| Todesurteile
gegen zwei weitere kurdische politische Gefangene im Iran
URMİYE – Das iranische Regime
sprach gegen zwei weitere politische Gefangene kurdischer Abstammung die
Todesstrafe aus. Mit diesen Urteilen des Gerichts von Urmiye steigt die
Zahl der politischen Kurd_innen im Iran, die akut von der Hinrichtung
bedroht sind, auf 20.
Der 25-jährigen Muhammed Emin Abdullahi, der eine 20-jährige Haftstrafe
zu verbüßen hatte, wurde am 16. Januar vom Gericht von Urmiye zum Tode
verurteilt. Abdullahi, gemeldet in Bokan, wurde wegen „des Kriegs gegen
Allah und der Gefährdung der nationalen Sicherheit“ angeklagt. Die Freiheitsstrafe
über 32 Jahre, zu der Qadir Muhammed Zade verurteilt wurde, ist vor demselben
Gericht in ein Hinrichtungsurteil umgewandelt worden. Ebenfalls in Bokan
gemeldet, wurde Muhammed Zade der „Organisierung in illegalen Gruppen“
beschuldigt. Es ist nicht bekannt, wegen welcher Mitgliedschaft in welcher
Organisation beide angeklagt sind.
In den vergangenen zwei Wochen sind 3 kurdische, politische Gefangene
zum Tode verurteilt worden. Şirin Elem Hulu, die 2007 in Teheran verhaftet
wurde, ist letzte Woche wegen der Mitgliedschaft in der PJAK zum Tode
verurteilt worden.
Amnesty international hatte die Hinrichtung von Fesih Yasemini am 6. Januar
durch das iranische Regime verurteilt und forderte die Aufhebung der Todesurteile
gegen kurdische Gefangene im Iran.
In London startete amnesty international eine Kampagne für die Begnadigung
von Hebibullah Letifi, der sich in der Todeszelle des Gefängnisses in
der ostkurdischen Stadt Sine befindet. Letifi wurde mit dem Vorwurf des
„Kriegs gegen Allah“ 2008 zum Tode verurteilt. In einem Aufruf an die
iranischen Verantwortlichen forderte amnesty international die Aufhebung
des Todesurteils gegen Letifi.
Quelle: ANF, 21.01.2010,
ISKU |