13. -
15. Dezember: EU-Gipfel in Brüssel
Ausreiseverbote
, Einreisesperren, Hooligangesetze,
Meldeauflagen,
Bußgeldbescheide.....
Spätestens
seit Genua aber eigentlich schon seit Göteborg ist klar, daß die sogenannten
Hooligangesetze jetzt auch auf Linke und insb. die sog.
GlobalisierungsgegnerInnen angewendet werden. Das heißt, daß die bis zum
Mauerfall viel gepriesene Reisefreiheit zwecks Aushebelung des
Demonstrationsrechtes eingeschränkt wird. Leute wurden an den Grenzen aufgehalten
oder mußten sich bereits in ihren Wohnorten während des Gipfels polizeilich
melden. Sie durften die Stadt nicht verlassen.
Flüchtlingsinitiativen
führen seit 2 Jahren eine Kampagne gegen die ihnen auferlegte Residenzpflicht,
die ihnen verbietet, den Landkreis zu verlassen. Sie werden dadurch daran
gehindert, sich in Deutschland frei zu bewegen und insbesondere sich politisch
zu engagieren. Statt daß die Residenzpflicht abgeschafft wird, werden nun
ähnliche Strukturen zumindest zeitlich begrenzt auf andere Personengruppen
übertragen.
Die
seit em 11.9 mit der Antiterrorhetze einhergehenden Diskussionen um Abbau von
Bürgerrechten, Ausbau der Rasterfahndung und der Vereinfachung des
Datenabgleichs machen Widerstand gleichermaßen notwendiger wie schwieriger.
Wir
schlagen vor, zu den Protesten zum EU Gipfel vom 13 -15 Dezember in Brüssel
nicht klammheimlich über die grüne Grenze zu gehen. Wir plädieren für
Aktionstage zum Grenzübertritt
an der deutsch belgischen Grenze in Aachen
Wir
wollen versuchen, mit möglichst vielen Leuten, die davon ausgehen, daß sie
Probleme beim Grenzübertritt haben, kollektiv den Grenzübertritt zu fordern.
Wenn wir viele sind und mittels öffentlichkeitswirksamer Aktionen, Blockaden
und Demos politischen Druck erzeugen, können wir eine Einreise vielleicht sogar
erzwingen. Die Hoffnung daran hängen wir jedoch nicht so hoch, Unser Interesse
liegt eher daran, diese neue Repression öffentlich zu machen. Aus diesem Grund
und auch, um das öffentliche Interesse an den Aktionstsagen in Aachen zu
erhöhen, wollen wir dort mit einem Kongreß vor dem Gipfel beginnen.
Der Kongreß
Dieser
soll sich mit der neuen internationalen Repression, dem juristischen Background
und unseren möglichen Handlungsperspektiven beschäftigen. Schön wäre es, wenn
die schon seit Monaten diskutierten
unterschiedlichen juristischen Ansaätze von bundesweiten Sammelklagen gegen
Meldepflicht, Ausreiseverbote und Datenweitergabe spätestens auf diesem Kongreß
zusammengeführt werden können und gemeinsam einer stärker interessiertern
Öffentlichkeit gegenüber geäußert werden können.
Die Aktionstage
Für die
weiteren drei/vier Tage sind Straßenaktionen an der Grenze und in Aachen
sinnvoll, um kollektiven Druck zu machen. Wo und wie wir die Aktionstage
gestalten ist noch unklar. Wir fändens aber gut, wenn viele L;eute auch mit LKW
und Bauwägen versuchen, rüberzumachen, um in und um Aachen viele flexible
Möglichkeiten an Infrastrukturen zur Verfügung zu haben. Spätestens ab
Donnerstag abend wird wohl dann jede/r eine individuelle Entscheidunmg treffen,
ob er/sie irgendwie nach Brüssel geht oder bleibt.
.
Auf
jeden Fall sollten sich alle über die Bösartigkeit Schilyscher Staatsorgane
bewußt sein. Die Möglichkeit einer vorbeugenden Ingewahrsamnahme besteht
natürlich immer. Wenngleich dies schon
ein Hammer wäre und internationale Medien diese Republik stärker als alle
anderen daran messen werden, wie sie mit der Reisefreiheit ihrer Bürger umgeht
bundesweites Vorbereitungstreffen
Sa.
3.11,ab13 Uhr Hannover, Sprengel, Schaufelder Str. 33, evtl auch am 4.11
Neben
der Vorbereitung der Aktionstage und des Kongresses gibts da auch die
Möglichkeit, eine bundesweite Mobilisierung für Brüssel zu besprechen, wenn
sich dafür Leute finden, die das machen wollen und sich bis dahin kein anderer
Termin gefunden hat. Wir(die EinladerInnen = ein bißchen aus Aachen, + ein
bißchen von der Genuafahrradkarawane + ein bißchen Umfeld) werden das aus
Kapazitätsgründen nicht schaffen)
Kontakt:Openup,
c/o Rotes Büro, Charlottenstr. 6, 52070 Aachen, Email: openup@gmx.li
Tel.:0241/5152476
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