Das Ausmaß der imperialistischen Einmischung in den kurdischen nationalen Befreiungskampf und unsere Aufgaben

[Devrimci Çözüm Dezember 1998]

Wir befinden uns in einer Phase, in der sich aus dem Blickwinkel der kurdischen nationalen Bewegung rasche Entwicklungen ereignen. Diese Entwicklungen, in welcher Hinsicht auch immer, besitzen mit allen Resultaten, die sie hervorbringen werden, ein direktes Interesse für und direkten Einfluß auf den Kampf der Völker unseres Landes und die Revolution in der Türkei. In diesem Sinne ist es die grundsätzliche Tagesaufgabe der Revolutionäre, die Frage in ihrem ganzen Ausmaß zu begreifen und für die weiteren Entwicklungen eine stabile politische Front zu schaffen.

Die schnellen und vielschichtigen heutigen Entwicklungen beinhalten aufgrund von veränderlichen Kommentaren und der Öffnung Verhaltensbesonderheiten für die Zukunft. Untersuchungen, die die Frage von ihren historischen Dimensionen abtrennen und die täglichen Entwicklungen in den Vordergrund stellen, machen es unausweichlich, mit den Resultaten, die das Handeln im Rahmen taktischer Schritte unter wechselnden Bedingungen hervorbringen wird, in Fehler zu verfallen. [...]

Wir können die heutige Phase als eine Phase charakterisieren, in der die Frage der imperialistischen Zentren an Gewicht gewonnen hat. Seitdem, insbesondere nach dem Golfkrieg, hat das imperialistische System, das die regionale Politik auf der Basis des Barzani-Talabani-Abkommens in Angriff genommen hat und auf der Basis ihrer Profite eine Lösung erzwingt, seine Forderung klar und deutlich erklärt, auch die PKK, die durch den 15-jährigen Guerillakampf eine immer besser organisierte Kraft vertreten hat und im bewaffneten Kampf nicht vernichtet werden kann, zu einem Teil seiner eigenen Lösung zu machen (wir können dies auch als die Forderung nach Kapitulation der PKK bezeichnen). Hier tut sich auch diejenige Besonderheit der Phase auf, die aus unserem Blickwinkel von Bedeutung ist.

Das Interesse des imperialistischen Systems der kurdischen Frage gegenüber ist sicher kein Ergebnis der heutigen Zeit. Vom Ende des 19. Jahrhunderts an existierte ein Knäuel von Widersprüchen und Konflikten um die Aufteilung der Reichtümer der Region, und auch das Interesse des Imperialismus an der kurdischen Frage muß innerhalb dieses Knäuels von Widersprüchen und Konflikten begriffen werden, das der Verteilungskampf in der Region geschaffen hat. In diesem Sinne hat der Imperialismus eine Entwicklung gesehen, die in seine Interessen an den Ressourcen, der strategischen Bedeutung und am Gleichgewicht der Kräfte der Region paßt. Sein heutiges Interesse ist erneut durch dieselben Faktoren bestimmt.

Dieses imperialistische Interesse in der Region, das eine Antwort fand, die unter wechselnden Bedingungen von der inneren Dynamik des kurdischen Volkes, den Klassenbedingungen der Bewegungen mit nationalem Charakter, von der politischen Ausrichtung ihrer Führungen abhängig war, wurde insbesondere nach den Sechzigern in konkretere Formen gebracht und zu Formen ausgeweitet, die wir als Kontrolle oder Lenkung dessen bezeichnen können, was die kurdische Nation geschaffen hat. In der heutigen Besonderheit der Kooperation von Barzani-Talabani etc. muß ein Produkt einer solchen Phase gesehen werden.

Die Eigenschaften der kurdischen nationalen Bewegung im türkischen Teil haben sich jedoch stets auf ihre eigene Weise entwickelt. In der Republik Türkei, die das Unrecht gegen das kurdische Volk als wichtigen Faktor beinhaltet, hat sich das kurdische Volk immer wieder auf der Grundlage der Verteidigung seiner national-kulturellen Identität erhoben und wurde jedesmal mit blutigen Massakern niedergeschlagen. Diese Aufstände, die von feudal-religiösen Anführern, die wir nicht getrennt von den soziokulturellen Besonderheiten betrachten können, bestimmt wurden, überwanden nicht die Grenzen von Region, Brauchtum und Nomadentum, konnten am wenigsten innerhalb der Grenzen der Türkei einen nationalen Rahmen schaffen und konnten so auch nur Aufstände sein, deren Unzulänglichkeiten schnell lokalisiert und die daraufhin niedergeschlagen wurden.

Insbesondere die kurdischen Aufstände in den Gründungsjahren der Republik zogen das Interesse der Imperialisten, an erster Stelle der englischen, auf sich. Hauptursache dieses Interesses, das sich nicht gegen das kurdische Volk, gegen den Befreiungskampf des kurdischen Volkes richtete, sind die noch immer nicht ineinanderpassenden regionalen Gleichgewichte. Ebenso, wie die Profitkonflikte der imperialistischen Staaten, die zu dieser Zeit Kriegsparteien waren, und wie der Krieg die gesamte Situation verändert hatte, hat auch die in der Folge durch die Oktoberrevolution entstandene Gefahr die Imperialisten dazu gebracht, der regionalen Ordnung große Bedeutung zuzumessen. Auch die kurdischen Bewegungen, die an diesem Punkt verschiedene Forderungen vorbrachten, bewegten sich in dieser Richtung in den imperialistischen Interessensbereich hinein. [...]

Im Gegensatz zu den anderen Teilen Kurdistans, die im Gleichgewicht zwischen den Ländern der Region, unter kleinbürgerlich-nationalistischen Führungen, die bei Bedarf eine nach der anderen zum Vehikel der regionalen Politik des Imperialismus gemacht wurden, besaß die von den Siebzigern an auf türkischem Gebiet geformte Bewegung andere Eigenschaften und hat mit diesen auch eine andere Entwicklungslinie eingeschlagen. Seitdem ist die nationale Bewegung, die in ihrem Aufkommen und ihrer Entwicklung große Unterschiede zu anderen kurdischen nationalen Bewegungen aufweist, mit diesen Unterschieden eine Zielscheibe des imperialistischen Systems und will heute mit einer politisch-diplomatischen Phase beginnen, die diese Unterschiede auslöscht.

Was fordert der Imperialismus vom kurdischen Volk?
Die Phase, die von Anfang Oktober an (man kann den Beginn dieser Phase auch bis zu den Monaten April-Mai zurückverlängern, denn von diesem Zeitpunkt an begannen die Stränge dieser Entwicklung zutagezutreten) aus Sicht der kurdischen Bewegung wichtige Eigenschaften beinhaltet, hat mit Rom einen ganz bestimmten Punkt erreicht. Die Phase von Syrien, Moskau, Rom, in der die Oligarchie mit Demagogie versuchte zu erklären, die Führung der nationalen Bewegung suche einen Ort, an dem sie bleiben könne, muß im wesentlichen als eine Phase betrachtet werden, in der die Initiative der Oligarchie, das „Kurdenproblem" loszuwerden, zunichte gemacht wurde. Die kurdische nationale Bewegung, die trotz aller Angriffe und Nöte, die diese Angriffe geschaffen hat, das Potential der mit einem in 15jährigem Kampf geformten nationalen Bewußtsein gerüsteten Massen (die Bedeutung und Ausmaße dieses Potentials der Massen hat die Phase von Rom deutlich gezeigt), die Kraft der Guerilla, die Ansammlung von politisch-taktischem Wissen und die auf der internationalen Ebene verwirklichte revolutionäre-demokratische Solidarität besitzt, kann bei der Frage eines Ortes zum Bleiben kein Problem haben, und die Entwicklungen haben konkret gezeigt, daß sie kein solches Problem hat.

Dennoch ist klar, daß wir uns am Beginn einer aus Sicht der Oligarchie noch viel negativeren Phase befinden. Der europäische Imperialismus, der unter Führung Deutschlands in der Phase von Rom auf den Plan getreten ist, hat, indem er der Oligarchie der Türkei eine falsche Melodie vorspielte, erklärt, es handele sich um ein Problem, das die USA in ihrem Einflußgebiet lösen müsse. Nun ist das Problem aber nicht mehr das alleinige Problem der unter Kontrolle der USA stehenden Oligarchie der Türkei, sondern zu einem direkten Problem des imperialistischen Systems geworden, und die Lösung wird in Abhängigkeit von den Kräfte- und Profitgleichgewichten zwischen den Imperialisten geformt werden. Dies ist das Verständnis und die Definition der in Rom konkret gewordenen Phase aus Sicht der Imperialisten. Die Oligarchie steht dieser von den europäischen Imperialisten vorgebrachten Auffassung und Definition trotz all ihres Widerstandes ohnmächtig gegenüber und hat daher einen Weg eingeschlagen, der vollständig von den USA abhängig ist. Die Oligarchie, die Syrien bedrohte, das Militär an der Grenze zusammenzog und Sabotage betrieb, ist dabei, zugleich mit der Phase von Rom in intensiven Treffen mit der US-Botschaft eine gemeinsame politische Linie zu schaffen und versucht, den täglichen Presseerklärungen des Sprechers des US-Außenministeriums zu entnehmen, wie ihr Schicksal bestimmt werden wird.

Von einem Verhalten wie der antiitalienischen Aggression und dem wirtschaftlichen Boykott, die in der Kooperation von Polizei und Zivilfaschisten ausgeführt wurden, hat die Oligarchie aufgrund der Ausgrenzung auf ökonomisch-politischem (und selbst sportlichem) Gebiet Abstand genommen und die Fahne der Kapitulation gehißt. 1) Indem der Imperialismus gegenüber der Oligarchie ein solches Verhalten zeigt, ist auch das Verhalten in der nationalen Bewegung ein anderes. Auch für die nationale Bewegung ist es eine Anerkennung der zögerlichen imperialistischen Initiative.

An diesem Punkt muß insbesondere die Gefahr hervorgehoben werden, die durch eine Herangehensweise geschaffen werden wird, die das Problem, fern von Klassenstandpunkt, Wissenschaftlichkeit und historischer Realität, nicht auf der Grundlage der Eigenschaften des imperialistischen Systems begreift und auf den Gegensatz zwischen der Aggressivität der USA und dem europäischen Demokratismus reduziert.

Eine solche Herangehensweise läuft vor allen Dingen darauf hinaus, den Willen und das Schicksal des kurdischen Volkes von der Öffnung des imperialistischen Systems, von der Entwicklung und den Folgen der Konflikte zwischen den Imperialisten abhängig zu machen. Und das ist eine Herangehensweise, die die Gefahr beinhaltet, nicht allein die Errungenschaften und Ziele des Willens und des Kampfes des kurdischen Volkes unter den Stiefeln des Imperialismus zu lassen, sondern auch, der Entwicklung und der Zukunft der Revolution der Türkei großen Schaden zuzufügen. Es ist nötig, angesichts dieser Art von Herangehensweise, von der man in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung in manchen Kreisen noch deutlicheren Ausdruck finden wird, bestimmte Punkte noch einmal klar hervorzuheben.

Die Situation, daß der US-Imperialismus die Welt und insbesondere die Region in der Hand hält, ist bekannt. Die USA, die nach dem 2. Verteilungskrieg Schritt für Schritt ihre Kontrolle über die Region aufbaute, hat nach Zusammenbruch der Sowjetunion und der osteuropäischen Volksrepubliken erneut die Hand nach der Region ausgestreckt. Sie hat die bis dahin gültigen Statute, die durch die weltweiten Gleichgewichte geschaffen wurden, zerstört und sich darauf ausgerichtet, ihre volle Kontrolle zu sichern. Ein weiteres Ziel dieser aggressiven Politik, deren deutlichstes Beispiel der Golfkrieg ist, ist es, die Leere, die mit der Zerstörung der Sowjetunion auftrat, zu füllen und zu formen, ohne den europäischen Konkurrenten eine Chance zu lassen.

Trotz aller Aggressivität dieser Politik, die an erster Stelle durch aktive Unterstützung Israels, der Türkei und reaktionärer arabischer Regierungen sowie eigenes Eingreifen betrieben wird, sind auch heute noch nicht die erwünschten Resultate erzielt worden. Der von den Völkern und von kleinbürgerlichen Regierungen der Region geleistete Widerstand, gleichzeitig die in der Region offen als auch heimlich betriebene Politik des europäischen Imperialismus und Rußlands, sind die wichtigsten Hindernisse für die Politik der USA.

In der nach 1990 durch diese Konflikte geformten Phase hat der Befreiungskampf des kurdischen Volkes eine Schlüsselposition gewonnen. Und hierbei ist die PKK, in einer Form, die niemand leugnen kann, der wichtigste Faktor. Der Reflex auf das im 15jährigen Kampf geschaffene nationale Bewußtsein, das außerhalb der Grenzen der Türkei auch in Südkurdistan eine konkrete politische Kraft darstellt, war, daß das „Kurdenproblem" als Grundproblem der Region und die PKK ins Zentrum der Entwicklung rückten. Die Politik, die der US-Imperialismus zur Lösung dieses Problems betrieben hat, ist auf eine Grundlage gehoben worden, die in erster Linie die Aufmerksamkeit der Oligarchie der Türkei auf die Kollaborateure in der Region (Barzani-Talabani) lenkt und darauf zielt, die PKK politisch und physisch zu vernichten. Der Angriff, der derart umfassend und vielgestaltig auf die Tagesordnung tritt, ist aus Sicht des US-Imperialismus auf der Grundlage von Notwendigkeiten und Vorbereitungen unausweichlich geworden. Zusammen damit, daß klare Alternativen erprobt und aufgebraucht sind (dies wären Alternativen, die, gestützt auf die Zusammenarbeit Barzani-Talabani, die Aufgabe der patriotischen und revolutionären Kreise der Region, zuallererst der PKK, anstreben; sie hatten jedoch keinen Erfolg) ist es nötig zu begreifen, daß Europa (im Wesentlichen insbesondere Deutschland und Frankreich) im weiteren Verlauf seine Bestrebungen ausdehnt, größeren Einfluß in der Region zu gewinnen. Andererseits stellen stellt die Vollendung bestimmter Vorbereitungen einen wichtigen, Zeitpunkt und Gewaltform bestimmenden Faktor dar. Zugleich mit dem Verlauf der Schaffung, Einsetzung und Aktivierung des Bündnisses USA-Israel-Türkei in der Praxis ergibt sich ein wichtiger Faktor des Zeitplans insbesondere dadurch, daß die am 28. Februar durch die Generäle begonnene Neuordnung des Systems klare Resultate erreicht hat (die Unwirksammachung der revolutionären Opposition, der Erfolg darin, die Massenbewegungen unter Kontrolle und Lenkung zu bringen).

Um die Schlußfolgerung zusammenzufassen: Die USA ist dabei, sich durch die Zusammenarbeit mit der Türkei, Israel und reaktionären arabischen Regierungen darauf auszurichten, ihre Kontrolle in der Region zu sichern, und sie ist dabei, erste Schritte zu unternehmen, das „Kurdenproblem" in einer in dieses Ziel passenden Form zu lösen. In der Lösung der USA gibt es keinen Platz für eine PKK, die das Ziel eines unabhängigen, sozialistischen Kurdistans verfolgt, die sich in einem Bündnis mit den revolutionären-sozialistischen Kräften der Region befindet, die ihre bewaffnete Kraft bewahrt, die die ihr gesetzten Grenzen nicht anerkennt – sie muß vernichtet werden.

Daß sich in den heutigen Entwicklungen die europäischen Imperialisten mit der Frage befassen, macht es jedoch nicht möglich, in Zielen und Lösungen einen Unterschied zu entdecken. Ist es unmöglich, Europa, mit seinen Zielen, in der Region mitzureden und Profite größten Ausmaßes zu machen, und mit seiner Lösung, die das kurdische Volk zu neuen Ketten der Sklaverei verurteilt (auch, wenn es in dieser Hinsicht Unterschiede gibt, muß man die europäische Lösung als neue Ketten der Sklaverei bezeichnen), diese europäischen und die US-Imperialisten an völlig verschiedenen Punkten zu verorten?

Wo treten die Unterschiede hervor? Der Unterschied liegt in den Methoden. Wir wollen kurz berühren, was diese Unterschiede sind und welche Auffassung sie mit sich tragen. Das heutige Verhalten Europas gegenüber dem „Kurdenproblem" und gegenüber der PKK und zugleich der Oligarchie der Türkei, zeigt Unterschiede zu dem der USA. Wir stehen einem Europa gegenüber, das eine friedliche Lösung vorantreibt, das die Herangehensweise und Politik des türkischen Staates gegen das kurdische Volk kritisiert und von ihm fordert, die PKK als Verhandlungspartner anzuerkennen. Aber dies ist gleichzeitig das Europa, das die Waffen und Fahrzeuge verkauft, mit denen das kurdischen Volk massakriert wird, mit denen seine Häuser bis auf die Grundmauern zerstört werden. Und es ist das Europa, das als Bedingung von der Guerilla unter dem Begriff „Aufgabe des Terrors" verlangt, den bewaffneten Kampf aufzugeben. Und in diesem Sinne ist auch der – von den USA nicht sehr verschiedene – Wille und das Ziel Europas eine PKK, die ihr Ziel eines unabhängigen, sozialistischen Kurdistans aufgibt, die ihre Verbindungen mit den revolutionären-sozialistischen Kräften abbricht, die die Guerilla vernichtet und die ihr gezogenen Grenzen anerkennt.

Also handelt es sich bei den heute auftretenden Unterschieden im Kern um Unterschiede, die aus den Unterschieden und Konflikten zwischen den US- und den europäischen Imperialismus stammen. Es ist die Rede von Unterschieden der angewandten Mittel und Methoden, obwohl das Ziel, das erreicht werden soll, das gleiche ist.

Im Gegensatz zur USA, die in der Region keine Macht außer sich selbst duldet und die Kräfte, die im regionalen Gleichgewicht eine Rolle spielen, in eine Position bringt, die in ihre eigene Politik paßt, wird Europa seine Schritte in Richtung Wortführerschaft und Sicherung seiner Profite darauf ausrichten, seine auf Demokratismus oder Anerkennung der Rechte des kurdischen Volkes zielenden Kommentare zum Vehikel in den langfristigen Widersprüchen und Konflikten zwischen den Imperialisten zu machen.

Es wird klar, daß der europäische und insbesondere der deutsche Imperialismus sich in den letzten vier bis fünf Jahren darum bemüht hat, die Grundlage einer solchen Herangehensweise vorzubereiten.2) In dieser Hinsicht hat die Phase von Rom aus Sicht des europäischen Imperialismus die Chance geschaffen, ihre Politik noch deutlicher durchzusetzen und ins Leben zu rufen, und sie wird diese Chance restlos ausnutzen. Insbesondere das Verhalten des deutschen Imperialismus, seine Entschlossenheit in dieser Politik und die Bedeutung, die dem kurdischen Volk beigemessen wird, wird in recht offener Form dargestellt. Heute wird in Initiative des deutschen Imperialismus die Herangehensweise entwickelt, den Kampf des kurdischen Volkes über den Weg der Führung der nationalen Bewegung in bestimmte Kanäle und zum Aufnehmen von Hypotheken zu zwingen, und es wird versucht, eine auf die Führung der nationalen Bewegung gerichtete Verpfändungspolitik zu schaffen. Der Vorschlag zur Schaffung eines internationalen Gerichts, der mit zu erlassenen Haftbefehlen einhergeht und damit einerseits die Führung der nationalen Bewegung zum Bleiben in Italien zwingt und andererseits auch das Wort an die Änderungstendenzen in der nationalen Bewegung richtet, ist ein Vorschlag, der in anderen Ausmaßen die Vielschichtigkeit aufzeigt, mit der der europäische Imperialismus die Frage aufgreift. Die andere Seite dieses Vorschlags, der zum einen darauf zielt, verschiedene reformistische und Verständigungstendenzen in der nationalen Bewegung voranzutreiben, und darauf, die Führung der nationalen Bewegung einzuschränken, zur Verurteilung und Kapitulation des bewaffneten Kampfs zu bringen, zielt andererseits auch darauf, die Initiative der USA (indirekt die der Oligarchie der Türkei) in Hinblick auf das „Kurdenproblem" einzuschränken und die Frage in den europäischen Rahmen zu drängen.

Um es zusammenzufassen: Es sind nicht die Rechte des kurdischen Volkes, die, trotz aller Unterschiede (zu den USA) in Art und Weise, die Herangehensweise des europäischen Imperialismus an die Frage bestimmen, sondern die Widersprüche, die sich aus dem Profitstreben in der Region ergeben. Wenn die Ausmaße dieser Widersprüche auch oberflächliche Unterschiede im Herangehen an die nationale Bewegung mit sich bringen mögen, heben sie doch nicht die prinzipielle Gemeinsamkeit in den Zielen auf. Das Ziel, das aus Sicht jedes imperialistischen Zentrums gesetzt wird, ist es, die Gleichgewichte in der Region zu eigenen Gunsten zu ändern. Und diejenigen, die dieses grundsätzliche Ziel verfolgen, werden in keinster Weise eine nationale Bewegung anerkennen, die ein unabhängiges, sozialistisches Kurdistan anstrebt, die den Weg zur Erreichung dieses Ziels im bewaffneten Kampf sieht, die Beziehungen zu revolutionären-sozialistischen Kreisen unterhält. Ganz im Gegenteil ist es eine der wichtigsten Methoden zur Erreichung der (imperialistischen) Ziele, die Führung einer Bewegung, die diese Eigenschaften besitzt, in der einen oder anderen Form unschädlich zu machen.

Die nationale Bewegung steht mehr denn je zuvor vor der Aufgabe, die Errungenschaften der Völker der Region und der Revolution der Türkei weiterzuführen.

Wir haben am Anfang des Artikels betont, daß die nationale Bewegung wichtige Unterschiede zu anderen kurdischen nationalen Bewegungen besitzt. Der Ursprung dieser Unterschiede ist die Herkunft der PKK mit ihrer ideologisch-politischen Ausrichtung aus der revolutionären Bewegung der Türkei. Trotz ihrer Formierung auf einer nationalen Grundlage haben die Herkunft ihrer Gründungskader aus der sozialistischen Bewegung der Türkei und die bestimmende Rolle, die deren Anhäufung von Erfahrung in der Entstehung der Bewegung hatten, dazu geführt, daß sie von Anfang an Eigenschaften besitzt, die man nicht im klassischen nationalistischen Rahmen beschreiben kann.

Wenn man es aus einem allgemeinen Blickwinkel betrachtet, ist es eine Gemeinsamkeit aller nationalen Bewegungen, die in den Sechzigern und Siebzigern aufkamen, daß sie von Sozialismus beeinflußt sind, daß sie sich eine sozialistische Form angeeignet haben. Jedoch gibt es innerhalb dieses allgemeinen Rahmens einige Besonderheiten, die in der nationalen Bewegung in unserem Land zu Unterschieden geführt haben. Während die Verbindungen der nationalen Bewegungen, die in den Sechzigern und Siebzigern in verschiedenen Regionen der Welt aufkamen, zum Sozialismus im Rahmen von Beziehungen zu den sozialistischen Ländern jener Zeit bestanden, befand sich die nationale Bewegung, die in unserem Land aufkam, nicht in solchen Beziehungen, sondern in einer direkten theoretisch-praktischen Verbundenheit mit den sozialistischen Kräften, die im Land den Kampf führten. In diesem Sinne haben sich die sozialistischen Faktoren in der nationalen Bewegung, insbesondere in der Anfangszeit, in einer stark beeinflußten Form der Aneignung, selbst präsentiert. Die richtigen und falschen Seiten dieser Aneignung können gesondert diskutiert werden, aber die hierin liegende Verschiedenheit ist keine Herangehensweise, die auf nationalistischer Grundlage angetreten ist und Verbindungen entwickelt hat, die als ein Bündnis mit sozialistischen Kräften und Faktoren angesehen werden, sondern eine Herangehensweise, die die im sozialistischen Kampf geformte Ansammlung von Gedankengut und Praxis zur Grundlage genommen hat.

Welche Entwicklung hat diese Besonderheit, die dem Beginn ihren Stempel aufgedrückt hat, im Verlauf gezeigt, und in welchem Maß hat sie sich in der Entwicklung bewahren können? Die richtige Antwort auf diese Frage findet sich nicht in der einseitigen Erörterung allein der 20jährigen Entwicklung der PKK und ihrer Politik und Taktik in dieser Zeit. Die richtige Antwort auf diese Frage kann in der Erörterung der gemeinsamen Entwicklung in den 20 Jahren der PKK zusammen mit der revolutionären Bewegung der Türkei, deren Politik und Taktik dieser Zeit, der Herangehensweise an die nationale Frage und insbesondere an die PKK gefunden werden. So, wie es eine historisch-politische Ungerechtigkeit gegen die PKK und die kurdische Nation wäre, sich daranzumachen, diese 20 Jahre allein auf der Grundlage der PKK zu begreifen und (auf dieser Grundlasge) alles Negative erklären zu wollen, erklärt es auch nicht die heutige Lage der revolutionären-patriotischen Bewegung der Türkei. Die Geschichte der revolutionären-patriotischen Bewegung unseres Landes muß als Ganzes, mit ihrer ideologisch-politischen Linie, ihrer Politik und Taktik in eine Gesamtbewertung der Zeit gestellt werden. Die weitere Entwicklung der Revolution der Türkei, die in der gemeinsamen Befreiung des türkischen und kurdischen Volkes zu finden sein wird, hängt von der Ernsthaftigkeit und den zu erreichenden richtigen Ergebnissen in der Bewertung von Erfolgen und Mißerfolgen ab.

Aus unserer Sicht lassen sich die in der Entwicklung aufgetretenen Gründe dafür, daß die negativen Entwicklungen derartige Ausmaße angenommen haben, unter diesen Punkten zusammenfassen:
- Die revolutionäre Bewegung der Türkei hat der nationalen Frage nicht die nötige Bedeutung zugemessen, sie hat, sei es auf der ideologisch-politisch-organisatorischen Ebene, sei es im praktischen Kampf, keine Anstrengungen unternommen, die auf die Lösung der nationalen Frage zielen. Einhergehend mit den ideologisch-politischen Unzulänglichkeiten, ist es ein theoretisch-praktisches Zeichen dieser Mängel in der wichtigen Rolle, die die historisch-gesellschaftlichen Faktoren spielen, daß die Lösung der nationalen Frage darin gesucht wurde, den kurdischen nationalen Bewegungen die Lösung dieser Frage zu überlassen, während man sich selbst vor den Problemen dieser Frage bewahrte. Von Ausnahmen abgesehen, ist dies die Tendenz, die die revolutionäre Bewegung der Türkei kennzeichnet, und vorherrschend in dieser Tendenz ist einerseits die Entfernung und Entfremdung der revolutionären Bewegung der Türkei von der Lösung der nationalen Frage, andererseits auch, daß die Vereinzelung der sozialistischen Tendenzen in den kurdischen nationalen Bewegungen und die Verstärkung des nationalistischen Einflusses zugelassen wurden.

- Man muß erkennen, daß im Verlauf der Entwicklung der nationalen Bewegung, die, wenn sie auch einen gewissen Eklektizismus beinhaltet, auf der Grundlage von marxistisch-leninistischen Thesen begann, und deren Entwicklung wir weder von der Reduzierung des Zusammenhangs mit der revolutionären Bewegung der Türkei auf ein Minimum, noch von der Formung des Kampfs auf einer nationalen Grundlage, noch von der Basis der Massen, auf die sie ihren Kampf stützt, unabhängig betrachten können, daß im Verlauf der Entwicklung nationalistische Politik und Taktiken an Gewicht gewonnen haben, und daß der rein nationalistische Blickwinkel die Vorherrschaft errungen hat. Insbesondere die negativen Erfahrungen, die der Sozialismus erlebte und die dem Ende der Achtziger ihren Stempel aufdrückten, haben die Herangehensweise der nationalen Bewegung in großem Ausmaß beeinflußt, und sie fand die Antwort im Rahmen des Angriffs kleinbürgerlich-feudaler, nationalistischer Tendenzen. Es zeigt sich, daß die sozialistischen Tendenzen in den Führungszentren der nationalen Bewegung in diesem Sinne vom Beginn der Neunziger an im weiteren Verlauf ihren Einfluß und ihre Macht verloren haben und sich eine realpolitische Linie zu verfestigen begann, die die weltweiten Entwicklungen zur Grundlage nimmt. Und man kann sagen, daß die Phase von ‘92 bis ’95, die aus dem Blickwinkel der nationalen Bewegung mit verschiedenen Aussagen, politischen, taktischen und organisatorischen Veränderungen gekennzeichnet werden kann, eine Phase der Wechselhaftigkeit war.

Heute jedoch ist eine andere Phase eröffnet worden. Die revolutionäre Bewegung der Türkei hat begonnen, in deutlichem Ausmaß zu erkennen, daß es für eine Phase, in der die Revolution in Problemen steckt, notwendig ist, ihr die Verantwortung zuzuerkennen, die in der Lösung der nationalen Frage liegt, und dies auch in die Praxis zu tragen. Auch aus Sicht der nationalen Bewegung lassen sich die Fadenenden der praktischen Formung eines solchen Verständnisses zu erkennen. Der Punkt, den der Kampf erreicht hat, hat mit seinen Schwierigkeiten und Blockaden in konkreter Form aufgezeigt, daß die Lösung der nationalen Frage direkt mit der Revolution in der Türkei zusammenhängt. Daß diese Verantwortung jedoch mit mit den Umständen wechselnden, täglichen Taktiken unmöglich ergriffen werden kann, ist eine weitere Tatsache, die gesehen werden muß.

Die revolutionäre Bewegung der Türkei muß angesichts der Bestrebungen, die nationale Bewegung von der Revolution der Türkei zu trennen, ihre Verantwortung an nehmen

In einer Zeit, in der das imperialistisch-kapitalistische System (trotz aller Widersprüche, die es mit sich trägt) in gebündelter Form versucht, die nationale Bewegung zur Aufgabe zu bewegen, das im Kampf geschaffene nationale Bewußtsein unter Kontrolle und Lenkung des Imperialismus zu einem Element der Stabilität in der Region zu machen und demzufolge (die Bewegung) von der Revolution der Türkei zu trennen, angesichts dieser imperialistischen Politik ist es heute der einzige Weg, der vor den Revolutionären und Patrioten liegt, eine Kampffront zu schaffen, die die gemeinsame Befreiung des kurdischen und türkischen Volkes zum Ziel hat.

Wie soll man auf diesem „einzigen Weg", über den man sich als Aussage verständigt hat, marschieren, mit welcher Politik und Taktik wird dies möglich sein? Dies ist die Grundfrage, die heute vor den Revolutionären und Patrioten steht. Zweifellos steht die nationale Bewegung als direkter Ansprechpartner des Imperialismus einer großen Verantwortung gegenüber. Es kann und darf jedoch nicht das Verhalten von Revolutionären sein, in einer Phase, in der sich das imperialistisch-kapitalistische System mit all seinen Kräften und Möglichkeiten auf die nationale Bewegung stürzt, die Verantwortung und Last auf den Schultern der nationalen Bewegung zu lassen.[...]

Die revolutionäre-patriotische Bewegung der Türkei steht der Pflicht gegenüber, eine Gemeinsamkeit zu schaffen, die den gemeinsamen Kampf zum Ziel hat und dies in politisch-taktisch-praktischen Dimensionen gewährleisten kann. Eine solche Gemeinsamkeit wird der wichtigste Faktor sein, der die Entwicklungen und Resultate der Phase beeinflußt. Umfang und Ausmaße der Politik des imperialistisch-kapitalistischen Systems, die die Völker der Region, die Revolution der Türkei und die nationale Bewegung zur Aufgabe zwingen will, hat uns mit einer derartigen Zwangsläufigkeit konfrontiert. Auf der Stufe, die in diesem Sinne erreicht wurde, ist die Verantwortung, die der revolutionären Bewegung der Türkei zufällt, umso größer, und ihre Pflichten werden umso schwerer sein.

Die BDGP (Plattform der vereinten revolutionären Kräfte), die im Juni ihre Gründung erklärt hat und ihren Platz auf der Grundlage der Erklärung „Es wird versucht, die nationale Bewegung von der Revolution zu trennen", eingenommen hat, ist heute aus Sicht der revolutionären-patriotischen Kräfte verwirklicht worden und hat in einer kurz zu nennenden Zeit trotz all ihrer Unzulänglichkeiten eine stabile Entwicklungslinie gezeigt.

Die Stärkung des Bündnisses bildet von seiner Gründung an eine wichtige Substanz der Tagesordnung der einzelnen Teile des Bündnisses, und es ist immer wieder betont worden, daß es am Punkt neuer Beitritte, die eine Seite der Stärkung geschaffen haben, eine deutliche Gesundung bedeutet. Die Fortführung der Vorherrschafft der Liquidationskultur, trotz mancher neuer Beitritte, hat den Weg eröffnet, diese Einheit als ein Gebiet der eigenen Vorherrschaft zu begreifen. Auffassungen, die die Einheit als Einfluß und Ausrichtung der einzelnen Teile des Bündnisses begreifen, nicht als gemeinsame Kraft des Kampfes sehen und die ihre eigene Teilnahme in dieser Richtung auf das Niveau der Sicherung des eigenen Einflusses reduzieren, werden zur Sicherung der Einheit und allgemein zum Kampf nichts beitragen, und das ist bis heute auch praktisch bewiesen worden. Heute muß die Stärkung der Einheit als Grundlage, unabhängig von neuen Beitritten, im theoretisch-praktischen Plan in Richtung der Stärkung ergriffen werden. Es ist klar, daß die Einheit aufgrund der von den Bedingungen geschaffenen Unmöglichkeiten, Unerfahrenheiten und Mängel im Hinblick auf die Einheit nicht die erwartete Produktivität in Geschwindigkeit und Kapazität erreicht hat. In dem Maße, wie diese Unzulänglichkeiten und Lückenhaftigkeiten überwunden werden und im Rahmen der Teile des Bündnisses von oben nach unten Verständnis und Bedeutung der Einheit begriffen werden, wird es kein Problem sein, die erwartete Geschwindigkeit und Kapazität herzustellen.

Um es zusammenzufassen, die letzte Phase, die wir erlebt haben, ist eine Phase, die die Richtigkeit in der Herangehensweise der revolutionären Bewegung der Türkei an das Thema konkret bewiesen hat. Und diese unsere Herangehensweise wird, indem ihr Kern bewahrt werden wird, fortgesetzt werden. Die Phase von Rom (entfernt davon, das Ende einiger Dinge zu sein) ist mit neuer Kraft und Politik, die auf den Plan getreten sind, ein Zeichen für eine weitere Komplizierung und deren Ausweitung. Es ist eine Phase, in der sich im Verlauf die Widersprüche verschärft haben und in diesem Maße die Aufgaben, die auf die revolutionäre-patriotische Bewegung zukommen, erschweren werden.

Die Betrachtung der Phase von Rom in der Art „bis zur Lösung ist noch ein Schritt übrig", ebenso wie die Kommentierung als „Kapitulation" wurzelt in einem Verständnis, das die Kurzsichtigkeit des Kleinbürgertums, den Imperialismus und die kurdische nationale Bewegung nicht ausreichend begreift. Rom öffnet weder die Türen für die Befreiung der kurdischen Nation, noch schließt es diese Türen vollständig. Rom ist zur Plattform für das geworden, was jeder in den Händen hält, und hat es uns in dieser Richtung auch ermöglicht, einige deutliche Punkte aus unserer Sicht zu erhellen. Die erhellten Punkte haben uns vor Augen geführt, daß wir uns gegen einen Feind, der umso heftiger und von verschiedenen Seiten angreift, umso schwereren Aufgaben gegenüberstehen, und daß es nötig ist, einen gemeinsamen Kampf des kurdischen und türkischen Volkes in dauerhafter und stabiler Form zu schaffen. Ansonsten fällt es dem Kleinbürgertum leicht, in den täglichen Bereich von Kommentaren und Verhalten einzudringen.

Als Schlußfolgerung können wir dieses sagen: Die Probleme des kurdischen Volkes sind nicht unabhängig von den Problemen der Revolution der Türkei. Und es ist nicht möglich, die Befreiung des kurdischen Volkes von der Revolution der Türkei zu trennen. Dies ist das Verständnis, das unsere Herangehensweise an den Befreiungskampf des kurdischen Volkes bestimmt, und dasselbe Verständnis wird die Formung unserer Politik und Taktik nach dieser Phase, die Entwicklung unseres Kampfes bestimmen. Und unsere Sicht auf die nationale Bewegung, und zusammen damit auch der Rahmen unserer Gemeinsamkeit, muß in diesem unseren Verständnis gesehen werden. Die nationalen Forderungen der nationalen Bewegung sind Forderungen, die auch wir verteidigen und für die wir unseren Kampf führen. In diesen Sinne, so wie wir dem nationalistischen Blickwinkel, der in der Formung der nationalen Bewegung ein wichtiger Faktor ist, eine wichtige Rolle zumessen, befinden wir uns nicht in einem Widerspruch. Wir begreifen auch die andere Seite der Frage, und wir legen an diesem Punkt auch die Herangehensweise der revolutionären Bewegung der Türkei in die Waagschale und werden dies auch weiter tun. Wir sehen Herangehensweisen, die die nationale Frage getrennt von der Revolution der Türkei, als ein Problem begreifen, das außerhalb der Revolution der Türkei gelöst werden müsse und an diesem Punkt die nationale Frage nationalistischen Auffassungen und Praktiken überlassen, als Herangehensweisen an, die der Revolution der Türkei schaden, mindestens aber nichts Positives beitragen, und die erlebte Phase hat die negativen Resultate, die durch ein solches Verständnis geschaffen werden, deutlich klargemacht.Wir erleben eine Phase, die es erfordert, daß die nationale Bewegung die Revolution der Türkei, die revolutionäre Bewegung vorantreibt, und wir rufen alle revolutionären und patriotischen Kreise auf, die Pflichten dieser Phase in der richtigen Form zu begreifen und auf sich zu nehmen.



Broschüre

Hauptseite