Friedensgruppe kehrt zurück in den Irak

Mitglieder der Friedensgruppe, die einem Aufruf von Abdullah Öcalan gefolgt und am 19. Oktober in die Türkei gekommen waren, berichten, in die kurdischen Gebiete im Irak zurückzukehren. Beide Friedensgruppen, aus den Kandil-Bergen und aus dem Maxmur-Flüchtlingskamp, gehen auf Grund des Drucks der türkischen Armee zurück.

8 PKK-Mitglieder aus Kandil und 22 Flüchtlinge aus dem Maxmur-Flüchtlings-Camp waren dem Aufruf Abdullah Öcalan, in die Türkei zu kommen, gefolgt. Während sie nach ihrer Rückkehr aus dem Irak im Oktober von den Behörden zunächst unbehelligt blieben, sollen sie nun 8 Monate später vor Gericht.
Mit der Friedensdelegation sollte der Friedenswille der kurdischen Bevölkerung und der Freiheitsbewegung demonstriert werden und gleichzeitig die Türkei in ihrer Ernsthaftigkeit zur Lösung des kurdischen Konflikts in der Türkei getestet werden.
Die Entscheidung der Behörden im Oktober, die Friedensgruppen juristisch nicht zu verfolgen – wie es bei anderen Friedensgruppen vorher geschah –, wurde von kurdischer Seite als Geste der Versöhnung gesehen. Doch schon bald wurde die Gangart der Regierung gegen die politischen Vertreter und die Zivilbevölkerung härter. Die Polizei benutzte übermäßige und unverhältnismäßige Gewalt gegen kurdische Demonstrationen, bei denen Hunderte von Kindern verhaftet, eingesperrt und mit dem Vorwurf des Terrorismus bedacht wurden, weil sie Steine gegen die Polizei warfen.

Den Mitgliedern der Friedensdelegation wird nun vorgeworfen, für eine terroristische Organisation zu werben. Sie müssen mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen.

Quelle: ANF, 19.07.2010, ISKU

ISKU | Informationsstelle Kurdistan