24 October
2007

Mine

EPRM Mine, Grahamstown, Joburg





Vor allem ist auch noch der compound da, in dem die schwarzen Wanderarbeiter eingepfercht wurden. Die Bedingungen waren ziemlich übel, es war eng, schmutzig und schikanös.






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Mine

EPRM Mine, Grahamstown, Joburg

Auch hier ist alles noch da, inklusive Stacheldraht auf den Dächern.





Es gab tatsächlich einen Tanzplatz, auf dem "native dances" aufgeführt wurden. Zur Apartheidpolitik gehörte nämlich auch, dass die schwarze Bevölkerung ihre jeweilige "Stammeskultur" pflegen sollte. Nach aussen hin wurde das, genauso wie die angebliche Autonomie der Bantustans, so verkauft, dass man die Schwarzen ihre "eigenen" kulturellen Traditionen pflegen liess. In Wahrheit steckte hinter diesen zum guten Teil sicher auch von oben aus invented traditions die Absicht, erstens konservative Chiefs in die Herrschaft einzubinden ("indirect rule", ähnlich wie im britischen Kolonialsystem), und zweitens durch die Betonung der jeweiligen kulturellen Eigenheiten (und damit Unterschiede zu den jeweils anderen "Stämmen") zu verhindern, dass diese ihre gemeinsamen Interessen erkannten und sich zusammenschlossen, um diese durchzusetzen. Natürlich hat das nie richtig funktioniert; die Urbanisierung war schon viel zu weit fortgeschritten, und in den townships hatten sich schon vor der Einsetzung der Apartheid längst alle möglichen ethnischen Gruppen miteinander vermischt und eine eigene, modernisierte Kultur herausgebildet. Während der Apartheid wurden die Leute dann wieder auseinandersortiert und mit absurden "wissenschaftlichen" Tests – unter anderem dem berüchtigten Bleistifttest – jeweils bestimmten "homelands" zugeordnet. Ausserhalb dieser durften sie sich dann nur mit entsprechendem Pass bewegen, der jederzeit bei sich zu führen war – daher z.B. die Passboykotte des ANC.


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Mine

ERPM Mine, Grahamstown, Joburg





Das ganze ist eine regelrechte Lagerarchitektur, und richtig schön wird es, wenn man es mal mit den Firmensitzen in der Innenstadt von Johannesburg vergleicht, z.B. der Chamber of Mines, die die Interessen der Minenbesitzer vertritt, oder, noch besser, mit dem der Anglo-American Corporation (so ziemlich die größte Minengesellschaft, die auch im damaligen Nord- und Südrhodesien aktiv war). Und an was erinnert uns das?





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Johannesburg

Eindruecke










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19 September
2007

Warszawa

in der Altstadt






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