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Wer zu spät aufwacht, den bestraft Allah!
Der Moscheebau in Essen ist eine Provokation

"Als ein Symbol gegenseitiger Toleranz und verständnisvoller Zusammenarbeit feierten Muslime gemeinsam mit Christen die Grundsteinlegung für Essens erste 'richtige' Moschee in Katernberg" schrieb die NRZ vom 3. November '97.
Der Moscheeverein an der Katernberger Straße, der im März 95 bei einem "Brandanschlag" zerstört worden war, hat damit begonnen, eine Moschee mit Minarett (Turm) und "Kulturzentrum" zu bauen. Damals waren "kurdischen Terroristen" für den Brand verantwortlich gemacht worden. Doch sprach vieles dafür, daß der Brand von innen gelegt wurde. Wollten womöglich "Gläubige" drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Gelder von der Versicherung kassieren, dem kurdischen Befreiungskampf schaden und die Genehmigung für den lang ersehnten Bau einer Moschee mit Minarett problemloser erreichen?
Obwohl die überwiegende Zahl der Bevölkerung Moscheen, Gebetsrufe etc. als Provokation, Ärgernis und Ruhestörung empfindet, hat die Stadt Essen - ohne eine offene Diskussion darüber zu starten - den Moscheebau genehmigt.
Wie inzwischen feststeht, wird die Moschee von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) gebaut. DITIB ist eine als religiöse Institution getarnte Organisation des türkischen Ministeriums für religiöse Angelegenheiten. Die DITIB-Zentrale wurde auf Initiative des türkischen Geheimdienstes MIT 1985 in Köln gegründet. Die Dachorganisation für mehr als 700 Moscheevereine in Deutschland ist europaweit organisiert und hat rund 100.000 Mitglieder. Die meisten Islambeauftragten, die für die DITIB-Moscheen tätig sind, sind vom türkischen Staat bezahlte Agenten. Es herrscht eine stramme hierarchische Organisationsstruktur. Bedienstete, die sich nicht an die Abmachung halten, werden vom Dienst suspendiert oder in die Türkei zurückgeschickt. So wurden vor drei Jahren in Gelsenkirchen drei Vorbeter, die eine weitere Zusammenarbeit mit dem türkischen Geheimdienst MIT ablehnten, von ihrem Dienst suspendiert.
Auch wenn offiziell der türkische Staat durch "kontrollierte religiöse Betreuung" unerwünschten islamischen Strömungen entgegenwirken will, ist doch in der Realität die Ideologie der DITIB ebenso extremistisch wie die anderen zahlreichen türkisch-islamischen Verbände.
Die Moschee in Essen soll offiziell 3,5 Millionen Mark kosten und angeblich "überwiegend aus Spendengeldern" finanziert werden. Sie soll für rund 400 "Gläubige" Platz bieten. Wir erinnern an dieser Stelle an die mit bislang 12 Millionen teuerste Moschee Deutschlands in Mannheim. Bei ihrer Eröffnung verkauften "Gläubige" an einem Buchstand Hitlers "Mein Kampf" in türkischer Übersetzung. Das "Gebetshaus" wurde zu einem wesentlichen Teil von der rechtsradikalen Gruppe "Graue Wölfe" finanziert.
Wer glaubt, die Islamisierung unter den rund 2 Millionen Moslems in diesem Lande mit Toleranz Einhalt zu gebieten oder zu integrieren, täuscht sich gewaltig. In sämtlichen Moscheen werden reaktionäre politisch-religiöse Ziele verfolgt, eine Integration der türkischen Arbeitnehmer in die deutsche Gesellschaft wird abgelehnt.
Bis heute hat der Islam auf seine Fahne die Vernichtung der "Ungläubigen" geschrieben. Der Haß eines "wahren Moslems" gegen Andersdenkende rührt letztlich aus dem Koran. Sure 5, Vers 51 des Korans schreibt vor: "Ihr Gläubigen! Nehmt nicht die Juden und Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn sich einer von euch ihnen anschließt, gehört er zu ihnen."
Das neue "Kulturzentrum" wolle besonders Jugendliche ansprechen und mit seinen Aktivitäten zu Integration beitragen, sagte der türkische Religionsattaché bei der Grundsteinlegung. Doch sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Egal ob es sich dabei um die Moscheen irgendwelcher der zahlreichen türkisch-islamischen Verbände oder dem türkischen Regime unterstehende DITIB-Moscheen handelt; sie alle üben eine antiintegrative Funktion aus. Und gerade für Jugendliche haben sie negativen Einfluß.
Neuste Forschungsergebnisse der Universität Bielefeld haben herausgestellt, daß über 40 vH aller muslimischen Schüler bereit sind, wenn sie von ihren Führern dazu aufgefordert werden, alle anderen Religionen als Feinde anzusehen und diese als Ungläubige zu verdammen. 55 vH dieser Schüler sind nach Aufforderung dieser Führer sogar bereit zur Durchsetzung des Islam als Weltreligion, Gewalt gegen Andersdenkende anzuwenden.
Es geht dem türkischen Regime inzwischen um mehr als eine "freie Religionsausübung". Es geht um Machtdemonstration. So sind auch folgende Ausdrücke von führenden türkischen Lobbyisten (auch wenn es sich wie ein Scherz anhört) nicht rein zufällig: "Die Osmanen haben es bis Wien geschafft, und wir (Türken!) sind bis nach Berlin gekommen". Die Machtdemonstration des türkischen Regimes und Islamisten kann so leicht von rechten und rechtsextremen Deutschen institutionalisiert werden, um wahlpolitisch Punkte zu machen und von der sozialfeindlichen Politik der Bundesregierung abzulenken.
In einem der letzten Flugblätter der faschistischen NPD, die breit verteilt werden, heißt es in einem Aufruf an die "Lieben deutschen Mitbürger!": "[...] Unter der Angst vor dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit findet sich kaum noch ein Politiker der Parteien, die im Stadtrat oder im Landtag vertreten sind, - und kein höherer Kirchenbeamter, der bereit ist, ein 'bis hierher und nicht weiter' zu sagen und auch durchzusetzen. Wir Deutschen sind allem Schutzlos ausgeliefert [...]".
Die zahlreichen Moscheen führen dazu, daß die von vielen Bürgern vorhandene Fremdenfeindlichkeit noch unterstrichen wird. Mit der "liberalen" Unterstützung der Islamisten überlassen die bürgerlichen und "linken" Parteien die politische Bühne diesen rechten Elementen. An dieser Stelle gilt unsere Kritik besonders der deutschen Sozialdemokratie und den Grünen, die stillschweigend die Anträge von den islamistisch-faschistischen Gruppierungen unterstützen, um damit ihre "Minderheitenfreundlichkeit" zu beweisen.
Dies wird unverhohlen von Trittbrettfahrern ausgenutzt. Dabei sei insbesondere Halis Özkan erwähnt, der sich als "Vertreter der Aleviten in Europa" bezeichnet. Dieser, von der türkischen islamistisch-nationalistischen Koalitionsregierung Erbakan/Çiller (inzwischen von Yilmaz abgelöst) eingesetzte Vorsteher der Stiftung 'Republikanische Erziehungszentrale' (eine staatlich gelenkte rechtsradikale "Aleviten"-Organisation aus der Retorte) scheut sich sogar nicht davor eine in der Bevölkerung schwelende Abneigung gegen die Islamisten für seine populistischen Zwecke zu nutzen. Er wird in der WAZ mit den Worten zitiert "...der Namensgeber der Moschee Yavuz Sultan Selim ist ein Hitler...". Dabei hat er jedoch offensichtlich vergessen, daß er als Mitglied einer "christlich-islamischen Gemeinschaft" in Essen von Zeit zu Zeit zum Freitagsgebet in die Räume dieser genannten Moschee einlädt. Damit beweist er seine Doppelmoral und seine fragwürdige Glaubwürdigkeit.
Schlußfolgernd kann in bezug auf die offensichtliche Unterwanderungspolitik der Islamisten und Nationalisten unter Ausnutzung von Minoritätsrechten nur von einer blinden und undifferenzierten Gutgläubigkeit gegenüber diesen Elementen gewarnt werden. Hier ist insbesondere unverständlich, warum durch den ach so toleranten deutschen Staat gegen demokratische Minoritätsorganisationen massiv vorgegangen wird, während man Islamisten, Nationalisten und anderen Antidemokraten soviel Freiraum gewährt.
Die tolerierten, ja sogar geförderten Korankurse sind beispielsweise stark staatlich geförderte Einrichtungen, obwohl sie von rechtsextremistisch-islamistischen Gruppen gelenkt werden.
Diese Gruppierungen scheuen sich dagegen nicht, wie in Duisburg einen Ablehnungsbescheid gegen ihren "Muezzinantrag" mit einem "heißen Tanz" zu bestrafen.
Darf Intoleranz durch Toleranz belohnt werden?
Wer keine Verstärkung der Ausländerdiskriminierung will, sollte sich daher gegen eine weitere Polarisation der Gesellschaft wenden und sich vor der Bewilligung von weiteren Moscheebauten hüten.
"Die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben" sprach der Essener Generalkonsul Erol Etcioglu bei der Grundsteinlegung aus, der bei keiner Veranstaltung der faschistischen MHP fehlt. "Menschen dürfen nicht wegen ihrer Kultur angegriffen werden", sagte er. Wer Toleranz für sich einfordert, sollte sie vor allem selbst ausüben. Ein Staat der seine eigenen Minderheiten (Aleviten, Kurden, Christen etc.) massiv unterdrückt, hat nicht das moralische Recht dazu, dies für sich zu beanspruchen.

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