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Einladung zur Berichterstattung Jena, 15.07.02

von Pressegruppe - 16.07.2002 18:04

Einladung zur Berichterstattung Jena, 15.07.02

Öffentliche Tatortbesichtigung auf dem Topf&Söhne-Gelände

Einladung zur Berichterstattung Jena, 15.07.02

Öffentliche Tatortbesichtigung auf dem Topf&Söhne-Gelände

Auch in Erfurt lassen sich die Spuren der nationalsozialistischen Vergangenheit nicht verwischen. Auf dem Gelände der ehemaligen Firma „Topf&Söhne“ wurden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges Krematorien für Konzentrations- und Vernichtungslager hergestellt, die unter anderem auch in Auschwitz, Buchenwald und Bergen-Belsen Anwendung fanden. Zudem waren auf dem Gelände mehr als 300 Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen beschäftigt, von denen ein großer Teil der Überlebenden bis heute noch nicht entschädigt wurde. Die Stadt Erfurt hat es nie für nötig gehalten, diesen festen Bestandteils des deutschen Vernichtungswahns zu thematisieren.
Seit etwas mehr als einem Jahr haben linke Gruppen das Gelände besetzt, um auf diesem Ort ein politisches und soziales Zentrum zu schaffen und Wege zur Aufarbeitung dieses Täterortes der deutschen Geschichte zu finden.

Im Rahmen des 5. Antirassistisches Grenzcamps, dass in diesen Tagen in Jena statt findet, wollen antirassistische und antifaschistische Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet heute um 15 Uhr eine so genannte Tatortbesichtigung auf dem ehemaligen Gelände „Topf&Söhne“ begehen. Diese Aktion hat neben einem bildungspolitischen Aspekt vor allem das Ziel, an die NS-Vergangenheit der Stadt Erfurt zu erinnern und auf neofaschistische Kontinuitäten hinzuweisen, die bis heute traurigen Bestand haben.

Die Vertreter der Presse sind hiermit eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Ort: Rudolstädterstraße 1 (Nähe Weimarische Straße/Aral-Tankstelle)
Sebastian Holbein (Pressekontakt vor Ort:
Sebastian Holbein
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Grenzcamp



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