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Inhaltsverzeichnis Inhalt Das Jahr, in dem wir nirgendwo Aufwärts

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Das zweite Gefecht in Misima


DREKE: Berichte von einem Gefecht Alys in Kazima treffen um den 13. November ein. Siki erzählt mir davon. Sechs unserer Leute kämpften gegen belgische Boote und kongolesische Regierungssoldaten. Offenbar waren die Boote zur Erkundung den Kongo-Fluß bis zur Basis hinaufgefahren, um eine Landung vorzubereiten, mit der sie uns von zwei Fronten aus in die Zange nehmen wollten.


VIDEAUX: Sie unternehmen einen weiteren Versuch, Misima anzugreifen, aber wir hatten unsere Positionen bereits verstärkt, Schützengräben angelegt und zwei Maschinengewehre Kaliber 30 in Stellung gebracht. Als die Belgier angreifen wollten, handelten die kongolesischen Guerilleros so schnell, daß die Kubanern gar nicht dazu kamen, mit einzugreifen.

Wir eilten zum Ort des Geschehens, doch als wir ankamen, waren die Belgier schon wieder auf und davon. Diesmal ließen sie zwei Tote am Ufer bei der Mündung des Misima-Flusses zurück. Die Kongolesen schätzten, daß es ein ganzes Bataillon gewesen sei, aber wir vermuteten eher eine schnelle Eingreiftruppe, mit der sie versucht hatten, die Verteidigung zu überrumpeln, da sie nicht ganz unbegründet auf die Unachtsamkeit der kongolesischen Guerillaposten setzten. Aber an diesem Tag überrumpelte die Guerilla die Belgier und zwang sie aufs neue zum Rückzug nach Katanga.

Die Belgier verstärkten ihren Druck mit der Luftwaffe und den Booten, auch nachts, als wollten sie jederzeit mit der Landung drohen.

Tatu hatte uns immer gesagt, daß dieser Ort unbedingt gehalten werden mußte. Dieser Frontabschnitt von Kabimba, einer der kleinsten und am schwächsten besetzten, machte Tatu Sorgen. Misima lag nur etwas über zwanzig Kilometer von der Basis von Katanga entfernt, einer der wichtigsten belgischen Basen im ganzen Land, aus der sämtliche Boote ausliefen, die über den Tanganyika-See patrouillierten. Außerdem war dort auch eine Luftwaffenbasis, auch die Flugzeuge, die Luluaburg und unsere Stellungen bombardierten, kamen von dort.



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