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Medientheorie
zu Freien Radios


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Radioraum


im DGB-Haus, Beyerlestr. 1



Freie Radios :

Charta des BFR

Charta des Bundesverbands Freier Radios. Verabschiedet vom ersten Bundeskongre├č des BFR im Mai 1994 in Hannover

I. Grunds├Ątze der Freien Radios

  1. Offenheit

    Die Freien Radios geben allen Personen und Gruppen die M├Âglichkeit zur unzensierten Meinungs├Ąu├čerung und Informationsvermittlung. Vorrang haben dabei solche Personen und Gruppen, die wegen ihrer gesellschaftlichen Marginalisierung oder sexistischen und rassistischen Diskriminierung in den Medien kaum oder nicht zu Wort kommen.

  2. Gemeinn├╝tzigkeit

    Freie Radios sind kein Privateigentum, sondern unterliegen der Verf├╝gung aller aktiven H├ÂrerInnen. Freie Radios sind kollektiv verwaltet. Das Prinzip der Gemeinn├╝tzigkeit mu├č gew├Ąhrleistet sein. Parteien k├Ânnen daher kein Freies Radio betreiben.

  3. Transparenz

    In Freien Radios sind die interne Organisation und die Auswahlkriterien f├╝r Sendeinhalte durchschaubar und nachpr├╝fbar. Durch ihre Programme zeigen Freie Radios gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge auf, die in herk├Âmmlichen Medien nicht aufgedeckt werden.

  4. Nichtkommerzialit├Ąt

    Freie Radios sind nicht gewinnorientiert. Sie lehnen kommerzielle Werbung ab. Die redaktionelle Arbeit ist ehrenamtlich. Damit ist die programmliche Unabh├Ąngigkeit und der freie Zugang zum Radio gew├Ąhrleistet.

  5. Lokalbezug

    Freie Radios verstehen sich als Kommunikationsmittel im lokalen und regionalen Raum. Dies schlie├čt die Auseinandersetzung mit ├╝berregionalen Themen mit ein. Freie Radios arbeiten aktiv zusammen, z.B. durch Programmaustausch.

  6. Wirkung

    Freie Radios f├Ârdern eine selbstbestimmte solidarische Gesellschaft. Sie treten f├╝r Gleichberechtigung, Menschenw├╝rde und Demokratie ein.

II. Forderungen der Freien Radios

  1. Jedes Freie Radio hat das Recht auf eine eigene lokale Frequenz. Dies ist in der Mediengesetzgebung der einzelnen Bundesl├Ąnder zu ber├╝cksichtigen.
  2. Da Freie Radios ├Âffentliche Aufgaben erf├╝llen, haben sie einen Rechtsan-spruch auf ├Âffentliche F├Ârderung. Dies betrifft vor allem die technischen ├ťbertragungsm├Âglichkeiten. Bez├╝glich der Urheberrechte genie├čen die Freien Radios einen Sonderstatus, der ihrem nichtkommerziellen Charakter entspricht.
  3. MitarbeiterInnen Freier Radios haben das selbe Recht auf Zugang zu allen Informationen und genie├čen rechtlichen Schutz im Sinne des Presserechts.
  4. Bei Erarbeitung von Gesetzen, Gesetzes├Ąnderungen und internationalen Vertr├Ągen, die das Medien- und Fernmeldewesen betreffen, haben die Vertreter der Freien Radios das Recht auf Mitsprache und Mitbestimmung.

Quelle: http://www.freie-radios.de/bfr/charta.htm



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