Epilog

 

 

 

 

 

einige Stimmen in den Kontext meiner Überlegungen gestellt:

 

 

 

 

Berthold Brecht [1]

(aus: Lied des Händlers oder Angebot und Nachfrage)

»Weiß ich was ein Reis ist?

Weiß ich, wer das weiß!

Ich weiß nicht, was ein Reis ist

Ich kenn nur seinen Preis.

 

Weiß ich, was ein Mensch ist?

Weiß ich, wer das weiß!

Ich weiß nicht, was ein Mensch ist

Ich kenn nur seinen Preis.«

 

 

 

 

Berthold Brecht [2]

»Es gibt viele Arten zu töten.

Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen,

einem das Brot entziehen,

einen von der Krankheit nicht heilen,

einen in eine schlechte Wohnung stecken,

einen durch Arbeit zu Tode schinden,

einen zum Selbstmord treiben,

einen in den Krieg führen usw.

Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.«

 

und:

»Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?« [3]

 

 

 

 

Eduardo Galeano [4]

» Fenster zur Utopie:

Sie ist am Horizont, ....

Ich mache zwei Schritte.

Ich gehe zehn Schritte und der Horizont rückt zehn Schritte von mir ab.

Und wenn ich noch soweit gehe, ich werde sie nie errreichen.

Wozu taugt die Utopie?

Dazu taugt sie: damit wir gehen. «

 

 

 

 

Paul Feyerabend [5]

» Es ist zu erwarten, dass die Idee der Freiheit erst im Verlauf jener Handlungen klar wird, die nötig sind, um die Freiheit zu schaffen! «      

 

 

 

Karl Marx [6]

»Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, aber es kommt darauf an, sie zu

verändern.«

 

 

 

 

Rudolf Rocker

Motto: "Politische Buchhandlung Spartakus", Hamburg 1968 [7]

»der Sozialismus wird frei sein, oder er wird nicht sein!«

 

 

 

 

Das, auch gemeint als ein Hinweis darauf, die Idee des Sozialismus wieder neu auf die Tagesordnung zu setzen!

 

 

 

 

 

 

 

(Label:F. Storim, Neoliberalismus/Globalisierung*Datei: NeoGlo010203Epilog* überarbeitet: 22.01.05)



[1] Berthold Brecht, 1929/30, aus: „Die Maßnahme, Lieder gegen das Vergessen“, ARGUS, Bremen 1997.

 

[2] Berthold Brecht, Gesammelte Werke, Frankfurt a.M. 1967, Bd. 12, S. 466.

 

[3] Berthold Brecht, Dreigroschenoper, Szene 9.

 

[4] Eduardo Galeano con Grabados de J. Borges, “Las Palabras Andantes, (ventana sobre la utopia)”, Siglo Veintiuno Editores, México, 1993.

Eduardo Hughes Galeano, geboren 1940 in Montevideo (Uruguay). Ab 1976 lebte Galeano im spanischen Exil. Im Frühjahr 1985 , nach der Beendigung der Militärdiktatur in Urugay, kehrte er nach Montevideo zurück. Sein in der BRD-Linken wohl bekanntestes Buch: "Die offenen Adern Lateinamerikas" beschreibt die Auswirkungen von 400 Jahren Kolo nialherrschaft.

 

[5] Paul Feyerabend, "Wider den Methodenzwang", Suhrkamp, 1983, S. 24, 25.

 

[6] Karl Marx, Thesen über Feuerbach, MEW, Bd. 3, Berlin 1969.

 

[7] Rudolf Rocker (1873 – 1958), „Dem Andenken einer alten Freundin (Emma Goldman)“. Die Freie Gesell schaft. Monats schrift für Gesellschaftskritik und freiheitlichen Sozialismus, 4. Jg. (1952), Nr. 36/37, S. 23 – 26.

 

Ende 1968 wurde der erste antiautoritäre linke Buchladen in Hamburg gegründet. Er verstand sich auch als Ort der Kritik an "autoritären, totalitären, repressiven Ideologien und Gesellschaftssystemen" - wie auch dem "ortho doxen, dogmatischen Kommunismus", als Ort der Kritik an "triebunterdrückender Moral" und als Ort der Ausei nandersetzung um einen "libertären Sozialismus".