Haus der Êzîd_innen: Die KDP überließ die Menschen dem IS

Das Haus der Êzîd_innen erklärte, dass die êzîdîschen Menschen den Verrat der KDP nicht vergessen werden, den sie im Şengal begangen haben, indem sie mehr als siebzehntausend Müttern, Mädchen und Kindern dem Feind überließen und selber flohen.

HEBUN AMED . Das Haus der Êzîd_innen im Gebiet des Şengalgebirges reagierte auf die kürzliche umgesetzte Politik der KDP. Als Sprecher für das Haus der Êzîd_innen erklärte Pîr Qero gegenüber ANF, dass die êzîdîschen Menschen den Verrat der KDP nicht vergessen werden und betonte, dass sie ihr Schicksal keiner politischen Partei mehr überlassen werden.

'DIE KDP HAT DIE MENSCHEN ALLEIN GELASSEN'
Der Vorstand des Hauses der Êzîd_innen, der aus Führungspersonen vieler Stämme aus dem Gebiet besteht, erklärte: „Jede_r, die/der nicht hinter dem Glauben der Êzîd_innen steht, soll es unterlassen ihm zu schaden. Wir verfolgen die gerechte Sache unserer êzîdîschen Mitmenschen.
Wir wurden verraten und wissen sehr gut, wer uns feindselig gegenüber steht. Sie versuchen nun ihren Einfluss auf die êzîdîschen Menschen wieder zu stärken. Wir ermahnen, haltet euch von uns fern. Die KDP hat uns zurückgelassen und ist geflohen, ohne die Menschen zu warnen, zu organisieren oder Hilfe für sie zur Verfügung zu stellen.“.

'DIEJENIGEN DIE UNS DEM FEIND ÜBERLIESEN, KÖNNEN UNS NICHT VOM FEIND BEFREIEN'
Qero unterstrich, dass sie den Verrat der KDP nie vergessen werden und sagte weiter: „Es ist sinnlos, dass die KDP nun versuche die Vergangenheit vergessen zu machen und weiterhin behauptet 'Wir werden Şengal befreien', nachdem sie siebzehntausend Mütter, Mädchen und Kinder dem Feind überließen. Als Führung der êzîdîschen Menschen und des Hauses der Êzîd_innen akzeptieren wir dieses Verhalten nicht und erklären deutlich, dass wir den Verrat der KDP nie vergessen werden, noch in Vergessenheit geraten lassen werden. Wir werden uns nie wieder zu jemandes Spielball machen lassen.“.
Qero ruft alle Êzîd_innen dazu auf, sich niemandem zu unterwerfen und ihren gerechten Weg in Geschwısterlıchkeıt weiter zu verfolgen.
„Sie haben uns zurückgelassen und sind geflohen. Wir werden dies nie akzeptieren oder das Geschehene vergessen. Sie sollten sich von Şengal fern halten, dort wo unsere Grabstätten sind und die nur der Gemeinschaft der Êzîd_innen gehört. Wir werden unseren Kampf fortsetzen und unser Land nach der Befreiung niemals verlassen.“.

'WIR WERDEN DIE HILFE DER PKK UND DIE MÄRTYRER_INNEN NIE VERGESSEN'
Die Mitglieder des Hauses der Êzîd_innen erklärten auch, dass sie die Hilfe der PKK im Kampf um Şengal und den Tod der vielen Märtyrer_innen nie vergessen werden.
Die Êzîd_innen betonten, dass sie diejenigen, die sie verkauft und verraten haben niemals akzeptieren werden und fügten hinzu, dass Şengal weder das Eigentum von Barzani, noch der KDP ist.

ANF, 07.11.2015, ISKU

ISKU | Informationsstelle Kurdistan