Die Chance zum Frieden in Kurdistan muß jetzt ergriffen werden
Abdullah Öcalan spricht für die legitimen Interessen des
kurdischen Volkes
Die Entscheidung des PKK-Vorsitzenden, nach Italien einzureisen, spricht
für seine gradlinige unbeugsame Haltung, alles für die legitimen
Rechte des kurdischen
Volkes zu geben. Wiederholt hat die Arbeiterpartei Kurdistans, PKK
und ihr Vorsitzender, Abdullah Öcalan, dazu aufgerufen, die Waffen
schweigen zu lassen und
in einen Dialog für die Beendigung des Krieges in Kurdistan einzutreten.
Die anhaltenden völkerrechtswidrigen Militäraktionen in den südkurdischen
Gebieten
(Nordirak), die Hinrichtung kurdischer ARGK-GuerillakämpferInnen
nach Gefangennahme – wie kürzlich auch die Hinrichtung der deutschen
Internationalistin bei
der PKK, Andrea Wolf (Ronahi) - die immense Zerstörung der kurdischen
Regionen, die Vertreibung der kurdischen Bevölkerung, die Massenfestnahmen
von
Mitgliedern der legal arbeitenden kurdischen Oppositionspartei HADEP
und anderer Oppositioneller, nicht zuletzt die anhaltende Drangsalierung
der
"Samstagsmütter" aus Istanbul dokumentieren die Antwort des türkischen
Staates und seiner Armee: Mit aller Gewalt - Kein Frieden für Kurdistan.
Die Türkei ist NATO-Mitglied und wurde bisher von den Nato-Partnerstaaten
politisch und militärisch in diesem schmutzigen Krieg nicht einmal
verurteilt. Umso
bemerkenswerter war und ist die Haltung der alten und neuen italienischen
Regierung gegenüber den vielen tausend kurdischen Flüchtlingen,
die über den Seeweg in
den vergangenen Monaten in Italien Schutz suchten. Die Wahrung der
Menschenrechte scheint dort noch nicht den wirtschaftlichen und militärischen
Interessen
untergeordnet worden zu sein. Die neue italienische Regierung könnte
nach der Einreise des Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK,
Abdullah Öcalan in
Italien wichtige Schritte für den dringend notwendigen Friedensprozeß
in Kurdistan einleiten. Sie darf dem PKK-Vorsitzenden das Recht auf Anerkennung
eines
politischen Status nicht verwehren. Abdullah Öcalan spricht als
Repräsentant des kurdischen Volkes für dessen legitime Interessen.
Seine Einreise nach Italien bietet
die Möglichkeit, direkt mit dem PKK-Vorsitzenden über Schritte
für die Aufnahme von Friedensverhandlungen zu sprechen. Diese Möglichkeit
darf nicht
ausgeschlagen werden. Die Europäischen Regierungen sind aufgefordert,
Italien diesbezüglich zu unterstützen.
Die Informationsstelle Kurdistan fordert die Bundesregierung auf, diese
Chance zum Frieden in Kurdistan zu ergreifen und nicht auf einer formal-juristischen
Auslieferung von Abdullah Öcalan nach Deutschland zu bestehen.
Vielmehr sollten deutsche Regierungsvertreter ihrerseits das Gespräch
mit der Arbeiterpartei
Kurdistans, PKK, suchen. Die neue Bundesregierung kann jetzt unter
Beweis stellen, wie ernst es ihr mit dem Ziel einer an Frieden und Menschenrechten
orientierten Außen- und Innenpolitik ist.
Wir fordern den Bundesaußenminister auf: Unterstützen Sie
eine Internationale Friedenskonferenz für Kurdistan unter Einbeziehung
der Arbeiterpartei Kurdistans,
PKK! Stoppen Sie die Auslieferung der MEKO-Fregatten an die Türkei!
Wir fordern den Bundesinnenminister auf: Heben Sie das PKK-Verbot in
Deutschland auf!