Weiterer US-Stützpunkt in Südkurdistan MEHMET YAMAN -ANF Der Grund für die Unterstützung durch die USA bei der Bombardierung der Kandil-Berge durch die türkische Armee wird immer deutlicher: In Südkurdistan ist im Einverständnis mit der kurdischen Regionalregierung und der Türkei an der Grenze zum Iran ein strategischer Militärstützpunkt eingerichtet worden, wo Experten aus den USA und aus Israel stationiert sind und von der aus der Iran anvisiert wird. Ein ähnlicher Stützpunkt soll mit Genehmigung der Türkei in Hakkari-Yüksekova aufgebaut werden. Fotos von dem Stützpunkt in Südkurdistan, der mit strengen Sicherheitsvorkehrungen bewacht wird, sind erstmalig von der Nachrichtenagentur ANF veröffentlicht worden. Der Aufbau des mit modernsten Satelliten- und Radarsystemen ausgerichteten Stützpunktes findet mit Unterstützung der Türkei statt. Die USA transportieren das dafür notwendige Material über die Türkei nach Diyana in Südkurdistan. Über die Entstehung des neuen Militärstützpunktes wurde ANF von einem Militärexperten informiert, der lange Zeit sowohl mit dem gestürzten irakischen Regime als auch mit der Regierung Südkurdistans und den US-Kräften im Irak zusammen gearbeitet hat. Demnach wird der Stützpunkt auf dem strategisch wichtigen Berg Korek aufgebaut, der sich in der Nähe der Kleinstadt Diyana befindet. Die Umgebung ist zum militärischen Sperrgebiet erklärt worden, zu dem nur US-amerikanische und israelische Experten sowie Unterstützung leistende Sondereinheiten Zugang haben. Die Umgebung wird von einer aus ca. 500 Mann bestehenden, von den USA ausgebildeten Peschmerga-Sondereinheit gesichert. Genau hier waren vor der US-Intervention im Irak Einheiten des türkischen Geheimdienstes MIT stationiert, die den Auftrag hatten, die Kommunikation in den Guerillagebieten Kandil und Lolan abzuhören. Israelische und us-amerikanische Zeitungen, wie das Wall Street Journal vom 11.09.2007, haben bereits über den Aufbau eines solchen Stützpunktes in drei bis vier Kilometer Entfernung von der Grenze zum Iran berichtet. Politexperten aus der kurdischen Region berichten, dass die USA und Israel, falls die an der PKK ausprobierte Geheimdienst- und Aufkärungsarbeit erfolgreich verläuft, das gleiche in ähnlicher Form gegen den Iran anwenden wollen. Insofern werden mit dem Prozess, der mit den geheimdienstlichen Informationen über die PKK an die Türkei begonnen hat, mittel- und langfristige Erfolge angestrebt. Der erste Schritt dazu soll bei einem Treffen zwischen den USA, Israel und der Türkei im Hotel Khanzad zwischen Hewler und Selahaddin gesetzt worden sein. Hierbei soll beschlossen worden sein, dass im Gegenzug zu der Gewährleistung geheimdienstlicher Informationen über die Region Kandil an die Türkei diese von harten Erklärungen und Drohungen gegen die kurdische Regierung absehe sowie zum Aufbau von Militärstützpunkten, mit denen der Iran und Syrien anvisiert werden, beitrage. Quelle: ANF, 02.01.2008, ISKU |
Übersetzung
aus dem Türkischen |
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