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Antifa Woche 
Sachsenhausen
23. - 29.4.2000
 
 

 

 

55. Jahrestag der Befreiung der KZs Sachsenhausen und Ravensbrück am 16. April 2000

Am 55. Jahrestag der Befreiung der ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrückwird es jeweils von den Verbänden der ehemaligen Häftlinge ausgerichtete Gedenkfeiern geben. 

Zum 50. Jahrerstag kamen über 10 000 Menschen nach Sachsenhausen, die Polizei hinderte offensichtlich Linksradikale an der Teilnahme, Kinkel wurde bei seiner Rede von ehemaligen Häftlingen ausgepfiffen.

Mit dem unvermeidlichen älter-Werden und Sterben der ehemaligen Häftlinge droht die Deutungsmacht über die Geschichte Sachsenhausens, Ravensbrücks und des NS im Allgemeinen von den Repräsentanten der selbstbewußten Berliner Republik monopolisiert zu werden. Staatliche Erinnerungspolitik dient dabei deutschen Interessen: "Wegen Auschwitz haben wir eine besondere Verpflichtung zur militärischen Intervention". Dem widersprachen Auschwitz-Überlebende während des Kosovo-Krieges noch mit ihrem vielbeachteten Brief "Gegen eine neue Art der Auschwitz-Lüge". Berliner / Brandenburger Antifa-Gruppen werden zum Jahrestag der Befreiung nach Sachsenhausen mobilisieren, um die ehemaligen Häftlinge gegen eine staatliche Instrumentalisierung des Gedenkens zu unterstützen und gleichzeitig gegen die aktuelle Situation in Oranienburg/Brandenburg (rechter Terror, rechte Jugendkultur, rassistischer Konsens, heuchlerische Imagekampagnen der Landesregierung) zu protestieren. Die Gedenkfeier des Internationalen Sachsenhausen Komitees beginnt um 11.00 Uhr. Die Feierlichkeiten in Ravensbrück (Stadt Fürstenberg in Nord Brandenburg) sind zeitlich parallel, ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest und leider reproduzieren unsere bisherigen auf Sachsenhausen konzentrierten Plänen die vorherrschende Vernachlässigung Ravensbrücks.

Die ehemaligen Häftlinge sind sehr an Kontakt zu jungen AntifaschistInnen interessiert und es ist wichtig, von ihren Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus zu lernen und ihr heutiges Engagement für eine antifaschistische Erinnerungspolitik und Entschädigung aller NS-Opfer zu unterstützen.

Deswegen:

Kommt am 16. April nach Sachsenhausen oder Ravensbrück!

Macht vorher Veranstaltungen mit den ehemaligen Häftlingen! 

(Kontakt: Sachsenhausenkomitee in der BRD e.V., A. Meyer, Tel: 247 219 54

Nummer der RavensbrückerInnen über den IVVdN, Tel.: 297 84 175 )