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| Die Informationsstelle
Kurdistan versorgt sie aktuell mit Informationen über die Lage
in Kurdistan und der Türkei, von KurdInnen im Exil und den Bemühungen
der kurdischen Freiheitsbewegung für einen gerechten Frieden
im Mittleren Osten. Unser Pressespiegel
ist täglich auf dem neuesten Stand, aktuelle Erklärungen
werden dokumentiert. Auf den Hintergrund-Seiten
finden sie weitergehende Informationen zu speziellen Themen. |
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Kurdistan
Report
Hintergrundartikel,
Kultur, Internationales
erscheint alle zwei Monate und ist auch im Internet zu finden: www.kurdistanreport.de
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jeden
Freitag aktuell |
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Kurdische
Medien im Visier der Strafverfolgungsbehörden
Durchsuchungen in Wuppertal und Köln
(AZADÎ)
Auf der Grundlage eines Beschlusses des Verwaltungsgerichts Köln,
veranlasst vom Landeskriminalamt NRW, wurden in den frühen
Morgenstunden die Studioräume des in Wuppertal ansässigen
kurdischen Fernsehsenders Roj TV, der Produktionsfirma VIKO sowie
die Privatwohnungen aller Mitarbeiter/innen durchsucht. Außerdem
führten Polizeikräfte eine Razzia in der Kölner Wohnung
eines sowohl für den Sender als auch für die prokurdische
Tageszeitung Yeni Özgür Politika tätigen Journalisten
durch. Beschlagnahmt wurden bei dieser Polizeiaktion Computer, sämtliche
CDs, eine Hochzeitskassette sowie alle Unterlagen der TV-Produktionsfirma
VIKO. (...)
weiter
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Oberlandesgericht
verurteilt Muzaffer Ayata zu Freiheitsstrafe
Kurdischem Politiker droht Auslieferung an die Türkei
Das vor elf Monaten eröffnete Verfahren gegen Muzaffer
Ayata vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt/M.
endete heute mit dessen Verurteilung nach § 129 Strafgesetzbuch
zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, womit
das Gericht dem Antrag und der Begründung der Bundesanwaltschaft
gefolgt ist.
Danach sahen es die Richter als erwiesen an, dass der kurdische
Politiker in der Funktion als Sektorleiter Süd führendes
Mitglied und Rädelsführer einer „kriminellen Vereinigung“
(§ 129 Strafgesetzbuch) - PKK bzw. des KONGRA-GEL - gewesen
sei. Die Verteidigung hat angekündigt, Revision gegen das Urteil
einzulegen.
(...)
weiter
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Newroz
und der türkische Staatsterror
Der Kurzfilm von Kurdish Info gibt einen Einblick über das menschenverachtende
Vorgehen türkischer Sicherheitskräfte gegen die Zivilbevölkerung:
http://www.youtube.com/user/hateranpatera
Berichte
einiger Newrozdelegationen – pdf-Datei
Bebilderte Zusammenstellung von YEK-KOM e.V., Föderation kurdischer
Vereine in Deutschland |
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Biji
Newroz!
Hunderttausende
Menschen sind am Freitag zu Newroz zusammengekommen, um ihren Willen
nach einem autonomen, demokratischen Kurdistan zum Ausdruck zu bringen.
In Diyarbakir
nahmen über 500 000 Menschen an der Feier teil, die zu einer Massendemonstration
gegen die Militäroperation wurde. Massenweise strömten die Menschen
ab sechs Uhr morgens in traditioneller Kleidung, geschmückt mit
den Farben gelb-rot-grün mit Abdullah-Öcalan-Plakaten auf das neue
Newrozgelände. Jugendliche trugen Stirnbänder mit der Aufschrift
'Biji Newroz' und 'Biji Serok Apo', Homosexuelle nahmen mit eigenen
Fahnen ihren Platz auf dem Festgelände ein. Während des Festprogramms
wurde eine Newrozrede Abdullah Öcalans aus dem Jahr 1998 abgespielt,
im Anschluss fand ein fünfminütiger Sitzstreik aus Protest gegen
die Isolation statt. Kampfflugzeuge flogen Tiefflüge über den Platz.
Massig waren auch in- und ausländische Medienvertreter anwesend,
mehrere Kanäle sendeten live vom Platz, darunter auch erstmalig
Roj TV mit einer fünfstündigen Livesendung. Auch die Redner und
Ehrengäste – von Ahmet Türk (DTP) über den Oberbürgermeister Osman
Baydemir bis zu Leyla Zana und der EP-Abgeordneten Feleknas Uca
- trugen traditionelle kurdische Kleidung.
(...)
weiter
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Hasankeyf-Initiative
warnt vor Massenasylanträgen
Mitglieder
der Initiative zur Rettung von Hasankeyf sind nach Ankara gefahren,
um darauf aufmerksam zu machen, dass die antike Stadt Hasankeyf
wegen des Ilisu-Staudamm-Projekts überflutet werden soll. Von Deutschland,
der Schweiz und Österreich wurde gefordert, ihre Unterstützung des
Staudammprojekts zurückzunehmen. Die Initiative kündigte an, im
Falle einer Überflutung ihrer Heimat geschlossen in den Ländern,
die den Staudamm unterstützen, Asyl zu beantragen. (...)
weiter |
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Stoppt
die Vertreibung
Heute
haben in Hamburg 30 Menschen vom Aktionskreis Rettet Hasankeyf beim
Bundesamt für Flüchtlinge und Migration gegen die Beteiligung der
deutschen Regierung am umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt demonstriert.
Zeitgleich zu einer Aktion von 80 Bewohnern des Ilisu-Staudammgebiet
vor den Botschaften von Deutschland,  Schweiz
und Österreich in Ankara, überreichte Osman Topcan aus Hasankeyf
stellvertretend die 1500 an die MinisterpräsidentInnen der Schweiz,
Österreich und Deutschland gerichteten Protestbriefe von Bewohnern
des Ilisu-Staudammgebiet in Nordkurdistan an einen Mitarbeiter des
Bundesamtes.
(...)
weiter |
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Bodenoperation
gestartet
Die
seit langer Zeit geplante grenzüberschreitende Bodenoperation der
türkischen Armee nach Südkurdistan ist heute gestartet worden. In
begrenzter Anzahl überschritten Militärs die Grenze im Gebiet Uludere-Cukurca.
Das Grenzgebiet wurde für Zivilisten gesperrt. (...)
weiter |
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Tote
und Verletzte bei 15.-Februar-Protesten
Bei
den Protesten am Jahrestag der Verschleppung Abdullah Öcalans in
die Türkei am 15. Februar 1999 hat der Terror des türkischen Staates
zu einem Toten und einer Vielzahl Verletzten geführt. Schauplätze
von dem brutalen und provokativen Vorgehen der Sicherheitskräfte
waren vor allem Hakkari, Batman, Cizre, Adana und Diyarbakir.
In Cizre
wurde ein 16-jähriger Junge von einem Polizeipanzer überrollt. Nach
Bekannt werden seines Todes strömten die Menschenmengen auf die
Straßen. Zwei weitere Personen wurden durch Polizeischüsse verletzt.
Die Auseinandersetzungen
dauerten am Abend weiter an. In Batman wurden bei einem Polizeiangriff
auf eine Kundgebung vier Personen verletzt, zwei davon schwer. In
Hakkari wurde eine Person durch einen Kopfschuss von der Polizei
schwer verletzt und 61 Personen festgenommen. In Yüksekova machten
Kampfflugzeuge Tiefflüge über das Stadtzentrum. In Diyarbakir kam
es zu 38 Festnahmen und dem Einsatz von Tränengas. In Adana wurden
Militäreinheiten zur Verstärkung herangeholt. (...) weiter
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CPT
macht sich mitschuldig
Interview mit
Murat Karayilan zum Verhalten des CPT, den Aktivitäten der türkischen
Armee und deren Unterstützung durch Israel
Das
Antifolterkomitee CPT hat immer noch nicht die Ergebnisse der gesundheitlichen
Untersuchung von Abdullah Öcalan veröffentlicht und teilt mit, es
liege an der Türkei, diesen zu veröffentlichen. Warum macht die
Türkei das nicht?
Vor
der Frage, warum die Türkei keine Erklärung abgibt, muss gefragt
werden, warum das CPT den Ball der Türkei übergibt. Rein rechtlich
gesehen veröffentlichen Kommissionen, Recherche- und Untersuchungsausschüsse
die Ergebnisse ihrer Arbeit selbst. Wir sind der Auffassung, dass
der Europarat diese Veröffentlichung vornehmen muss, weil das CPT
eine an ihn gebundene Institution ist. Die Aussage, eine solche
Veröffentlichung obliege der Türkei, zeigt lediglich die Schwere
der Situation. Wir haben bereits früher gesagt, dass gegen unseren
Vorsitzenden ein unmenschlicher, unrechtlicher und unethischer chemischer
Angriff durchgeführt wird. Zu beobachten bleibt, dass versucht wird,
das zu verheimlichen. (...) weiter
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Statt
Panik Wut und Widerstand
Interview mit dem HPG-Kommandanten Dr. Bahoz Erdal
Laut Erklärungen der türkischen Armee befindet sich die PKK in
höchster Bedrängnis, sind Hunderte Guerillakämpfer getötet, die Übergänge
nach Südkurdistan gesperrt und die Kommunikation und Koordination
unterbunden worden. Was findet wirklich statt?
Einhergehend mit den Angriffen auf viele Gebiete in Nordkurdistan
dauern auch die am 16. Dezember gestarteten Luftangriffe im Süden
an. Diese Angriffe stehen im Zusammenhang mit dem weltweiten und regionalen
Kräfteverhältnis, es gibt sowohl politische als auch wirtschaftliche
und militärische Aspekte, aber ich möchte sie zunächst aus militärischer
Hinsicht bewerten. Die Angriffe im Norden und Süden sind insgesamt
Teil des Vernichtungskonzepts gegen die kurdische Bewegung. Der Grund
für die Operationen im Norden während des gesamten Winters liegt darin,
dass die türkische Armee die winterlichen Bedingungen als Vorteil
für sich selbst sieht und unsere Kräfte dort vernichten will. (...)
weiter |
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Präsidium
des Exekutivrats der KCK
Wir wollen das Problem mit friedlichen Mitteln lösen
Die Staaten der Region betreiben gegenüber Kurdistan noch immer
eine starre Politik der Verleugnung. Am weitestgehenden wird diese
Politik der Verleugnung und Vernichtung in Nordkurdistan betrieben,
das unter türkischer Herrschaft steht. Dort erkennt der türkische
Kolonialismus die Existenz und die Identität des kurdischen Volkes
nicht an. Der türkische Staat will in Nordkurdistan durch Massaker
und eine forcierte Assimilationspolitik das kurdische Volk zwangstürkisieren
und seine Existenz aus der Geschichte tilgen. Im Kampf gegen diese
Politik hat unsere Bewegung in dreißig Jahren eine bedeutende nationale
und gesellschaftliche Entwicklung hervorgebracht, dem Willen des
kurdischen Volkes zum Durchbruch verholfen und so die Sinnlosigkeit
und Erfolglosigkeit dieser Politik bewiesen..(...)
mehr
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Öcalan:
Bin zu politischer Lösung bereit
Öcalan signalisierte während seiner Konsultation mit den
Anwälten am 30.10.2007 einmal mehr, für Gespräche über
eine politische Lösung der kurdischen Frage zur Verfügung
zu stehen:
Meine Ansichten
sind bekannt, ich habe sie mehrfach geäußert. Mir geht
es um eine demokratische Autonome, eine demokratisch-kommunale Organisierung.
In meinen Büchern habe ich das breit ausgeführt. Wenn
es Forderungen an mich gibt, kann man über die Bedingungen
reden. Ich bitte auch Herrn Erdogan, einen Ausweg vorzuschlagen.
Ich bin zu jeder Art Lösung bereit. Ich reiche einmal mehr
die Hand zum Frieden.(...) mehr
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An
die Presse und an die Öffentlichkeit (KCK)
Die
Existenz der kurdischen Frage im Mittleren Osten ist ein Fakt. Ebenso
ist bekannt, dass heutzutage in der Türkei, im Iran und in Syrien
verschiedene gesellschaftliche Probleme aus der kurdischen Frage resultieren.
Als kurdische Seite wollen wir diese – eines der Hauptprobleme der
Region – nicht mit Gewalt lösen, sondern, ohne die bestehenden Grenzen
anzurühren, über einen Dialog und mit friedlichen Methoden. (...)
weiter
PKK
ruft zur friedlichen Lösung auf
Nach den Aufrufen
des irakischen Staatspräsidenten Celal Talabani und des Präsidenten
Südkurdistans Mesud Barzani an die Türkei, einen Plan für eine friedliche
Lösung zu präsentieren, sowie an die PKK, alle Gewalthandlungen
einzustellen, haben die KCK (Vereinigte Gesellschaften Kurdistan)
eine Erklärung veröffentlicht, dass sie zu Gesprächen bereit seien.
(...)
weiter
Türkeiweite
Angriffe auf Kurden
Einhergehend
mit den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der türkischen
Armee und der kurdischen Guerilla im Grenzgebiet Türkei/Irak finden
in der gesamten Türkei Angriffe auf Kurden und kurdische Einrichtungen
statt. (...)
weiter
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Zu
den Hintergründen des Massakers in Beytüşşebap
Das
Massaker in Beytüşşebap weist so große Ähnlichkeit mit einem ähnlichen
Vorfall in Güçlükonak im Jahr 1996 auf, dass bereits ohne nähere Nachforschungen
der Verdacht nahe liegt, dass auch diesmal dunkle Kräfte innerhalb
des Staates die Urheber sind. In Güçlükonak – wie Beytüşşebap in der
Provinz Şırnak gelegen – waren elf Menschen ums Leben gekommen. Wie
in Beytüşşebap handelte es sich um Dorfschützer, die in einem Kleinbus
erschossen wurden. Ein Teil von ihnen war kurz zuvor wegen “Unterstützung
der PKK” festgenommen worden, der andere Teil wegen der Erledigung
einer “Aufgabe” zu einem Jandarma-Stützpunkt zitiert worden, bevor
sie gemeinsam in das Fahrzeug gesetzt wurden, das kurz danach Ziel
eines Anschlages werden sollte.
(...)
weiter
HPG:
Verantwortlich für Beytüşşebap-Massaker ist die türkische Armee
Wie
das HPG-Hauptquartier in einer schriftlichen Erklärung öffentlich
gemacht hat, hat die Guerilla nichts mit dem Massaker in Beytüşşebap
zu tun. Im Kreis Beytüşşebap in der Provinz Şırnak waren vorgestern
zwölf Personen, darunter sieben Dorfschützer, durch den Beschuss
eines Kleinbusses ums Leben gekommen. Nach HPG-Angaben ist dafür
die türkische Armee und die illegale militärische Organisation JITEM
verantwortlich.
(...)
weiter
Akın
Birdal: Kein Hinweis auf PKK
Nach
Angaben von Akın Birdal, ehemaliger Vorsitzender des Menschenrechtsvereins
IHD und heute als DTP-Abgeordneter Mitglied der parlamentarischen
Menschenrechtskommission, gibt es keine Hinweise auf eine Täterschaft
der PKK beim Massaker in Beşağaç (Hemka) im Kreis Beytüşşebap, bei
dem vergangene Woche zwölf Menschen in einem Kleinbus erschossen
worden waren. (...)
weiter
Erschütternde
Neuigkeiten im Fall des Massakers von Beytüşşebap
Bei
dem Massaker am 29. September 2007 wurden 12 Dorfbewohner ermordet.
Nun wurden Einzelheiten aus der Aussage von Memduh Ecer, einem Überlebenden
des Massakers, veröffentlicht.
(...)
weiter
Angst
bei der AKP vor einem zweiten Semdinli
Während
offizielle Stellungnahmen zum Massaker in Beytüssebap weiter ausbleiben,
herrscht bei der AKP die Sorge, der Vorfall könne zu einem zweiten
Semdinli werden. Nachdem zunächst der PKK die Verantwortung für
den Mord an zwölf Dorfbewohnern zugeschoben worden war, finden jetzt
stille Nachforschungen dazu statt. Wie es heißt, sollen kurdischen
AKP-Abgeordneten Informationen zugespielt worden sein, demnach innerstaatliche
Banden in den Vorfall verwickelt sein sollen. Die Ähnlichkeit mit
dem Massaker von Güclükonak im Jahr 1996 und dem Bombenanschlag
von Semdinli im November 2005, bei denen die Urheberschaft staatlicher
Kontrakräfte zutage getreten war, ist nicht zu übersehen.
(...)
weiter |
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Politik
der ethnischen Säuberung
Opferzahl steigt auf 500
Der Exekutivrat der KCK verurteilte den Anschlag und rief alle Kurden
dazu auf, sich für die Yeziden einzusetzen. Der Anschlag habe bewusst
im Vorfeld des geplanten Referendums zur Kerkuk-Frage stattgefunden:
„Mit diesem Referendum wird nicht nur die Zukunft Kerkuks festgelegt
werden, sondern auch das Schicksal von kurdischen Siedlungen wie in
Sengal, Maxmur und Xanequin. Die Anschläge richten sich gegen das
Referendum, die Stabilität in den betreffenden Gegenden soll zerstört
werden. Es wird eine Entvölkerung, eine Massenflucht aus den Gebieten
angestrebt, um eine Anbindung an die arabischen Provinzen zu erreichen.
Kurz gesagt findet eine Politik der ethnischen Säuberung statt.“
Die Hilfsorganisation Heyva Sor hat eine Spendenkampagne für die Opfer
der Anschläge gestartet.
Sparkasse Neuwied,
Konto: 186098, BLZ: 57450120.
Weitere Informationen können bei Heyva Sor, Lindenstr. 85, 40233 Düsseldorf
oder unter der Telefonnummer 0211 239 63 92 eingeholt werden.
(...)
weiter
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Am
29. Juni 2007 starb der kurdische Politiker, ehemalige DEP-Abgeordnete
und unermüdliche Kämpfer für Demokratie und Frieden Orhan Doğan
an den Folgen eines Herzinfarkts, den er während einer Rede auf
einem Kulturfestival in Doğubayazıt erlitten hatte, im Krankenhaus
in Van im Alter von 52 Jahren. Er wurde in seiner Heimatstadt Cizre
im Beisein von Zehntausenden Trauernden beigesetzt.
Der Jurist Orhan
Doğan machte sich schon früh zum Anwalt seines Volkes. Er kämpfte
bis zum Schluss für Demokratie, Menschenrechte, Frieden und eine
Lösung der kurdischen Frage. In seinen letzten Worten rief er erneut
zum Frieden auf.
Sein viel zu früher Tod stellt einen großen Verlust für uns dar.
Wir haben Artikel zusammengestellt, die nach seinem Tod von der
Nachrichtenagentur ANF und der Tageszeitung Yeni Özgür Politika
veröffentlicht sind: (...) weiter |
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Öcalan:
Europa hat die Kurden verkauft
Öcalan hat bei der jüngsten Konsultation mit
seinen Anwälten, die am 2. Mai nach vier Wochen der Totalisolation
stattfand, eindringlich vor einer Eskalation der gesellschaftlichen
Konflikte gewarnt. Die kurdische Frage identifizierte er als Hintergrund
der aktuellen politischen Krise und wertete die Haltung Europas
als „Verkaufen der Kurden“. Erstmals erfuhren die AnwältInnen
bei der Konsultation auch, dass momentan eine 20-tägige Bunkerstrafe
vollstreckt wird. (...)
weiter
weitere
Gesprächsprotokollen
der AnwältInnen mit Abullah Öcalan
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Presseerklärung
der Anwälte Abdullah Öcalans aus Italien und der Türkei Rom,
1.3.2007
Öcalans Anwälte: Unser Mandant wird vergiftet
Als Anwälte von Herrn Abdullah Öcalan aus Italien
und der Türkei geben wir mit dieser Pressekonferenz erstmalig
die Ergebnisse der Arbeit der letzten drei Monate der Öffentlichkeit
bekannt.
Laboruntersuchungen der Haarproben von Herrn Öcalan zeigen
eine Konzentration der Elemente Strontium und Chrom, die deutlich
über den Normalwerten liegt. Aus Sicherheitsgründen wurden
diese Untersuchungen ohne Offenlegung der Identität des Probanden
durchgeführt. Die Testergebnisse wurden von dem sachverständigen
Labor als Anzeichen einer chronischen Vergiftung identifiziert.
(...)
weiter
Wortlaut
der Analyse von Dr. Pascal Kintz
Dr.
Pascal Kintz in Roj-TV über seine Analyse "Das Haar gehört
jemandem, der mit Chrom und Strontium vergiftet wurde"
"Wir, ChemTox in Straßburg, erhielten sechs Haare einer
unbekannten Person. Zur Zeit der Analyse wussten wir nicht,
wem das Haar gehörte. Man bat uns, nach Spurenelementen und
Metallen zu suchen. Wir informierten die Person, die uns darum
bat, dass die Menge des Haares sehr gering sei – weniger als
ein Milligramm, normalerweise brauchen wir dreißig Milligramm
– darüber kann man also diskutieren.
(...)
weiter
INTERNATIONAL
INITIATIVE BRIEFINGS:
„Wir werden ihn scheibchenweise töten“ – Eine wahrgemachte
Drohung
Nun ist
es amtlich: den Anwälten des inhaftierten Öcalan liegen deutliche
Hinweise vor, dass ihr Mandant mit Schwermetallverbindungen
vergiftet wird. Zwar ist dieser Verdacht nicht neu, doch liegt
nun eine wissenschaftliche Analyse vor, die eine mörderische
Absicht hinter den zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden
des Kurdenführers nahe legt. (...)
weiter
Horrorszenario
bestätigt:
Kurdenvertreter Abdullah Öcalan wird systematisch vergiftet
(...) Wir denken, dass die Haltung der EU und der europäischen
Institutionen dazu beigetragen hat, diese Politik des Ermordens
auf Raten mindestens billigend in Kauf zu nehmen. Der jüngste
Beschluss des Ministerkomitees des Europarates, die Akte von
Herrn Öcalan ohne erneutes Aufrollen des Verfahrens zu schließen,
obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ernsthafte
Menschenrechtsverletzungen festgestellt und eine Aufnahme
des Verfahrens empfohlen hatte, muss vor diesem Hintergrund
als eine konkrete Hilfestellung an die Türkei gesehen werden.
(...)
weiter
Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden
weitere
Erklärungen auf der Sonderseite
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INTERNATIONAL
INITIATIVE BRIEFINGS:
Kabale
und Liebe: Öcalan, die Kurden und Europa
Auf
Liebe, wie in Schillers Drama, können die Kurden in der Türkei
wenig hoffen. Die dortige katastrophale Menschenrechtslage spricht
für sich. Vom Westen ist auch keine Unterstützung zu erwarten.
Allzu oft sind die Kurden schon zum Spielball internationaler
Interessen geworden, geopfert auf der Schlachtbank des Profitdenkens.
Der Begriff der Kabale, stets ein elementarer Bestandteil von
Macht- und Standesdünkel, ist ihnen hingegen hinreichend bekannt.
Der Fall des Kurdenführers Öcalan steht hierfür als Synonym.
(...) weiter
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| Spendenaktion
für die Menschen in den Katastrophengebieten in Nordkurdistan
Aufruf
im PDF-Format Bilanz
der Flutkatastrophe in Kurdistan
Nach
Angaben der Vereinigung der Stadtverwaltungen in Südostanatolien
(GABB) sind bei der Flutkatastrophe in den kurdischen Provinzen
im November 46 Personen getötet und 13.519 Häuser beschädigt
worden. Der materielle Schaden beträgt 97.580.000 YTL. Quelle:
DIHA, 05.12.2006, ISKU
Flutkatastrophe
in Kurdistan
Über
40 Tote – Erdogan spricht von „Übertreibung“
Über vierzig
Menschen sind bei der
Flutkatastrophe in der kurdischen Region in der Türkei ums
Leben gekommen – dennoch bezeichnet Ministerpräsident Erdogan
die Hilferufe der Betroffenen als "übertrieben".
Gesundheitsminister Akdag erklärte, eine offizielle Ausrufung
der Region als Katastrophengebiet sei unnötig. Unterdessen
warten die Überlebenden in Turnhallen, Hotels, Moscheen oder
bei ihren Verwandten auf Hilfe. Auch Tausende Tiere starben
in den Fluten. Der materielle Schaden ist immens. Durch Überflutung
der Felder wurden die Ernten und auch das Saatgut für das
kommende Jahr vernichtet. Allein in Batman ist nach ersten
Schätzungen ein Schaden von mehreren Millionen entstanden,
über 12 000 Häuser wurden beschädigt. In Batman sind nach
dem Zusammenbruch einer Brücke neun Stadtviertel von der Außenwelt
abgeschnitten. Der Gouverneur weigert sich, der Forderung
des Bürgermeisters Hüseyin Kalkan nach Einsatz eines Hubschraubers
nachzukommen. "Die Regierung muss sofort aktiv werden,
um Hilfe in die Region zu schicken. Die Bevölkerung ist wütend",
erklärte der Bürgermeister der Stadt und rief die Regierung,
örtliche Geschäftsleute und internationale Hilfsorganisationen
zur Unterstützung auf.
(...) weiter
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Erklärung
der Koma Komalên Kurdistan, KKK zum Waffenstillstand
Unsere
Region, der Mittlere Osten, macht eine Phase wichtiger Veränderungen
durch. Es zeigt sich täglich mehr, dass der wichtigste Faktor
für ausweglose Konflikte in der Region nationalistisches und
antidemokratisches Verhalten ist.
Der einzig richtige Weg für die Lösung der Probleme der Region
ist die Anwendung der Methoden des demokratischen Dialogs und
der Aufbau eines modernen, demokratischen Systems auf der Grundlage
des gegenseitigen Respekts von nationalen und religiösen Verschiedenheiten.
(...) weiter |
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Öcalan
ruft PKK zum Waffenstillstand auf
Abdullah
Öcalan hat im Gespräch mit seinen Verteidigern auf der Gefängnisinsel
Imrali die PKK zu einem Waffenstillstand aufgerufen. “Lasst
uns gemeinsam dafür sorgen, dass in der Türkei und im Mittleren
Osten Waffen nicht mehr als eine Methode gelten, mit der Resultate
erzielt werden. Lasst uns die Waffen begraben”, erklärte Öcalan.
(...) weiter |
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DTP
ruft zu Waffenstillstand auf
Der
DTP-Vorsitzende Ahmet Türk hat den Kongra Gel zu einem Waffenstillstand
aufgerufen, um eine Lösung der kurdischen Frage über einen
demokratischen Dialog zu ermöglichen. Auf einer Presseerklärung
in Diyarbakir erklärte Türk am Montag: „Wir hoffen, dass der
Kongra Gel unseren Aufruf beantwortet und glauben an eine
positive Antwort.“
Es
werde versucht, den Konflikt um die kurdische Frage so anzuspitzen,
dass eine Lösung immer unmöglicher gemacht werde. „Mit der
nationalistisch-chauvinistischen Welle, die bereits jetzt
die kurdisch-türkische Einheit sprengt, erhält der Wille zu
einem Zusammenleben einen Schlag, wie es ihn in den vergangenen
tausend Jahren nicht gegeben hat.“ Türk verwies auf die Lynchversuche
an Kurden in der Westtürkei in den vergangenen Tagen und sagte,
es sei vor allem politischen Kreisen, dem Staat und den zivilgesellschaftlichen
Organisationen zuzuschreiben, dass man in dieser Problematik
an diesen Punkt gekommen sei. ... weiter
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Gedenkveranstaltung
für Uta und Amara
In Dortmund hat am Sonntag eine Gedenkveranstaltung
für Ekin Ceren Dogruak (Amara) und Uta Schneiderbanger
stattgefunden, die am 31. Mai 2005 bei einem Autounfall
in Südkurdistan tödlich verunglückt sind. An der Veranstaltung
nahmen 500 Menschen statt, darunter auch die Eltern von
Uta Schneiderbanger. Als Vertreterin der YJA hielt Servin
Nudem eine Ansprache, in der sie auf die internationalistische
Persönlichkeit von Amara und Uta sowie auf ihre Solidarität
mit dem kurdischen Volk hinwies. Im weiteren Verlauf wurde
eine Botschaft der Eltern von Ekin Ceren Dogruak (Amara)
verlesen, in der diese erklärten, sich für Amaras gemeinsam
mit dem kurdischen Volk geführten Kampf einzusetzen.
Quelle: ANF, 29.05.2006, ISKU
Ein
Jahr ist vergangen
Gedenken
an Dogruak an ihrem Grab
In
Berlin trafen sich am 31. Mai Freunde und Freundinnen
am "Utabaum" auf dem Friedhof am Südstern. Im
Anschluss fand eine Gedenkveranstaltung im kurdischen
Verein statt.
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Protokoll
des Verteidigergesprächs mit Abdullah Öcalan
am 10. Mai 2006
Abullah
Öcalan: ... Über mich sind verschiedene Texte in
den Zeitungen erschienen. Seit unserem letzten Zusammentreffen
ist wohl viel über mich geschrieben worden. Das haben
Sie wahrscheinlich verfolgt. Bezüglich meiner Haltung
werden die Tatsachen verdreht. Zum Beispiel hat Ergun
Babahan in der Zeitung Sabah so etwas geschrieben. Dagegen
muss ich mich verteidigen und meine Ansichten deutlich
machen. Es heißt, bei meinem Lösungsprojekt
handele es sich lediglich um eine taktische Veränderung
oder ich würde diese Lösung vorlegen, um mich
selbst zu retten und ich sei zum Kemalismus übergetreten.
Das alles ist nicht richtig. Bei dem von mir vorgelegten
Projekt handelt es sich nicht um eine taktische Veränderung,
sondern um eine wesentliche strategische Änderung.
Meine Philosophie ist die der Veränderung und Transformation.
Sie ist nicht statisch und basiert nicht auf Dogmatismus.
Es gelingt mir gut, den Dogmatismus zu überwinden.
Wenn keine Veränderung und Wandlung durchgesetzt
wird, gibt es auch keine Rettung vor dem Dogmatismus und
keine Lösung. weiter
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Bürgermeister
aus der Ilisu-Region (Türkei) fordern von deutscher Baufirma
und Bundesregierung Ausstieg aus Staudammprojekt
Bürgermeister
und Vertreter lokaler Bürgerinitiativen haben heute in
Berlin bei einer von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation
WEED durchgeführten Pressekonferenz vor den gravierenden
Folgen des geplanten Ilisu-Megastausees in der Südosttürkei
gewarnt. Für die Mehrzahl der Betroffenen würde die Realisierung
des Projekts große Armut und Entwurzelung bedeuten. Nur
eine Minderheit der Bevölkerung befürworte daher den Damm.
Mit der Vergabe einer Hermesbürgschaft würde die Bundesregierung
mitschuldig an Umweltzerstörung, der Vernichtung von Kulturgütern
und der Verelendung großer Bevölkerungsteile.
weiter
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Kein
Urteil im Prozess gegen Pinar Selek
Heute fand vor dem 12. Schweren Strafgericht
in Istanbul-Besiktas eine weitere Hauptverhandlung gegen
die Soziologin Pinar Selek und weitere Angeklagte im Prozess
um die Explosion im Misir-Basar im Jahr 1998 in Istanbul
statt. Pinar Selek legte dabei ihre persönliche Verteidigung
vor, deren
deutsche Übersetzung im Anhang beigefügt ist.
(...) weiter
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Verteidigung
Pinar Seleks in der Verhandlung am 17. Mai 2006:
An
den Vorsitz des 12. Schweren Strafgerichtes Istanbul
Diesen in juristischer Sprache “Verteidigung” genannten
Text lege ich Ihnen nicht vor, um mich gegen verschiedene
Anschuldigungen zu verteidigen, sondern um zu erzählen,
wie ich meine Würde, meine Persönlichkeit, meine Beziehung
zum Leben und meine Suche nach Freiheit gegen den seit
langer Zeit andauernden Druck verteidigt habe.
(...) weiter
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In
englischer Sprache wurde eine aktuelle Internetseite über
die Ereignisse in Diyarbakir/Amed veröffentlicht. Zu finden
ist sie unter: http://kurdishuprising.com/
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Die
USA und die Armee treiben die Türkei in den Bürgerkrieg
Irfan
Dündar und Ibrahim Bilmez, Anwälte Abdullah Öcalans, äußerten
in einem Interview der Zeitung "Ülkede Özgür Gündem"
die Sorge, die Türkei werde durch die Armee in einen Bürgerkrieg
gezogen. Dieser werde durch die USA gefördert, und das
kurdische Volk so zum Sezessionismus gedrängt. Gleichzeitig
wiesen sie auf die vollständige Isolation ihres Mandanten
und den Zusammenhang dieser Isolationspolitik mit der
herrschenden Politik der Gewalt hin. (...)
weiter
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Menschenrechtsverein
(IHD) – Diyarbakir/Türkei
Bericht
und Analyse der Menschenrechtsverletzungen nach der Beerdingung
in Diyarbakir am 28. März 2006
Infolge
einer militaerischen Operation in die Region zwischen
den Provinzen Diyarbakir, Bingöl und Mus starben am 24.03.2006
14 bewaffnete Militante. Vier von Ihnen (Bülent Tanışık,
geb. in Diyarbakir, Muzaffer Pehlivan, geb. in Diyarbakir-Lice,
Fatih Çetin, geb. in Diyarbakir-Cinar, Mahmut Güler, geb.
in Diyarbakir-Kulp) wurden nach einer Autopsie im Staatskrankenhaus
von Malatya am 28. März 2006 nach Diyarbakir gebracht,
wo sie im Friedhof Yeniköy beerdigt wurden. Im Anschluss
an die Beerdigungsfeierlichkeit begannen die gesellschaftlichen
Ereignisse im Stadtteil ‚Ofis’ beginnend, von wo sie sich
auf viele Gegenden von Diyarbakir ausgebreitet haben.
Gegen die vom Friedhof zurückkehrenden Menschenmenge wurde
vor der sich auf dem Weg zum Friedhof befindende Polizeistation
‚10 Nisan’ eingegriffen. Während der Beerdigung flogen
auffällig viele Kampfflugzeuge vom Typ F-16 tief über
die Menschenmenge. (...)
weiter
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Die
drohende Auslieferung der kurdischen Journalistin Zübeyde
Ersöz an die Türkei muss verhindert werden!
Dringender
Aufruf des Kurdischen Frauenbüros für Frieden – Cenî
Rechtshilfefonds für Kurdinnen und Kurden in Deutschland
– Azadî e.V. – Informationsstelle Kurdistan – ISKU e.V.
CENÎ,
AZADÎ und ISKU wenden sich mit dem dringenden Appell an
Sie, gegen die drohende Auslieferung der kurdischen Journalistin
Zübeyde Ersöz an die Türkei
zu protestieren. Bei einer möglichen Auslieferung bestünden
keinerlei Garantien für die Gesundheit und das Leben der
engagierten Journalistin.
Am
15. Februar 2006 stellte die kurdische Journalistin Zübeyde
Ersöz bei der Ausländerbehörde in Luxemburg
ihren Antrag auf politisches Asyl. Bei ihrer Antragstel-lung
wurde sie durch die Luxemburger Polizei aufgrund eines
Haftbefehls der türkischen Behörden verhaftet und ist
nun mit einer Auslieferung an die Türkei bedroht. Jedoch
haben der Haftbefehl und das Auslieferungsgesuchen der
Türkei keinerlei rechtliche Grundlage und sind nicht legitim.
Das wird schon daran deutlich, dass die türkischen Behörden
sich auf die unwahre Behauptung berufen, Frau Ersöz sei
im Zeitraum von 1994 bis 1995 in der Türkei an “kriminellen
Aktivitäten einer terroristi-schen Organisation” beteiligt
gewesen. Jedoch hielt sich Frau Ersöz von November 1993
bis April 1996 nachweislich in Deutschland auf und arbeitete
hier als Journalistin bei der Tageszeitung Özgür Politika.
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Pressemitteilung
von YEK-KOM:
Erdogan
erteilt Freibrief für Morde an kurdischen Kindern und
Frauen
In
verschiedenen kurdischen und türkischen Städten, wie Diyarbakir,
Batman, Siirt, Istanbul und Yüksekova, dauern die Auseinandersetzungen
zwischen der kurdischen Bevölkerung und der Staatsgewalt
seit vier Tagen an. Seit Tagen gehen Polizei und Militär
mit Tränengas, Schlagstöcken, Schusswaffen und Panzern
gegen die Zivilbevölkerung vor. Die bisherige Bilanz ist
erschreckend: 7 Tote und Hunderte zum Teil schwer Verletzte,
sowie Hunderte von Festnahmen. Von den bislang 56 verhafteten
Personen sind 33 minderjährig.
Die Namen der durch den Schusswaffengebrauch von Polizei
und Militär getöteten Personen sind wie folgt: Fatih Tekin
(3 Jahre), Enes Ata (6 Jahre), Abdullah Duran (9 Jahre),
Mehmet Akbulut (18 Jahre), Mehmet Isikci (19 Jahre), Tarik
Atakaya (22 Jahre) und Mustafa Eryilmaz (26). (...)
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weitere
Erklärungen
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Kampagne
für Pinar Selek:
Petition mit mehr als hundert UnterstützerInnen aus über
20 Ländern veröffentlicht
Mehr als hundert Einzelpersonen und Organisationen aus
über zwanzig
Ländern, darunter 18 Parlamentsabgeordnete sowie viele
Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft,
haben in einer Petition ihre Besorgnis über das seit acht
Jahren andauernde Verfahren gegen die türkische Soziologin
Pinar Selek zum Ausdruck gebracht und die Forderung erhoben,
dass die Anklage gegen Frau Selek angesichts nicht vorhandener
Beweise endlich fallengelassen wird.
Die Petition mit der Liste der UnterstützerInnen und das
dazu gehörige fact sheet können in deutscher
und türkischer
Sprache heruntergeladen werden.
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8.-März-Aktivitäten
in der Türkei/Kurdistan
Bereits am vergangenen Wochenende haben sich
türkeiweit Tausende Frauen an Aktivitäten zum 8. März,
dem internationalen Frauentag, beteiligt. Neben Veranstaltungen,
Feiern, Seminaren und anderen öffentlichen Aktionen fanden
mehrere Demonstrationen statt. So protestierten in Istanbul-Kadiköy
ungefähr 10.000 Frauen gegen Gewalt gegen Frauen und für
gleiche Rechte. Die Aktionen werden noch die ganze Woche
weiter gehen. (...)
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YEKKOM:
Angriffe iranischer Sicherheitskräfte auf Kurden
Seit
einer Weile macht der Iran auf internationaler politischer
Ebene Schlagzeilen. Präsident Ahmedin Nedschads aggressive
Äußerungen und das iranische Atomprogramm sind gegenwärtig
Gegenstand der internationalen Politik geworden.
Doch
seit langem schon hat vor allem die iranische Bevölkerung
unter dem verhassten Regime zu leiden. Aus politischen
und wirtschaftlichen Gründen hat die westliche Welt Jahre
lang weggeschaut und Augen und Ohren gegenüber dem Terror
gegen die iranischen Völker im In- und Ausland verschlossen.
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Protest
gegen die Verhaftung der Friedensmütter aus Diyarbakir
Nach
einer friedlichen Kundgebung in Diyarbakir sind 24 Mitglieder
der Friedensmütterinitiative, welche aus Müttern von türkischen
Soldaten und kurdischen Guerilleros sowie im Krieg Gefallenen
besteht, festgenommen worden. Die Mütter hatten sich mit
dem Ziel, ihre Forderung nach „einer
friedlichen Lösung der kurdischen Frage und Freiheit für
Abdullah Öcalan“ angekettet. Diese Festnahmen zeugen für
die Haltung des türkischen Staates und der Regierung gegenüber
der Rufe für Frieden. Als Ceni – Kurdisches Frauenbüro
für Frieden e.V. und die Friedensmütterinitiative in Europa
verurteilen wir die Festnahme von 24 Friedensmüttern.
(...) weiter
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Repressionswelle
in Kurdistan
Die
Protestaktionen aus Anlass des Jahrestages der Verschleppung
Abdullah Öcalans aus Kenia in die Türkei am 15. Februar
1999 sind von verschärfter Repression gezeichnet. Am blutigsten
verliefen die Proteste in den Städten Mako und Poldesit
im iranischen Ostkurdistan, wo neun Menschen von Sicherheitskräften
getötet wurden. Über zwanzig Demonstranten wurden zum
Teil schwer verletzt. Allein in Mako wurden 400 Personen
festgenommen, in Yolegegi und Sut weitere 300. Die Spannungen
dauern an. (...) weiter
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Der
"europäische" Gefangene Öcalan - 7
Jahre Imrali, 7 Jahre staatliche Willkür
Um den Zustand einer Gesellschaft zu beurteilen, so sagt
man, reiche es, hinter die Gefängnismauern zu blicken.
Die Türkei scheint hierfür ein Paradebeispiel
zu sein.
Insbesondere am Fall Öcalan wird ersichtlich, wie
schlecht es in der Türkei um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
bestellt ist. Ähnlich dem amerikanischen Gefangenlager
Guantanamo auf Kuba ist die türkische Gefängnisinsel
Imrali ein rechtsfreier Raum. Dort wird der Kurdenführer
seit seiner völkerrechtswidrigen Verschleppung in
die Türkei am 15. Februar 1999 unter menschenunwürdigen
Isolationshaftbedingungen gefangen gehalten. (...)
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Lösung
über Neuverhandlung
In
einer Pressekonferenz haben die Verteidiger Abdullah Öcalans
die Schließung des Gefängnisses auf Imrali gefordert.
Öcalan solle in den Selbstmord getrieben werden, die Kurden
in Krieg und Vernichtung.(...) weiter
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Größter
Gewerkschaftsverband Norwegens unterstützt Öcalan
Kleiv
Fiskvik, Präsident der norwegischen Gewerkschaftskonförderation
LO, hat in einer Erklärung die Repression gegen den Fernsehkanal
Roj TV und die Isolierung Abdullah Öcalans kritisiert.
Die Gewerkschaftskonförderation drückte ihre Solidarität
mit Roj TV und den Kurden aus und bemängelte die Bemühungen
der Türkei, den kurdischen TV-Sender verbieten zu lassen.
Roj TV stehe als Stimme des kurdischen Volkes für Frieden,
Demokratie und Geschwisterlichkeit und könne nicht zum
Schweigen gebracht werden. An Dänemark richteten die Gewerkschaften
den Aufruf, dem Druck der Türkei stand zu halten und die
eigenen demokratischen Prinzipien zu wahren. (...)
weiter
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Kurdische
Vereine und Privatwohnungen durchsucht
YEK-KOM:
Politische Probleme mit Strafrecht nicht lösbar
Am 21. Januar 2006 wurden in Bielefeld und Osnabrück auf
der Grundlage eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts
Oldenburg vom 13. Januar 2006 zwei Mitgliedsvereine unserer
Föderation sowie Wohnungen der Vereinsvorstandsmitglieder
durchsucht. Die Polizei führte bei allen Anwesenden in
den Vereinen – ungeachtet ihres Alters und Geschlechts
– eine Identitätsfeststellung durch und unterzog die Besucherinnen
und Besucher anschließend einer ED-Behandlung. Im Zuge
dieser Razzia wurden alle Gegenstände der Vereine beschlagnahmt.
(...) weiter
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KKK:
Durch die „Bunkerstrafe" kann der Krieg außer Kontrolle
geraten
20
Tage „Bunkerstrafe“ für Abdullah Öcalan
Der
Besuch seiner Geschwister Mehmet Öcalan und Havva Keser
bei Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali wurde
mit der Begründung verweigert, gegen Öcalan sei eine Disziplinarstrafe
von zwanzig Tagen Einzelzelle verhängt worden. Die zuständigen
Militärs am Schiffsanleger Gemlik hätten erklärt, es liege
eine Gerichtsbeschluss darüber vor. „Ich wollte den Beschluss
lesen, aber auch das wurde mir verweigert“, erklärte Mehmet
Öcalan. „Auch die Zeitungen, die wir mitgebracht hatten,
wurden nicht angenommen“.
Rechtsanwalt Bekir Kaya erklärte, dass sich sein Mandant
ohnehin in einem Ein-Personen-Gefängnis befinde. Zudem
beinhalte diese Form der Disziplinarstrafe, die auf Antrag
der Verwaltung verhängt werde, auch eine Beschränkung
des Rechtes auf Telefongespräche, Briefkontakt und Familienbesuch.
Die Verteidigung Öcalans versuche, die Hintergründe dieser
Maßnahme zu erfahren, aber es lasse sich kein Ansprechpartner
in dieser Angelegenheit finden, da aufgrund der Feiertage
das zuständige Gericht in Bursa geschlossen sei. (...)
weiter
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Die
Krise um ROJ-TV ist die Krise um die Pressefreiheit
Seit
Mitte diesen Monats ist die politische Krise um den kurdischen
Fernsehkanal ROJ-TV öffentlich geworden, als der
türkische Ministerpräsident sich weigerte in
Kopenhagen vor die Presse zu treten, weil eine ROJ-TV
Korrespondenten ebenfalls unter den JournalistInnen war.
Er soll verlangte haben sie aus dem Raum zu entfernen
oder zumindest ihr ein Redeverbot zu erteilen. Als sein
dänischer Amtskollege Rasmussen auf die Forderungen
nicht einging, sagte Erdogan die Pressekonferenz ab. Rasmussen
trat daraufhin alleine vor die Presse und erklärte:
„Regierungen dürfen in keiner Weise versuchen,
Einfluss auf die Medien zu nehmen. Pressefreiheit und
–Unabhängigkeit gehören zu den grundlegenden
Prinzipien der Demokratie Dänemarks". (...)
weiter
Bei
einem Amtsbesuch des türkischen Ministerpräsident Erdogan
entflammte sich die Krise um den kurdischen Fernsehkanal
ROJ-TV. Die Türkei setzt Dänemark unter Druck, damit ROJ-TV
verboten wird. Im folgenden senden wir Ihnen eine Presseerklärung
von YEK-KOM zu diesem Thema und bitten Sie, sich an der
E-mail Kampagne zur Unterstützung von ROJ-TV zu beteiligen.
Hierfür klicken sie bitte die folgende website: www.kurdishinfo.com/ROJTV/
Entweder sie schreiben selbst ihre Unterstützung oder
senden eine bereits angefertigte Vorlage.
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Susurluk
in Semdinli
Nach
dem Bombenanschlag auf einen Buchladen in Semdinli sind
die von der Bevölkerung gefassten und der Polizei übergebenen
Täter verschwunden. In ihrem Auto, das auf die Jandarma
angemeldet ist, wurden neben Waffen eine Todesliste und
Landkarten gefunden.
Seit
einer längeren Zeit herrschte Angst in Semdinli, weil
es wiederholt zu Bombenanschlägen kam. Durch den spontanen
Eingriff der Bevölkerung, mit dem die Täter gestellt
wurden, stellte sich heraus, warum die Urheber des Terrors
seit Monaten nicht gefasst werden konnten. Hinter den Bombenanschlägen,
die das Leben in der Kreisstadt zur Hölle machten,
steckt die Jandarma. Die Tatsache, dass die Täter Mehmet
Agar angerufen haben, zeigt, dass Susurluk immer noch aktuell
ist... weitere
Erklärungen und Pressemeldungen
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Generalamnestie
made in USA?
Eine
Analyse von Reimar Heider
Großes
Aufsehen erregte im August der türkische Ministerpräsident
Recep Tayyip Erdogan mit seiner Ankündigung, die
„kurdische Frage“ durch „mehr Demokratie“
lösen zu wollen. Dazu gehört aus kurdischer
Sicht eine Generalamnestie. Dass er keine zwei Wochen
später bei der Sitzung des immer noch übermächtigen
Nationalen Sicherheitsrat von den Generälen zurückgepfiffen
wurde, fand dagegen schon weniger Beachtung. Das Militär
verschärfte seine Militäroperationen und die
Isolation Öcalans, die kurdische Guerilla HPG schlug
zurück, und die türkischen Städte werden
durch Demonstrationen und Anschläge erschüttert.
Keinerlei politische Initiative der Türkei ist erkennbar,
es wird ausschließlich die militärische Karte
gespielt. Die Bilanz des Krieges ist dabei aus türkischer
Sicht äußerst negativ, die Operationen brachten
keineswegs die erhoffte Vernichtung der Guerilla. Zuletzt
drohten mit Murat Karayilan und Duran Kalkan zwei Schlüsselfiguren
der kurdischen Bewegung der Türkei, man könne
von der Strategie einer demokratischen Einheit mit der
Türkei auch wieder abgehen und eine Loslösung
anstreben. (...)
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Lex
Öcalan – Sondergesetze im neuen türkischen
Recht
Seit
dem 1. Juni 2005 haben die Rechtsanwälte von Abdullah
Öcalan keinen Kontakt mehr zu ihrem Mandanten. Auch
der Familie des Kurdenführers wird der Besuch seit
drei Monaten willkürlich verwehrt. Laut den Öcalananwälten
hatte sich der Gesundheitszustand Abdullah Öcalans
in der ersten Jahreshälfte verschlechtert. Aufgrund
der Totalisolation gibt es über die jetzige Situation
des Kurdenführers keine Erkenntnis.
Die Reform des türkischen Strafrechts im Zuge des
EU-Anpassungsprozess stieß international auf Anerkennung
und Lob. Weniger bekannt dürften jedoch die Sonderregelungen
im Windschatten der EU-Reformen sein, welche die vollzogenen
Reformen letztlich massiv in Frage stellen. Dies betrifft
vor allem die Sondergesetzgebung für Abdullah Öcalan:
(...)
weiter
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