Filmvorführung: "Nazirock"
Dienstag, 30.09.2008
Am Samstag, den 4.10. um 15.30 Uhr zeigt das Polit-Café den Film "Nazirock" im Kino Endstation des Bhf Langendreers:
In der aktuellen Dokumentation geht es nicht allein um die so genannte "Rechts Rock"- Szene Italiens und der Protagonisten, Vernetzungen, Events, etc.p.p. . Sondern auch um deren Verknüpfung mit dem Parteienspektrum Forza Nuova und Fiamma Tricolore, jenen HardCore Faschisten, mit denen auch Silvio Berlusconi schon Wahlbündnisse einging.
Die Präsenz, Offensichtlichkeit und Alltäglichkeit faschistischer Organisation in Italien lässt erahnen wie weit die Regierungspolitik in Italien schon gediehen ist.
Italien, das Land in dem Zitronen blühen, ist ein Land in dem der Ministerpräsident Silvio Berlusconi Mitglied der Geheimloge P2 war. Jener Loge die für das Bombenattentat auf den Hauptbahnhof von Bologna 1980 mitverantwortlich ist.
2003 sagte er, dass der italienische Diktator Mussolini niemand getötet habe, sondern die Menschen nur zum Urlaub ins Exil geschickt habe.
Zur Zeit ist Gianfranco Fini von der Allianza Nazionale (AN, vormals MSI) der Präsident der italienischen Abgeordnetenkammer. Fini, war der Zögling des Faschistenführers und MSI-Gründers Geogio Almirante und Präsident der faschistischen Jugendorganisation in den 70ziger Jahren.
Der Verteidigungminister Italiens ist der Ex MSI-ler und AN-Mitglied Ignazio La Russa, der das Militär unter dem ausgerufenen Notstand im Landesinneren einsetzt. ( Ein Notstand der angeblich wegen der Kleinkriminalität von MigrantInnen ausgerufen wurde! Bei einem Parlament bei dem gegen fast 20 % der Mitglieder wegen Mafia-Verbindungen ermittelt wurde.)
Die Jugendministerin ist die als Hardlinerin und Antikommunistin bekannte 31jährige _Giorgia Meloni_ von der AN geworden Sie ist zeitgleich Präsidentin der Azione Giovani, der Jugendorganisation der Alleanza Nazionale.
Die Ministerin für Chancengleichheit ist das Ex-Model Mara Carfagna, die ihre Meriten, laut Abhörprotokollen, bei Silvio Berlusconi durch einige intime Dienste erlangte und als erstes dem Gay-Pride in Rom die Unterstützung untersagte: "Il patrocinio al Gay Pride? Non sono orientata a darlo. Non servono, i Gay Pride"
Der neue Bürgermeister von Rom heißt seit April 2008 Gianni Alemanno. Der wegen eines Molotowcocktailangriffs und weiterer Gewalttaten vorbestrafte Ex-MSI-ler betrat zur Feier seines Wahlerfolg den Balkon des Amtssitzes. Unten feierten mit Mussolinibüsten, römischen Gruß und Keltenkreuzfahnen seine Anhänger den neuen Bürgermeister von Rom. Eine seiner ersten Amtshandlungen war der Versuch eine Straße zu Ehren des Faschistenführers Georgio Almirante um zu benennen.
Nazisprayereien und -aufkleber in Altenbochum
Dienstag, 30.09.2008
Nachdem die Nazis in diesem Jahr den Stadtteil Bochum-Ehrenfeld heimgesucht haben und eine entsprechende Reaktion der AJB hervorriefen, haben sie auch an Wänden, Verkehrsschildern und Laternenpfählen in Altenbochum ihre Spuren hinterlassen.
Die Fotos stammen aus den letzten Monaten. Zum Teil sind die Sprayereien und Aufkleber weggemacht worden.
Bemerkenswert dabei ist, dass nur auf dem Sportplatz des DJK Rot-Weiß Markania Bochum am Freigrafendamm der Platzwart für die Entfernungm sorgte. Ansonsten waren es Antifas und Ultras, die die NS-Propaganda crossten. Die stätischen Ämter schliefen mal wieder.
Sehr viele der Aufkleber finden sich im Bereich der Goy Straße wo der NPD-Funktionär Markus Schumacher wohnt.










Antifa-Graffiti in Bochum!
Sonntag, 14.09.2008
Demo gegen den NPD-Aufmarsch am in Bochum
Donnerstag, 11.09.2008
Für den 25.10.08 hat die NPD unter dem Motto „Deutsche wehrt Euch - Gegen Überfremdung, Islamisierung und Ausländerkriminalität!” eine NRW-weite Demonstration in Bochum angemeldet.
"Wie heute bekannt wurde, plant die NPD ie Nazi-Demo soll um 12 Uhr am Hauptbahnhof beginnen und richtet sich gegen Menschen mit Migrationshintergund und unter anderem auch mit islamischem Glauben. Im Aufruf der NPD werden Migrantinnen und Migranten als potentielle Kriminelle stigmatisiert. Darüber hinaus wird gegen „Multikulti“ gehetzt und anstatt dessen eine deutsche Volksgemeinschaft eingefordert.
Die Antifaschistische Jugend Bochum (AJB) hat dagegen eine Demonstration angemeldet, die um 10 Uhr am Vorplatz des Bochumer Hauptbahnhofs beginnen soll. Ein ausführlicherer Aufruf für diese Demonstration wird folgen. Kommt am 25.10.08 um 10 Uhr nach Bochum und beteiligt euch an den Gegenaktionen!
NPD-Demonstration am 25.10.08 in Bochum
Mittwoch, 10.09.2008
Die AJB teil auf ihrer Internet-Präsenz mit:
"Wie heute bekannt wurde, plant die NPD für den 25.10.08 unter dem Motto „Deutsche wehrt Euch - Gegen Überfremdung, Islamisierung und Ausländerkriminalität“ für ihre Kampagne „Ausländerstopp-NRW“, eine Demonstration in Bochum. Bereits am 30. August konnten Neonazis eine Informationsveranstaltung für den Antikriegstag in Bochum ungestört mit 60 Personen durchführen. Ebenso hat die NPD-NRW am vergangenen Sonntag ein Sommerfest mit 160 Personen ohne weitere Probleme abhalten können. Dies ist nur eine Vorhabinformation der Antifaschistischen Jugend Bochum. Wir werden euch auf dem Laufenden halten."
Azzoncao-Site wieder up-to-date
Mittwoch, 10.09.2008
nadir.org/azzoncao hat seine Sommerpause beendet ;-)
Alle Azzoncao-Veröffentlichungen aus den letzten Monaten sind hiermit nachgereicht (siehe unten).
Faschistischer Treffpunkt in Rom abgebrannt
vom 05.09.2008 [hier online seit dem 10.09.]
Wohl als Reaktion auf den faschistischen Angriff am frühen Morgen des 30. August (siehe unten) in der Nähe des Parco Schuster wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. September der faschistische Zirkel „Circolo Futurista Casal Bertone“ angezündet. Dem „Circolo Futurista Casal Bertone“ steht der bekannte Faschist Graziano Cecchini vor. Cecchini, 54 Jahre alt und Ex-Mitglied der faschistischen Forza Nuova, machte in den letzten zwei Jahren mit öffentlichen Kunstaktionen auf sich aufmerksam. Zum einen färbte er anläßlich eines Filmfestivals in Rom den Trevibrunnen mit roter Farbe ein und hinterließ am Rande der Fontana di Trevi Flugblätter einer „Futuristischen Aktion 2007“[...]
Azzoncao-Bericht dazu auf Indymedia
Letzte Nacht: faschistischer Angriff in Rom
vom 30.08.2008 [hier online seit dem 10.09.]
Zu einem erneuten bewaffneten Überfall von Faschisten auf Antifaschisten ist es in der letzten Nacht in Rom gekommen. Der Vorfall ereignete sich nach einem antifaschistischen Konzert zur Erinnerung an einen vor zwei Jahren ermordeten linken Jugendlichen.
Siehe dazu unseren Indymedia-Bericht
NPD floppt in der Bochumer Innenstadt
vom 01.08.2008 [hier online seit dem 10.09.]
Auf Indymedia ist jetzt ein Bericht über den gestrigen Infostand der Bochumer NPD zu finden:
Neues aus Spanien zu Carlos Palomino
vom 19.07.2008 [hier online seit dem 10.09.]
Sowie europaweit sich die Gewalt faschistischer und nationalsozialistischer Gruppierungen steigert, so scheinen sich auch Relativierungs-, Verharmlosung- und Totalitarismusthesen und -strategien in den öffentlcihen Medien und bei den machthabenden kapitalistischen Parteien europaweit anzugleichen. Hier als Beispiel die aktuelle Entwicklung in Spanien. Die spanischen Naziorganisationen "Combat Espana" und "Nacion y Revolucion" machen sich derzeit unter dem blogspot "josuelibertad" für den Mörder Carlos Palomino stark.
Carlos Palomino wurde am 11.November 2007 in einer U-Bahn in Madrid von einem spanischen Falangisten und Berufssoldaten mit einem Messer erstochen. (siehe auch)
Bei ihrer Darstellung verfolgen die spanischen Nazis eine ähnliche Strategie wie die Dortmunder Nazis im Fall Thomas Schulz, aka "Schmuddel" (siehe auch). Sie stellen Carlos als Aggressor dar und stilisieren den brutalen faschistischen Mord als Akt der Selbstverteidigung.
Parallel erlebt die antifaschistische Bewegung in Madrid/Spanien eine Diskreditierung durch die öffentlichen Medien, wie hierzulande die antifaschistische Bewegung.
Hier ein paar aktuelle Übersetzungen von Texten unserer spanischen GenossInnen. Ein herzlichen Dank noch einmal der Übersetzerin dieser Dokumente.
Kommunique der Antifaschistischen Koordination Madrid/Coordinadora Antifascista de Madrid
Brief von Mavi, der Mutter von Carlos J. Palomino
Deutsch Täter sind keine Opfer!
vom 08.07.2008 [hier online seit dem 10.09.]
Im März/April 2008 begann der sogenannte Nationale Widerstand Dortmund und der Zusammenschluß der sogenannten Autonomen Nationalisten der „AG-Ruhr-Mitte“ im Verbund mit der rechtsradikalen Internetplattform „Altermedia“ die Geschehnisse um den Mord an den antifaschistischen Dortmunder Punk Thomas Schulz umzuschreiben.Die nationalsozialistische Variante der „Autonomen Nationalisten“ sieht vor, dass Thomas Schulz mit 20 anderen den Naziskin Sven Kahlin angriff und Sven Kahlin sich verteidigen mußte und somit Schmuddel selbst die Schuld an seinem Tod habe.
Im März/April 2008 begann der sogenannte Nationale WiderstandDortmund und der Zusammenschluß der sogenannten Autonomen Nationalisten der „AG-Ruhr-Mitte“ im Verbund mit der rechtsradikalen Internetplattform „Altermedia“ die Geschehnisse um den Mord an den antifaschistischen Dortmunder Punk Thomas Schulz umzuschreiben.
Die nationalsozialistische Variante der „Autonomen Nationalisten“ sieht vor, dass Thomas Schulz mit 20 anderen den Naziskin Sven Kahlin angriffund Sven Kahlin sich verteidigen mußte und somit Schmuddel selbst dieSchuld an seinem Tod habe.
Über die Verleumdungskampagne gegen Thomas Schulz, aka„Schmuddel“
Azzoncao macht Urlaub
Mittwoch, 02.07.2008
Wegen der Urlaubs-Saison wird im July und August kein Azzoncao-Café stattfinden. Auch die Seite wird erst im August wieder aktualisiert. Wir sind jedoch weiterhin per Email erreichbar.
Filmvorführung: Tanz auf dem Vulkan
Mittwoch, 28.05.2008
Am Samstag, den 7.6. um 15.30 Uhr zeigt das Polit-Café den Film "Tanz auf dem Vulkan" im Kino Endstation des Bhf Langendreers:
"Auf die Dauer Heusnerpower - Jeder Stein der abgerissen, wird von uns zurückgeschmissen!"
Über 20zig Jahre ist es her, das es in Bochum einen ganzen Stadtteil gab, der sich zur „staatsfreien Zone“ erklärte. Stadtteil ist dabei zuviel gesagt. Vielmehr waren es vier Straßenzüge mit 26 Häusern, einer alten Grundschule mit angrenzenden Schulhof, einer Schrebergartensiedlung, sowie die Gärten und Höfe, die zwischen den Häusern lagen. Ein Refugium von trotzigen MieterInnen und Alteingesessenen, die einem naturzerstörenden Autobahnzubringer nicht weichen wollten. Samt all den Autonomen, Punks, TrebegängerInnen, Heimkindern, Exknackis, MusikerInnen, KünstlerInnen, Arbeitslosen, Malochern und ein paar Studis, die aus den verschiedensten Gründen in die „Bronx“ gezogen waren und dort gut zwei Jahre einen heterogenen und sehr renitenten Anteil der Bochumer Bevölkerung darstellte. Neben einigen „normalen“ BewohnerInnen gab es schließlich bis zu 120 BesetzerInnen im Jahr 1985. Neben der Düsseldorfer Kiefernstraße und der Hamburger Hafenstraße war das Heusnerviertel eines „der“ besetzen Zentren der BRD. Scherzhaft formulierten damals BesetzerInnen, dass sie in der „1. Bundesliga der Chaoten“ spielen würden. „Chaoten“ deshalb, weil die permanenten Schikanen, Übergriffe und Überfälle durch die Polizei die ViertelbewohnerInnen immer mehr radikalisierten. Ebenso die Hetze, die sie seitens der Bochumer Politik (von CDU,FDP, SPD) und der Presse von WAZ und RN ausgesetzt waren.
Das Heusnerviertel war vieles. Ein Ort der Selbstorganisation fast aller Lebensbezüge: ökonomisch, sozial, kulturell und politisch. Eine „Parallelgesellschaft“ von Menschen, die der kapitalistischen Verwertung auf ihre Weise entgehen wollten und auch angreifen wollten. Ein Ort der Experimente, Versuche und Hoffnungen. Der divergierenden Interessen, der Auseinandersetzung, des Streits. Der Annäherung an persönliche und politische Ziele, aber auch der Enttäuschungen. Ein Ort der Erfahrungen. Körperlich und mental. Für die Stadtverwaltung und die Polizei war es ein Ärgernis, eine Herausforderung ihrer Macht. Ein Ort dessen Menschen und dessen Symbolkraft es zu brechen galt. Und das haben sie auch mit aller Skrupelosigkeit, Gewalt und Brutalität durchgezogen.
Viele Zeugnisse aus der Zeit gibt es nicht. Heute kommen auf eine Sitzblockade 10 Kameras. Damals auf 10 Sitzblockaden eine Kamera. Dennoch gibt es einen Film vom Heusnerviertel: „Tanz auf dem Vulkan“ aus dem Jahr 1987. Leider ist der Film zu spät gedreht worden. Das Viertel lag in den letzten Zügen. Der 1 ½ Jahre währende Räumungstango und die zig brutalen Polizeiüberfälle hatten schon da dem Viertel viel an seiner Substanz und Schönheit genommen. Und auch den Interviewten eine Menge abgefordert. Dennoch ein interessantes Dokument der Zeitgeschichte.
Antifaschistische Jugend verteilt Flugblätter in Bochum-Ehrenfeld
Samstag, 31.05.2008
Am Mittwoch, dem 21. Mai 2008, wurden im Bochumer Stadtteil Ehrenfeld 3000 Flugblätter an die Haushalte verteilt, die die Naziaktivitäten im Viertel thematisierten.
Die Flugblätter wurden ebenfalls an der anliegenden Graf-Engelbert-Schule und der Schiller Schule, sowie in verschiedenen Kneipen und Cafés im Ehrenfeld und der Bochumer Innenstadt unter die Leute gebracht. Darüberhinaus fand ein Gespräch mit einer Redakteurin der Bochumer Lokalredaktion
der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) über die im Flugblatt angesprochene Problematik statt.
Die Resonanzen der Bürgerinnen und Bürger auf das Flugblatt waren durchweg interessiert und positiv.
Naziaktivitäten im Ehrenfeld
Erst 2007 wurde der Naziladen Goaliat aus dem Ehrenfeld durch antifaschistische Arbeit vertrieben.
Dies hat jedoch nicht dazu geführt, dass die Nazis den Stadtteil aufgegeben hätten. Seit Anfang des Jahres sind verstärkt Nazi-Schmierereien und -aufkleber im Ehrenfeld zu sehen. Es handelt sich dabei um tags, die wahrscheinlich den "Autonomen Nationalisten" um die ehemaligen Freien Nationalisten Bochum-Hattingen (FNBH) und der Aktionsfront Hattingen (AFH) zuzurechnen sind. Fernerhin traten aber auch Hakenkreuz- und SS-Runen-Schmierereien auf, die wahrscheinlich einem anderen Personenspektrum entstammen.
Einige der rechtsextremen Jugendlichen besuchen in diesem Stadtteil die Schulen. Andere wohnen auch hier. So z.B direkt neben der Graf-Engelbert Schule in dem Haus nur 73 der Königsallee.
Wir hoffen, dass wir es mit dieser Verteilaktion geschafft haben den Nazis eine von ihnen nicht gewollte Öffentlichkeit im Ehrenfeld zu verschaffen und das Problembewusstsein im Bezug auf diese Thematik im Viertel sensibilisieren konnten.
Erneuter faschistischer Angriff in Rom
Freitag, 30.05.2008
Heute morgen wurden Studenten der römischen Universität Sapienza von Faschisten der „Forza Nuova“ mit Knüppeln und Messern angegriffen.
Dies geschah während die Studenten plakatierten. Drei Studenten wurden verletzt, einer mit einem Messer.
Bei der Aktion handelte es sich um einen Racheakt von Faschisten, weil die Studenten am Vortag die Örtlichkeiten der Universität besetzt hatten. Hiermit verhinderten sie eine Veranstaltung von „Forza Nuova“ über die „Foibe“, auf der Roberto Fiore hatte sprechen sollen.
Indymedia Roma
Bei den Erinnerungen an „Foibe“ handelt es sich um Kriegsverbrechen jugoslawischer kommunistischer Partisanen. Diese töteten bei diesen Massakern viele Faschisten und Italiener, die sie für die Grausamkeiten und den Rassismus bei der Besetzung Jugoslawiens verantwortlich machten. Dabei kam es zu vielen Übergriffen und Morden auch an unschuldigen Zivilpersonen. Diesen Umstand, der aus falsch verstandener Solidarität zu Titos Partisanen aber von der italienischen Linken nicht ausreichend verurteilt wurde, nutzten die italienischen Faschisten seit dem Kriegsende, um gegen den Kommunismus, die Partisanen an sich und für ihre Gebietsansprüche an Jugoslawien zu hetzen. Mittlerweile ist „Foibe“ zu dem „Hype“ der Rechten in Italien geworden und viele Politiker der „Mitte“ ziehen mit, können sie doch hiermit Italien von seiner Kriegsschuld reinwaschen.
Veranstaltung „Tödliche Schüsse“ mit Wolf Wetzel
Mittwoch, 28.05.2008
Die szenische Lesung mit dem Autoren findet am Donnerstag, dem 5.6. um 20.00 Uhr im Orlando, Alte Hattingerstr.31 in Bochum statt
Am 2.11.1987 kam es im Verlauf einer Nachtaktion gegen die „Startbahn West“ in Frankfurt zu tödlichen Schüssen auf Polizeibeamte. Jahrelang war schon der Kampf gegen dieses enorme ökonomische und militärische Großprojekt geführt worden, als es zu diesem Novum in der Geschichte der sozialer Bewegungen kam.
Durch die Ereignisse dieser Nacht und deren Folgen führt der Autor des Buches „Tödliche Schüsse – eine dokumentarische Erzählung“ die LeserInnen, bzw. ZuhörerInnen. Ebenso durch die Ereignisse der Vorjahre, die so prägend für die „Autonomen“ (nicht nur) der Mainmetropole wurden. Die Hüttendorfräumung1981, der Tod von Günther Saré 1985, der Gau von Tschernobyl 1986, die Sabotageaktionen an den Strommasten 1986, sowie die Demonstration gegen die Plutoniumfabriken Alkem-Nukem in Hanau 1986.
Steht im Mittelpunkt des Buches die „Startbahn West“, so ist dies doch ein Buch über die 80ziger Jahre und die „Autonomen“. Jenen Linken, die versuchten zwischen kommunistischen Dogmatikern und „alternativen Lebensentwürfen“, zwischen RAF und Reformismus einen eigenen Weg zu finden.
Wolf Wetzel möchte in seinem Buch weder diesen Teil (auch seiner eigenen) Geschichte verteufeln, noch heroisieren. Es ist nicht als Anekdotensammlung und persönliche Remisenz gedacht Es geht ihm vielmehr um eine genaue Skizzierung der Jahre und der Ereignisse. Um ein kollektives Gedächtnis. Und so dienten ihm diverse Interviews mit damals Beteiligten als Basis dieser dokumentarischen Erzählung und der in ihr wirkenden 15 ProtagonistInnen.
Nicht nur eine Veranstaltung für Menschen „40 plus X“!
Nazimob wütet in Roms Stadtteil Pigneto
Sonntag, 25.05.2008
Seit den landesweiten Wahlerfolgen der Rechten in Italien kommt es vermehrt zu rassistischen Ausschreitungen. Nun ist es heute morgen in Rom zu einem ersten Akt von "Squadrismus" gekommen.
Heute morgen tobte sich ein faschistischer Mob in dem römischen Stadtteil Pigneto aus.
Ganz im Stil der Schwarzhemden Mussolinis erschien die 20köpfige und mit Knüppeln ausgestattete Gruppe überfallartig und schlug Schaufensterscheiben, Vitrinen und Geschäftsauslagen, sowie ein Callcenter entzwei. Dabei riefen sie „Bastarde“ und „Dreckige Ausländer“. Die zerstörten Einrichtungen gehörten jeweils MigrantInnen. Einen Mann aus Bangladesh schlug das Rollkommando ebenfalls zusammen, bevor es verschwand.
Pigneto ist ein Stadtteil Roms, der wegen seiner kulturellen Vielfältigkeit bekannt ist.
Das Vorgehen der Schläger ähnelt sehr dem faschistischen Squadrismus der 20ziger Jahre, als mit Lkws sogenannte Squadri von Schwarzhemden in die Regionen fuhren, in denen Sozialisten und Kommunisten stark waren. Dort zündeten sie die Volkshäuser, die „casa del populi“, an, verwüsteten Privatwohnungen, folterten und ermordeten Linke.
Schon seit geraumer Zeit berufen sich die sogenannten „Nonkonformen“ aus Rom auf den Squadrismus der historischen Schwarzhemden. Die besetzten faschistischen Häuser aus Rom (antifa-link) das seit kurzem besetzte Zentrum „area 19“, die Faschisten-Kneipe „Cutty Sark“ , die Buchhandlung „testa di ferro“, usw. Und natürlich die französisch-italienische Internet-side „Zentropa“, das europaweit operierenden faschistische Internet-Radio „Radio Bandera Nera“, die Partei „Fiamma Tricolore“ usf..
Kultfigur ist für diese Herrschaften Italo Balbo, einer der brutalsten Squadriführer und Teilnehmer des „Marsch auf Rom“.
Auf diversen Demonstrationen der letzten Jahre ist in Italien das historische Auftreten der Squadri kopiert worden und anscheinend soll es nicht bei demonstrativer Präsenz bleiben
Der Ganze Artikel mit weiterführenden Quellen und Bildern auf Indy
Der Dalai-Lama und die Nazis
Sonntag, 25.05.2008
Ein zweiteiliger Bericht auf de.Indymedia klärt derzeit über die persönlichen und ideologischen Verstrickungen des "Gottkönigs" mit NS-Größen auf. Desweiteren geht er auf die Rezeption des Besuches "seiner Heiligkeit" in Bochum durch örtliche Neonazis ein. Besonders der 2. Teil beschäftigt sich intensiver mit dem vermeintlich "seriösen" „Zeitreisen-Verlag“ des Rechtsradikalen Marc Meier zu Hartum.
Der Dalai Lama und die Nazis: Teil I
Der Dalai Lama und die Nazis: Teil II
Übersicht über die Nazi-Prozesse in Bochum
Samstag, 24.05.2008
Seit heute ist auf unserer Seite eine Übersicht über die Naziprozesse in Bochum online. Dort sind verschiedene Indymedia-Artikel zu den Prozessen gegen die FNBH sowie gegen Siegfried Borchardt, Daniela Wegener und Claus Cremer archiviert.
siehe dazu: Thema: Naziprozesse in Bochum
Filmvorführung: "The Fourth World War"
Montag, 31.03.2008
Am Samstag, dem 3.5. um 15.30 Uhr zeigt das Polit-Cafè Azzoncao im Kino Endstation, Bahnhof Langendreer den Film "The 4th World War".
Eigentlich wurde nach den ersten beiden Weltkriegen aufgehört den darauf folgenden transkontinentalen Kriegen fortlaufende Nummern zu geben. Waren die ersten beiden Weltkriege noch weitgehend „beschränkt“ auf die Hoheitsgebiete der jeweiligen Kriegsparteien, so wurde im Kalten Krieg der Konflikt der zwei Systeme fast gänzlich in die südliche Hemisphäre getragen und dort ausgetragen. Mal abgesehen von den hochgekürten SoldatInnen, die das Leid vielfach in Form von familiärer Gewalt zurück nachhaus, in ihr „Vaterland“ brachten, hatten die großen „Gewinner“ dieser Kriege nun keine nennenswerten Einbußen mehr – kein Bombenhagel über eigenen Städte, keine zivilen Opfer. Der Dritte Weltkrieg war für die „fortschrittlichen“ Staaten tatsächlich ein kalter Krieg.
Der hierauf folgende - laut der Filmmacher immer noch anhaltende „Vierte Weltkrieg“ baut sicherlich auch auf den elendigen Hinterlassenschaften des Kalten Krieges auf: no justice, no peace. Der gewonnene Einfluss in den sog. Entwicklungs- und Schwellenländern – letztlich manifestiert in Rohstoffquellen, Produktionsstandorten und Absatzmärkten – muss einerseits verteidigt werden, andererseits müssen neue Möglichkeiten der Kapitalakkumulation erschlossen werden.
Der Krieg, so im Film dargestellt, wird zunehmend aggressiv gegen jedwedes Individuum geführt und kennt keine geographischen oder physischen Grenzen mehr.
Gerade der Titel des Films ist es, der die zentrale Fragen aufwirft: was ist Krieg heute? Wer führt Krieg gegen wen? Ist es vorstellbar, neben den tatsächlichen gewalttätigen und tödlichen Konflikten in aller Welt, auch soziale Konflikte – hervorgerufen durch politische und wirtschaftliche Entscheidungen – auch als Kriegsschauplatz anzusehen?
Über mehrere Jahre hinweg sind die Leute von „Big Noise“ über die Kriegsschauplätze der Kontinente gereist um die Stimmen derjenigen einzufangen, die sie nicht abgeben wollen und dem Terror des Sachzwangs trotzen. „Fourth World War“ ist außerdem ein Mosaik aus Bildern sowohl real als auch symbolisch ausgetragener sozialer Kämpfe um Gerechtigkeit.
Naziprozess in Bochum
Sonntag, 27.04.2008
Folgende Interessante News haben wir auf Indy gefunden:
Derzeit stehen fünf Rechtsextremisten vor der 6. Strafkammer des Bochumer Landgerichts.
In diesem Prozess mit dem Aktenzeichen: 6 KLs 33 Js 39/05 sind neben dem stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Claus Cremer, seine Lebensgefährtin Daniela Wegener, der NPDler Sebastian Vogt, der Chef der Dortmunder Kameradschaft Siegfried Borchardt und ein weiterer Dortmunder, namens Gläser, angeklagt.
[...]
Der Ganze Artikel mit weiterführenden Quellen auf Indy
26.04 Antifa-Demo in Stolberg
Samstag, 19.04.2008
Filmvorführung: Eat the Rich!
Montag, 31.03.2008
Am Samstag, dem 5.4. um 15.30 Uhr zeigt das Polit-Cafè Azzoncao im Kino Endstation, Bahnhof Langendreer den Trash-Film "Eat the Rich".
Worum es in diesem Film geht?
Ausgeplünderte Opfer des kapitalistischen britischen Empires nehmen grausam Rache. Sie lassen die Sau raus und die Reichen das machen, was sie am besten können: Alles gierig in sich rein schlingen.
Nur ist das, wofür die Reichen im Restaurant "Eat the Rich" viel Geld auf den Tisch legen, nichts anderes als die eigene Ausbeuterklasse.
Ob das lange gut geht?
Wird diese revolutionäre Strategie zum klassenlosen Gesellschaft führen?
Was sagt die Staatsraison dazu?
Und wird der faschistische Innenminister Nosh auch einen Happen vom Broker kosten?
Viele offene Fragen.
Laßt Euch überraschen von einem Film in dem Paul McCartney von den Beatles und Bill Wyman von den Rolling Stones genauso eine Nebenrolle haben, wie Shane MacGowan von den Pogues.
Ronald Allen als umstürzlerischen Geheimdienstchef Commander Fortune und seine rechte Hand Spider, alias Lemmy Kilmister, ziehen alle Register um das Empire zu stürzen.
Dafür liefert Lemmy mit seiner Band Motörhead auch den passenden Soundtrack in diesem Film.
Wer Sinn und Spaß am Groben hat, ist herzlich willkommen!
Wie immer, Nazis, Rassisten und Sexisten haben bei uns nix zu suchen und müssen zu Hause bleiben.
Con Dax nel cuore - Gedenken in Mailand
Sonntag, 23.03.2008
Am 15. und 16. März fand in Mailand ein Konzert und eine Demonstration zum Gedenken an den 2003 von Faschisten ermordeten Davide Cesare, genannt Dax, statt.
Die Gruppen AJB (antifaschistische Jugend Bochum) und Azzoncao aus Bochum beteiligten sich an dem Gedenken an Davide Cesare. Mittels eines Flugblatts in italienischer Sprache und eines Transparents versuchten wir einerseits unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit den Hinterbliebenden und FreundInnen von Dax auszudrücken und andererseits auf neofaschistische Morde in anderen europäischen Ländern hinzuweisen. Neben einem Demobericht mit Informationen zu Dax haben wir auch einen persönlichen, wesentlich detailierteren Bericht online gestellt.
Demobericht
Persönlicher Bericht
Flugblatt auf Deutsch
Flyer nel lingua italiana
Flyer en espanol
Bericht auf de.Indymedia (weniger Fotos)
Prozess-Farce im NRW V-Mann Skandal - Teil I
Donnerstag, 13.03.2008
Am 11. Februar, 3. und 10. März fand der Prozess gegen den Verfassungsschutz-Agenten Sebastian Seemann statt.
Angeklagt war er vor der II. Strafkammer des Landgerichts Bielefeld wegen mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetzes und des Waffenbesitzes (2 Kls 36 Js 689/07 - 39/07).
Wer sich großen Erkenntnisgewinn in Hinsicht der Zusammenarbeit zwischen kriminellem Milieu, bewaffneten Nazis und den Sicherheitsbehörden der BRD aus diesem Prozess erwartet hatte, der wurde enttäuscht.
Nicht, das hier nicht im Kleinen die Große Politik deutlich wurde. Ganz im Gegenteil. Das war wohl das eigentlich Interessante an diesem Prozess.
Krefeld '83
Sonntag, 02.03.2008
Tja, lang sind se her. The good old times.
Nun ja es gibt ja auch noch Flohmärkte oder Dachböden, auf denen sich das ein oder andere "gute Stück" in Form von Broschüren linksradikaler Geschichte der BRD finden läßt.
Und so wollen wir nicht allein über die guten 80ziger Jahre schmökern und offerieren Euch nen Eindruck über die so genannten Krefelder Krawalle vom 25.6.1983.
Have fun!
aber Vorsicht: Lesen macht dumm und gewalttätig!








