R.O.T.K.Ä.P.C.H.E.N.


ART pressemitteilung

AntifaRechercheTeam Dresden



Braunes Pflaster Dresden - Nazi-Aufmarsch am 31. März

Die sächsische Landeshauptstadt hat sich als wiederholter Aufmarsch-Ort für Jung- und Alt-Nazis ein gewisses Ansehen erworben. Allein im Jahr 2000 fanden in Dresden neun Nazi-Demonstrationen statt. Am 13. Februar 2001 zogen rund 750 Rechtsextreme - verbündelt mit so genannten Konservativen - bei einem geschichtsrevisionistischen Aufzug durch die Stadt. Der 1. Mai wirft bereits braune Schatten.

Nunmehr mobilisiert der NPD Kreisverband Dresden für den 31. März zur einer Demonstration "für das Selbstbestimmungsrecht der Völker" . Treff der Nazi-Demo wird an diesem Tag 13.30 Uhr hinter der Semperoper am Zwingerteich sein. Der Abmarsch von dort soll 14 Uhr beginnen.

Die sich gern selbst so titulierende liberale Politik der Stadt schweigt quer durch die Parteien, Land- und Bundestagsabgeordneten und all die virtuellen Oberbürgermeisterkandidaten. Der plakative Staats-Antifa-Sommer 2000 ist längst Geschichte - zudem er die offizielle Politik Dresdens nicht einmal nur gestriffen hat. Lichterkettchen, tröpfelnd veröffentlichte "Gesichter gegen Rechts" , das ist bürgerlich liberaler ’Widerstand’ gegen Nazi-Aktivitäten. Dazu ein amtierender Oberbürgermeister, der vordergründig verlautbaren lässt, Neonazis seien angeblich in Dresden nicht willkommen und kämen nur von außerhalb. Wo und wie hat Herbert Wagner (CDU) in den letzten Jahren eigentlich Stadtregierung gespielt? Dresdner- und Elbraum-Nazi-Strukturen sind seit langem und oft genug öffentlich gemacht worden. Man müsste nur beide rechtsblinde Augen ein wenig öffnen wollen.

Die Stadt lehnt sich wie gehabt zurück und erwartet, dass andere gegen Nazis auftreten. Um dann - wie oft praktiziert - allein eine plakative und nachlässige Verbotsverfügung wegen ’zu erwartender Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit’ vorgaukeln zu können. Politisch argumentiert wird gegen Rassismus, Volksverhetzung, gegen Herabwürdigung des Andenkens Verstorbener und gegen Wiederbetätigung nationalsozialistischen Gedankenguts im zumal öffentlichen Raum nicht einmal im Ansatz.

Derweil kann sich die NPD via Internet brüsten, dass "bisher weder ein Verbot noch irgendwelche Auflagen - außer Fahnenstangen 1,50m und die bekannten Verbote Abzeichen und Symbole betreffend" seitens der Stadt angekündigt oder erwirkt wurden.

Dresden sonnt sich unschuldig gebend in seiner braunen Sonne - WIR NICHT!




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