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Lesefutter - Kopfstands kleiner
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Die schwarze Reihe: Die Zeit des Nationalsozialismus
Buchreihe im Fischer Verlag
Seit über 20 Jahren erscheinen
in der schwarzen Reihe Memoiren, Erlebnisberichte, Tagebücher,
wissenschaftliche Monographien und Dokumentationen sowie Sammelbände mit neuen
Forschungsergebnissen, die sich an ein großes Publikum wenden.
Zwei Bücher aus der schwarzen Reihe:
Umfassend und übersichtlich
werden alle Facetten des riesigen Vernichtungsapparats aufgezeigt, der die Massenmorde
erst möglich machte. Die klare Gliederung erlaubt es, sich schnell zurechtzufinden, man
muß nicht das ganze Buch in einem Zug lesen. Alle Beteiligten - Täter, Opfer und
Zuschauer - werden gleichermaßen berücksichtigt. Empfehlenswert.
Raul Hilberg: Täter, Opfer, Zuschauer -
Die Vernichtung der Juden 1933-1945,S.Fischer, Frankfurt/M. 1992
Die Welt müssen wir wissen lassen
zitiert Glazar einen Mitgefangenen, der genau wie er als Mitglied eines Kommandos, das
Wertsachen von Getöteten sortieren mußte, gefundenes Geld und Wertsachen heimlich
schmuggelte, um damit die Fluchten von anderen Häftlingen organisieren zu können, die,
über die Schaltstelle Warschauer Ghetto, die Welt von den Vorgängen in Treblinka
informieren sollten. Die Welt müssen wir wissen lassen dies ist auch
eine wesentliche Motivation für den Aufstand am 2. August 1943, an dem Glazar teilnahm
und durch den er Treblinka entkam.
Richard Glazar: Die Falle mit dem grünen
Zaun - Überleben in Treblinka, S.Fischer, Frankfurt/M. 1992
Eine kommentierte Übersicht über Bücher zum Thema gibt es unter dem Namen Antifschistische Literaturliste im Unrast Verlag. Die Auswahl beschränkt sich nicht nur auf das Thema Faschismus, sondern bezieht auch Rassismus, Sexismus, Nationalismus und kapitalistische Strukturen mit ein. Die Bibliographie wird ergänzt durch entsprechende Zeitschriften und Archive sowie ein ausführliches Stichwortverzeichnis.
Kleine Auswahl:
Die unheilige Allianz der I.G. Farben
Die Politik der
Nationalsozialisten wurde von leitenden I.G. Farben-Angestellten in der gesamten
Entwicklung maßgeblich bestimmt. Die I.G. Farben hat an der deutschen Hochrüstung wie an
der Judenvernichtung profitiert, Zehntausende von ZwangsarbeiterInnen sind bei der
Sklavenarbeit ums Leben gekommen. Der 2. Weltkrieg wurde militärisch verloren, die
kapitalistischen Gewinner waren Bayer, BASF und Hoechst.
Joseph Borkin: Die unheilige Allianz der
I.G. Farben - Eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich, Campus
Der antifaschistische Staat entläßt seine Kinder
Wie verbreitet sind
Rechtsextremismus, Fremdenhaß und Gewalt bei der Jugend in den neuen Bundesländern? Sind
sie Erbe des Realsozialismus oder Produkt der Wende? Welche Gegenstrategien und Konzepte
haben Aussicht auf Erfolg? Fragen, auf die das Buch Antworten zu finden bemüht ist.
Karl- Heinz Heinemann/ Wilfried Schubarth (Hg.):
Der antifaschistische Staat entläßt seine Kinder- Jugend und Rechtsextremismus in
Ostdeutschland, PapyRossa
Eliten für Nation und Vaterland - Burschenschaften
Den Burschenschaftlern wird ja oft ein Hang zum
Rechtsextremismus vorgeworfen. Doch wer weiß eigentlich genau über historische oder
ideelle Hintergründe bescheid und kann mitreden? Wer sich in heiße Diskussionen stürzen
möchte, ein Referat über dieses Thema halten will oder noch keine Idee für seine
Projektarbeit hat, sollte sich das vorliegende Buch auf alle Fälle besorgen. Keinesfalls
als Gute-Nacht-Lektüre geeignet, bietet der ca. 400seitige Schmöker vielmehr knallharte
Fakten, wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Thematik wird schnörkellos in kurzen
Aufsätzen in einem historischen Längsschnitt untersucht. Dies setzt beim Leser relativ
hohe Maßstäbe voraus. Aus der großen Bandbreite der Sachgebiete und Epochen der
Burschenschaftsbewegung läßt sich mehr als nur ein Überblick in die Problematik
Burschenschaft und Rechtsextremismus gewinnen.
Fazit: ein Buch zum Nachschlagen und Vorbereiten.
Belletristen Finger weg! Überfütterungsgefahr!
D. Heither, M. Gehler, A. Kurth, G. Schäfer:
Blut und Paukboden, Fischer Taschenbuchverlag, 24, 90 DM
Bücherverbrennung von Burschenschaftlern beim Wartburgfest 1817