Antifaschismus ist kein Sommerloch-Theater.
Staatlichen Rassismus und faschistischen Terror bekämpfen!

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Route des Nazi-Aufmarsches

Antifaschistische Veranstalltungsreihe

Kein Naziaufmarsch!

Kein Naziaufmarsch am 03. September!

 

Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen

Bundesweit gehen "Frei Nationalisten", NPD und andere völkische Nationalisten in die Offensive. Ihre Märsche werden allmählich ebenso zur Normalität wie es Angriffe auf MigrantInnen, Obdachlose, jüdische Menschen und Einrichtungen und alle anderen, die nicht in ihr Weltbild passen, schon sind. Die Zahl der von Nazis Ermordeten wächst stetig.
Der Grund für diesen Aufschwung ist in der herrschenden gesellschaftlichen Entwicklung zu suchen:

  • Der heutige Kapitalismus führt zu einer zunehmenden brutaleren Konkurrenz. An Stelle der Solidarität ist das Recht des Stärkeren getreten. Der Abbau sozialer Sicherungen wird als größere Freiheit der Individuen dargestellt. Demgegenüber werden die Armen anstelle der Armut bekämpft.
  • Der Militarismus hat spätesten mit dem Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien deutlich zugenommen. Militärische Gewalt als Mittel der Außenpolitik - gegen unbotmäßige Staaten unter dem Deckmantel des Menschenrechtsinterventionismus - ist wieder Teil der deutschen Staatsdoktrin.
  • Rassismus als Strategie des Teile-und-herrsche ist in der Bevölkerung breit verankert, jahrelang geschürt von den Medien und bestärkt durch die Politik des Staates. "AusländerInnen" haben erheblich weniger Rechte, das Asylrecht wurde faktisch abgeschafft. Die Flüchtlinge, die es dennoch schaffen, hierher zu kommen, werden diskriminiert und in Container-Ghettos eingepfercht - isoliert, ausgegrenzt und abgeschoben.
Sozialdarwinismus, Rassismus, Nationalismus und Militarismus sind Eckpfeiler jeder faschistischen Politik. Deshalb können Faschisten im aktuellen politischen Klima erstarken. Sie geben sich als die konsequentesten Vertreter anerkannter gesellschaftliche Anschauungen.
Diesem Gesellschaftsklima gilt es genauso etwas entgegenzusetzen wie den davon profitierenden Nazibanden.
Dazu ist es notwendig, die Lehren aus Faschismus und Krieg für fortschrittliche Politik zu aktualisieren.
Aus diesem Grund veranstalten die Gruppen, Organisationen und Zusammenschlüsse, die sich gegen die Nazi-Aufmärsche in Hamburg zu einem Bündnis zusammengefunden haben, diese "Antifaschistische Woche". Uns geht es auch darum, über das bloße reagieren auf Nazi-Aufmärsche hinaus, antifaschistisches Bewusstsein zu verbreiten. Diese "Antifaschistische Woche", die an den 1. September, dem Anti-Kriegstag, anknüpft, soll auch unsere Positionen und Erfahrungen aufzeigen und zur Diskussion stellen.
 

Antifaschistische Veranstaltungen vom 4. bis 15. September

Ausstellung

"Hamburger Nazi-Strukturen"

Wann:

Montag, 4. bis Freitag 16. September, 18.30 Uhr

Im Rahmen der Veranstaltungswoche wird es die Möglichkeit geben sich an dem zentralen Veranstaltungsort in einer Ausstellung über den aktuellen Zustand der militanten Hamburger Neonazi-und Skinheadszene (Aktivitäten, Ideologie, Verbindungen...) zu informieren.Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor den Veranstaltungen an der HWP geöffnet...
Wo:

Hochschule für Politik (HWP), Von-Melle-Park 9 (Campus)

Wer:

Ein Projekt der AG-Sputnik

 
Vortrag & Diskussion

"Weimar 1. Mai 2000 - Schlußforderungen für die radikale Linke"

Wann:

Montag, 4. September, 19.30 Uhr

Am 1. Mai 2000 wollten die Faschisten in Weimar demonstrieren. Vor den Toren der Stadt befindet sich das KZ Buchenwald. Ein breites Aktionsbündnis konnte die geplante Zusammenrottung der Nazis verhindern. Alle Parteien im Stadtrat und autonome Zusammenhänge waren daran beteiligt. Welches sind die Schwächen und Stärken diese Bündnisses und was kann die radikale Linke daraus für die eigene Arbeit vor Ort lernen? Wir haben je einen Vertreter von PDS und Autonomen eingeladen, die aus ihrer Sicht berichten werden.
Wo:

Hochschule für Politik (HWP), Von-Melle-Park 9 (Campus)

Wer:

Eine Veranstaltung von Rotes Winterhude

 
Vortrag & Diskussion

"ZeitzeugInnen aus dem antifaschistischen Widerstand"

Wann:

Dienstag, 5. September, 19.00 Uhr

Ehemalige Kriegsteilnehmer und Angehörige von antifaschistischen Widerstandskämpfern erzählen über ihre Erlebnisse als Kinder und Jugendliche während der Zeit des Faschismus.
Wo:

Magda-Thürey-Zentrum, Lindenalle 72 (Nähe Christuskirche)

Wer:

Eine Veranstaltung der DKP mit Erna Meyer, Erich Rölk und Hartwig Baumbach

 
Vortrag & Diskussion

"Das norddeutsche Netzwerk der Neonazis"

Wann:

Dienstag, 5. September, 19.30 Uhr

Seitdem der Senat den großen Nazi-Aufmarsch vom Juli 1999 in Bergedorf ermöglichte, drängen die Neonazis immer mehr in den öffentlichen Raum vor. Was und vor allem wer steckt hinter diesen Erscheinungen? Handelt es sich um einige "Ewiggestrige" aus der Zeit des Hitlerfaschismus, irgendwelche zufälligen Gruppen gewalttätiger Glatzköpfe oder setzten Intellektuelle der militanten Rechten ihre Machtphantasien mit Hilfe von Skinheads in die Realität um? Welches Weltbild steckt dahinter und was sind die Ziele dieser Organisationen? Und wo gibt es Ansatzpunkte für eine Gegenwehr?
Wo:

Hochschule für Politik (HWP), Von-Melle-Park 9 (Campus)

Wer:

Eine Veranstaltung von REGENBOGEN - für eine neue Linke mit Andreas Speit (Journalist), Dietmar Quante (Journalist), Ariane Darendorfer (Regenbogen), und Susanne Uhl (MdBü)

 
Vortrag & Diskussion

"Über die Ursache von Faschismus & Krieg"

Wann:

Mittwoch, 6. September, 19.00 Uhr

Heute aktueller denn je: Was ist Faschismus, wie entsteht er und was haben Kriege mit Faschismus zu tun?
Wo:

Magda-Thürey-Zentrum, Lindenalle 72 (Nähe Christuskirche)

Wer:

Eine Veranstaltung der DKP mit Gerd Däumlich (Redakteur der Marxistischen Blätter)

 
Vortrag & Diskussion

"Studentische Verbindungen in Hamburg: und deutsch muß er sein"

Wann:

Donnerstag, 7. September, 20.00 Uhr

Studentische Verbindungen gingen in den letzten 15 Jahren wieder in die Offensive. Charakter, Geschichte und Gegenwart dieser Verbindungen und ihre teilweise Verquickung mit der Neo-Nazi-Szene werden am Beispiel Hamburgs dargestellt. Zentrale Begriffe des Verbindungs(un) wesens wie "Vaterland", "Ehre", "Wehrhaftgkeit" und "Elitegedanken" werden kritisiert.
Wo:

Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12

Wer:

Eine Veranstaltung der Hochechulantifa

 
Vortrag & Diskussion

"Faschismus in der Demokratie"

Wann:

Freitag, 8. September, 12.00 Uhr

Durch die spektakulären Aufmärsche Hamburger Neonazis hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit - auch in antifaschistischen Kreisen - auf das Spektrum der sogenannten "Freien Kameradschaften" gerichtet. Das militante Auftreten dieses Spektrums, der offene Bezug zu faschistischem Terror und zu Nationalsozialismus können dazu führen, dass Faschismus auf Extremismus und Gewalt heruntergebrochen wird, die mit den Mitteln des Rechtsstaats in ihre Schranken gewiesen werden sollen. In unserer Veranstaltung wollen wir auf die vielfältigen Anknüpfungspunkte faschistischer Auffassungen an den gesellschaftlichen Mainstream eingehen und die Fragen diskutieren, wie faschistische Organisationen, wie einer faschistischen (Sub-)Kultur, die sich als Vollstrecker beispielsweise des alltäglichen Rassismus begreift, entgegengewirkt werden kann.
Wo:

Brigittenstr. 5 (St. Pauli)

Wer:

Eine Veranstaltung des Antifa Café

 
Kundgebung & Aktion

"Entschädigung für Zwangsarbeit - Sie sollen endlich zahlen!"

Wann:

Samstag, 9. September, 12.00 Uhr

Diejenigen, die gezwungen wurden, für die deutsche Kriegswirtschaft zu schuften, haben bis jetzt noch nichts. Die vielzitierten 5 Milliarden der Wirtschaft sind noch nicht zusammengesammengebettelt (hier verbietet sich offenbar jeder Zwang!). Das verabredete Almosen gibt es erst, wenn alle Brotkrumen aufgesammelt sind. So sitzen in Hamburg gut ein Dutzend Firmen, die ehemals ZwangsarbeiterInnen beschäftigten und sich immer noch weigern in den Entschädigungsfond einzuzahlen. Eines der Geschäftshäuser werden wir in der Hamburger Innenstadt aufsuchen.
Wo:

Gerhart-Hauptmann-Platz

Wer:

Eine gemeinsame Aktion von VVN/BdA und REGENBOGEN

 
Gedenkveranstaltung & Blumenniederlegung

"Gedenkkundgebung für die Opfer von Faschismus und Krieg"

Wann:

Sonntag, 10. September, 11.00 Uhr

Seit 1945 wird der zweite Septembersonntag in allen ehemals vom deutschen Faschismus okkupierten Ländern als "Internationaler Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg" begangen. 1946 wurde unter großer öffentlicher Anteilnahme der Ehrenhain der Hamburger Widerstandskämpfer von Bürgermeister Max Brauer eingeweiht. Im Verlauf des Kalten Krieges verlor das offizielle Hamburg jedes Interesse, sich der von den Nazis ermordeten (vorwiegend kommunistischen) Widerstandskämpfer zu erinnern. Der Ehrenhain sollte aufgelöst werden. Diesem skandalösen Ansinnen verweigerten sich die Angehörigen und treffen sich am internationalen Gedenktag an den Gräbern u.a. von Bruno Tesch, Etkar André, Fiete Schulze; Bernhard Bästlein, Robert Abshagen, Franz Jacob und vielen anderen Toten dieser größten Hamburger Widerstandsorganisation. Nichts ist vergeben - niemand ist vergessen!
Wo:

Ehrenhain der Hamburger Widerstandskämpfer (Friedhof Ohlsdorf: 500 m. vom Haupteingang)

Wer:

Eine Veranstaltung der VVN/BdA

 
Vortrag & Diskussion

"Faschismus gestern & heute"

Wann:

Montag, 11. September, 19.00 Uhr

Ein aktiver Spanienkämpfer, Antifaschist und Teilnmehmer an der französichen Resistance berichtet über seine Erfahrungen und die aktuellen Lehren für heute.
Wo:

Hochschule für Politik (HWP), Von-Melle-Park 9 (Campus)

Wer:

Eine Veranstaltung der DKP mit Peter Gingold (ehem. Teilnehmer an der Resistance)

 
Vortrag & Diskussion

"Mit Polizeirecht gegen Neonazis?"

Wann:

Montag, 11. September, 19.00 Uhr

Eine große Koalition ruft nach schärferen Gesetzen und Organisatiosverboten. Der Anlaß ist rechte Gewalt. Soll hier ein "Geist in die Flasche" zurückgezwungen werden, oder geht es um die wirkungsvolle Durchsetzung von "Recht und Ordnung" im Sinne "Innerer Sicherheit"?
Wo:

Phil.-Turm, Hörsaal G, (Uni)

Wer:

Ein Streitgespräch organisiert von der juso-hochschulgruppe

 
Vortrag & Diskussion

"Historische Lehren Blick zurück nach vorn"

Wann:

Dienstag, 12. September, 19.00 Uhr

Nach dem Sieg über den Faschismus durch die Anti-Hitler-Koalition bestand ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber, daß von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Inhalt dieses Konsenses war, demokratische Verhältnisse zu schaffen, welcher die Entnazifizierung und Entmilitarisierung Deutschlands sowie Beschränkung der Macht der Großkonzerne durch deren Entflechtung unjd Abwicklung beinhaltete. Diese weitgehenden politischen Ansprüche wurden nach dem Krieg nur in Ansätzen verwirklicht. Für antifaschistische Politik heute ist relevant, sich die antifaschistischen Forderungen und Ansprüche anzueignen und zu aktualisieren, um so die Auseinandersetzung für eine humanistische Gesellschafsentwicklung wirkungsvoll führen zu können.
Wo:

Hochschule für Politik (HWP), Von-Melle-Park 9 (Campus)

Wer:

Eine Veranstaltung der PDS Hamburg

 
Vortrag & Diskussion

"Keine Toleranz! Praktischer Widerstand gegen rechten Terror & Gewalt"

Wann:

Mittwoch, 13. September, 20.00 Uhr

Von allen Seiten wird ein hartes Vorgehen gegen den Rechtsextremismus gefordert. Bei der ganzen Aufregung geht es jedoch weniger um die tatsächliche Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus, sondern vielmehr um den guten Ruf des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Neonazis werden weitermorden, solange die Gesetze und Normen der deutschen Dominanzgesellschaft ihnen die Legitimation dazu liefert. Zwischen der Mitte und den Rechtsextremen gibt es einen gefährlichen Konsens - dass die Ungleichheit zwischen Deutschen und MigrantInnen richtig ist. In Rathenow untergebrachte Flüchtlinge wurden mehrfach von Nazis angegriffen und machen seit Monaten mit Aktionen auf ihre Situation aufmerksam. Sie fordern eine Aufhebung der Residenzpflicht und wollen an Orten und in Wohnungen ihrer Wahl leben. Opferperspektive e.V. unterstützt in Brandenburg Opfer rechtsextremer Gewalt und baut Strukturen auf, die versuchen, der rechten Dominanz und Gewalt den Nährboden zu entziehen.
Wo:

Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12 (St. Pauli-Süd)

Wer:

Eine Veranstaltung von GWA-St. Pauli-Süd und Flüchtlingsrat Hamburg mit einem Flüchtling aus Rathenow und einer VertreterIn von Opferperspektive e.V.

 
Vortrag & Diskussion

"Vom Kosovo zum Kaukasus"

Wann:

Donnerstag, 14. September, 19.30 Uhr

Die mit humanitären Gründen bemäntelte Beteiligung der Bundeswehr am Krieg gegen Jugoslawien hat nicht nur eine über zehnjährige Entwicklung zum Abschluss gebracht, in dem zielstrebig auf den erneuten Einsatz deutscher Soldaten zur Durchsetzung politischer und ökonomischer Interessen hingearbeitet wurde; er hat zugleich den von einer grossen Koalition getragenen Maßnahmen zur Umwandlung der Bundeswehr in eine Interventionstruppe beträchtlichen Nachdruck verliehen. Ob unter nationalem, europäischem oder NATO-Kommando - der nächste Kriegseinsatz kommt bestimmt.
Wo:

Hochschule für Politik (HW Von-Melle-Park 9 (Campus)

Wer:

Eine Veranstaltung von Avanti - Projekt undogmatische Linke

 
Vortrag & Diskussion

"Globalisierung und die Einwanderungspolitik"

Wann:

Freitag, 15. September, 19.00 Uhr

Vor der Debatte über Nazis war die Debatte über Flüchtlinge. Denselben Politikern, die unermüdlich die freie Bewegung von Kapital und Waren fordern, gilt die freie Bewegung von Menschen über Grenzen hinweg als krimineller Akt. Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Hunger, Unterdrückung und Krieg. Sie sind die Opfer der Globalisierung. Ein winziger Bruchteil der Flüchtlinge kommt an unsere Grenzen. Hier werden sie wie Kriminelle behandelt. Aus Opfern werden Sündenböcke gemacht. Die Politiker hetzten, der Staat schiebt ab, die Nazis schlagen tot.
Wo:

Phil.-Turm, Hörsaal G (Uni)

Wer:

Eine Veranstaltung von Linksruck Hamburg

 
Vorankündigung

"logical radikal criminal"

Wann:

26. Oktober oder 4. November

Oder warum die Alt-68er in der neuen Regierung ohne zu zögern bereit waren geltendes Völkerrecht zu brechen.
Wo:

Hochschule für Politik (HWP), Hörsaal

Wer:

Eine Veranstaltung von konkret mit Hermann L. Gremliza und Klaus Theweleit (angefragt).