WASHINGTON (rtr). Die US-Regierung ist dafür, daß der in
Italien festgenommene PKK-Chef Abdullah Öcalan an die Türkei
ausgeliefert wird. Die amerikanische Regierung sei der Auffassung, dem
Extremisten-Chef müsse der Prozeß in der Türkei gemacht
werden, da die meisten der ihm angelasteten terroristischen Verbrechen
auf türkischem Boden begangen worden seien, erklärte der Sprecher
des US-Außenministeriums, James Rubin, am Mittwoch in Washington.
Die USA hofften, es werde in Übereinstimmung mit dem internationalen
und dem italienischen Recht ein Weg gefunden, Öcalan an die Türkei
zu überstellen.
Bisher hatten die USA sich nicht eindeutig für die Position der
türkischen Regierung erklärt, sondern lediglich wissen lassen,
man halte in Washington eine Auslieferung und ein Gerichtsverfahren gegen
den Chef der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) für geboten.
Skeptisch äußerte sich der Sprecher in Washington zu Berichten,
wonach Öcalan Terror und Gewalt inzwischen abgeschworen habe. Das
habe Öcalan auch schon in der Vergangenheit erklärt.