GRENZCAMP 2001   FRANKFURT/M AIRPORT

 
4. antirassistisches Grenzcamp vom 27. Juli bis 5. August 2001 beim Flughafen Frankfurt/Main
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SCHLUSS MIT TOLERANZ!

Grenzcamp 2001: Innenstadttag, Mittwoch, den 1. August
von Innenstadt-AG - - 27.07.2001 21:22

Der Innenstadttag im Rahmen des vierten Grenzcamps richtet sich gegen die
Grenzziehungen, die legalen wie illegalen MigrantInnen das Leben in den
städtischen Zentren schwer bis unmöglich machen.

Fake-Logo zur frankfurter Gewalt-Sehen -Helfen-Kampagne

Grenzcamp 2001: Innenstadttag,
Mittwoch, den 1. August

Gegen die Rassismen auf den Strassen und in den Stuben!

Innenstadttag im Rahmen des vierten Grenzcamps richtet sich gegen die Grenzziehungen, die legalen wie illegalen MigrantInnen das Leben in den städtischen Zentren schwer bis unmöglich machen. “Innenstadt” aber auch, weil hier eine Politik der Angst betrieben und das Stigma des “gefährlichen Ausländers” produziert wird.
Leute ohne anerkannten Aufenthaltsstatus sind unternehmerischer und
privater Ausbeutung besonders ausgeliefert; der Arbeiterstrich auf der Hanauer Landstrasse ist ein Beispiel, die Schufterei von privaten Dienstmädchen ein anderes. Die immer umfassender werdende Kontrolle städtischen Lebens bedeutet ständige Bedrohung: Die massive Präsenz des Bundesgrenzschutz am Hauptbahnhof, die vom Ordnungsamt regelmäßig durchgeführten Razzien in Frankfurter Bordells, die Videoüberwachung auf der Konstablerwache oder die ständigen Passkontrollen in der B-Ebene der Hauptwache - all das sind staatlich-städtische Aktionen, die den jederzeitigen Zugriff auf “Illegale (Handlungen)” ermöglichen. Für die Leute im Visier wird der Alltag zum Hindernislauf und werden Stadtviertel zu No-go-Areas.
Die Stadt ist aber auch Ort der täglichen Widerständigkeit von Illegalisierten, die den Zugriffen entgehen, ihr Auskommen sichern und ihren Aufenthalt retten. Diese Kämpfe, die allzuoft kriminalisiert werden, wollen wir unterstützen.

Gerne und viel wird in letzter Zeit von Zivilcourage und Sicherheit gesprochen: Nie ist damit aber ein engagiertes Eingreifen gegen und Schutz vor behördlichen Maßnahmen gemeint. Es geht uns auch nicht um ein Multi-Kulti-Gerede, das Toleranz predigt, weil “Fremdes bereichert” , sondern um ein Ende jeder Politik, die Leute nach ihrem Paß, ihrem Namen oder ihrer Hautfarbe unterscheidet. Denn in Kategorien wie “nützlich”, “hinreichend angepasst”, oder “kulturell bereichernd” zu denken und zu sortieren ist keine Kritik an Rassismus, sondern der Modus rassistischer Politik.
Der Innenstadttag soll Zeichen setzen gegen die fiesen Blicke, die Kontrollen und Diskriminierungen auf Ämtern, dem Wohn- und dem Arbeitsmarkt.

Wer sich an den “InnenstadtAktionen” teilnehmen möchte, kann sich auf
dem Camp informieren oder am Mittwoch, den 1. August um 16 h in die
Taunusanlage (Heinedenkmal / Schachbretter) kommen.
Später, ab 19 h wird auf einer Kundgebung im Kaisersack gefeiert. Sound-
unterstützung leisten Egotronic, Rhythm King and her friends,
Blumfeld und Microphone Mafia.



eMail: innenstadt-ag@gmx.de