33 Kurd_innen in Belgien freigesprochen

BRÜSSEL – In Brüssel endete der Prozess gegen 33 Kurd_innen, denen vorgeworfen wurde, an Angriffen auf die syrische Botschaft beteiligt gewesen zu sein. Weil den Kurd_innen, die 2005 an einer Versammlung teilgenommen hatten jedoch während der Verhandlung keine Schuld nachgewiesen werden konnte wurden sie freigesprochen.
Bei Protesten gegen die Ermordung von Scheich Maşuk Haznevi im Juni 2005 kam es zu Ausschreitungen. In dem Verfahren wurden 33 Kurd_innen beschuldigt, in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2005 bei Protesten vor der syrischen Botschaft das Gebäude angegriffen zu haben und damit einen Schaden von 15tausend Euro verursacht zu haben.
Nachdem die Staatsanwaltschaft zuerst eine symbolische Bestrafung der 33 Kurd_innen anstrebte, diesen aber keine eindeutige Schuld nachweisen konnte, musste sie schließlich auch einen Freispruch fordern.
Scheich Maşuk Haznevi, der für seinen gemäßigt Haltung unter syrischen Kurd_innen bekannt war, hatte nach dem Massaker von Qamişlo 2004 starken Widerstand gegen das syrische Regime geleistet und wurde dafür im Mai 2005 entführt und exekutiert. Während die syrische Regierung an der Behauptung festhielt, Haznevi sei von Räuberbanden ermordet worden, kam später an Licht, dass die Regierung über die Ermordung des oppositionellen Scheichs informiert gewesen sei.
Nach der Ermordung des Scheichs Maşuk Haznevi wurden sowohl in Südkurdistan, als auch in vielen europäischen Städten mit der Unterstützung der Demokratischen Einheitspartei (Demokratik Birlik Partisi, PYD) Protestkundgebungen organisiert.

Quelle:ANF, 24.02.2010, ISKU

ISKU | Informationsstelle Kurdistan