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Berlin: Ukraine: Vor den Toren der Festung Europa (Veranstaltung am 18. Juni 2002)

Der Ost-West-Arbeitskreis lädt ein:

Dienstag, 18. Juni 2002, 20.00 Uhr,
Mehringhof (Versammlungsraum), Gneisenaustr. 2a, Berlin-Kreuzberg:

Ukraine: Vor den Toren der Festung Europa
(Kritische Stimmen zur EU-Osterweiterung V

Referentin: Julia Kutsenko (Kiew)

Die freie Mobilität in Europa wird durch die und vor allem an der Aussengrenze der Festung Europa behindert. Mit der geplanten Erweiterung der Europäischen Union wird diese Grenze nach Osten verschoben. Damit entsteht auf Druck und unter aktiver Beteiligung der EU zwischen Ländern wie Belarus oder der Ukraine und den EU-Kandidatenländern ein neues, äußerst restriktives Grenzregime, das bisherige Migrations- und Reisemöglichkeiten beträchtlich einschränkt.

Migrationsströme werden ausserdem auch über nichtstaatliche Organisationen wie z.B. die "International Organisation for Migration" (IOM) reguliert und begrenzt. Diese betreibt Migrationsmanagement nicht an den Grenzen, sondern innerhalb der Ausgangs-, Transit- und Zielländer. Das Ziel: Migration soll wohl verwaltet sein und nur dort stattfinden, wo sie als "nützlich" bewertet wird.

In der Veranstaltung sollen die Auswirkungen der Grenzverschiebung und -schliessung auf die Ukraine einerseits, die Aktivitäten der IOM andererseits beleuchtet sowie Initiativen gegen das EU-Grenzregime vorgestellt werden

Referentin:
Julia Kutsenko arbeitet als Journalistin in Kiew.


Zur Veranstaltungsreihe "Kritische Stimmen zur EU-Osterweiterung":
Die angestrebte Beitritt zur EU stellt die mittel- und osteuropäischen Länder vor schwierige Anpassungsprozesse, die zu neuen sozialen Spaltungen und politischen Konflikten führen. Während in den EU-Ländern vor allem die finanzielle Machbarkeit des Erweiterungsprojekts diskutiert wird, verändert die Anpassung der nationalen Politik an die EU-Standards schon jetzt die konkreten Lebensbedingungen der Menschen sowohl in den Beitrittsstaaten als auch in den an diese anschliessenden Nachbarländern. In der Veranstaltungsreihe kommen osteuropäische KritikerInnen des laufenden Beitrittsprozesses zu Wort. Anhand der Diskussion spezifischer Themen soll eine Gesamtsicht der Auswirkungen der EU-Beitritte auf die osteuropäischen Gesellschaften ermöglicht werden. Die Reihe wird in unregelmässigen Abständen fortgesetzt.

 

11.06.2002
Ost-West-Arbeitskreis   [Aktuelles zum Thema: Osteuropa]  Zurück zur Übersicht

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