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Vereins zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V.

Plakat Yallah Ausstellung

Ausstellung „Yallah!? über die Balkanroute“ Nach und nach rücken der Sommer 2015, der „March of Hope“ von Budapest nach Österreich und die „Willkommen!“ rufenden Menschen an deutschen Bahnhöfen immer weiter in die Ferne. Während 2015 die geöffneten Grenzen die Stimmung elektrisiert haben, ist die heutige Debatte zum Thema Flucht immer öfter dominiert von Diskussionen über Grenzsicherung, Terror und rassistischen Perspektiven.
Dem entgegen soll mit dieser Ausstellung der "langen Sommer der Migration" 2015 und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als relevantes politisches und historisches Ereignis festgehalten werden. Die Ausstellung rückt zwei Jahre später Geflüchtete als Hauptakteur_innen wieder in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio- und Videoaufnahmen und Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa.

„Yallah!? über die Balkanroute“ Ausstellung vom 10.11 – 26.11.2017 im Haus der Kulturen,Hagenweg 2 e, Göttingen
Öffnungszeiten: Mi - Fr 16 - 20 Uhr. | Sa + So: 12 - 16 Uhr

Während der Ausstellung gibt es Begleidveranstaltungen, die das Thema weiter vertiefen und eine weitere inhaltliche Auseinandersetzung möglich machen:

10.11.17 | 19 Uhr | Haus der Kulturen | "Sein oder Nichtsein? Wir werden Sein!" Ein politischer Rückblick auf die letzten 2 Jahre: Zwischen Grenzkämpfen und Rechtsruck
Ausstellungseröffnung mit den beteiligten Künstler_innen, Kurator_innen, dem Roma Antidiscrimination Network und dem Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur. In der Veranstaltung wird aus verschiedenen antirassistischen und antifaschistischen Blickwinkeln auf zwei ereignisreiche politische Jahre zwischen "Refugees Welcome!"- Rufen an Bahnhöfen, Auseinandersetzungen an Grenzzäunen, Ausschlüssen und Spaltungen, Asylrechtsverschärfungen, rassistischen Angriffen und dem Einzug einer Partei rechts der CDU in verschiedene Parlamente zurückgeschaut.
Die Ausstellungsmacher_innen werden berichten, wie diese Themen in der Ausstellung verhandelt werden und welche medialen Vermittlungsformen dafür gewählt wurden


15.11.17 | 19 Uhr | Literarisches Zentrum | „Der Mensch – das Gedicht“ Ein lyrischer Abend mit Tarek Alfelo
Gedichte über Krieg, Exil, Hoffnung und Menschlichkeit (arabisch-deutsch). Die Gedichte des Künstlers Tarek Alfelo sind Teil der Ausstellung. Sie handeln von Krieg, Flucht und Exil aber auch von Liebe, Hoffnung, Kindheit, den Freuden des Lebens und besonders von der Bedeutung der Wörter. Tarek Alfelo wird seine Gedichte in Originalsprache (arabisch) vortragen und sie werden ins Deutsche übersetzt.

Der Mensch – das Gedicht
Wir warfen die Worte aus unseren Mündern wie Zigarettenstummel... Für uns hatten die Laute keine Melodie, die uns zum Zuhören verlockte... In Kriegen … lernen wir die Bedeutung ... und bewahren die Wörter wie einen Schatz. Im Krieg sagen wir: Gute Nacht ... als wäre es ein Liebesgedicht!



Flyer Yallah Ausstellung 17.11.17 | 19 Uhr | Haus der Kulturen | Podiumsdiskussion "Eine andere Welt ist möglich!"
mit den Ausstellungsmacher_innen, dem Roma Antidiscrimination Network und alle bleiben!, sowie antirassistischen und antifaschistischen Akteur_innen der Stadt.

Im "langen Sommer der Migration" 2015 erschien es für eine kurze Zeit möglich die Abschottungspolitik der EU einzumotten. Doch zur gleichen Zeit nahmen die Angriffe auf Asylbewerber_innen und Unterkünfte zu, verschärften sich rassistische Debatten in Deutschland und schon bald erfolgte mit der erneuten Grenzschließung der politische Rückschlag. Dennoch, der Blick auf den Sommer 2015 zeigt: Es könnte anders sein. Wie können wir uns vom “March of Hope“ inspirieren lassen, der für einen kurzen Augenblick die Möglichkeit einer anderen Gesellschaft aufgezeigt hat? Noch immer kommen Geflüchtete in Europa an. Sie sind hier und kämpfen für ihre Rechte. In was für einer Gesellschaft wollen wir gemeinsam leben? Noch immer streiten viele Menschen für mehr Gerechtigkeit. Wie können wir gemeinsam das Gerüst für eine andere Gesellschaft aufbauen?


21.11.17 | 19 Uhr | Haus der Kulturen | „We deciced to fight the racist refugee laws from a women´s perspective!“ A talk about gender and escape
While the „balcanroute“ was open many women and children made their way to Europe and Germany. The closure of the border has gendered effects - mostly women and children, but also old people, people with less money and people with handicaps are stucked in camps along the closed „balcanroute“. Involved persons of the exhibition will speak about effects of border closing and contradictoriness of european migration politics. Women in Exile will talk about the current situation of refugee women in Germany and their political struggles and self-organization. Daniellis Hernandez Calderon who´s documentary is shown in the exhibition will give some background information about the documentary.


Unseren Flyer mit allen Veranstaltungen können sie hier downloaden (PDF, 900 KB)


Lokale Koorparationspartner der Ausstellung sind das Roma Center Göttingen e.V., das Roma Antidiscrimination Network und das Institut für angewandte Kulturforschung e.V..

 

Plakat Zur Geschichte der Göttinger ArbeiterInnenbewegungWie werden zukünftige Generationen über den Zweiten Weltkrieg und den deutschen Faschismus nachdenken? Wie werden sich in Zukunft Menschen mit den Leiden der Opfer der Nazis und mit den Erfahrungen der antifaschistischen Widerstandskämpfer_innen auseinandersetzen? Wer wird Zeugnis von der Vergangenheit ablegen, wenn die letzten Zeitzeug_innen gestorben sind?

Diesen Fragen nach der Zukunft der Erinnerungskultur geht eine umfangreiche Publikation nach, die der Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V. im Frühjahr 2014 herausgegeben hat. Ein praktisches Handwerkszeug bei der Aneignung Göttingens kann der Stadtplan "Historischer antifaschistischer Widerstand: Wirkstätten, Biographien, Gedenkorte" bieten. Auf Anfrage senden wir Ihnen diese Materialien gerne zu, geführte Stadtrundgänge bieten wir ebenfalls gerne an.

Weitere Informationen finden Sie auf dieser Internetseite unter Geschichte und in unserem Archiv