Crime without Punishment:
Nazi Crimes against Humanity in Europe.
The Debt of Memory

1st Conference on the Distomo Massacre
6 - 9 June 2021

Vom 6. bis 9. Juni 2021 jeweils von 18:00 bis 20:00 Uhr (lokale Zeit Athen 19:00 bis 21:00 Uhr) findet die Konferenz statt.
Unter dem folgenden Link kann an der Konferenz teilgenommern werden:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLYSMwWtPELu_g015Z63VfUWNNJi7SJs-R

Die internationalen Referent*innen kommen u.a. aus Griechenland, Italien, Tschechien, Polen und Deutschland.
Am 6. Juni wird auch der AK Distomo sprechen.

Programm in englischer Sprache als Pdf-Dokument

Das Programm in griechischer Sprache ist unter diesem Link zu finden:
https://distomo.blogspot.com/2021/06/6-10-2021.html

Hamburg, den 5. Juni 2021
AK-Distomo

Gespräch mit Salo Muller (online)
Holocaust-Überlebender aus den Niederlanden

Warum die Deutsche Bahn AG Entschädigung für die Deportationen der Deutschen Reichsbahn in die Vernichtungslager leisten muss

”Nur wer zahlt, meint es ernst.”

Aufzeichnung von Donnerstag, den 11. März von 19.00-20.00 Uhr
https://www.facebook.com/igmetallschliersee/posts/4037072586336488

Salo Muller, geb. 1936 in Amsterdam, überlebte als Kind den Holocaust, versteckt vom niederländischen Widerstand. Seine Eltern wurden in Auschwitz ermordet wie auch 70 weitere Verwandte. Salo Muller wird über sein Schicksal und das seiner Familie sprechen. Und er wird über seine aktuelle Auseinandersetzung mit der Deutschen Bahn berichten, die er zur Zahlung von Entschädigungsleistungen verpflichten will.

107.000 niederländische Jüdinnen und Juden wurden unter der Herrschaft Nazideutschlands in die Vernichtungslager deportiert. Ohne die Logistik der Deutschen Reichsbahn wäre der Holocaust nicht möglich gewesen. Die Opfer mussten für die Kosten ihrer Deportation selbst aufkommen, vier Pfennige pro Kilometer musste jeder Deportierte zahlen. Für die Fahrten durch das Gebiet des Deutschen Reiches erhielt die Deutsche Reichsbahn nach Schätzungen von Historikern umgerechnet ca. 445 Millionen Euro.

Salo Muller fordert jetzt Entschädigung für die Opfer der Deportationen von der Deutschen Bahn AG, die zumindest faktische Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn ist. Salo Muller sagt: ”Nur wer zahlt, meint es ernst.”

Doch die Deutsche Bahn AG verweigert bislang jegliche Entschädigungsleistungen. Sie lehnt die Verantwortung für die verbrecherische Beteiligung der Deutschen Reichsbahn am Holocaust ab. Wir wollen mit Salo Muller diskutieren, wie seine Forderungen gegenüber der Deutschen Bahn AG auch in Deutschland unterstützt werden kann.

Die Veranstaltung wird online stattfinden und niederländisch-deutsch übersetzt werden.

Veranstaltet von:
IG-Metall Jugendbildungszentrum Schliersee in Zusammenarbeit mit dem AK Distomo

Weitere Links:
https://www.salomuller.nl/
https://de.wikipedia.org/wiki/Salo_Muller
ARD Doku über Salo Muller, 2021, 6 min

Hamburg, den 30. April 2021
AK-Distomo

Mitschnitte der Virtuellen Kundgebungen

Erinnerung an Zwangsarbeitslager in Schule Schanzenstraße 1943 -1945

Verlegung der Stolperschwelle im Kontorhausviertel

Wer es am 12. oder 13. Februar 2021 nicht geschafft hat, kann die Aufnahmen hier ansehen:

Mitschnitt Zoom-Kundgebung zum Zwangsarbeitslager in der Schule Schanzenstraße vom 12. Februar 2021 https://www.youtube.com/watch?v=dkUvl1g6aw0

Die Stolperschwelle, die an die italienischen Militärinternierten und ihre Opfer im Kontorhausviertel erinnern soll, wurde am 13. Februar 2021 im Rahmen einer virtuellen Kundgebung vor der Burchardstraße 11 verlegt.
https://www.youtube.com/watch?v=FIBs6uK5jg8

Hamburg, den 20. Februar 2021
AK-Distomo

Virtuelle Kundgebung:
Erinnerung an Zwangsarbeitslager in Schule Schanzenstraße 1943 - 1945

Freitag, den 12. Februar 2021, 18 Uhr

Über die ehemalige Volksschule Schanzenstraße/Altonaer Straße, die heutige Ganztagsgrundschule Sternschanze, wurden im Juli 1942 1.700 jüdische Menschen ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Von Herbst 1943 bis Mai 1945 befand sich hier ein bewachtes Zwangsarbeitslager für rund 400 Personen, die unter erbärmlichen Bedingungen leben mussten.

Es handelte sich um Kriegsgefangene aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Italien. Die größte dort untergebrachte Gruppe waren 400 italienische Militärinternierte. Nach dem Sturz der faschistischen Mussolini-Regierung im Sommer 1943 und dem Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten hatte die Wehrmacht italienische Soldaten gefangen genommen. Sie wurden vor die Wahl gestellt, den Kampf auf deutscher Seite fortzusetzen oder in Gefangenschaft zu gehen. 600.000 italienische Soldaten, die sich geweigert haben, wurden nach Deutschland deportiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt. Zehntausende kamen in Folge KZ-ähnlicher Haft- und Arbeitsbedingungen ums Leben.

Über 13.500 italienische Militärinternierte kamen nach Hamburg. Sie lebten unter sehr schlechten Bedingungen in Lagern. Als Zwangsarbeiter wurden sie in Rüstungsbetrieben und bei der Trümmerräumung eingesetzt. Auftraggeber waren die Stadt Hamburg und private Unternehmen. Hunderte italienische Militärinternierte starben aufgrund mangelnder Ernährung und medizinischer Versorgung sowie in Folge von Misshandlungen.

Im Schanzenviertel machten sich täglich etwa 2.000 Zwangsarbeiter aus der Schule Schanzenstraße, der Schilleroper, dem ehemaligen Theater des Westens am Schulterblatt 151 und anderen Orten vor aller Augen auf den Weg zu ihren Einsatzorten. Zu den Profiteuren der Zwangsarbeit gehörten u.a. Montblanc in der Schanzenstraße 76/5 (heute VHS), Dennert & Pape im Schulterblatt 58, Block C, ein Rüstungsunternehmen oder ein Schlachtunternehmen in der Schanzenstraße 62.

In ganz Hamburg waren bis 1945 rund 500.000 Zwangsarbeiter_innen im Einsatz. Ohne sie hätte die Hamburger Wirtschaft nicht aufrecht erhalten werden können. Nach 1945 wurde die NS-Vergangenheit der Volksschule Schanzenstraße aktiv verdrängt: Schulleitungen in den 1950er Jahren sprachen von den italienischen Zwangsarbeitern als ”dreckige Italiener”, die den Neuanfang der Schule nach dem Krieg erschwert hätten.

In ganz Deutschland dauerte es jahrzehntelang, bis Zwangsarbeit als nationalsozialistisches Unrecht anerkannt wurde. Bis heute wurden die italienischen Militärinternierten nicht entschädigt. Wir möchten Sie zu einer virtuellen Kundgebung in Erinnerung an die in der Schule Schanzenstraße 105 untergebrachten Zwangsarbeiter einladen, um an diesen Teil der NS-Geschichte im Schanzenviertel zu erinnern.

Freitag, 12 . Februar 2021 18.00 Uhr
Bitte bei weidenviertel@gmail.com

https://sternschanze1942.wordpress.com/

Zum Aufruf als Pdf-Dokument

Historisches Urteil des Bezirksgerichts Seoul/Südkorea:
Japan wird verurteilt ehemalige ”Trostfrauen” aus Korea zu entschädigen

26. Januar 2021

Am 8. Januar 2021 fällte das Bezirksgericht Seoul eine Entscheidung, die in ihrer Bedeutung weit über Korea und Japan hinausweist. Das Gericht entschied erstmals, dass die sogenannten ”Trostfrauen”, Koreanische Frauen, die in Japans Kriegsbordellen vor und während des zweiten Weltkriegs zu sexuellen Diensten gezwungen wurden, eine Entschädigung durch den japanischen Staat zusteht. Das imperiale Japan hatte Hunderttausende von Frauen aus Korea und anderen asiatischen Ländern zu Sexsklavinnen gemacht. Der japanische Staat erkennt bis heute eine Entschädigungspflicht nicht an. Sammelklagen in Japan waren zuvor mehrfach gescheitert.

Das Zivilgericht in Seoul entschied nun im Fall von 12 Frauen, dass diese eine Entschädigung in Höhe von jeweils ca. Euro 75.000,- erhalten. Japan weigerte sich unter Verweis auf die sogenannte ”Staatenimmunität”, an dem Verfahren teilzunehmen. Das Gericht akzeptierte diesen Einwand nicht, weil es sich um systematisch geplante und durchgeführte Verstöße gegen die Menschlichkeit gehandelt habe. Mit dem Urteil hat erstmals ein südkoreanisches Gericht die japanische Regierung für die Taten seines Militärs verantwortlich gemacht. Die Klage war 2013 eingereicht worden, bei Urteilsverkündung waren nur fünf der ursprünglichen Klägerinnen noch am Leben. Japan legte kein Rechtsmittel ein, erhob aber diplomatischen Protest gegen das Urteil. Weitere Entscheidungen koreanischer Gerichte stehen noch aus.

Damit hat nach dem griechischen Areopag im Jahr 2000 und dem italienischen Kassationshof im Jahr 2008 im Fall Distomo nun auch ein südkoreanisches Gericht anerkannt, dass individuellen Opfern von Kriegsverbrechen Entschädigungsleistungen zustehen und dass diese auch gerichtlich durchsetzbar sind. Dies ist für die weltweite Entwicklung des internationalen Rechts von großer Bedeutung, berufen sich bislang die meisten Staaten der Welt auf das Prinzip der ”Staatenimmunität”, um Klagen der Opfer von Kriegsverbrechen abwehren zu können. Diese Haltung vertritt bislang auch der Internationale Gerichtshof in Den Haag, der im Jahr 2012 zugunsten Deutschlands und dessen Verweigerungshaltung gegen den Opfern der NS-Kriegsverbrechen entschieden hatte.

Zu hoffen ist, dass die Entscheidung in Südkorea viele weitere nach sich zieht, so dass endlich das Recht des Stärkeren im internationalen Recht durchbrochen wird. Für die letzten Überlebenden des Naziterrors und die Angehörigen der Opfer ist dies ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Die Presseerklärung des ”The Korean Council for Justice and Remembrance for the Issues of Military Sexual Slavery” (Koreanische Rat für Gerechtigkeit und Gedenken für die Verbrechen an zwangsprostituierten Frauen durch das japanische Militär)

Presseerklärung (englisch) als Pdf-Dokument
Presseerklärung (deutsch) als Pdf-Dokument

GEGEN DAS VERGESSEN

Sonntag, 24. Januar 2021, ab 12 Uhr
Das Auschwitz-Komitee lädt ein zu einer ONLINE-Veranstaltung anlässlich der
Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945

Dass Auschwitz nicht noch einmal sei
Das zweite Leben nach dem Überleben
Lesung - Film - Gespräch


Mit
Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück
Eva Fahidi-Pusztai, Überlebende der KZ Auschwitz und Buchenwald
Eva Stocker, Budapest und Bern, Regisseurin
Sylvia Wempner, Schauspielerin
Rolf Becker, Schauspieler und Gewerkschafter

Mit Lesungen von Sylvia Wempner und Rolf Becker und Ausschnitten aus der Dokumentarfilm-Trilogie ”Das zweite Leben” (noch unvollendet), Teil 1: ”Der Krieg gegen die Juden”, Regie: Eva Stocker (2020/2021). Eva Stocker weiß nicht, wer sie wirklich ist, sie wuchs bei ungarischen Adoptiveltern auf. Ein zufällig entdeckter Zettel in einem Schuhkarton wurde Jahrzehnte später zu ihrer Motivation für den Film: Denn Eva Stocker wurde als Säugling aus einem der Deportationszüge gereicht, die nach Auschwitz fuhren. Ein Bahnbeamter nahm sie entgegen und rettete so ihr Leben.

Esther Bejarano und Eva Fahidi-Pusztai berichten zum Abschluss vom Tag ihrer Befreiung im Mai 1945.

Livestream www.auschwitz-komitee.de/januar2021
Online ab Sonntag, 24. Januar 2021, 12 Uhr

Anmeldung nicht erforderlich, kein Eintritt.
Rückfragen an: kontakt@auschwitz-komitee.de

www.auschwitz-komitee.de
Mit Unterstützung durch die Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg.

Zum Aufruf als Pdf-Dokument

November Pogrome 1938 nicht vergessen
Virtuelle Kundgebung am 9. November 2020 um 18 Uhr

Am 9./10. November 1938 zerstörten SS-Truppen in Hamburg hunderte jüdische Geschäfte und Einrichtungen. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die später in den Holocaust mündete. Am Abend des 9. November 1938 sprach Josef Göbbels von einer ”Jüdischen Weltverschwörung” und lobte die angeblich ”spontanen” judenfeindlichen Aktionen im ganzen Reich.

Antisemitismus ist kein Problem der Vergangenheit, wie der Anschlag vor der Jüdischen Gemeinde Hamburg zeigt

Wie aktuell das Thema des Antisemitismus ist, zeigte der jüngste Anschlag am 5. Oktober 2020 vor der Synagoge der Jüdischen Gemeinde in der Hohen Weide. Ein Student wurde mit einem Spaten schwer verletzt, er trug eine Kippa. Nach Polizeiangaben hatte der Tatverdächtige einen Zettel mit einem Hakenkreuz in seiner Tasche. Sowohl die militärische Kleidung als auch das Datum der Attacke wecken Erinnerungen an den Anschlag auf die Synagoge von Halle an der Saale vor einem Jahr. Dort hatte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ein schwer bewaffneter Rechtsradikaler versucht, in die Synagoge einzudringen. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, Philipp Stricharz, sagte zu der Tat, ”Es mag sich um einen psychisch verwirrten Einzeltäter gehandelt haben. Aber dieser verwirrte Einzeltäter wird seinen Hass irgendwo herhaben. Wenn Millionen Menschen mit Hass berieselt werden, dann wird sich immer ein verwirrter Einzeltäter finden, der so eine Tat begeht.”

Opfer des 9. November 1938 in unserem Wohngebiet

In der Pogromnacht hatte die SS alle acht Hamburger Synagogen in Brand gesteckt. Über 800 jüdische Menschen wurden an diesem Tag verhaftet und misshandelt. In unserem Wohngebiet waren u.a. zwei Geschäfte in der Bellealliancestraße 66 und 68 betroffen. Die Drogerie von Arthur Prager wurde genauso zerstört wie die von Ivan Andrade. Er wurde von der Gestapo verhaftet, weil er Jude war und wurde im Polizeigefängnis im Stadthaus festgehalten. Einige Tage später wurde er ins KZ Sachsenhausen verlegt und dort so schwer misshandelt, dass er nicht mehr alleine gehen konnte.

Virtuelle Kundgebung am 9. November, 18 Uhr

Die ehemalige jüdische Ausbildungswerkstatt in der Weidenallee 10b gab es von 1934 bis 1941. Die Lehrlinge lernten dort die Berufe Tischler und Schlosser. Es gab für die jüdischen Jugendlichen nur diese Möglichkeit in Hamburg, einer Ausbildung nachzugehen, woanders wurden sie nicht beschäftigt. Die Werkschule wurde 1941 nach der Deportation des Ausbildungsleiters für die Tischler, Jacob Blanari und seiner Frau Theophilie, geschlossen. Beide wurden am 8. November 1941 nach Minsk deportiert und fanden dort den Tod. Die Räume für die Schlosser-Lehrlinge wurden ebenfalls geschlossen und für einige Monate unter der Adresse Beim Schlump 31 fortgeführt. Das Gewerbehaus wurde von Wilhelm Schriever für die Rüstungsproduktion benötigt. Dazu beschäftigte er über 50 sowjetische Zwangsarbeiter, die unter elenden Bedingungen dort hausen mussten.

Jüdische Zeitzeugen sprechen auf der Kundgebung

Zur virtuellen Kundgebung am 9. November 2020 (18 Uhr) werden zwei Überlebende sprechen, die damals Tischler- und Schlosser-Lehrlinge gewesen waren: Kenneth Hale (98) und Kurt Goldschmidt (97). Beide leben seit Jahrzehnten in den USA. Kenneth und sein Bruder wurden am 10. November 1938 von den Nazis verhaftet, konnten aber entkommen. Während Kenneth 1939 über England in die USA (1946) floh, wurde Kurt bis 1945 als Zwangsarbeiter gefangen gehalten. Im Februar 1945 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Im Mai 1945 befreite die Rote Armee die jüdischen Menschen in Theresienstadt.

Kenneth Hale und Kurt Goldschmidt werden am 9. November ”live” aus New York sprechen bzw. werden ihre Beiträge eingespielt. Ein Enkel von Jacob Blanari, dem Ausbildungsleiter der Tischler bis 1941 wird ebenfalls live zugeschaltet werden.

Siehe auch https://sternschanze1942.wordpress.com/

Um an der virtuellen Kundgebung teilnehmen zu können, benötigen Sie einen PC/Mac bzw. Smartphone.
Zur Teilnahme an der virtuellen Kundgebung wenden Sie sich per Mail an weidenviertel@gmail.com

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Zum Tod von Martin Seckendorf
19. Oktober 2020

Vor ein paar Tagen erreichte uns die traurige Nachricht, dass Dr. Martin Seckendorf mit 82 Jahren gestorben ist.

Martin Seckendorf war ein Historiker, der sein berufliches und politisches Leben der Erforschung der Verbrechen des deutschen Faschismus, der deutschen Eroberungs- und Vernichtungspolitik während des Zweiten Weltkriegs gewidmet hat. Seine Veröffentlichungen zu ”Hellas unterm Hakenkreuz”, über die Massaker an der Zivilbevölkerung, über die Shoah in Griechenland sowie den Raubzug der deutschen Besatzungsmacht waren immer eine wichtige Quelle unserer Arbeit. Auf vielen Veranstaltungen und Tagungen haben wir uns gemeinsam mit Martin Seckendorf für die Entschädigung der griechischen NS-Opfer eingesetzt sowie Reparationszahlungen an Griechenland gefordert. Wir haben Martin Seckendorf als einen engagierten und kämpferischen Antifaschisten kennen gelernt, als einen überaus kompetenten und sympathischen Wissenschaftler ohne Eitelkeiten. Die Zusammenarbeit mit ihm war eine große Freude. Wir werden an unserem gemeinsamen Ziel weiterarbeiten, gegen den in Europa wieder aufkommenden Faschismus und Rassismus, für eine solidarische Gesellschaft.

Martin Seckendorf wird fehlen.

Grußwort des AK Distomo zur Online-Veranstaltung anlässlich des

Gedenktages des Massakers vom 14. September 1943
in Viannos auf Kreta

Für den Arbeitskreis Distomo überbringe ich auch in diesem Jahr herzliche und solidarische Grüße aus Hamburg. Einige unserer Freundinnen und Freunde sind auf Kreta, um mit euch des Massakers vom 14. September 1943 zu gedenken, für das keiner der deutschen Mörder der 22. Infanterie-Division je zur Verantwortung gezogen und für das keines der Opfer und deren Familien je entschädigt wurde.

Der AK Distomo engagiert sich seit vielen Jahren für die Entschädigung der Opfer der Naziverbrechen in Griechenland. Wir unterstützen ebenfalls die Forderung nach Reparationen und Rückzahlung der Zwangsanleihe, die Nazideutschland dem griechischen Staat während der deutschen Besatzung abgepresst hatte. Viele schöne Worte der Trauer und der Scham hat es in den letzten Jahren von den offiziellen Vertretern Deutschlands gegeben. Aber diese Worte bleiben so lange reine Rhetorik, wie so gut wie nichts an Griechenland und seine Opfer für die deutschen Verbrechen gezahlt wird.

Mit großer Sorge beobachten wir, dass heute wieder europaweit Unmenschlichkeit Grundlage der Politik wird. Gegenstand dieser Unmenschlichkeit sind Männer, Frauen und Kinder, die vor Krieg und Bürgerkrieg geflohen sind und Schutz in Europa suchen. Tausendfach sind Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. 20.000 haben in Moria in einem Lager vegetiert, das für 2.800 Menschen gebaut worden war. Wir sind erschüttert von den Bildern des brennenden Flüchtlingslagers und dem Leid der Menschen, denen ihre Würde genommen wird, indem sie nicht als Menschen, sondern als Mittel einer europäischen Abschreckungspolitik präsentiert werden.

Der Umgang mit den Leidtragenden der Kriege der heutigen Tage ist eine neue Form der Barbarei, die Nationalismus, Rassismus, Hass und faschistische Ideologien fördert und Hilfsbedürftige ihrem Schicksal überlässt.

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Erinnern an NS-Zwangsarbeit im Hamburger Kontorhausviertel

Kundgebung:
Dienstag, 8. September 2020, 17:30 Uhr, Burchardstraße 11, Hamburg

Zwangsarbeit in Hamburg - das Thema ist erst viele Jahrzehnte nach Kriegsende als Teil nationalsozialistischer Kriegsverbrechen in den Fokus gerückt. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden hunderttausende Zivilist_innen und Kriegsgefangene aus dem besetzten Europa nach Hamburg verschleppt. Zur Gruppe der Zwangsarbeiter_innen zählten auch KZ-Häftlinge. Alle von ihnen wurden zur Arbeit gezwungen, etwa in der Rüstungsindustrie oder Trümmerräumung infolge des Luftkriegs - so auch in der Hamburger Altstadt. Im Kontorhausviertel erinnert jedoch bislang nichts an diese Menschen. Hier waren ab Dezember 1943 tausende Zwangsarbeiter_innen in drei Kontorhäusern untergebracht, die notdürftig zu Lagern hergerichtet worden waren. Diese befanden sich im heute nicht mehr bestehenden Klostertorhof (Burchardstraße 1), im Vereinsbank-Haus (ehemalige Marschländerstraße 11) und im Heinrich-Bauer-Haus (Burchardstraße 11).

An die im Kontorhausviertel untergebrachten Zwangsarbeiter_innen möchten wir mit einer Kundgebung am 8. September 2020 erinnern. Der 8. September ist der Jahrestag des Waffenstillstands zwischen Italien und den Alliierten nach dem Sturz Benito Mussolinis 1943. Dem Waffenstillstand folgten die deutsche Besetzung Norditaliens, Massenverhaftungen hunderttausender italienischer Soldaten und ihre Deportation. Über 12.000 von ihnen wurden nach Hamburg verschleppt und in Zwangsarbeitslagern inhaftiert. Die Nationalsozialisten gaben ihnen den Status ”Miltärinternierte” und verweigerten ihnen die Behandlung als Kriegsgefangene nach der Genfer Konvention. Viele von ihnen erlebten das Kriegsende und die Befreiung nicht.

Am 8. September 2020 soll um 17.30 Uhr eine Kundgebung im Kontorhausviertel, wo sich die Zwangsarbeitslager befanden, an diesen Teil der Geschichte erinnern. Bis auf ein Mahnmal am ehemaligen Wasserwerk Kaltehofe und einem Ehrenhain auf dem Öjendorfer Friedhof, wo auch Zwangsarbeiter_innen aus dem Kontorhausviertel bestattet wurden, fehlt eine öffentliche Erinnerung an die italienischen Militärinternierten in Hamburg. Wir finden, dass das Gedenken an NS-Zwangsarbeit, von der Hamburger Unternehmen sowie die Stadt selbst profitiert haben, im öffentlichen Raum sichtbar und zugänglich sein muss. Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit benötigt Raum.

Der Link zum Aufruf der Link zum Video des Aufrufs und weitere Informationen befinden sich hier.

Online-Veranstaltungen zum 76. Jahrestag des Massakers in Distomo

10. Juni 2020, 19:00 Uhr
Interview mit Argyris Sfountouris

Eine Veranstaltung des AK-Distomo, des IG Metall Jugendbildungszentrum Schliersee und dem IG Metall Bildungszentrum Berlin

”Die Trauer um Deutschland hat sich schon früh bei mir eingestellt, vor allem aber mit der abweisenden Haltung der deutschen Bundesbehörden aus Anlass der Friedenstagung von Delphi im Jahr 1994. Sie wollten die zur Versöhnung ausgestreckte Hand von uns Angehörigen der Opfer nicht ergreifen, in panischer Angst, dies könne ökonomische Konsequenzen nach sich ziehen. Nach dem Versuch der totalen Vernichtung jeder Gewissensregung der Herzen wäre ein reuevolles Deutschland ein wahrhaft »anderes Deutschland« gewesen.”
Argyris Sfountouris

Am 10. Juni 1944 ermordete eine deutsche SS-Einheit in dem griechischen Ort Distomo 218 Kinder, Frauen und Männer. Der Name Distomo steht exemplarisch für das verbrecherische Wüten der Deutschen gegen die Zivilbevölkerung Griechenlands während der Besatzung von 1941 bis 1945. Distomo steht auch exemplarisch für den Unwillen des heutigen Deutschlands, sich seiner Verantwortung zu bekennen und die damaligen Kriegsverbrechen zu entschädigen. Während die offizielle Politik die deutsch-griechische Freundschaft beschwört und angeblich aus der Geschichte gelernt hat, wurden nur minimale Entschädigungszahlungen geleistet. Alle deutschen Regierungen seit Kriegsende haben sich beharrlich einer materiellen Entschädigung verweigert und mochten sich nie mit ihrem ”lästigen” Erbe der deutschen Geschichte auseinandersetzen. Die Entschädigungs- und Reparationsfragen erklären sie für abgeschlossen. Dass die Wirklichkeit im Jahre 2020 eine andere ist, zeigen u.a. die Reparationsforderungen aus Athen sowie die noch laufenden Entschädigungsverfahren der Opfer der NS-Verbrechen.

Argyris Sfountouris stammt aus Distomo und überlebte als Kind den 10. Juni 1944. Seine Eltern und viele seiner Verwandten wurden ermordet. Seit 1990 kämpft er für die Anerkennung des Massakers von Distomo als Kriegsverbrechen sowie für die Entschädigung der Opfer.

Warum ein Gedenken an Distomo?
Im Februar 2020 wurden in Hanau 10 Menschen mit Migrationshintergrund von einem Rechtsextremen ermordet. Im Oktober 2019 wurde in Halle eine Synagoge mit Waffengewalt angegriffen. Nur durch einen Zufall konnte der Täter nicht in die Synagoge gelangen, in der sich viele Gemeindemitglieder zu Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, aufhielten. Er ermordete zwei Personen in der Nähe der Synagoge. Die Nazis waren in Deutschland nach 1945 nie verschwunden, aber wir erleben aktuell ein besonderes Erstarken von Rechtsextremismus und Faschismus. Mit der AfD sitzen Rechtsextreme im Bundestag und in Länderparlamenten und verbreiten ihr menschenverachtendes Gedankengut. Gerade vor dieser Entwicklung ist es wichtig, an die Verbrechen des deutschen Faschismus zu erinnern, aus denen bis heute nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen wurden. Faschismus ist keine Meinung!
Deshalb ist es auch wichtig, dass Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verfolgt und die Opfer entschädigt werden. Es ist nicht nur ein selbstverständlicher Akt von Gerechtigkeit. Es dient der Warnung an heutige Kriegstreiber. Krieg darf sich nicht lohnen!

Der Link zur Online-Veranstaltung https://igmetall.zoom.us/j/92133878454
Zudem wird die Veranstaltung auf der Facebook-Seite des AK Distomo gestreamt
https://www.facebook.com/AkDistomo

Online-Veranstaltungen zum 76. Jahrestag des Massakers in Distomo

Theaterstück: Distomo - Unbeglichene Schuld(en)
09. Juni 2020, 19:00 Uhr
Filmmitschnitt der Aufführung vom 31. Mai 2018 in Hamburg

Dokumentarisches Theaterstück zu dem Massaker der SS in Distomo und den noch ausstehenden Reparations- und Entschädigungszahlungen an Griechenland.

Das Stück spannt den Bogen vom historischen Ereignis des Überfalls durch die SS, über die hartnäckigen Zahlungsverweigerungen seitens Deutschlands bis zu den juristischen Kämpfen der Überlebenden.

Verwendet werden Dokumente, die Zeugnis über die SS- und Wehrmachtsverbrechen in Griechenland ablegen, Auskunft über deutsche Politik in Entschädigungsfragen geben und den Verlauf der langwierigen Prozesse der Entschädigungskläger*innen nachvollziehbar machen. Thematisiert wird außerdem der Umgang Deutschlands mit den Tätern, die ohne Furcht vor Strafverfolgung leben konnten und sich bis in die 1980er Jahre ungehindert öffentlich versammeln durften.

Das Theaterstück richtet sich gegen diese Abwehrstrategien, erinnert an die Opfer deutscher NS-Massaker und solidarisiert sich mit den finanziellen und politischen Forderungen der Überlebenden.

Der Schwerpunkt des Theaterprojekts ist nicht die Erzählung dessen, was am 10. Juni 1944 passierte. Es begnügt sich nicht damit Kenntnisse über vergangene Ereignisse zu vermitteln, sondern fordert uns dazu auf, uns nicht mit bestehendem Unrecht abzufinden. Schwerpunkt des Stückes ist es, mit den Mitteln des Theaters den Kampf der Überlebenden und den Angehörigen der Ermordeten um Anerkennung des ihnen erfahrenen Verbrechens und die Entschädigung für das erlittene Unrecht darzustellen.

Theaterprojekt Distomo https://theaterprojektdistomo.wordpress.com

Der Film wird ab dem 9. Juni um 19:00 Uhr auf der Facebook-Seite des AK Distomo https://www.facebook.com/AkDistomo unter der Rubrik Videos zur Verfügung stehen und kann dann jederzeit abgespielt werden.

Online Konferenz ”leave no one behind!”
Dienstag, den 07. April 2020, 17:00 bis 19:00 Uhr

Angesichts der humanitären Notlage von sich auf der Flucht befindlichen Menschen organisiert der Jugendschwerpunkt der Gewerkschaftlichen Bildungsarbeit die Online-Konferenz ”leave no one behind!”

Aktivist*innen berichten über die humanitären Krise in den griechischen Flüchtlingslagern an der Außengrenze der EU. Wie steht es um die Menschenrechte im völlig überfüllten Flüchtlingslager Lager Moria (Lesbos)? Was sind die europapolitischen Perspektiven auf die humanitäre Katastrophe? Wie kann solidarische Unterstützung organisiert werden?

Um an der Veranstaltung teilzunehmen bitte folgenden Link klicken:
https://zoom.us/j/974134188

Auf der Konferenz sprechen:
Sara, Aktivistin des internationalen Solidaritäts-Netzwerks W2EU - Welcome to Europe! https://w2eu.info/ Humanitäre Krise mit Anlauf: Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und an den EU-Außengrenzen im Rückblick der vergangenen fünf Jahre. Welche Initiativen migrantischer Selbstorganisation sind gegenwärtig zu Gange? Wie und mit wem kann Solidarität aus der Ferne organisiert werden?

Erik Marquardt, Mitglied des Europäischen Parlaments und der Fraktion Greens/EFA, derzeit als parlamentarischer Beobachter auf Lesbos https://twitter.com/ErikMarquardt
Die Gegenwärtige Lage auf Lesbos. Welche europapolitischen Perspektiven zur Verbesserung der katastrophalen humanitären Lage gibt es?

Lars Reissmann, AK Distomo
Eindrücke der rassistischen Ausschreitungen auf Lesbos Anfang März. Wie organisieren die in Deutschland vernetzten Griechenland-Soli-Gruppen Solidarität?

Achim Rollhäuser, Aktivist des bis Juli 2019 zur menschenwürdigen Unterbringung von Geflüchteten besetzten ”Hotel City Plaza”, Athen https://best-hotel-in-europe.eu/de/
Wie hat sich das gesellschaftspolitische Klima in Griechenland seit der Regierungsbildung durch die konservativen Nea Dimokratia gewandelt? Was ist von dem Projekt ”Hotel City Plaza” geblieben? Wie steht es in Griechenland um Solidarität und Selbstorganisation in Zeiten verordneter physischer Distanz?

Moderation: Maximilian Fichtner vom IG Metall Jugendbildungszentrum Schliersee, zusammen mit Sarah Hammes vom IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel.

Zur Bewerbung über social-media-Kanäle findet ihr die Veranstaltung außerdem auf:
Facebook unter https://www.facebook.com/igmetallschliersee/
Instagram https://www.instagram.com/p/B-eoHdGgVBm/?utm_source=ig_web_copy_link

#leavenoonebehind #refugeeswelcome #keinmenschistillegal #wirhabenplatz

Widerstandskämpfer Manolis Glezos im Alter von 97 Jahren verstorben

31. März 2020

Seine konsequente antifaschistische Haltung, sein aktiver Widerstand gegen die Nazibesatzung, sein Kampf gegen die Mititärjunta und das gemeinsame Eintreten für die Entschädigung von NS-Opfern sind für uns auch in Zukunft Orientierung für unserer Handeln und Motivation nicht nachzulassen im Kampf für seine Ziele.

Es war eine große Ehre für uns mit Manolis für die Entschädigung griechischer NS-Opfer vor der Akropolis zu demonstrieren, von der Manolis mit seinem Freund Apostolis Santas im Mai 1941 die Hakenkreuzfahne herunterholte.

Wir trauern mit allen Antifaschist*innen weltweit um Manolis Glezos.
Nirgends auf der Welt darf eine Nazi-Fahne wehen!

Nachruf der Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) als Pdf-Dokument

Antifaschistische Solidarität
in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise

Aufruf des AK Distomo
17. März 2020

Wir haben einen Aufruf verfasst, der von möglichst vielen Menschen und/oder Gruppen in Griechenland und Deutschland unterstützt werden sollte. Bitte teilt uns mit, ob wir eure Namen darunter setzen können. Wir werden dann den Aufruf verbreiten und bitten euch dies auch zu tun.

Antifaschistische Solidarität in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise

Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Deutschland und Griechenland fordern: Die Gewalt gegen Geflüchtete auf griechischen Inseln wie Lesbos, aber auch an der griechisch/türkischen Landgrenze muss aufhören. Geflüchtete brauchen Schutz und Solidarität. Dies ist nicht zuletzt die Lehre aus der faschistischen Barbarei Nazideutschlands.

Seit vielen Jahren engagieren wir, Menschen aus Deutschland und Griechenland, uns gemeinsam für Gerechtigkeit gegenüber den Opfern der Naziverbrechen im besetzten Griechenland. Wir fordern die Entschädigung der Opfer sowie Reparationsleistungen Deutschlands an den griechischen Staat. Die Bundesrepublik Deutschland ist bis heute nicht bereit, die Verantwortung für die Verbrechen Nazideutschlands an der griechischen Bevölkerung zu übernehmen. Doch wir sagen: Die Verbrechen Nazideutschlands dürfen nicht ungesühnt bleiben, sonst droht eine Wiederholung.

Schon seit Jahren leben Geflüchtete auf der Insel Lesbos und anderen griechischen Inseln unter erschreckenden Bedingungen. Völlig überfüllte Lager, ohne festes Dach über dem Kopf, ohne ausreichende Ernährung oder medizinische Versorgung. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, hat sich die Lage in den letzten Wochen zugespitzt. Uns erreichten Bilder und Nachrichten von der Insel Lesbos, die wir in Europa nicht für möglich gehalten hätten. Faschistische Milizen haben Teile der Insel übernommen, patrouillieren dort und greifen Geflüchtete an. Sie attackieren aber auch Mitarbeiter von NGOs und andere Unterstützerinnen, zuletzt auch Journalisten, die über diese Zustände berichten. Schutzeinrichtungen für Geflüchtete wurden in Brand gesetzt. Die Polizei greift nicht ein, die Sicherheitskräfte lassen die Faschisten gewähren. Das Leben der Geflüchteten ist in akuter Gefahr.

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Ekklisi sta EL... (Pdf)