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Düsseldorf: Torsten Lemmers Ausstieg nur ein Schauspiel

Antifa-KOK
c/o AStA der FH
Georg-Glock-Str. 15
40474 Düsseldorf
Tel.: 0172-2111311

09.08.2001


Pressemitteilung

Torsten Lemmers Ausstieg nur ein Schauspiel.
Hinter den Kulissen läuft alles weiter wie früher.

Der Düsseldorfer Schauspieler Peter Kern und der Berliner
Volksbühnen-Intendant
Frank Castorf glauben es, Christoph Schlingensiefs Hamlet-Darsteller Sebastian
Rudolph spürt es und bewundert "die Kraft ihrer Sehnsucht" und möchte "fast
alle
am liebsten in den Arm nehmen", Schlingensief selber weiß es sogar und auch
der
Vorsitzende der Bundes-tagsfraktion von "Bündnis 90 / Die Grünen", Rezzo
Schlauch, hat sich überzeugen lassen und den Hamlet-aufführenden
"Nazilein.komm!"-Mimen Torsten Lemmer zu Kaffee und Reichstag-Rundgang
eingeladen.

Was glauben, spüren und wissen alle diese klugen Köpfe eigentlich? Genau! Daß
Torsten Lemmer ein "richtiger Aus-steiger" ist und ein "netter" obendrein.

Indes biegen sich Lemmer, Zobel und seine Leute vor Lachen und besitzen gar
die
Dreistigkeit, ihre Rechtsrock-Firma "Creative Zeiten" für zwei Millionen DM
zum
Kauf anzubieten, an Käufer, die damit "keinen Unsinn anstellen" mögen.

Wir fragen: Was hat Lemmer eigentlich außer altbekannten Sprüchen vorzuweisen,
womit er seinen "Ausstieg" belegt oder glaubwürdig erscheinen läßt?

Die Antwort lautet: Rein gar nichts!

Im Gegenteil: Wie auch in der heute erschienenen Ausgabe Nr. 16/2001 der
Berliner Fachzeitschrift "blick nach rechts" (www.bnr.de) berichtet wird,
scheint Lemmer hinter den Kulissen das zu tun, was er in den letzten acht
Jahren
auch getan hat: Sein Geld nicht zuletzt mit Rechtsrock zu verdienen.

Das einzige, was sich verändert hat, ist, daß Lemmer heute nicht mehr offen
auftritt und statt dessen das Geschäft andere besorgen läßt. Nachdem sein
Kompagnon Jan Zobel nun auch Geschmack am "Aussteigen" gefunden hat, wurde das
Rechtsrock-Unternehmen noch einmal umstrukturiert.

Die Umstrukturierung sieht wie folgt aus:

§ Das Rechtsrock-Hochglanzmagazin "RockNord" wird aus der Firma "Creative
Zeiten" herausgelöst und erscheint jetzt unter der alleinigen
Herausgeberschaft
von Lemmers Geschäftspartner Andreas Zehnsdorf.

§ Das Label "Funny Sounds" ist überraschend "pleite".

§ Es wird schnell eine neue Firma "VGR Multimedia GmbH" gegründet mit nahezu
demselben Unternehmensziel, wie das der bisherigen Firmen "Funny Sounds" und
"Creative Zeiten". Inhaber: Lemmers Großvater, der 81jährige Ludwig Moos,
Geschäftsführer: Lemmers 18jähriges Ziehkind Tim Holzschneider.

Fazit: Das Rechtsrock-Geschäft kann demnach weiter laufen wie bisher. Alles
notwendige hierfür ist vorhanden bzw. noch schnell geschaffen worden.
Lemmer und
Zobel sind offiziell aus dem Rennen, der Schein ist also gewahrt.

Die übriggebliebene Hülle "Creative Zeiten" aber wird
öffentlichkeitswirksam zum
Kauf angeboten, mit der selbst auf-erlegten "Verpflichtung", daß "die
Hälfte des
Erlöses zurück aus dem Verkauf in eine Einstiegsinitiative für
Rechtsradi-kale"
fließt, eine "Initiative", in der Lemmer " - auch um Glaubwürdigkeit zu
gewinnen
- selbst tätig werden will", wie es in einen "Offenen Brief an den deutschen
Innenminister! (der Bundeszentrale für politische Bildung zur Kenntnis)"
heißt.
Lemmer wäre nicht Lemmer, wenn er das von ihm "gespendete" Geld anschließend
nicht auch selbst verwalten würde, schließlich ist er jetzt schon Vorsitzender
des "Aussteiger"-Vereins "Rein e.V." .

"Wenn dieses Schauspiel nicht so bitter ernst wäre, so hätte es gute
Chancen, zu
der Lachnummer des Jahres zu wer-den", erklärt hierzu Anna Names,
Sprecherin des
ANTIFA-KOK. "Seit Beginn des angeblichen Ausstiegs der Lemmer-Gruppe weisen
wir
auf Widersprüche hin, was aber offensichtlich niemand hören will. Es ist
unglaublich, wie naiv sich gerade viele KünstlerInnen und andere
Gutmenschen zu
dem angeblichen Ausstieg Lemmers positionieren. Es soll später niemand sagen,
er oder sie habe es nicht gewußt!"

Mit freundlichen Grüßen

Artur B. (Sprecher des ANTIFA-KOK)

 

09.08.2001
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