Antifaschistische Initiative Moabit [AIM]

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Die Reichspogromnacht am 9.November 1938 - Kein Vergessen! Kein Vergeben!

Gegen Antisemitismus und Rassismus in Deutschland, Europa und überall!

9.November 2011 Plakat

 

Am Freitag, den 9.November 2012, 17h

Auftaktkundgebung am Mahnmal Levetzowstrasse (U-Bhf Hansaplatz, S-Bhf Tiergarten) mit der Zeitzeugin Margot Friedlaender. Sie wurde als Margot Bendheim am 5. November 1921 in Berlin geboren. Von 1942 bis 1943 versteckte sie sich vor den Nazis, um einer Deportation zu entgehen. 1944 wurde sie verhaftet und in das KZ Theresienstadt gebracht. Sie ueberlebte und emigrierte 1946 in die USA. 2010 kehrte sie nach Berlin zurueck.

Anschließend wird es eine antifaschistische Demonstration zum Mahnmal an der Putlitzbrücke (S-Bhf Westhafen) geben.

Aufruf der [NEA], Siempre Antifascista und der [AIM]

Aufruf der [ANA] und der [EAG]

Die Zeitung zum 9.November 2012 (pdf)

Unterstuetzende Gruppen: Autonome Neukoellner Antifa [ANA], North East Antifascists [NEA], Autonome Antifa Berlin [A2B], Emanzipative Antifaschistische Gruppe [EAG], Antifa Friedrichshain [AFH], Siempre Antifascista

 

Second Generation in the UK - eine Veranstaltung mit Kindern von NS-Ueberlebenden

 

Sonntag, 14. Oktober 2012 / 15 Uhr
Kulturfabrik Moabit / Lehrter Str. 35 (nahe Hauptbahnhof)

Die Referentinnen Irene Fick und Merylin Moos wurden beide in England als Kinder von Antifaschist_innen geboren, die aus Nazi-Deutschland geflohen waren. In ihrem Vortrag berichten sie ueber das Schweigen ihrer Eltern und ihre heutige Arbeit in Grossbritannien als Angehoerige der zweiten Generation. Der Vortrag wird in Englisch und Deutsch gehalten, eine individuelle Uebersetzung ist moeglich.
Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Initiative Moabit [AIM]

 

Gespraech mit Sieglinde Helmsdorf (Zeitzeugin)

Sonntag, 21. Oktober 2012 / 18 Uhr
18h, K-Fetisch [Wildenbruchstr. 86, Neukoelln]

Gespraech und Buch-Lesung mit Sieglinde Helmsdorf (geb. 1937). Sie verlor in frueher Kindheit beide Eltern, die im nationalsozialistischen Deutschland als „Asoziale“ verfolgt und im KZ ermordet wurden. Sie selbst geriet in das NS-“Fuersorge“-System. Ihre Erlebnisse hat Helmsdorf in einem Buch mit dem Titel „Ich hatte vier Muetter, drei Vaeter“ verarbeitet.
Eine Veranstaltung der North East Antifascists [NEA] & Siempre Antifascista

 

Film „Escape from Sobibor“ und Gespraech

Sonntag, 28. Oktober 2012 / 15 Uhr
Kulturfabrik Moabit / Lehrter Str. 35 (nahe Hauptbahnhof)

Der Film von 1987 behandelt auf Basis der Erlebnisberichte zweier Ueberlebender das Leben in dem KZ und den historischen Aufstand von Sobibor, in dem Gefangene aus einem Vernichtungslager der SS erfolgreich fliehen konnten. Der Zeitzeuge Kurt Gutmann ist fuer das anschliessende Gespraech angefragt.
Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Initiative Moabit [AIM]

 

Deutsche Kontinuitaeten: Die Nation & das Pogrom

Montag, 12. November 2012 / 19 Uhr
BAIZ / Christinenstr.1 (nahe Rosa-Luxemburg-Platz)

Seien es die Vorlaeufer der gescheiterten Maerz-“Revolution“, die Novemberpogrome 1938 nach der Machtuebertragung an die Nazis oder die Pogrome der 1990er, im „wiedervereinigten Deutschland“ - die Nationwerdung Deutschlands ging immer mit Pogromen einher. Warum das so ist und warum die Mordlust der Deutschen rein gar nichts mit „sozialem Protest“ zu tun hat, darueber wird die Veranstaltung Aufschluss geben.
Eine Veranstaltung der North East Antifascists [NEA]

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"Fragt uns, wir sind die Letzten."

Erinnerungen von Verfolgten und Menschen aus dem Widerstand gegen den NS

 

Die dritte Broschuere der Reihe "Fragt uns, wir sind die Letzten." ist erschienen: Sie enthaelt Interviews mit Ueberlebenden, die im NS verfolgt wurden und/oder im Widerstand waren.
Ursula Mamlok (geb. 1923 in Berlin) erzaehlt wie die Musik ihr als juedisches Kind dabei half, die Flucht von Berlin nach Ecaduor zu ueberstehen. Jelena Kadenic (geb. 1921 in Bovi) und Radoslav Deric (geb. 1927 in Prnjavor) berichten von ihrem Kampf im ehemaligen Jugoslawien gegen die deutsche Besatzung und Kolloboration. Fritz Sternhell (geb. 1924 in Wien) beschreibt die Situation als juedisches Kind in Oesterreich, wie er mit einem Kindertransport nach England kam und in die britische Armee ging. Lore Sternhell (geb. 1930 in Ruhla) berichtet von ihrer Flucht als Kind kommunistischer Eltern nach Prag und spaeter nach Schottland. Wilhelm Reinhardt (geb. 1938 in Idar-Oberstein) schliesslich erzaehlt wie er als Sinto in einem Kinderheim versteckt wurde und bis heute von antiziganistischen Uebergriffen betroffen ist.

Es geht darum, die Perspektiven von Verfolgten und Menschen aus dem antifaschistischen Widerstand zu bewahren und sichtbar zu machen. Der Arbeitskreis Fragt uns moechte aus den Erfahrungen der Ueberlebenden Konsequenzen fuer unser Denken und Handeln heute ziehen und sich gegen eine Erinnerungskultur einsetzen, die auf ein "unverkrampftes Verhaeltnis zur Nation" oder die Rechtfertigung deutscher Kriegsbeteiligung abzielt. Die geschilderten Verfolgungs- und Widerstandsgeschichten sind als Appell zu verstehen, sich Neonazis und menschenfeindlichem Gedankengut in der Gesellschaft entgegenzustellen und fuer emanzipatorische Ideen einzutreten. In diesem Sinne stellt die Broschuere auch eine Aufforderung zum Aktiv-Werden dar.

 

Die dritte Interviewbroschuere von 2012 (pdf)

Die zweite Interviewbroschuere von 2011 (pdf)

Die erste Interviewbroschuere von 2010 (pdf)

 

Internetseite des AK "Fragt uns...

 

 

 

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