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Die faschistische Nationaldemokratische Partei (NPD) plant für Sonntag,
                den 12. März 2000 erneut einen Aufmarsch in der Berlin. Diesmal will sie
                unter dem Motto "Nationale Solidarität mit Wien - Wir sind ein Volk"
                marschieren - auf den Tag genau 62 Jahre nach dem Einmarsch
                deutscher Truppen in Österreich.

                 Bereits am 29. Januar diesen Jahres zogen knapp 1.000 Alt- und
                Neonazis - beschützt von einem riesigen Aufgebot der Berliner Polizei -
                durch das Brandenburger Tor und gegen das Holocaust-Mahnmal. Trotz
                übelster antisemitischer Hetze in den Aufrufen und Redebeiträgen der
                Faschisten sah der Berliner Innensenator Werthebach keine
                Veranlassung, diesen Aufmarsch zu verbieten. Einzige Auflage an den
                Veranstalter war lediglich, keine Trommeln mitzuführen. Gegen die
                menschenverachtende Ideologie der Marschierenden, die alles
                ausgrenzt, was nicht in deren festgefügtes faschistisches Weltbild paßt,
                fand der Innensenator keine Argumente. Im Gegenteil: Der
                Naziaufmarsch sollte instrumentalisiert werden, um das
                Versammlungsrecht auszuhöhlen.

                 Der Naziaufmarsch hat auch nicht nur "einfach so" stattgefunden.
                Vielmehr war er Teil eines allgemeinen antisemitischen Klimas in der
                Stadt, welches unter anderem der Regierende Bürgermeister Eberhart
                Diepgen mitzuverantworten hat. Nach seinem Fernbleiben bei der
                symbolischen Grundsteinlegung für das Mahnmal zum Gedenken an die
                von den Nationalsozialisten ermordeten Jüdinnen und Juden Europas
                wurde sogar gemutmaßt, ob er nicht stattdessen als Gastredner auf der
                Nazi-Demo auftritt.

                 Wir waren bereits am 29. Januar auf der Straße, um gegen diese
                antisemitische Normalität zu protestieren und wir werden auch am 12.
                März den Nazis nicht die Straße überlassen. Der NPD-Aufmarsch muß
                verhindert werden - konsequent_mit allen zur Verfügung stehenden
                Mitteln! Die Nazis haben am Mahnmal nichts zu suchen. Beteiligt Euch an
                den unterschiedlichen Protestaktionen, die es an diesem Tag geben
                wird. Kommt alle zur Demo und auf den Pariser Platz, wo zwischen 12
                und 17 Uhr auch eine Protestveranstaltung stattfinden wird. 


                                   Antifa-Demo
                             12. März 2000
                          12:00 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz
                                     BERLIN