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Presseerklärung Begrüßungsdemo Jena, 13.07.02

von Pressegruppe - 16.07.2002 17:19

Presseerklärung Jena, 13.07.02


Begrüßungsdemo durch die Jenaer Innenstadt erhält anlässlich rigider Polizeikontrollen zusätzliche Brisanz

Presseerklärung Jena, 13.07.02


Begrüßungsdemo durch die Jenaer Innenstadt erhält anlässlich rigider Polizeikontrollen zusätzliche Brisanz

300 Teilnehmer des Antirassistischen Grenzcamps demonstrierten heute Mittag durch die Jenaer Innenstadt. Sie wollten damit die Gründe für das Aktionscamp gegen Rassismus, Grenzüberwachung und Diskriminierung von Flüchtlingen in die Öffentlichkeit tragen. Während der Demonstration wurde eine Massenzeitung verteilt und verschiedene Redebeiträge gehalten. Eine größere Zahl von DemonstrantInnen im so genannten Pink-Silver-Block, erprobten durch ihr Auftreten im „Cheerleader-Stil“ neue Aktionsformen. Die Polizei war stark präsent, zeigte sich jedoch zurückhaltend.

Die Demonstration begann nicht wie ursprünglich geplant auf dem Marktplatz sondern vor der Polizeihauptwache am Anger. Grund dafür sind die strengen Kontrollen seitens der Polizeibeamten. Gerade nicht-deutsche Menschen und Flüchtlinge wurden am gestrigen Tag wegen des Verdachts der Verletzung der „Residenzpflichtregelung“ nach Ausweispapieren angehalten.

Martin Kleber, einer der PressesprecherInnen für das Grenzcamp: „Wir schätzen die Situation so ein, dass die Polizei mit ihrem Verhalten bewusst auf Konfrontationskurs geht. Indem die Beamten genau auf dem Punkt beharren, den wir mit dem Camp symbolisch und durch Mittel des zivilen Ungehorsams angreifen wollen – nämlich die Residenzpflicht – stellen sie das gesamte Camp unter Kriminalitätsverdacht.“

Zu Beginn des Grenzcamps am Freitag waren verstärkt Kontrollen durch die Polizei durchgeführt worden. Ayaba Lucas, ein Sprecher der Flüchtlings-Selbstorganisation The Voice aus Jena wurde festgenommen und zwei Stunden an einen Stuhl gefesselt in Gewahrsam gehalten. Lucas ist anerkannter Flüchtling. Er selbst sowie andere VertreterInnen des Grenzcamps protestierten in Redebeiträgen gegen dieses Vorgehen der Polizei.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Martin Kleber, erreichbar über .

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