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Hannover: Öffentliche Dia-Show gegen Abschiebungen und die Rolle der Lufthansa

Bündnis gegen Abschiebung Hannover, Kontakt: C. Putz, Tel.: 0174-62 13 804

Hannover, 1.12.00

PRESSEMITTEILUNG

Öffentliche Dia-Show gegen Abschiebungen und die Rolle der Lufthansa

Freitag, 8.12.00, 16.00 Uhr, Schillerdenkmal (Georgstr./Schillerstr.), Hannover

Am Freitag, den 8. Dezember, ab 16.00 Uhr wird das Bündnis gegen Abschiebung
Hannover am Schillerdenkmal in der Georgstraße Ecke Schillerstraße im Rahmen
einer Kundgebung eine Dia-Show gegen Abschiebungen vorführen. Wie an anderen
Orten der Bundesrepublik auch, wird im Rahmen einer Kampagne der Initiative
"kein mensch ist illegal" die Rolle der LUFTHANSA bei Abschiebungen über den
Luftweg angeprangert. Es werden Plakate von KünstlerInnen gezeigt werden, die
den Zusammenhang zwischen Abschiebungen und Profit, in dem die LUFTHANSA
verwoben ist, darstellen.

Das Bündnisses gegen Abschiebung verweist darauf, dass jedes Jahr aus
Niedersachsen rund 4.000 Menschen abgeschoben werden, wobei dies auch über den
Flughafen Langenhagen geschieht. "Wie rigide und brutal der Staat Abschiebungen
durchsetzen will, wird bei Abschiebungen auf dem Luftweg besonders deutlich. Die
Menschen, die abgeschoben werden sollen, werden gefesselt, geknebelt und mit
Medikamenten 'ruhiggestellt'. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt für
sie nicht. Dies geht so weit, dass sogar der Tod der Betroffenen in Kauf
genommen wird, um das Abschiebeinteresse des Staates durch BGS-Beamte
durchzusetzen", heißt es dazu in ihrem Flugblatt. Das Bündnis gegen Abschiebung
erinnert daran, dass z.B. auch der sudanesische Asylbewerber Aamir Ageeb am 28.
Mai des letzten Jahres in einer Lufthansamaschine von BGS-Beamten umgebracht
wurde.

Das Bündnis gegen Abschiebung Hannover sowie die bundesweite Initiative kein
mensch ist illegal fordern daher: "Schluss mit Abschiebungen", wobei sie von der
LUFTHANSA verlangen, sich nicht mehr als Erfüllungsgehilfin in der
Abschiebemaschinerie anzudienen. Entgegen der Darstellung von LUFTHANSA, seit
Juni 1999 keine Abschiebungen mehr "gegen den Widerstand der Betroffenen"
durchzuführen, benennt das Bündnis gegen Abschiebung mehrere Fälle, in denen
dieses Jahr AsylbewerberInnen mit Gewalt, gegen ihren Widerstand und trotz
Protesten von Fluggästen in Lufthansamaschinen abgeschoben worden sind bzw.
werden sollten.

Das Bündnis weist darauf hin, dass auch andere Luftfahrtgesellschaften, wie z.B.
das Unternehmen EUROWINGS, gewalttätig durchgesetzte Abschiebungen durchführen.

Neben der grundsätzlichen Forderung "Grenzen auf für Alle" verlangt das Bündnis
gegen Abschiebung als ersten Schritt die Abschaffung des "Flughafenverfahrens".
Weiterhin ermutigt es Flugpassagiere, bei Abschiebungen einzugreifen, da dies
Leben retten kann.

 

01.12.2000
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