| Kişanak:
Nur durch Dialog können wir zu einer Lösung kommen
Beim Treffen der
BDP hat die Co-Vorsitzende Gülten Kişanak gesagt, es sei eine große Ignoranz,
die kurdische Frage, die ein bedeutenden soziologisches Thema darstelle,
als „Terrorismus Frage“ anzugehen. Sie fügte hinzu, dass Abdullah Öcalan
andere Bedingungen bekommen müsse, damit er seine Rolle im Friedensprozess
einnehmen kann. „Konflikte wie unserer“, fügte sie hinzu, „sind anderswo
in der Welt durch Dialog und Verhandlungen gelöst worden. Die Türkei hat
keine andere Option als diesen Weg zu wählen.“
Kişanak erklärte, die KCK-Operationen seien von der Regierung geplant
und durchgeführt worden. „In der Vergangenheit wurden diese Jobs illegalen
Banden übergeben, Menschen wurden ermordet. Heute machen dies Polizisten
und die Justiz, die Menschen werden verhaftet.“ Sie erinnerte daran, dass
auch 14 BürgermeisterInnen, mehr als 140 gewählte VolksvertreterInnen
und 6000 BDP-Mitglieder in Haft seien.
Kişanak sagte, dass der Demokratische Gesellschaftskongress (DTK) eine
Politik der „nationalen Einheit gegen Unterdrückung, Grausamkeiten und
Isolation“ als Willen der Menschen in Kurdistan ausgerufen habe. Sie beanspruchten
das Recht, ihre Identität, Kultur und Sprache zu erhalten.
Kişanak nannte das Massaker im Dorf Roboski, bei dem 34 Zivilisten ermordet
worden waren, als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Regierung
hat bis heute keine Antwort auf das Roboski-Massaker. Die Entscheidung
zu einer verdeckten Ermittlung muss sofort aufgehoben werden, alle Informationen
müssen mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Die Öffentlichkeit muss
die Wahrheit erfahren.
Quelle: ANF, 01.02.2012,
ISKU
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