| Massenabschiebung kurdischer Flüchtlinge Die Bundesrepublik Deutschland hat eine Massenabschiebung von 150 kurdischen Flüchtlingen von Düsseldorf nach Istanbul durchgeführt. Die meisten wurden bei der Ankunft festgenommen. Wie Rechtsanwältin Yeter Kaplan erklärte, würden die Massenabschiebungen aus Kostengründen zweimal jährlich durchgeführt. Dabei seien auch Kranke aus Krankenhäusern geholt und abgeschoben worden. 2008 war für kurdische Flüchtlinge ein schweres Jahr. Zehntausende waren mit der Begründung, die Türkei habe sich demokratisiert, von Asylwiderrufsverfahren betroffen. Diejenigen, denen das Aufenthaltsrecht enzogen wurde, leben mit einer Duldung in der ständigen Gefahr der Abschiebung. 150 von ihnen wurden gestern mit einer Chartermaschine unter hohen Sicherheitsvorkehrungen aus Düsseldorf abgeschoben. Um Widersprüche zu verhindern, sind bei solchen Flügen Mitarbeiter der Ausländerbehörde sowie Ärzte anwesend. In Deutschland leben über 150 000 Flüchtlinge mit einer Duldung. Quelle: ÖP, 20.12.2008, ISKU |
Übersetzung
aus dem Türkischen |
| ISKU | Informationsstelle Kurdistan |