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about

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Watch out Antifas!

Seit 20 Jahren nun nerven die Nasen im schönen August die demokratische Gesellschaft mit ihrem Gejammere und Gezetere über den verstorbenen Nationalsozialisten Rudolf Hess.
So wird es wohl auch dieses Jahr sein.

Schon bevor Rudolf Hess verstarb war er einer der Lieblingskultfiguren der NS-Nachkriegsszene. Das mag wohl nicht nur daran liegen, daß er den Titel „Stellvertreter des Führers“ in jenen 12 Jahre währenden 1000 jährigem „Reich“ innehatte. Sondern auch daran, dass er in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen (1945 - 48) sagte:“...Es war mir vergönnt, viele Jahre meines Lebens unter dem größten Sohne zu wirken, den mein Volk in seiner tausendjährigen Geschichte hervorgebracht hat. ...Ich bin glücklich, zu wissen, daß ich meine Pflicht getan habe meinem Volke gegenüber, meine Pflicht als Deutscher, als Nationalsozialist, als treuer Gefolgsmann meines Führers. Ich bereue nichts. ...“ Na da wurde doch allen gläubigen Nazis, Rassisten, Antisemiten und Herrenmenschen so richtig warm ums Herz. Und man wollte den Kameraden Hess so schnell als möglich in Freiheit sehen. Daraus wurde nichts. Am 17. August 1987 verstarb Rudolf Hess im alliierten Militärgefängnis in Berlin-Spandau. Seitdem boomen um ihn und seinen Tod die Mythen und Märchen aus dem braunen Wallkürenwald. Mal ist er ein „Friedensflieger“, dann ein „anständiger Nationalsozialist“. Hier ist er ein „alter einsamer Mann“ gewesen. Dort war er ein „geläuterter Mann“. Mittlerweile hat ihn auch angeblich der englische Geheimdienst ermordet. Wir kennen sie ja die Herren und Damen Nationalsozialisten. Alles was sie zur „verfolgten Unschuld“ macht, was irrational, pseudowissenschaftlich, verschwörerisch, mythologisierend sowie gewaltverherrlichend ist, zieht sie an wie Fliegen die Scheiße. Und so ist Rudolf Hess zu ihrer Pop-Ikone geworden. Da können einige „Autonome Nationalisten“ noch so oft sie wollen, dem Revolutionär Che Guevara das Keltenkreuz in das Barret malen. Soviel Emotion und Wir-Gefühl, das schafft nur der Mythos Rudolf Hess bei den KameradInnen zu erzeugen. Und so ist auch in diesem August damit zu rechnen, dass die Nasen auf die Straße gehen. Sinn- und Gemeinschaft stiftend soll dann mal wieder krakelt und über die Ehrung des „Führerstellvertreters“ das NS-System verherrlicht werden.
Seit 20 Jahren zappeln sie jetzt in aller Öffentlichkeit ab. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Je nachdem sie der Staat läßt und/oder die Antifas ihnen eine Grätsche geben können. Ihr letzter großer Auftritt war 2004 im bayrischen Wunsiedel. Dort gaben sich fast 5000 Nazis aus ganz Europa ein Stelldichein. Dieses Jahr ist es ihnen gerichtlich untersagt, in Wunsiedel aufzumarschieren.Da es aber der 20te Jahrestag des Dahinscheidens des „Taugenichts Rudolf Hess“(Titanic) ist, kann man davon ausgehen, daß auch dieses Jahr fleißig gezappelt wird. Ihr Wunsiedel-Komitee, das im Internet von einem ungesühnten Mord an Rudolf Heß schwadroniert, fordert zu einer bundesweiten Aktionswoche auf.Wie in den letzten Jahren ist also zu erwarten, dass wir diversen braunen volksverhetzenden Schund in Form von flyern, Flugzetteln, Graffities und Aufklebern in der Öffentlichkeit wahrnehmen können. Die ersten Aufkleber hängen schon an Laternenpfählen und Müllcontainern.

Also liebe Antifas:
Watch out, reißt ab den Scheiß und informiert Euch im Internet über Aktionen gegen die Nazis.

 

Anhang:

Wir dokumentieren hier einige Sprayereien und Klebeaktionen von Bochumer Nazis zum Tode von Rudolf Hess aus dem Jahre 1987.

 

 

 

 

 

 

 

Ein „spontaner“ Aufmarsch zum Tode Rudolf Hess fand am 22.8.1987 in Witten statt. Schon damals unter den wohlwollenden Augen des Gesetzes. Aber dazu mehr im dokumentierten Flugblatt des Wittener „Antifaschistischen Aktionsbündnis“ vom August 1987.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufmarsch von 102 Neonazis in Witten am Samstag, den 22.8.1987

Warum erschien dieses Foto vom neofaschistischen Aufmarsch nicht in der WAZ und in der RN?
Warum berichtete das WDR-Landesstudio Dortmund nicht über die Vorfälle?

Am Samstag, den 22.8.87 gegen 19.15 Uhr, trafen sich in der Wittener Innenstadt 102 Neonazis aus allen Bundesländern. Sie marschierten im militärischen Gleichschritt durch die Bahnhofsstraße zum Rathausplatz auf den Marktplatz. Dabei brüllten sie Parolen wie „Rache für Heß“, „Besatzer raus“ und „Rotfront verrecke“. Auf dem Marktplatz sangen sie die erste Strophe des Deutschlandlieds, die Hand zum Hitlergruß ausgestreckt. Unmittelbar danach wurde die Versammlung auf Kommando aufgelöst. Die Neofaschisten sprangen in die bereitstehenden Autos (aus HH, HL, WL, EN, UN, GN, HA u.a.) und fuhren in alle Richtungen auseinander. Auf dem Marktplatz befanden sich zwei (!) Polizeiwagen, ein Wagen mit zwei zivilen Polizisten und an der Hauptstraße vier Mannschaftswagen. Ein Schutz für das tamilische Wohnheim konnte angeblich nicht gestellt werden, da die Polizei sich als personell unterbesetzt ansah. Wie aus Polizeikreisen bekannt wurde, standen in Dortmund aber Hundertschaften und das SEK bereit.
Wie schon früher bei neofaschistischen Kundgebungen hielt sich die Polizei auch bei diesem Auftritt der Neonazis dezent zurück. Sie versuchten nicht einmal den Zug aufzuhalten.
Die Untätigkeit der Medien, der Polizei und des Rates erlauben es, daß die Neonazis sich hier in Witten ungehindert darstellen können.

Wir fordern die Stadt auf, die Polizei anzuweisen, die Ermittlungen gegen die Neofaschisten zu intensivieren.
Wir fordern die Stadt auf, eindeutig zu der Bedrohung durch den Neofaschismus Stellung zu nehmen und die Täter endlich beim Namen zu nennen.
Wir fordern die Stadt auf, mit allen örtlichen antifaschistischen Organisationen zusammenzuarbeiten.
Wir fordern die Presse auf, die Bevölkerung über alle neofaschistischen Aktivitäten zu informieren.

V.i.S.d.P.: Antifaschistisches Aktionsbündnis

 

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letzte Aktualisierung: 12.08.2007