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Österreich am Ende

Die Regierung hat eines ihrer Ziele erreicht: Bezüglich Diskriminierung von Homosexuellen liegt Österreich in Europa nunmehr einsam an der Spitze. Diese Spitzenposition verdankt Österreich der Gesetzgebung Rumäniens. Bisher hatte Rumänien die repressivsten Gesetze Europas was Homosexuelle anbetrifft. Allerdings beendete Rumänien durch mehrere Gesetzesänderungen am 20.12.2001 diese Spitzenposition und liegt nun durch den gleichzeitigen Beschluss eines umfassenden Antidiskriminierungsgesetzes unter den fortschrittlichsten Ländern Europas. In Rumänien ist nun eine Ungleichbehandlung oder Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung gesetzlich verboten.

In Österreich bleibt der 209 StGB (Strafbarkeit homosexueller Handlungen mit einem Partner unter 18 Jahren bei Männern, bei heterosexuellen und homosexuellen Frauen unter 14 Jahren) Dank bekennender Ungleichbehandler wie Khol und Schüssel weiterhin bestehen. Österreich ist jetzt das einzige Land Europas, das noch eine solche Strafbestimmung als Gesetz hat. Gesetzliche Diskriminierungen gibt es in Europa lediglich in Albanien, Serbien, Moldawien und eben der faschistischen Alpenfestung.

aus TATblatt Nr. +186 vom 2. Mai 2002

 
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