III. Das Jahr 2000-1 beginnt

Kriegsdrohungen gegen Syrien / Öcalan in Rom
Die Europäisierung der Kurdenfrage
Die Reise von Rom ins "Ungewisse"
Öcalans Auslieferung an die Türkei
Einige Reaktionen aus Deutschland und Europa
Schily zu den Aktionen aus Anlass der Verschleppung Öcalans
Kay Nehm: "PKK keine Terrororganisation"
Der Vorfall in Berlin - die Tatsachen widerlegen Schily
Der Europäische Rat der EU zu den Demonstrationen und zum Öcalan-Prozess"
ERNK: "Aktivitäten im Rahmen der demokratischen Regeln und mit Vernunft entfalten"
Erklärung der deutschen Friedensbewegung
Wie sah es in Kurdistan aus?
Öcalan auf Imrali
Ein weiteres Beispiel der Zusammenarbeit: Schließung von MED-TV
Nach den Parlaments- und Kommunalwahlen: Trotz Repressalien viele Kommunen in den Händen der HADEP
Tribunal gegen Öcalan

Geteiltes Echo
Internationale Reaktionen auf das Urteil
Reaktionen der türkischen und kurdischen Seite
"Diplomatie und Piraterie"


Internationale Reaktionen auf das Urteil

Fast alle europäischen Länder, die USA und internationale Organisationen wie der Europarat, die Europäische Union und das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte haben die Türkei aufgefordert, die gegen Öcalan verhängte Todesstrafe nicht zu vollstrecken. Einige gingen noch weiter, indem sie androhten, dass die Türkei damit z.B. ihre Mitgliedschaft im Europarat verlieren könne.
Auch die Bundesregierung "will alles ihr Mögliche tun, um die Vollstreckung eines möglichen Todesurteils gegen Öcalan zu verhindern." Bundesinnenminister Otto Schily warnte sogar: "Ein Todesurteil gegen den Kurdenführer würde einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union erschweren. Die Regierung in Ankara soll die durch die aktuelle Lage gebotene historisch einmalige Chance nutzen, das Kurdenproblem in einer friedlichen Form zu lösen". Weiter sagte Schily, dass "die Bundesregierung sich mit Kräften dafür engagiere, dass die Türkei eine europäische Perspektive hat. Diese Bemühungen würden erheblich beeinträchtigt, wenn sich die Türkei beim Thema Todesstrafe taub stelle. Das Interesse der Türkei sollte sein, die Tür zu Europa nicht zuzuschlagen". (Weitere Stellungnahmen sind im Anhang zu finden.)
(70)
(70)AFP, 23.6.99