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Abschaffung des Residenzpflicht oder Passgesetzes für Flüchtlinge in
Deutschland
Protestzug und Demonstration in Berlin vom 17.-19.Mai 2001
Einladung zum
Bundesweiten Vorbereitungstreffen am Samstag, den 31.03. 13Uhr in Berlin
Mehringhof (Versammlungsraum) Gneisenaustraße 2a 10961 Berlin
U-Bahn "Mehringdamm"
Flüchtlinge und andere Teilnehmer sind
Einführung und Grußadressen der Teilnehmer.
Bericht über die Mobilisation und Veranstaltungsprogramm
Bericht über den Aufruf der Flüchtlinge durch The VOICE Jena für die
Demonstration
Diskussion über die Information und die politischen Inhalte der
Veranstaltungen:
Öffentliche Aufrufe mit Flyern und den Namen aller Organisationen, die
unsere Forderungen unterstützen, um die Forderungen der Flüchtlinge und die
Deklaration für den im Mai stattfindenden Protest mit den Demonstrationen in
Berlin zu unterstützen
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die politischen Forderungen aller Gruppen, die sich in Vorbereitung
befinden, Missbrauch des Residenzpflichtgesetzes mit körperlichen Folgen,
Opfer des Residenzpflichtgesetzes, und die Verurteilungen von Aktivisten,
die gegen diese Zustände kämpfen
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warum und wie verletzt die deutsche Regierung das fundamentale Recht auf
Bewegungsfreiheit innerhalb der nationalen Grenzen Deutschlands durch das
Residenzpflichtgesetz oder Passgesetz für Flüchtlinge in Deutschland
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Kriminalisierung der Bewegung: Der Riss zwischen der Emigration und der
Bewegungsfreiheit einerseits und den politischen Strategien der sozialen,
politischen, ökonomischen, arbeitsmäßigen und körperlichen Internierung und
der Unterdrückung der EmigrantInnen andererseits.
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Die Verbindung der deutschen politischen Korruption und der
diskriminierenden Gesetze mit der neokolonialen globalen Ausbeutung und der
Internierung der Emigranten in Deutschland
Treffen der Repräsentanten der Flüchtlinge an 14.April 2001 in Göttingen
Vorbereitung des Memorandums über die Abschaffung des
Residenzpflichtgesetzes und der Forderung nach Bewegungsfreiheit für
Flüchtlinge in Deutschland
Sowie die Grundpositionen der Protestaktion und die Festlegung der
politischen Inhalte der Veranstaltungen vom 17.- 19.Mai in Berlin. Folgende
Organisationen nehmen teil: Flüchtlingsinitiative Brandenburg, Afrikanische
Flüchtlingsassoziation in Hamburg, The VOICE Africa forum und der
Internationale Menschenrechtsverein Bremen.
Mobilisierungsveranstaltungen und -kontakte mit anderen Gruppen
Mobilisationtouren und Benefizkonzerte in Deutschland.
25 - 30 Busse für je 40 Personen zum Transport der Flüchtlinge
Hauptveranstaltungen 17. - 19. Mai 2001
Manifestation im Bundestag
Öffentliches Hearing und Tribunal über
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Welche realistischen Möglichkeiten gibt es für die Abschaffung des
Residenzpflichtgesetzes unter der rot-grünen Regierung?
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Abschaffung des Residenzpflichtgesetzes, Diskussion über die
Gerichtsurteile, die über Sunny und Cornelius verhängt wurden mit den
Rechtsanwälten
Strategien des zivilen Ungehorsams, Umgang mit Gerichten, öffentlicher
Protest und spontaner Protest gegen die Polizeikontrollen, Sofortaktionen,
Appelle an den Bundesgerichtshof, den Europäischen Gerichtshof und den UN
Menschenrechtsgerichtshof.
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Plattform der Flüchtlingsinitiativen Die Karawane protestiert unter dem
Motto: Freiheit der Rede, der Bewegung und des Aufenthaltes.
Neokoloniale Globalisation im Zusammenhang mit Einwanderungs und
Internierungstheorien, Strategien der Politik zur Unterdrückung der
Flüchtlinge und Einwanderer
Diskussion mit den Repräsentanten der Flüchtlingsorganisationen in
Deutschland
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Gedruckte Berichte, Informationen und Videos über die Situation der
Flüchtlinge und kulturelle Ereignisse.
Abschließender Protestzug und Demonstration am 19.Mai in Berlin
Vorbereitungskosten für die Mobilisation: Telefon und Kommunikation, Druck
und Fotokopien, Plakate, Flugblätter, Nahrungsmittel und Transport,
Einladung für internationale Beobachter für die Ereignisse im Mai in Berlin.
Berichte der Arbitsgruppen:
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Mobilisation
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Aufruf
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Medien/Öffentlichkeitsarbeit
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Finanzierung
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Infrastruktur
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Veranstaltungsorte vom 17.-19.Mai 2001 in Berlin
Dieses Programm ist ein Vorschlag von The VOICE Africa Forum Jena.
For more information contact: The VOICE Africa Forum,
Schillergäßchen 5, 07745 Jena,
Tel.: 03641 - 665214, Fax.: 03641 - 423795
E-mail:
Abschaffung des Residenzpflicht oder Passgesetzes für Flüchtlinge in
Deutschland
Protestzug und Demonstration in Berlin vom 17.-19.Mai 2001
"Come to Berlin"
Aktionstage und Großdemonstration vom 17. bis 19. Mai 2001 in Berlin
Abschaffung der Residenzpflicht für Flüchtlinge !
Freedom of Movement !
Drei tagelang werden Flüchlinge in Berlin präsent sein und werden auf
Kundgebungen, politischen und kulturellen Veranstaltungen und einer
bundesweiten Demonstration ihren Protest äußern. Ziel ist es möglichst viele
Flüchtlinge über die Aktionen zu informieren; damit möglichst viele kommen
können.
Die Ausgangslage:
Flüchtlinge unterliegen u.a. dem Gesetz der Residenzpflicht, das ihnen
untersagt, den Landkreis, in dem sie untergebracht sind, zu verlassen.
Übertreten der Landkreisgrenze ist ausschließlich mit einer besonderen
Erlaubnis der zuständigen Ausländerbehörde möglich. Mit Erlaubnissen
verfahren die Behörden jedoch sehr sparsam restriktiv. So sind Flüchtlinge,
wenn sie Familie oder FreundInnen besuchen wollen oder wenn sie an
kulturellen oder politischen Veranstaltungen teilnehmen wollen, gezwungen,
gegen die Residenzpflicht "zu verstoßen". Oder wir können für den Verstoß
gegen die Residenzpflicht zu einer Geldstrafe von bis zu 5.000 DM verurteilt
werden (nach AsylVfG § 86). Und wenn wir die Strafe (bei einem Einkommen von
nur 80 DM Bargeld monatlich) nicht bezahlen können, müssen wir als
zusätzliche Strafe wie Zwangsarbeiter oder Sklaven arbeiten.
Das Gesetz der Residenzpflicht, das seit 1982 nur in Deutschland existiert,
verletzt das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit für Flüchtlinge und
kriminalisiert sie zugleich. Während die meisten anderen Menschen in der BRD
das Recht haben, sich frei zu bewegen, gilt dies für Flüchtlinge nicht. Das
unerlaubte Verlassen des Landkreises zählt als Straftat und so haben
unzählige Betroffene inzwischen Geldstrafen erhalten. Das Gesetz sieht bei
mehrmaligen "Verstoß" Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr vor. Uns ist ein
Fall bekannt, wo gegen den Betroffenen ein Ausweisungsbescheid ergangen ist.
Vorlauf:
Gerade wegen der zunehmenden staatlichen Verfolgung bereiten Flüchtlinge
aktuell eine große bundesweite Aktion vor. Sie knüpfen damit an die ersten
größeren Schritte der Flüchtlingsselbstorganisation in der BRD an, u.a. Die
KARAWANE für die Rechte der Flüchtling und MigrantInnen (Sommer 1998), den
HUNGERSTREIKE FÜR GERIECHTKEIT gegen G8 Gipfel in 1999 in Köln,
(FLÜCHTLINGSKONGRESS in JENA (April/Mai 2000), die DEMONSTRATION zur EXPO in
Hannover (Oktober 2000).
Wir protestieren und rufen zur sofortigen Abschaffung der Residenzpflicht
auf, die es nur in Deutschland seit 1982 gibt. Wir tun dies in Fortsetzung
unseres politischen Kampfes für menschliche Freiheit im Exil. Denn die
Residenzpflicht schränkt auch unser Recht auf Meinungs- und Redefreiheit
sowie das Recht auf Vereinigung ein und verstößt damit gegen die Artikel
13, 19, 20, 27 und 29 der von Deutschland unterzeichneten Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte.
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