so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich. (...)
weiter |
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AZADÎ
und YEK-KOM: 15 Jahre Kurdenverfolgung sind genug – PKK-Verbot
muss aufgehoben werden!
Gleichgültig,
ob schwarz-gelb, rot-grün oder rot-schwarz, auf eines war Verlass:
Keine Bundesregierung hat in den vergangenen 15 Jahren auch
nur ansatzweise Überlegungen angestellt, das Betätigungsverbot
der PKK zu lockern, geschweige denn, es aufzuheben. Das trifft
inzwischen sowohl auf die Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag
zu als auch auf die Spitzen der Parteien. Erinnert sei an eine
Zeit, in der es für heute etablierte grüne Parlamentarier/innen
und frühere Aktivist(inn)en selbstverständlich war, sich für
eine freie politische Betätigung von Kurdinnen und Kurden in
Deutschland und eindeutig gegen das Verbot einzusetzen. (...)
weiter |
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Öcalan
misshandelt und mit dem Tode bedroht
Internationale Initiative warnt vor Eskalation
Erstmals
seit seiner Verschleppung in die Türkei im Jahre 1999 wurde
der unter strengster Isolationshaft stehende Gründer der PKK,
Abdullah Öcalan, im Gefängnis körperlich misshandelt und offen
mit dem Tode bedroht.
Wie seine Anwälte am gestrigen Donnerstag in Istanbul der Presse
mitteilten, wurde Öcalan vergangene Woche von Gefängnispersonal
in einen Nebenraum gezerrt, von drei Personen zu Boden gedrückt
und seine Zelle verwüstet. Als er gegen diese brutale Maßnahme
protestierte, wurde ihm ausdrücklich seine Ermordung angedroht.
(...) weiter
http://freedom-for-ocalan.com/deutsch/download/20081017_Presseerklärung.pdf
Überall
wütende Proteste
Nachdem bekannt wurde, dass Abdullah Öcalan auf der
Gefängnisinsel Imrali
physisch angegriffen und mit dem Tod bedroht worden ist, reißen
die Proteste nicht ab. Mit Demonstrationen, Kundgebungen, Besetzungen,
Straßenschlachten, Brandanschlägen und weiteren Aktionen machen
Kurdinnen und Kurden im Mittleren Osten und in Europa darauf
aufmerksam, dass sie jeden Angriff auf Öcalan als einen Angriff
auf sich selbst begreifen. Von der AKP-Regierung fordern sie
eine Entschuldigung. (...)
weiter
Schlagzeilen
vom 20.10.2008 |
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Zum
Hungerstreik politischer kurdischer Gefangener im Iran
Der Gesundheitszustand der seit dem 25. August hungerstreikenden
kurdischen politischen Gefangenen im Iran verschlechtert sich
zunehmend. Aus dem Gefängnis in Seqiz wurden mindestens drei
Aktivisten ins Krankenhaus überstellt. Dabei handelt es sich
um Ebdullah Huseyni, Xelil Mistefa Receb (aus Südwestkurdistan
/ Syrien) und Arif Ebdullazade.
Für Menschenrechtsorganisationen ist es schwer, Informationen
über die Situation in den Gefängnissen zu bekommen. Vielen Gefangenen
ist der Kontakt zu Angehörigen untersagt. Bekannt ist lediglich,
dass der Hungerstreik in mindestens zwölf Gefängnissen durchgeführt
wird und eine Erfüllung der Forderungen der Gefangenen durch
das iranische System ausbleibt. Von Angehörigen war zu erfahren,
dass sich einige der Gefangenen die Lippen zugenäht haben. (...)
weiter
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Luftangriffe
auf Südkurdistan
Erneut sind die Medya-Verteidigungsgebiete in Südkurdistan von
der türkischen Luftwaffe bombardiert worden. Getroffen wurden
bei dem zweistündigen Angriff mit ca. 15 Kampfbombern am 25. September
gegen 22 Uhr in der Kandil-Region vor allem zivile Siedlungen.
Der türkische Generalstab behauptet, es sei darauf geachtet worden,
Zivilisten keiner Gefahr auszusetzen. Das Gegenteil belegen Fotos
der getroffenen Ortschaften, die von der Nachrichtenagentur ANF
veröffentlicht wurden. . (...)
weiter
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Mündliche
Verteidigung im DTP-Verbotsverfahren
Der DTP-Vorsitzende Ahmet Türk hat im Verbotsverfahren
gegen seine Partei vor dem Verfassungsgericht die letzte mündliche
Verteidigung vorgelegt. Darin forderte er das Gericht auf, anstatt
eines Parteiverbots den Kurden eine demokratische Politik zu ermöglichen.
Die PKK, zu der keine organische Verbindung seiner Partei bestehe,
sei in einer Lösung der kurdischen Frage ein Faktor, der nicht
übergangen werden könne. (...)
weiter
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Bundesinnenministerium
verbietet Produktion kurdischer TV-Sendungen in Deutschland
| AZADÎ
Die Durchsuchungen der Studioräume der Firma VIKO in
Wuppertal am 7. Mai waren wie befürchtet nur das Vorgeplänkel
für die Absicht des Bundesinnenministeriums, die Ausstrahlung
von Sendungen des kurdischen TV-Senders ROJ TV zu verbieten.
Dies ist nun eingetreten.
Laut Verfügung vom 13. Juni, gerichtet an die Verantwortlichen
der in Dänemark ansässigen Firmen Mesopotamia Broadcast A/S
METV und ROJ TV sowie VIKO in Wuppertal, lässt der Innenminister
letztere als „Teilorganisation von ROJ TV“ auflösen. Mesopotamia
Broadcast A/S darf sich danach „im Geltungsbereich des Vereinsgesetzes
nicht mehr durch den Fernsehsender ROJ TV A/S betätigen“. Es
wird behauptet, die Tätigkeit des Fernsehsenders laufe Strafgesetzen
zuwider und richte sich „gegen den Gedanken der Völkerverständigung“.
Zudem wird behauptet, der TV-Sender betätige sich für die in
Deutschland seit 1993 verbotene PKK „(heute KONGRA-GEL)“ und
sei somit deren „Sprachrohr, um ihre Anhängerschaft in Europa
mit Nachrichten zu versorgen.“ Zudem diene die Tätigkeit zur
„Aufrechterhaltung des organisatorischen Zusammenhalts der Organisation“.
VIKO wiederum sei „Teilorganisation“ von ROJ TV. (...)
weiter
Bundesregierung
verbietet kurdischen Fernsehsender Ulla Jelpke,
MdB
Kurdischer
Sender verboten junge Welt |
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Kurdische
Medien im Visier der Strafverfolgungsbehörden
Durchsuchungen in Wuppertal und Köln
(AZADÎ) Auf der Grundlage eines Beschlusses des Verwaltungsgerichts
Köln, veranlasst vom Landeskriminalamt NRW, wurden in den frühen
Morgenstunden die Studioräume des in Wuppertal ansässigen kurdischen
Fernsehsenders Roj TV, der Produktionsfirma VIKO sowie die Privatwohnungen
aller Mitarbeiter/innen durchsucht. Außerdem führten Polizeikräfte
eine Razzia in der Kölner Wohnung eines sowohl für den Sender
als auch für die prokurdische Tageszeitung Yeni Özgür Politika
tätigen Journalisten durch. Beschlagnahmt wurden bei dieser
Polizeiaktion Computer, sämtliche CDs, eine Hochzeitskassette
sowie alle Unterlagen der TV-Produktionsfirma VIKO. (...)
weiter |
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Oberlandesgericht
verurteilt Muzaffer Ayata zu Freiheitsstrafe
Kurdischem Politiker droht Auslieferung an die Türkei
Das vor elf Monaten eröffnete Verfahren gegen Muzaffer
Ayata vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG)
Frankfurt/M. endete heute mit dessen Verurteilung nach § 129
Strafgesetzbuch zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und
sechs Monaten, womit das Gericht dem Antrag und der Begründung
der Bundesanwaltschaft gefolgt ist.
Danach sahen es die Richter als erwiesen an, dass der kurdische
Politiker in der Funktion als Sektorleiter Süd führendes Mitglied
und Rädelsführer einer „kriminellen Vereinigung“ (§ 129 Strafgesetzbuch)
- PKK bzw. des KONGRA-GEL - gewesen sei. Die Verteidigung hat
angekündigt, Revision gegen das Urteil einzulegen.
(...)
weiter
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Newroz
und der türkische Staatsterror
Der Kurzfilm von Kurdish Info gibt einen Einblick über das menschenverachtende
Vorgehen türkischer Sicherheitskräfte gegen die Zivilbevölkerung:
http://www.youtube.com/user/hateranpatera
Berichte
einiger Newrozdelegationen – pdf-Datei
Bebilderte Zusammenstellung von YEK-KOM e.V., Föderation kurdischer
Vereine in Deutschland |
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Biji
Newroz!
Hunderttausende Menschen sind am Freitag zu Newroz zusammengekommen,
um ihren Willen nach einem autonomen, demokratischen Kurdistan
zum Ausdruck zu bringen.
In Diyarbakir nahmen über 500 000 Menschen an der Feier teil,
die zu einer Massendemonstration gegen die Militäroperation
wurde. Massenweise strömten die Menschen ab sechs Uhr morgens
in traditioneller Kleidung, geschmückt mit den Farben gelb-rot-grün
mit Abdullah-Öcalan-Plakaten auf das neue Newrozgelände. Jugendliche
trugen Stirnbänder mit der Aufschrift 'Biji Newroz' und 'Biji
Serok Apo', Homosexuelle nahmen mit eigenen Fahnen ihren Platz
auf dem Festgelände ein. Während des Festprogramms wurde eine
Newrozrede Abdullah Öcalans aus dem Jahr 1998 abgespielt, im
Anschluss fand ein fünfminütiger Sitzstreik aus Protest gegen
die Isolation statt. Kampfflugzeuge flogen Tiefflüge über den
Platz. Massig waren auch in- und ausländische Medienvertreter
anwesend, mehrere Kanäle sendeten live vom Platz, darunter auch
erstmalig Roj TV mit einer fünfstündigen Livesendung. Auch die
Redner und Ehrengäste – von Ahmet Türk (DTP) über den Oberbürgermeister
Osman Baydemir bis zu Leyla Zana und der EP-Abgeordneten Feleknas
Uca - trugen traditionelle kurdische Kleidung.
(...)
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Hasankeyf-Initiative
warnt vor Massenasylanträgen
Mitglieder der Initiative zur Rettung von Hasankeyf
sind nach Ankara gefahren, um darauf aufmerksam zu machen, dass
die antike Stadt Hasankeyf wegen des Ilisu-Staudamm-Projekts
überflutet werden soll. Von Deutschland, der Schweiz und Österreich
wurde gefordert, ihre Unterstützung des Staudammprojekts zurückzunehmen.
Die Initiative kündigte an, im Falle einer Überflutung ihrer
Heimat geschlossen in den Ländern, die den Staudamm unterstützen,
Asyl zu beantragen. (...)
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Stoppt
die Vertreibung
Heute haben in Hamburg 30 Menschen vom Aktionskreis
Rettet Hasankeyf beim Bundesamt für Flüchtlinge und Migration
gegen die Beteiligung der deutschen Regierung am umstrittenen
Ilisu-Staudammprojekt demonstriert.
Zeitgleich zu einer Aktion von 80 Bewohnern des Ilisu-Staudammgebiet
vor den Botschaften von Deutschland,  Schweiz
und Österreich in Ankara, überreichte Osman Topcan aus Hasankeyf
stellvertretend die 1500 an die MinisterpräsidentInnen der Schweiz,
Österreich und Deutschland gerichteten Protestbriefe von Bewohnern
des Ilisu-Staudammgebiet in Nordkurdistan an einen Mitarbeiter
des Bundesamtes. (...)
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Bodenoperation
gestartet
Die seit langer Zeit geplante grenzüberschreitende Bodenoperation
der türkischen Armee nach Südkurdistan ist heute gestartet worden.
In begrenzter Anzahl überschritten Militärs die Grenze im Gebiet
Uludere-Cukurca. Das Grenzgebiet wurde für Zivilisten gesperrt.
(...)
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Tote
und Verletzte bei 15.-Februar-Protesten
Bei den Protesten am Jahrestag der Verschleppung Abdullah
Öcalans in die Türkei am 15. Februar 1999 hat der Terror des
türkischen Staates zu einem Toten und einer Vielzahl Verletzten
geführt. Schauplätze von dem brutalen und provokativen Vorgehen
der Sicherheitskräfte waren vor allem Hakkari, Batman, Cizre,
Adana und Diyarbakir.
In Cizre wurde ein 16-jähriger Junge von einem Polizeipanzer
überrollt. Nach Bekannt werden seines Todes strömten die Menschenmengen
auf die Straßen. Zwei weitere Personen wurden durch Polizeischüsse
verletzt. Die Auseinandersetzungen
dauerten am Abend weiter an. In Batman wurden bei einem Polizeiangriff
auf eine Kundgebung vier Personen verletzt, zwei davon schwer.
In Hakkari wurde eine Person durch einen Kopfschuss von der
Polizei schwer verletzt und 61 Personen festgenommen. In Yüksekova
machten Kampfflugzeuge Tiefflüge über das Stadtzentrum. In Diyarbakir
kam es zu 38 Festnahmen und dem Einsatz von Tränengas. In Adana
wurden Militäreinheiten zur Verstärkung herangeholt. (...) weiter
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CPT
macht sich mitschuldig
Interview
mit Murat Karayilan zum Verhalten des CPT, den Aktivitäten der
türkischen Armee und deren Unterstützung durch Israel
Das Antifolterkomitee CPT hat immer noch nicht die Ergebnisse
der gesundheitlichen Untersuchung von Abdullah Öcalan veröffentlicht
und teilt mit, es liege an der Türkei, diesen zu veröffentlichen.
Warum macht die Türkei das nicht?
Vor der Frage, warum die Türkei keine Erklärung abgibt,
muss gefragt werden, warum das CPT den Ball der Türkei übergibt.
Rein rechtlich gesehen veröffentlichen Kommissionen, Recherche-
und Untersuchungsausschüsse die Ergebnisse ihrer Arbeit selbst.
Wir sind der Auffassung, dass der Europarat diese Veröffentlichung
vornehmen muss, weil das CPT eine an ihn gebundene Institution
ist. Die Aussage, eine solche Veröffentlichung obliege der Türkei,
zeigt lediglich die Schwere der Situation. Wir haben bereits
früher gesagt, dass gegen unseren Vorsitzenden ein unmenschlicher,
unrechtlicher und unethischer chemischer Angriff durchgeführt
wird. Zu beobachten bleibt, dass versucht wird, das zu verheimlichen.
(...) weiter |
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Statt
Panik Wut und Widerstand
Interview mit dem HPG-Kommandanten Dr. Bahoz Erdal
Laut Erklärungen der türkischen Armee befindet sich die PKK
in höchster Bedrängnis, sind Hunderte Guerillakämpfer getötet,
die Übergänge nach Südkurdistan gesperrt und die Kommunikation
und Koordination unterbunden worden. Was findet wirklich statt?
Einhergehend mit den Angriffen auf viele Gebiete in Nordkurdistan
dauern auch die am 16. Dezember gestarteten Luftangriffe im Süden
an. Diese Angriffe stehen im Zusammenhang mit dem weltweiten und
regionalen Kräfteverhältnis, es gibt sowohl politische als auch
wirtschaftliche und militärische Aspekte, aber ich möchte sie
zunächst aus militärischer Hinsicht bewerten. Die Angriffe im
Norden und Süden sind insgesamt Teil des Vernichtungskonzepts
gegen die kurdische Bewegung. Der Grund für die Operationen im
Norden während des gesamten Winters liegt darin, dass die türkische
Armee die winterlichen Bedingungen als Vorteil für sich selbst
sieht und unsere Kräfte dort vernichten will. (...) weiter |
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Präsidium
des Exekutivrats der KCK
Wir wollen das Problem mit friedlichen Mitteln lösen
Die Staaten der Region betreiben gegenüber Kurdistan noch immer
eine starre Politik der Verleugnung. Am weitestgehenden wird
diese Politik der Verleugnung und Vernichtung in Nordkurdistan
betrieben, das unter türkischer Herrschaft steht. Dort erkennt
der türkische Kolonialismus die Existenz und die Identität des
kurdischen Volkes nicht an. Der türkische Staat will in Nordkurdistan
durch Massaker und eine forcierte Assimilationspolitik das kurdische
Volk zwangstürkisieren und seine Existenz aus der Geschichte
tilgen. Im Kampf gegen diese Politik hat unsere Bewegung in
dreißig Jahren eine bedeutende nationale und gesellschaftliche
Entwicklung hervorgebracht, dem Willen des kurdischen Volkes
zum Durchbruch verholfen und so die Sinnlosigkeit und Erfolglosigkeit
dieser Politik bewiesen..(...)
mehr
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Öcalan:
Bin zu politischer Lösung bereit
Öcalan signalisierte während seiner Konsultation mit den Anwälten
am 30.10.2007 einmal mehr, für Gespräche über eine politische
Lösung der kurdischen Frage zur Verfügung zu stehen:
Meine Ansichten
sind bekannt, ich habe sie mehrfach geäußert. Mir geht es um
eine demokratische Autonome, eine demokratisch-kommunale Organisierung.
In meinen Büchern habe ich das breit ausgeführt. Wenn es Forderungen
an mich gibt, kann man über die Bedingungen reden. Ich bitte
auch Herrn Erdogan, einen Ausweg vorzuschlagen. Ich bin zu jeder
Art Lösung bereit. Ich reiche einmal mehr die Hand zum Frieden.(...)
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An
die Presse und an die Öffentlichkeit (KCK)
Die
Existenz der kurdischen Frage im Mittleren Osten ist ein Fakt.
Ebenso ist bekannt, dass heutzutage in der Türkei, im Iran und
in Syrien verschiedene gesellschaftliche Probleme aus der kurdischen
Frage resultieren. Als kurdische Seite wollen wir diese – eines
der Hauptprobleme der Region – nicht mit Gewalt lösen, sondern,
ohne die bestehenden Grenzen anzurühren, über einen Dialog und
mit friedlichen Methoden. (...)
weiter
PKK
ruft zur friedlichen Lösung auf
Nach den
Aufrufen des irakischen Staatspräsidenten Celal Talabani und
des Präsidenten Südkurdistans Mesud Barzani an die Türkei, einen
Plan für eine friedliche Lösung zu präsentieren, sowie an die
PKK, alle Gewalthandlungen einzustellen, haben die KCK (Vereinigte
Gesellschaften Kurdistan) eine Erklärung veröffentlicht, dass
sie zu Gesprächen bereit seien.
(...)
weiter
Türkeiweite
Angriffe auf Kurden
Einhergehend mit den militärischen Auseinandersetzungen
zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Guerilla im
Grenzgebiet Türkei/Irak finden in der gesamten Türkei Angriffe
auf Kurden und kurdische Einrichtungen statt.
(...)
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Zu
den Hintergründen des Massakers in Beytüşşebap
Das Massaker in Beytüşşebap weist so große Ähnlichkeit
mit einem ähnlichen Vorfall in Güçlükonak im Jahr 1996 auf, dass
bereits ohne nähere Nachforschungen der Verdacht nahe liegt, dass
auch diesmal dunkle Kräfte innerhalb des Staates die Urheber sind.
In Güçlükonak – wie Beytüşşebap in der Provinz Şırnak gelegen
– waren elf Menschen ums Leben gekommen. Wie in Beytüşşebap handelte
es sich um Dorfschützer, die in einem Kleinbus erschossen wurden.
Ein Teil von ihnen war kurz zuvor wegen “Unterstützung der PKK”
festgenommen worden, der andere Teil wegen der Erledigung einer
“Aufgabe” zu einem Jandarma-Stützpunkt zitiert worden, bevor sie
gemeinsam in das Fahrzeug gesetzt wurden, das kurz danach Ziel
eines Anschlages werden sollte.
(...)
weiter
HPG:
Verantwortlich für Beytüşşebap-Massaker ist die türkische Armee
Wie das HPG-Hauptquartier in einer schriftlichen Erklärung
öffentlich gemacht hat, hat die Guerilla nichts mit dem Massaker
in Beytüşşebap zu tun. Im Kreis Beytüşşebap in der Provinz Şırnak
waren vorgestern zwölf Personen, darunter sieben Dorfschützer,
durch den Beschuss eines Kleinbusses ums Leben gekommen. Nach
HPG-Angaben ist dafür die türkische Armee und die illegale militärische
Organisation JITEM verantwortlich.
(...)
weiter
Akın
Birdal: Kein Hinweis auf PKK
Nach Angaben von Akın Birdal, ehemaliger Vorsitzender
des Menschenrechtsvereins IHD und heute als DTP-Abgeordneter
Mitglied der parlamentarischen Menschenrechtskommission, gibt
es keine Hinweise auf eine Täterschaft der PKK beim Massaker
in Beşağaç (Hemka) im Kreis Beytüşşebap, bei dem vergangene
Woche zwölf Menschen in einem Kleinbus erschossen worden waren.
(...)
weiter
Erschütternde
Neuigkeiten im Fall des Massakers von Beytüşşebap
Bei dem Massaker am 29. September 2007 wurden 12 Dorfbewohner
ermordet. Nun wurden Einzelheiten aus der Aussage von Memduh
Ecer, einem Überlebenden des Massakers, veröffentlicht.
(...)
weiter
Angst
bei der AKP vor einem zweiten Semdinli
Während offizielle Stellungnahmen zum Massaker in Beytüssebap
weiter ausbleiben, herrscht bei der AKP die Sorge, der Vorfall
könne zu einem zweiten Semdinli werden. Nachdem zunächst der
PKK die Verantwortung für den Mord an zwölf Dorfbewohnern zugeschoben
worden war, finden jetzt stille Nachforschungen dazu statt.
Wie es heißt, sollen kurdischen AKP-Abgeordneten Informationen
zugespielt worden sein, demnach innerstaatliche Banden in den
Vorfall verwickelt sein sollen. Die Ähnlichkeit mit dem Massaker
von Güclükonak im Jahr 1996 und dem Bombenanschlag von Semdinli
im November 2005, bei denen die Urheberschaft staatlicher Kontrakräfte
zutage getreten war, ist nicht zu übersehen.
(...)
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Politik
der ethnischen Säuberung
Opferzahl steigt auf 500
Der Exekutivrat der KCK verurteilte den Anschlag und rief alle
Kurden dazu auf, sich für die Yeziden einzusetzen. Der Anschlag
habe bewusst im Vorfeld des geplanten Referendums zur Kerkuk-Frage
stattgefunden: „Mit diesem Referendum wird nicht nur die Zukunft
Kerkuks festgelegt werden, sondern auch das Schicksal von kurdischen
Siedlungen wie in Sengal, Maxmur und Xanequin. Die Anschläge richten
sich gegen das Referendum, die Stabilität in den betreffenden
Gegenden soll zerstört werden. Es wird eine Entvölkerung, eine
Massenflucht aus den Gebieten angestrebt, um eine Anbindung an
die arabischen Provinzen zu erreichen. Kurz gesagt findet eine
Politik der ethnischen Säuberung statt.“
Die Hilfsorganisation Heyva Sor hat eine Spendenkampagne für die
Opfer der Anschläge gestartet.
Sparkasse Neuwied,
Konto: 186098, BLZ: 57450120.
Weitere Informationen können bei Heyva Sor, Lindenstr. 85, 40233
Düsseldorf oder unter der Telefonnummer 0211 239 63 92 eingeholt
werden.
(...)
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Am
29. Juni 2007 starb der kurdische Politiker, ehemalige DEP-Abgeordnete
und unermüdliche Kämpfer für Demokratie und Frieden Orhan Doğan
an den Folgen eines Herzinfarkts, den er während einer Rede
auf einem Kulturfestival in Doğubayazıt erlitten hatte, im Krankenhaus
in Van im Alter von 52 Jahren. Er wurde in seiner Heimatstadt
Cizre im Beisein von Zehntausenden Trauernden beigesetzt.
Der Jurist
Orhan Doğan machte sich schon früh zum Anwalt seines Volkes.
Er kämpfte bis zum Schluss für Demokratie, Menschenrechte, Frieden
und eine Lösung der kurdischen Frage. In seinen letzten Worten
rief er erneut zum Frieden auf.
Sein viel zu früher Tod stellt einen großen Verlust für uns
dar.
Wir haben Artikel zusammengestellt, die nach seinem Tod von
der Nachrichtenagentur ANF und der Tageszeitung Yeni Özgür Politika
veröffentlicht sind: (...) weiter |
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Öcalan:
Europa hat die Kurden verkauft
Öcalan hat bei der jüngsten Konsultation mit seinen
Anwälten, die am 2. Mai nach vier Wochen der Totalisolation
stattfand, eindringlich vor einer Eskalation der gesellschaftlichen
Konflikte gewarnt. Die kurdische Frage identifizierte er als
Hintergrund der aktuellen politischen Krise und wertete die
Haltung Europas als „Verkaufen der Kurden“. Erstmals erfuhren
die AnwältInnen bei der Konsultation auch, dass momentan eine
20-tägige Bunkerstrafe vollstreckt wird.
(...) weiter
weitere
Gesprächsprotokollen
der AnwältInnen mit Abullah Öcalan
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Presseerklärung
der Anwälte Abdullah Öcalans aus Italien und der Türkei
Rom, 1.3.2007
Öcalans Anwälte: Unser Mandant wird vergiftet
Als Anwälte von Herrn Abdullah Öcalan aus Italien
und der Türkei geben wir mit dieser Pressekonferenz
erstmalig die Ergebnisse der Arbeit der letzten drei
Monate der Öffentlichkeit bekannt.
Laboruntersuchungen der Haarproben von Herrn Öcalan
zeigen eine Konzentration der Elemente Strontium und
Chrom, die deutlich über den Normalwerten liegt. Aus
Sicherheitsgründen wurden diese Untersuchungen ohne
Offenlegung der Identität des Probanden durchgeführt.
Die Testergebnisse wurden von dem sachverständigen Labor
als Anzeichen einer chronischen Vergiftung identifiziert.
(...)
weiter
Wortlaut
der Analyse von Dr. Pascal Kintz
Dr. Pascal Kintz in Roj-TV über seine Analyse "Das Haar
gehört jemandem, der mit Chrom und Strontium vergiftet
wurde" "Wir, ChemTox in Straßburg, erhielten sechs Haare
einer unbekannten Person. Zur Zeit der Analyse wussten
wir nicht, wem das Haar gehörte. Man bat uns, nach Spurenelementen
und Metallen zu suchen. Wir informierten die Person,
die uns darum bat, dass die Menge des Haares sehr gering
sei – weniger als ein Milligramm, normalerweise brauchen
wir dreißig Milligramm – darüber kann man also diskutieren.
(...)
weiter
INTERNATIONAL
INITIATIVE BRIEFINGS:
„Wir werden ihn scheibchenweise töten“ – Eine
wahrgemachte Drohung
Nun
ist es amtlich: den Anwälten des inhaftierten Öcalan
liegen deutliche Hinweise vor, dass ihr Mandant mit
Schwermetallverbindungen vergiftet wird. Zwar ist dieser
Verdacht nicht neu, doch liegt nun eine wissenschaftliche
Analyse vor, die eine mörderische Absicht hinter den
zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden des Kurdenführers
nahe legt. (...)
weiter
Horrorszenario
bestätigt:
Kurdenvertreter Abdullah Öcalan wird systematisch vergiftet
(...) Wir denken, dass die Haltung der EU und der europäischen
Institutionen dazu beigetragen hat, diese Politik des
Ermordens auf Raten mindestens billigend in Kauf zu
nehmen. Der jüngste Beschluss des Ministerkomitees des
Europarates, die Akte von Herrn Öcalan ohne erneutes
Aufrollen des Verfahrens zu schließen, obwohl der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte ernsthafte Menschenrechtsverletzungen
festgestellt und eine Aufnahme des Verfahrens empfohlen
hatte, muss vor diesem Hintergrund als eine konkrete
Hilfestellung an die Türkei gesehen werden.
(...) weiter
Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden
weitere
Erklärungen auf der Sonderseite
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INTERNATIONAL
INITIATIVE BRIEFINGS:
Kabale
und Liebe: Öcalan, die Kurden und Europa
Auf Liebe, wie in Schillers Drama, können die
Kurden in der Türkei wenig hoffen. Die dortige katastrophale
Menschenrechtslage spricht für sich. Vom Westen ist auch
keine Unterstützung zu erwarten. Allzu oft sind die Kurden
schon zum Spielball internationaler Interessen geworden,
geopfert auf der Schlachtbank des Profitdenkens. Der Begriff
der Kabale, stets ein elementarer Bestandteil von Macht-
und Standesdünkel, ist ihnen hingegen hinreichend bekannt.
Der Fall des Kurdenführers Öcalan steht hierfür als Synonym.
(...) weiter
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| Spendenaktion
für die Menschen in den Katastrophengebieten in Nordkurdistan
Aufruf
im PDF-Format Bilanz
der Flutkatastrophe in Kurdistan
Nach Angaben der Vereinigung der Stadtverwaltungen
in Südostanatolien (GABB) sind bei der Flutkatastrophe
in den kurdischen Provinzen im November 46 Personen
getötet und 13.519 Häuser beschädigt worden. Der materielle
Schaden beträgt 97.580.000 YTL. Quelle: DIHA, 05.12.2006,
ISKU
Flutkatastrophe
in Kurdistan
Über
40 Tote – Erdogan spricht von „Übertreibung“
Über
vierzig Menschen sind bei der
Flutkatastrophe in der kurdischen Region in der Türkei
ums Leben gekommen – dennoch bezeichnet Ministerpräsident
Erdogan die Hilferufe der Betroffenen als "übertrieben".
Gesundheitsminister Akdag erklärte, eine offizielle
Ausrufung der Region als Katastrophengebiet sei unnötig.
Unterdessen warten die Überlebenden in Turnhallen, Hotels,
Moscheen oder bei ihren Verwandten auf Hilfe. Auch Tausende
Tiere starben in den Fluten. Der materielle Schaden
ist immens. Durch Überflutung
der Felder wurden die Ernten und auch das Saatgut für
das kommende Jahr vernichtet. Allein in Batman ist nach
ersten Schätzungen ein Schaden von mehreren Millionen
entstanden, über 12 000 Häuser wurden beschädigt. In
Batman sind nach dem Zusammenbruch einer Brücke neun
Stadtviertel von der Außenwelt abgeschnitten. Der Gouverneur
weigert sich, der Forderung des Bürgermeisters Hüseyin
Kalkan nach Einsatz eines Hubschraubers nachzukommen.
"Die Regierung muss sofort aktiv werden, um Hilfe in
die Region zu schicken. Die Bevölkerung ist wütend",
erklärte der Bürgermeister der Stadt und rief die Regierung,
örtliche Geschäftsleute und internationale Hilfsorganisationen
zur Unterstützung auf. (...)
weiter
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Erklärung
der Koma Komalên Kurdistan, KKK zum Waffenstillstand
Unsere Region, der Mittlere Osten, macht eine
Phase wichtiger Veränderungen durch. Es zeigt sich täglich
mehr, dass der wichtigste Faktor für ausweglose Konflikte
in der Region nationalistisches und antidemokratisches
Verhalten ist.
Der einzig richtige Weg für die Lösung der Probleme der
Region ist die Anwendung der Methoden des demokratischen
Dialogs und der Aufbau eines modernen, demokratischen
Systems auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts von
nationalen und religiösen Verschiedenheiten. (...)
weiter |
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Öcalan
ruft PKK zum Waffenstillstand auf
Abdullah Öcalan hat im Gespräch mit seinen Verteidigern
auf der Gefängnisinsel Imrali die PKK zu einem Waffenstillstand
aufgerufen. “Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass in
der Türkei und im Mittleren Osten Waffen nicht mehr als
eine Methode gelten, mit der Resultate erzielt werden.
Lasst uns die Waffen begraben”, erklärte Öcalan. (...)
weiter |
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DTP
ruft zu Waffenstillstand auf
Der DTP-Vorsitzende Ahmet Türk hat den Kongra
Gel zu einem Waffenstillstand aufgerufen, um eine Lösung
der kurdischen Frage über einen demokratischen Dialog
zu ermöglichen. Auf einer Presseerklärung in Diyarbakir
erklärte Türk am Montag: „Wir hoffen, dass der Kongra
Gel unseren Aufruf beantwortet und glauben an eine positive
Antwort.“
Es werde versucht, den Konflikt um die kurdische Frage
so anzuspitzen, dass eine Lösung immer unmöglicher gemacht
werde. „Mit der nationalistisch-chauvinistischen Welle,
die bereits jetzt die kurdisch-türkische Einheit sprengt,
erhält der Wille zu einem Zusammenleben einen Schlag,
wie es ihn in den vergangenen tausend Jahren nicht gegeben
hat.“ Türk verwies auf die Lynchversuche an Kurden in
der Westtürkei in den vergangenen Tagen und sagte, es
sei vor allem politischen Kreisen, dem Staat und den
zivilgesellschaftlichen Organisationen zuzuschreiben,
dass man in dieser Problematik an diesen Punkt gekommen
sei. ... weiter
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Gedenkveranstaltung
für Uta und Amara
In Dortmund hat am Sonntag eine Gedenkveranstaltung
für Ekin Ceren Dogruak (Amara) und Uta Schneiderbanger
stattgefunden, die am 31. Mai 2005 bei einem Autounfall
in Südkurdistan tödlich verunglückt sind. An der
Veranstaltung nahmen 500 Menschen statt, darunter
auch die Eltern von Uta Schneiderbanger. Als Vertreterin
der YJA hielt Servin Nudem eine Ansprache, in der
sie auf die internationalistische Persönlichkeit
von Amara und Uta sowie auf ihre Solidarität mit
dem kurdischen Volk hinwies. Im weiteren Verlauf
wurde eine Botschaft der Eltern von Ekin Ceren Dogruak
(Amara) verlesen, in der diese erklärten, sich für
Amaras gemeinsam mit dem kurdischen Volk geführten
Kampf einzusetzen. Quelle: ANF, 29.05.2006, ISKU
Ein
Jahr ist vergangen
Gedenken
an Dogruak an ihrem Grab
In
Berlin trafen sich am 31. Mai Freunde und Freundinnen
am "Utabaum" auf dem Friedhof am Südstern. Im Anschluss
fand eine Gedenkveranstaltung im kurdischen Verein
statt.
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Protokoll
des Verteidigergesprächs mit Abdullah Öcalan
am 10. Mai 2006
Abullah
Öcalan: ... Über mich sind verschiedene Texte in
den Zeitungen erschienen. Seit unserem letzten Zusammentreffen
ist wohl viel über mich geschrieben worden. Das
haben Sie wahrscheinlich verfolgt. Bezüglich meiner
Haltung werden die Tatsachen verdreht. Zum Beispiel
hat Ergun Babahan in der Zeitung Sabah so etwas
geschrieben. Dagegen muss ich mich verteidigen und
meine Ansichten deutlich machen. Es heißt, bei meinem
Lösungsprojekt handele es sich lediglich um eine
taktische Veränderung oder ich würde diese Lösung
vorlegen, um mich selbst zu retten und ich sei zum
Kemalismus übergetreten. Das alles ist nicht richtig.
Bei dem von mir vorgelegten Projekt handelt es sich
nicht um eine taktische Veränderung, sondern um
eine wesentliche strategische Änderung. Meine Philosophie
ist die der Veränderung und Transformation. Sie
ist nicht statisch und basiert nicht auf Dogmatismus.
Es gelingt mir gut, den Dogmatismus zu überwinden.
Wenn keine Veränderung und Wandlung durchgesetzt
wird, gibt es auch keine Rettung vor dem Dogmatismus
und keine Lösung. weiter
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Bürgermeister
aus der Ilisu-Region (Türkei) fordern von deutscher
Baufirma und Bundesregierung Ausstieg aus Staudammprojekt
Bürgermeister
und Vertreter lokaler Bürgerinitiativen haben heute
in Berlin bei einer von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation
WEED durchgeführten Pressekonferenz vor den gravierenden
Folgen des geplanten Ilisu-Megastausees in der Südosttürkei
gewarnt. Für die Mehrzahl der Betroffenen würde
die Realisierung des Projekts große Armut und Entwurzelung
bedeuten. Nur eine Minderheit der Bevölkerung befürworte
daher den Damm. Mit der Vergabe einer Hermesbürgschaft
würde die Bundesregierung mitschuldig an Umweltzerstörung,
der Vernichtung von Kulturgütern und der Verelendung
großer Bevölkerungsteile. weiter
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Kein
Urteil im Prozess gegen Pinar Selek
Heute fand vor dem 12. Schweren Strafgericht
in Istanbul-Besiktas eine weitere Hauptverhandlung
gegen die Soziologin Pinar Selek und weitere Angeklagte
im Prozess um die Explosion im Misir-Basar im Jahr
1998 in Istanbul statt. Pinar Selek legte dabei
ihre persönliche Verteidigung vor, deren
deutsche Übersetzung im Anhang beigefügt ist.
(...) weiter
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Verteidigung
Pinar Seleks in der Verhandlung am 17. Mai 2006:
An den Vorsitz des 12. Schweren Strafgerichtes
Istanbul
Diesen in juristischer Sprache “Verteidigung” genannten
Text lege ich Ihnen nicht vor, um mich gegen verschiedene
Anschuldigungen zu verteidigen, sondern um zu erzählen,
wie ich meine Würde, meine Persönlichkeit, meine
Beziehung zum Leben und meine Suche nach Freiheit
gegen den seit langer Zeit andauernden Druck verteidigt
habe. (...)
weiter
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In
englischer Sprache wurde eine aktuelle Internetseite
über die Ereignisse in Diyarbakir/Amed veröffentlicht.
Zu finden ist sie unter: http://kurdishuprising.com/
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Die
USA und die Armee treiben die Türkei in den Bürgerkrieg
Irfan Dündar und Ibrahim Bilmez, Anwälte
Abdullah Öcalans, äußerten in einem Interview der
Zeitung "Ülkede Özgür Gündem" die Sorge, die Türkei
werde durch die Armee in einen Bürgerkrieg gezogen.
Dieser werde durch die USA gefördert, und das kurdische
Volk so zum Sezessionismus gedrängt. Gleichzeitig
wiesen sie auf die vollständige Isolation ihres
Mandanten und den Zusammenhang dieser Isolationspolitik
mit der herrschenden Politik der Gewalt hin. (...)
weiter
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Menschenrechtsverein
(IHD) – Diyarbakir/Türkei
Bericht
und Analyse der Menschenrechtsverletzungen nach
der Beerdingung in Diyarbakir am 28. März 2006
Infolge einer militaerischen Operation
in die Region zwischen den Provinzen Diyarbakir,
Bingöl und Mus starben am 24.03.2006 14 bewaffnete
Militante. Vier von Ihnen (Bülent Tanışık, geb.
in Diyarbakir, Muzaffer Pehlivan, geb. in Diyarbakir-Lice,
Fatih Çetin, geb. in Diyarbakir-Cinar, Mahmut Güler,
geb. in Diyarbakir-Kulp) wurden nach einer Autopsie
im Staatskrankenhaus von Malatya am 28. März 2006
nach Diyarbakir gebracht, wo sie im Friedhof Yeniköy
beerdigt wurden. Im Anschluss an die Beerdigungsfeierlichkeit
begannen die gesellschaftlichen Ereignisse im Stadtteil
‚Ofis’ beginnend, von wo sie sich auf viele Gegenden
von Diyarbakir ausgebreitet haben. Gegen die vom
Friedhof zurückkehrenden Menschenmenge wurde vor
der sich auf dem Weg zum Friedhof befindende Polizeistation
‚10 Nisan’ eingegriffen. Während der Beerdigung
flogen auffällig viele Kampfflugzeuge vom Typ F-16
tief über die Menschenmenge. (...)
weiter
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Die
drohende Auslieferung der kurdischen Journalistin
Zübeyde Ersöz an die Türkei muss verhindert werden!
Dringender
Aufruf des Kurdischen Frauenbüros für Frieden –
Cenî
Rechtshilfefonds für Kurdinnen und Kurden in Deutschland
– Azadî e.V. – Informationsstelle Kurdistan – ISKU
e.V.
CENÎ,
AZADÎ und ISKU wenden sich mit dem dringenden Appell
an Sie, gegen die drohende Auslieferung der kurdischen
Journalistin Zübeyde Ersöz
an die Türkei zu protestieren. Bei einer möglichen
Auslieferung bestünden keinerlei Garantien für die
Gesundheit und das Leben der engagierten Journalistin.
Am 15. Februar 2006 stellte die kurdische Journalistin
Zübeyde Ersöz bei der
Ausländerbehörde in Luxemburg ihren Antrag auf politisches
Asyl. Bei ihrer Antragstel-lung wurde sie durch
die Luxemburger Polizei aufgrund eines Haftbefehls
der türkischen Behörden verhaftet und ist nun mit
einer Auslieferung an die Türkei bedroht. Jedoch
haben der Haftbefehl und das Auslieferungsgesuchen
der Türkei keinerlei rechtliche Grundlage und sind
nicht legitim. Das wird schon daran deutlich, dass
die türkischen Behörden sich auf die unwahre Behauptung
berufen, Frau Ersöz sei im Zeitraum von 1994 bis
1995 in der Türkei an “kriminellen Aktivitäten einer
terroristi-schen Organisation” beteiligt gewesen.
Jedoch hielt sich Frau Ersöz von November 1993 bis
April 1996 nachweislich in Deutschland auf und arbeitete
hier als Journalistin bei der Tageszeitung Özgür
Politika. (...) weiter
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Pressemitteilung
von YEK-KOM:
Erdogan
erteilt Freibrief für Morde an kurdischen Kindern
und Frauen
In verschiedenen kurdischen und türkischen
Städten, wie Diyarbakir, Batman, Siirt, Istanbul
und Yüksekova, dauern die Auseinandersetzungen zwischen
der kurdischen Bevölkerung und der Staatsgewalt
seit vier Tagen an. Seit Tagen gehen Polizei und
Militär mit Tränengas, Schlagstöcken, Schusswaffen
und Panzern gegen die Zivilbevölkerung vor. Die
bisherige Bilanz ist erschreckend: 7 Tote und Hunderte
zum Teil schwer Verletzte, sowie Hunderte von Festnahmen.
Von den bislang 56 verhafteten Personen sind 33
minderjährig.
Die Namen der durch den Schusswaffengebrauch von
Polizei und Militär getöteten Personen sind wie
folgt: Fatih Tekin (3 Jahre), Enes Ata (6 Jahre),
Abdullah Duran (9 Jahre), Mehmet Akbulut (18 Jahre),
Mehmet Isikci (19 Jahre), Tarik Atakaya (22 Jahre)
und Mustafa Eryilmaz (26). (...)
weiter
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weitere
Erklärungen
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Kampagne
für Pinar Selek:
Petition mit mehr als hundert UnterstützerInnen
aus über 20 Ländern veröffentlicht
Mehr als hundert Einzelpersonen und Organisationen
aus über zwanzig Ländern, darunter 18 Parlamentsabgeordnete
sowie viele Persönlichkeiten aus Wissenschaft und
Zivilgesellschaft, haben in einer Petition ihre
Besorgnis über das seit acht Jahren andauernde Verfahren
gegen die türkische Soziologin Pinar Selek zum Ausdruck
gebracht und die Forderung erhoben, dass die Anklage
gegen Frau Selek angesichts nicht vorhandener Beweise
endlich fallengelassen wird.
Die Petition mit der Liste der UnterstützerInnen
und das dazu gehörige fact sheet können in deutscher
und türkischer
Sprache heruntergeladen werden.
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8.-März-Aktivitäten
in der Türkei/Kurdistan
Bereits am vergangenen Wochenende haben
sich türkeiweit Tausende Frauen an Aktivitäten zum
8. März, dem internationalen Frauentag, beteiligt.
Neben Veranstaltungen, Feiern, Seminaren und anderen
öffentlichen Aktionen fanden mehrere Demonstrationen
statt. So protestierten in Istanbul-Kadiköy ungefähr
10.000 Frauen gegen Gewalt gegen Frauen und für
gleiche Rechte. Die Aktionen werden noch die ganze
Woche weiter gehen. (...) weiter
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YEKKOM:
Angriffe iranischer Sicherheitskräfte auf Kurden
Seit einer Weile macht der Iran auf internationaler
politischer Ebene Schlagzeilen. Präsident Ahmedin
Nedschads aggressive Äußerungen und das iranische
Atomprogramm sind gegenwärtig Gegenstand der internationalen
Politik geworden.
Doch seit langem schon hat vor allem die iranische
Bevölkerung unter dem verhassten Regime zu leiden.
Aus politischen und wirtschaftlichen Gründen hat
die westliche Welt Jahre lang weggeschaut und Augen
und Ohren gegenüber dem Terror gegen die iranischen
Völker im In- und Ausland verschlossen. (...)
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Protest
gegen die Verhaftung der Friedensmütter aus Diyarbakir
Nach einer friedlichen Kundgebung in Diyarbakir
sind 24 Mitglieder der Friedensmütterinitiative,
welche aus Müttern von türkischen Soldaten und kurdischen
Guerilleros sowie im Krieg Gefallenen besteht, festgenommen
worden. Die Mütter hatten sich mit dem Ziel, ihre
Forderung nach „einer
friedlichen Lösung der kurdischen Frage und Freiheit
für Abdullah Öcalan“ angekettet. Diese Festnahmen
zeugen für die Haltung des türkischen Staates und
der Regierung gegenüber der Rufe für Frieden. Als
Ceni – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. und
die Friedensmütterinitiative in Europa verurteilen
wir die Festnahme von 24 Friedensmüttern. (...)
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Repressionswelle
in Kurdistan
Die Protestaktionen aus Anlass des Jahrestages
der Verschleppung Abdullah Öcalans aus Kenia in
die Türkei am 15. Februar 1999 sind von verschärfter
Repression gezeichnet. Am blutigsten verliefen die
Proteste in den Städten Mako und Poldesit im iranischen
Ostkurdistan, wo neun Menschen von Sicherheitskräften
getötet wurden. Über zwanzig Demonstranten wurden
zum Teil schwer verletzt. Allein in Mako wurden
400 Personen festgenommen, in Yolegegi und Sut weitere
300. Die Spannungen dauern an. (...)
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Der
"europäische" Gefangene Öcalan - 7 Jahre Imrali,
7 Jahre staatliche Willkür
Um den Zustand einer Gesellschaft zu beurteilen,
so sagt man, reiche es, hinter die Gefängnismauern
zu blicken. Die Türkei scheint hierfür ein Paradebeispiel
zu sein.
Insbesondere am Fall Öcalan wird ersichtlich, wie
schlecht es in der Türkei um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
bestellt ist. Ähnlich dem amerikanischen Gefangenlager
Guantanamo auf Kuba ist die türkische Gefängnisinsel
Imrali ein rechtsfreier Raum. Dort wird der Kurdenführer
seit seiner völkerrechtswidrigen Verschleppung in
die Türkei am 15. Februar 1999 unter menschenunwürdigen
Isolationshaftbedingungen gefangen gehalten. (...)
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Lösung
über Neuverhandlung
In einer Pressekonferenz haben die Verteidiger
Abdullah Öcalans die Schließung des Gefängnisses
auf Imrali gefordert. Öcalan solle in den Selbstmord
getrieben werden, die Kurden in Krieg und Vernichtung.(...)
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Größter
Gewerkschaftsverband Norwegens unterstützt Öcalan
Kleiv Fiskvik, Präsident der norwegischen
Gewerkschaftskonförderation LO, hat in einer Erklärung
die Repression gegen den Fernsehkanal Roj TV und
die Isolierung Abdullah Öcalans kritisiert. Die
Gewerkschaftskonförderation drückte ihre Solidarität
mit Roj TV und den Kurden aus und bemängelte die
Bemühungen der Türkei, den kurdischen TV-Sender
verbieten zu lassen. Roj TV stehe als Stimme des
kurdischen Volkes für Frieden, Demokratie und Geschwisterlichkeit
und könne nicht zum Schweigen gebracht werden. An
Dänemark richteten die Gewerkschaften den Aufruf,
dem Druck der Türkei stand zu halten und die eigenen
demokratischen Prinzipien zu wahren. (...)
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Kurdische
Vereine und Privatwohnungen durchsucht
YEK-KOM: Politische Probleme mit Strafrecht nicht
lösbar
Am 21. Januar 2006 wurden in Bielefeld
und Osnabrück auf der Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses
des Amtsgerichts Oldenburg vom 13. Januar 2006 zwei
Mitgliedsvereine unserer Föderation sowie Wohnungen
der Vereinsvorstandsmitglieder durchsucht. Die Polizei
führte bei allen Anwesenden in den Vereinen – ungeachtet
ihres Alters und Geschlechts – eine Identitätsfeststellung
durch und unterzog die Besucherinnen und Besucher
anschließend einer ED-Behandlung. Im Zuge dieser
Razzia wurden alle Gegenstände der Vereine beschlagnahmt.
(...) weiter
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KKK:
Durch die „Bunkerstrafe" kann der Krieg außer Kontrolle
geraten
20 Tage „Bunkerstrafe“ für Abdullah Öcalan
Der Besuch seiner Geschwister Mehmet Öcalan
und Havva Keser bei Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel
Imrali wurde mit der Begründung verweigert, gegen
Öcalan sei eine Disziplinarstrafe von zwanzig Tagen
Einzelzelle verhängt worden. Die zuständigen Militärs
am Schiffsanleger Gemlik hätten erklärt, es liege
eine Gerichtsbeschluss darüber vor. „Ich wollte
den Beschluss lesen, aber auch das wurde mir verweigert“,
erklärte Mehmet Öcalan. „Auch die Zeitungen, die
wir mitgebracht hatten, wurden nicht angenommen“.
Rechtsanwalt Bekir Kaya erklärte, dass sich sein
Mandant ohnehin in einem Ein-Personen-Gefängnis
befinde. Zudem beinhalte diese Form der Disziplinarstrafe,
die auf Antrag der Verwaltung verhängt werde, auch
eine Beschränkung des Rechtes auf Telefongespräche,
Briefkontakt und Familienbesuch. Die Verteidigung
Öcalans versuche, die Hintergründe dieser Maßnahme
zu erfahren, aber es lasse sich kein Ansprechpartner
in dieser Angelegenheit finden, da aufgrund der
Feiertage das zuständige Gericht in Bursa geschlossen
sei. (...) weiter
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Die
Krise um ROJ-TV ist die Krise um die Pressefreiheit
Seit
Mitte diesen Monats ist die politische Krise um
den kurdischen Fernsehkanal ROJ-TV öffentlich geworden,
als der türkische Ministerpräsident sich weigerte
in Kopenhagen vor die Presse zu treten, weil eine
ROJ-TV Korrespondenten ebenfalls unter den JournalistInnen
war. Er soll verlangte haben sie aus dem Raum zu
entfernen oder zumindest ihr ein Redeverbot zu erteilen.
Als sein dänischer Amtskollege Rasmussen auf die
Forderungen nicht einging, sagte Erdogan die Pressekonferenz
ab. Rasmussen trat daraufhin alleine vor die Presse
und erklärte: „Regierungen dürfen in keiner Weise
versuchen, Einfluss auf die Medien zu nehmen. Pressefreiheit
und –Unabhängigkeit gehören zu den grundlegenden
Prinzipien der Demokratie Dänemarks". (...) weiter
Bei
einem Amtsbesuch des türkischen Ministerpräsident
Erdogan entflammte sich die Krise um den kurdischen
Fernsehkanal ROJ-TV. Die Türkei setzt Dänemark unter
Druck, damit ROJ-TV verboten wird. Im folgenden
senden wir Ihnen eine Presseerklärung von YEK-KOM
zu diesem Thema und bitten Sie, sich an der E-mail
Kampagne zur Unterstützung von ROJ-TV zu beteiligen.
Hierfür klicken sie bitte die folgende website:
www.kurdishinfo.com/ROJTV/
Entweder sie schreiben selbst ihre Unterstützung
oder senden eine bereits angefertigte Vorlage.
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Susurluk
in Semdinli
Nach dem Bombenanschlag auf einen Buchladen
in Semdinli sind die von der Bevölkerung gefassten
und der Polizei übergebenen Täter verschwunden. In
ihrem Auto, das auf die Jandarma angemeldet ist, wurden
neben Waffen eine Todesliste und Landkarten gefunden.
Seit einer längeren Zeit herrschte Angst in Semdinli,
weil es wiederholt zu Bombenanschlägen kam. Durch
den spontanen Eingriff der Bevölkerung, mit dem die
Täter gestellt wurden, stellte sich heraus, warum
die Urheber des Terrors seit Monaten nicht gefasst
werden konnten. Hinter den Bombenanschlägen, die das
Leben in der Kreisstadt zur Hölle machten, steckt
die Jandarma. Die Tatsache, dass die Täter Mehmet
Agar angerufen haben, zeigt, dass Susurluk immer noch
aktuell ist... weitere
Erklärungen und Pressemeldungen
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Generalamnestie
made in USA?
Eine Analyse von Reimar Heider
Großes Aufsehen erregte im August der türkische
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner
Ankündigung, die „kurdische Frage“ durch „mehr Demokratie“
lösen zu wollen. Dazu gehört aus kurdischer Sicht
eine Generalamnestie. Dass er keine zwei Wochen
später bei der Sitzung des immer noch übermächtigen
Nationalen Sicherheitsrat von den Generälen zurückgepfiffen
wurde, fand dagegen schon weniger Beachtung. Das
Militär verschärfte seine Militäroperationen und
die Isolation Öcalans, die kurdische Guerilla HPG
schlug zurück, und die türkischen Städte werden
durch Demonstrationen und Anschläge erschüttert.
Keinerlei politische Initiative der Türkei ist erkennbar,
es wird ausschließlich die militärische Karte gespielt.
Die Bilanz des Krieges ist dabei aus türkischer
Sicht äußerst negativ, die Operationen brachten
keineswegs die erhoffte Vernichtung der Guerilla.
Zuletzt drohten mit Murat Karayilan und Duran Kalkan
zwei Schlüsselfiguren der kurdischen Bewegung der
Türkei, man könne von der Strategie einer demokratischen
Einheit mit der Türkei auch wieder abgehen und eine
Loslösung anstreben. (...) weiter
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Lex
Öcalan – Sondergesetze im neuen türkischen Recht
Seit dem 1. Juni 2005 haben die Rechtsanwälte
von Abdullah Öcalan keinen Kontakt mehr zu ihrem
Mandanten. Auch der Familie des Kurdenführers wird
der Besuch seit drei Monaten willkürlich verwehrt.
Laut den Öcalananwälten hatte sich der Gesundheitszustand
Abdullah Öcalans in der ersten Jahreshälfte verschlechtert.
Aufgrund der Totalisolation gibt es über die jetzige
Situation des Kurdenführers keine Erkenntnis.
Die Reform des türkischen Strafrechts im Zuge des
EU-Anpassungsprozess stieß international auf Anerkennung
und Lob. Weniger bekannt dürften jedoch die Sonderregelungen
im Windschatten der EU-Reformen sein, welche die
vollzogenen Reformen letztlich massiv in Frage stellen.
Dies betrifft vor allem die Sondergesetzgebung für
Abdullah Öcalan: (...) weiter
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Bundesverwaltungsgericht
hebt Verbot der Zeitung „Özgür Politika“ auf
Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht
(BVerwG) hat am 18. Oktober 2005 das von Bundesinnenminister
Otto Schily am 5. September 2005 erlassene Verbot
der prokurdischen, in der E. Xani Presse- und Verlags
GmbH erschienenen Tageszeitung „Özgür Politika“,
aufgehoben. Grundlage dieser Entscheidung war der
von den Anwälten des Verlages eingereichte Eilantrag
gegen die ministerielle Verbotsverfügung. (...)
weiter
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Aus
aktuellem Anlass dokumentiert die Internationale
Initiative Freiheit für Öcalan – Frieden in Kurdistan
eine Pressemitteilung des KKK, Komitee für die Freiheit
von Abdullah Öcalan:
Öcalans Freiheit muss zum Friedenskriterium
in den EU -Beitrittsverhandlungen der Türkei werden
Der 9. Oktober 1998 markiert den Beginn der jüngsten
Etappe der Anti-Öcalan-Politik, die bis zum heutigen
Tage andauert. Bis zu jenem Datum befand sich Abdullah
Öcalan in Syrien. Die Türkei, die USA und einige
europäische Staaten drohten Syrien mit Krieg, damit
Öcalan das Land verlässt. Die USA und die Türkei
planten seit langem, in den Mittleren Osten einzumarschieren.
Der Aufenthalt des Kurdenführers Abdullah Öcalan
in Syrien wurde für diese Kriegspläne als Vorwand
aufgebaut. Trotz erheblicher Lebensgefahr verließ
Abdullah Öcalan am 9. Oktober 1998 Syrien und begann
seine Reise nach Europa. Abdullah Öcalan verließ
den Mittleren Osten, um den Kriegsplänen entgegenzuwirken
und sich in Europa für eine friedliche Lösung der
kurdischen Frage einzusetzen. Die kurdische Karte
sollte dieses Mal nicht für die Okkupationsbestrebungen
verschiedener Mächte ausgenutzt werden. Auch sollten
die Kurden nicht gegen die ihre Nachbarvölker ausgespielt
werden. Syrien unter Lebensgefahr zu verlassen war
ein historischer Schritt, denn zum ersten Mal in
der Geschichte des 20. Jahrhunderts konnte die kurdische
Karte nicht für die Interessenspolitik anderer Staaten
instrumentalisiert werden. (...) weiter
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