Undercover! Wie die CDU mit Untergrund- kämpfern unsere Jugend analysiert Jugendliche entfernen sich mehr und mehr von den Sorgen der Politiker (KOPFSTAND  vom Juli). Das hat nun auch der Landesverband Thüringen der Christlich Demokratischen Union (CDU) erkannt.
Mit ungewohnt kreativen Einfällen will man hier die Jugend und den Draht zu ihr zurückgewinnen. In Abwandelung eines bekannten Wendeslogans   heißt es in der Thüringer CDU nun „Christdemokraten in die Schulen“. Speerspitze der Partei ist der ehemalige Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der Partei Volker E.
Der Ex- MdL ist ausgezogen um sich erneut das Turnhöschen anzuziehen. „Die Nähe von Jugend und Politik wiederherstellen“ will der adrette Mittdreißiger. Ausgerechnet das Neustädter Gymnasium hat er für diesen ungewöhnlichen Publicity- Coup auserkoren. Kein Zufall. Schon als junger Praktikant weilte er in der schönen Orlastadt, wenn er es auch schon vergessen und verdrängt hat. Naja, das kleine Hand- auf- Schülers- Wange- hauen- Spielchen vergißt man gern. Aber, aber. Schnee von gestern.
Schönes Wetter gibt es dagegen in Paris. Mutmaßungen derer die es wissen müssen zur Folge, war Volker E. im Auftrag der Partei in den letzten Wochen auch in der französischen Hauptstadt unterwegs, um mit dem Motorrad einer Vertreterin der eher wohlhabenden Klientel der Partei hinterherzujagen. Ob es vor dem Unfall zum Parteieintritt kam, ließ sich leider nicht in Erfahrung bringen. Das Motorrad jedoch wurde kurz darauf abgemeldet, jetzt fährt Sportlehrer E. wieder Moped. Was dann ja auch wieder etwas jugendlicher und schülernah ist. Genau wie das Leeren von Bierflaschen unter Zuhilfenahme von Zwölftklässlerkehlen. Jetzt hätten wir dann auch den Bogen gekriegt um ausrufen zu können: „Die Folgen der massiven, oft auch sehr subtilen Indoktrination wirken sich bis heute aus . Die Thüringer Schule darf nie wieder zum Tummelfeld von Ideologen werden!“ *       

A. Obst

*Landtagswahlprogramm der CDU Thüringen, 1994

Arbeit und Freizeitbeschäftigung gleichermaßen: Volker E. als motorisierter Paparazzo
(hier als unschuldiger Christdemokrat verkleidet)
 


  Lady Di - Die ganze Wahrheit - Lady Di ist tot. Da die ganze Welt daran anteilnahm, wollten wir uns nicht lumpen lassen und auch unseren Beitrag dazu leisten. Da wir aber über keinerlei Reporter verfügten, die uns ständig auf dem laufenden halten, was die Ermittlungen über den Tod der Lady betreffen  (Unser Mitarbeiter Volker E., auch Volker Verfolger genannt, befand sich zu der Zeit auf der Flucht vor der Pariser Polizei und hatte deshalb noch keine Zeit, seine Story zu schreiben bzw. seine Fotos entwickeln zu lassen), griffen wir zur nächstbesten Quelle, der Bildzeitung. Sechs Tage BILD - das bedeutet, sechs gravierende Nachrichten, eine spektakulärer als die andere, schockierten nahezu alle 834 Leser(Innen) und alle drei Käufer(Innen). Damit jeder, der nicht über das notwendige Kleingeld verfügt, nicht auf diese verzichten muß, faßten wir die Nachrichten über die Lady eines jeden Tages zusammen (natürlich nicht ohne Kommentar).

1. Tag: Lady Di ist tot. (es waren genau 5 Seiten dieser Ausgabe notwendig, um
den Lesern dies klar zu machen)

2. Tag: Aufgrund der Tatsache, daß die Hetzjagd der Paparazzi Todesursache der Lady war, weigert sich die deutsche Presse (inklusive BILD), Fotos von ihrem Unfall zu kaufen und zu veröffentlichen, da diese unmittelbar nach dem Crash von selbigen Paparazzi gemacht wurden. (Dies ist auch der Grund dafür, daß auf den Fotos des Wracks in der Bildzeitung nur die Leiche des Fahrers zu sehen war)

3. Tag: Aktueller Erkenntnisstand: Lady Di’s Tod ist ein Racheakt australischer Eingeborener. Grund: vor 160 Jahren wurde ein Aborigines von britischen Soldaten enthauptet. (Deshalb wahrscheinliche Unfallursache: ein geplatzter Reifen, der von einem Pfeil getroffen wurde. Dieser Pfeil war mit dem tödlichsten australischen Gift getränkt: FOSTERS)

4. Tag: Lady Di’s Zustand nach wie vor unverändert. (Die Nachricht spricht für sich)

5. Tag: Neuester Stand der Dinge: Der Tod der Lady ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des britischen Geheimdienstes mit arabischen Waffenhändlern mit dem Ziel, eine Hochzeit zwischen Diana und Dodi Al-Fayed zu verhindern. Denn welcher echte Brite möchte von seinem König schon sagen können, er habe einen Bruder namens Mohammed?
(Grund zu dieser Annahme: Der Geheimdienstmitgliedsausweis des Chauffeurs wurde in dem Wrack gefunden. Weiterer Grund: In keinem Reifen des Wagens stak ein Pfeil. Dieser befand sich im Rücken eines zufällig anwesenden Unbeteiligten. Sein Name: Jaques Croissance. Er verweigert bis heute jede Aussage)

 6. Tag: Abbruch aller Fahndungen nach Volker E. (Aber wie wir uns kennen sitzt der wieder irgendwo in einer Umkleidekabine und trauert seinem Motorrad  hinterherher).

                                  Papa Razzo


In der nächsten Ausgabe auf der Kopschuß-Seite: Der umstrittene Tod von Harry Wijnford