| HPG:
Etwa 100 Tote in Colemêrg – 4 Helikopter abgeschossen
Bei einer großangelegten
Guerillaaktion in der Region Colemêrg (Hakkari) sind nach Angaben der
Volksverteidigungskräfte HPG etwa 100 türkische Soldaten, die sich auf
eine Aufstandsbekämpfungsoperation vorbereiteten, getötet. Vier Kampfhubschrauber
konnten abgeschossen werden. Bei der Aktion fielen 15 KämpferInnen der
kurdischen Guerilla.
Wie die HPG berichtete, haben am 19. Juni morgens gegen 4.00 Uhr Guerillakräfte
Angriffe gegen Militäreinheiten, die eine Operation zur Vernichtung der
Guerilla vorbereiteten, durchgeführt:
„Wir haben in der Nähe des etwa 20 km von der Grenze entfernten Şitaza-Militärstützpunkts
in der Provinz Colemêrg (Hakkari) im Kreis Gever (Yüksekova) seit mehr
als einem Monat verstärkte Militäraktivitäten, Materialtransporte und
Stationierung weiterer Soldaten beobachtet. Das Militär bereitete hier
eine militärische Großoperation vor. Deshalb führten unsere Kräfte eine
revolutionäre Aktion durch. Der Şitaza-Militärstützpunkt wurde zu einem
großen Teil zerstört, zwei in der Umgebung liegende Militärbasen wurden
von unseren Guerillakräften erobert. Unsere Guerilla hat desweiteren im
Kreis Şemzînan (Şemdinli) und in Oremar (Dağlıca) feindliche Einheiten,
die von ihren Basen aus versuchten zu intervenieren, zurückgeschlagen.
Am folgenden Tag versuchten von früh bis spät Sikorsky-Helikopter begleitet
von Kobra-Kampfhubschraubern Truppen im Kampfgebiet abzusetzen. Aus diesem
Grund gab es den ganzen Tag über, bis gegen 20 Uhr, an mehreren Punkten
schwere Gefechte. Bei diesen Gefechten wurden im Mamişka, Zeri Sor, Reşke
und Serpêl jeweils ein Sikorsky abgeschossen und zerstört, außerdem wurden
drei Kobra-Kampfhubschrauber und sechs Sikorsky so schwer beschädigt,
dass sie sich aus dem Kampfgebiet zurückziehen mussten. Weiterhin wurde
ein Panzer und ein Skorpion-Panzerfahrzeug vollständig zerstört. Da unsere
Guerillas den Angriff erfolgreich zurückgeschlagen haben, musste sich
das türkische Militär geschlagen zurückziehen.
Bei der Aktion und den Kämpfen wurden insgesamt 109 feindliche Soldaten
getötet und mehr als 100 verletzt. Aufgrund der Versuche des türkischen
Besatzerheeres eine Operation zu starten und zu intervenieren, wurden
15 unserer FreundInnen getötet. Die persönlichen Daten unserer getöteten
GenossInnen werden wir so bald wie möglich unserer Bevölkerung und der
Öffentlichkeit mitteilen.“
16 Dorfbewohner
entgehen knapp Massaker durch türkische Armee
Nach den schweren Gefechten in der Region Colemêrg (Hakkari), kamen nun
14 von 16 vermissten Bauern zurück in ihre Dörfer. Zwei von ihnen waren
vom Militär festgenommen worden. Sie berichteten, nur knapp mit dem Leben
davongekommen zu sein, und dass das Bombardement aus Hubschraubern etwa
150 Schafen das Leben kostet habe. Der Dorfbewohner Nurettin Renda berichtet
nach zwei Tagen Flucht gegenüber der Nachrichtenagentur DIHA: „Nach der
Operation waren wir im Dorf Serpêl eingeschlossen. Wir sind während der
Operation nur knapp dem Tod entronnen. Vor dem Beschuss aus den Hubschraubern
konnten wir uns gerade so retten. Etwa 150 unserer Schafe wurden umgebracht.
Heute erreichten wir vom Kampfgebiet aus das Dorf Şitazin. Aber zwei Hirten,
Servet und Umut Özakaya wurden von den Soldaten des Stützpunkts festgenommen.
Seit gestern Abend haben wir keine Nachricht von ihnen erhalten.“
HPG sabotiert
Pipeline
Am 17. Juni gegen 17:30 Uhr sabotierte die kurdische Guerilla HPG die
Ölpipeline zwischen Keruk und Yumurtalik. Sie sprengte zwischen Midyat
und Idil einen Teil dieser Strecke, die darauf in Brand geriet. Der Ölfluss
ist seit zwei Tagen unterbrochen und der Brand konnte erst nach 48 Stunden
gelöscht werden.
Quelle: 20.06.2012,
ISKU
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