land in sicht ordnungswidrige aktionstage 16. bis 22. august 2002 in hamburg

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Perspektiven linksradikaler Hochschulpolitik im Standort Deutschland

11.08.2002 - Anonym

In diesem Zusammenhang beteiligten wir uns an den Aktivitäten während des Streiks. So versuchten wir unsere Minderheitsposition einzubringen ohne BeobachterIn zu bleiben. Der verschärfte Verwertungsangriff in allen gesellschaftlichen Bereichen macht auch vor den (Hoch)schulen keinen Halt. Auch hier wird nach "nützlichen" und "unnützlichen" Wissenschaften und Studierenden unterschieden. Damit sind auch die (Hoch)schulen ein Feld der Auseinandersetzung gegen die neoliberale Politik. Deswegen wollen wir mit allen Interessierten folgende Fragen diskutieren: Welche Funktionen haben Hochschulen in der Gesellschaft (Elitenbildung, Auslese)? Wie ist das Verhältnis zwischen Linksradikalen und Hochschulpolitik? Was ist eigentlich studentische Politik? Kann studentischer Protest emanzipatorisch und frei von Herrschaftsverhältnissen sein, oder sind die Studierenden nicht auch Teil der autoritären, rassistischen Formierung? Falls Intervention gewünscht ist, wie sollte diese aussehen ohne dabei unsere Positionen zurückzustecken? Und wie sollten unsere Strukturen dabei aussehen? Welche BündnispartnerInnen kommen für uns in Frage? Tatort Hamburg Genauso wie sich die gesellschaftlichen Umstrukturierungen an den Hochschulen niederschlagen, sollte sich der studentische Protest auf diesen gesamtgesellschaftlichen Rahmen beziehen, um wirkungsvoll zu sein. Die reine Verteidigung von Privilegien ist für uns keine Grundlage für politische Zusammenarbeit. Der bisherige studentische Protest gegen den Wissenschaftssenator Dräger & Co. ist unserer Meinung nach nicht ausreichend. Die Einpunkt Forderung "gebührenfreies Studium für Alle" darf auf keinen Fall zu einem Konkurrenzkampf um staatliche Gelder werden. Stattdessen muss es darum gehen, zusammen mit anderen emanzipatorischen gesellschaftlichen Gruppen der Ökonomisierung und Entsolidarisierung in der Gesellschaft auf breiter Front wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen! Dabei sollte Staats- und Kapitalismuskritik keine untergeordnete Rolle spielen. Wir wollen das "land in sicht" Camp dazu nutzen um über die aufgeworfenen Fragen zu diskutieren. Standort Deutschland verraten!