| Demirtaş:
Kurdistan ist eine Realität, die nicht vernichtet werden kann
Am 25. Januar 2012 beteiligten
sich in Riha (Urfa) Tausende an der Kundgebung „Ez livirim, buradayim“
(dt.: Ich bin anwesend) statt. Auf der Kundgebung hat der Co-Vorsitzende
der BDP Selahattin Demirtas in seinem Redebeitrag gesagt:„Wir stehen einer
Unterdrückung, einer Despotie gegenüber, für die es in der Geschichte
der Türkei keinen Vergleich gibt. In den letzten drei Jahren wurden 6.200
Freunde von uns festgenommen. Die Festnahmen dauern ununterbrochen an.
Wenn wir trotzdem von Frieden und Demokratie reden, bedeutet dies, das
unser Volk Frieden will.“
Unser Widerstand geht weiter
In Richtung der AKP-Regierung erklärte Demirtaş: „Als Machthaber habt
ihr die Kraft zu unterdrücken. Aber die Existenz von Kurdistan ist eine
Realität, die ihr, auch nicht mit dem Einsatz eurer gesamten Macht, vernichten
könnt. Die Kurden und die kurdische Sprache könnt ihr nicht mit dem Einsatz
von Gasen, Polizisten und eurer gesamten Macht vernichten. Diese Tatsache
könnt ihr nicht verändern. Die Forderungen dieses Volkes könnt ihr nicht
ignorieren. Solange die Forderungen ignoriert werden, werden wir Widerstand
leisten. Jede/r einzelne Jugendliche, jede Frau, die älteren Menschen,
alle sind Kader, sind Abgeordnete oder BürgermeisterIn könnt ihr sie alle
festnehmen, könnt ihr 15 Millionen festnehmen?“
Wir wollen Freiheit
für Öcalan
Demirtaş ist auch auf die Isolation des PKK-Vorsitzenden Öcalan eingegangen:
„Der verehrter Herr Öcalan hat angemessene Lösungsvorschläge vorbereitet.
Dem wurde aber mit Isolation begegnet. Es reicht nicht, dass diese Isolation
beendet wird, vielmehr wollen wir die Freiheit für Öcalan. Dies ist der
Punkt, an dem die Lösung stockt. Niemand sollte an anderer Stelle nach
einer Lösung suchen. Wir werden an der Verfassungsänderung mitwirken,
allerdings ohne die existierenden Verbote aufrechtzuerhalten. Wenn ihr
sagt ‚ihr müsst unsere Sklaven werden‘, dann könnt ihr lange warten. Wir
werden ganz bestimmt nicht vor euch auf die Knie gehen, geschweige denn
mit unserer Wimper zucken.“
Quelle: ANF, 25.01.2012,
ISKU
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