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BDP-Frauenkongress in Amed
Am 31. Oktober wird
der erste Frauenkongress der BDP in Amed unter dem Motto "Verstärkter
Kampf gegen die Regelungen, die Frauen in der Politik behindern"
stattfinden.
Ziel ist die Steigerung des Engagements von Frauen in der Politik und
die Hebung des Frauenanteils in den Gremien.
Im Zuge der Vorbereitungen für den Kongress wurden innerhalb der letzen
eineinhalb Monate 950 Delegierte auf breit angelegten Frauenversammlungen
in 45 Städten gewählt. Außer diesen werden noch weitere 10.000 Frauen
erwartet, unter anderen Unterstützerinnen aus der Türkei, der Autonomen
Region Kurdistans und Europa.
Die BDP-Frauen bereiten sich auf dieses Zusammentreffen mit einer Konferenz
vor, die vom 28.-29. Oktober in Êlîh/Batman stattfinden soll. Hier werden
etwa 250-300 Delegierte erwartet.
Der Kongress, auf dem der 25-köpfige Frauenrat der BDP gewählt wird, gilt
als organisatorische Vorbereitung der Wahlen in 2011. Aynur Çoşkun, Mitglied
des bestehenden BDP Frauenrates, betonte, dass der Kongress ein starkes
Signal geben werde, um die Beteiligung der Frauen an der Politik graduell
zu steigern. Schon jetzt bezeichnet sie die BDP als "Frauenpartei"
- mit einer 40% "Gender Quote" hat sie den höchsten Frauenanteil
im türkischen Parlament.
Zum Konzept sagt sie: "Wir haben die Delegiertenwahlen abgeschlossen.
Als letzte Etappe organisieren wir überall öffentliche Sitzungen. Der
Schwerpunkt unserer Arbeit lag vor allem in Diyarbakir: wir führten Trainings
durch, machten Treffen in allen Vierteln von Amed." So soll die Frauenpolitik
ausgehend von der lokalen Ebene hin zur zentralen Ebene organisatorisch
gesteigert werden.
Die Sprecherin des BDP-Frauenrats Şükran Dikmen wies darauf hin, dass
die kurdische Frauenbewegung ein wichtiges Beispiel für die weltweite
Frauenbewegung darstelle, die kurdischen Frauen die Politik anführten
und der Kongress ein wichtiger Schritt zur Verdeutlichung der Willenskraft
und Organisationsfähigkeit der Frauen sei.
So werden die Kongressteilnehmerinnen auch gemeinsam den Prozess gegen
die kurdischen PolitikerInnen begleiten, um die kurdischen Frauen zu unterstützen,
die seit 14. April in Haft sind.
ANF, 23.10.2010; ISKU
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