wann wenn nicht heute?!

Verteidige auch Du die demokratische Selbstverwaltung in Kurdistan!

Das Jahr 2015 ist geprägt vom Staatsterror der AKP-Regierung und einem heldenhaften Widerstand des kurdischen Volkes.

Bilder die wir heute in Nordkurdistan sehen bringen uns Kobanê in Erinnerung. Zerstörte Dörfer, Zerstörung der Natur (Niederbrennen von Wäldern, Äckern und Gärten), Eingestürzte und brennde Häuser, Hunderte von Zivilisten insbesondere Frauen und Kinder die in ihren Städten getötet wurden, Bombardierung der Städte, Tausende Menschen auf der Flucht uvm.. Schon seit Monaten herrscht in den kurdischen Provinzen der Ausnahmezustand. Die Kriegsclique Erdogan und die AKP-Regierung führt somit seit der Ausrufung der demokratischen Selbstverwaltung einen systematischen Spezialkrieg gegen das kurdische Volk.

KurdInnen werden ihrer elementaren Rechte beraubt. Hinter den Angriffen auf die kurdische Bevölkerung steht die Absicht des türkischen Staates und seiner Verbündeten wie der Terrororganisation IS, die kurdische Freiheitsbewegung und die dahinter stehende Vision auf ein freies Leben jenseits von staatlicher und patriarchaler Herrschaft zu zerschlagen. Während die AKP- Regierung den Dialog für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage, mit der erneuten Totalisolation des kurdischen Repräsentanten Herrn Abdullah Öcalan seit April 2015, verweigert, hält das kurdische Volk an seiner Lösung fest: Mit dem Aufbau von demokratisch-ökologischen Selbstverwaltungsstrukturen und der Demokratischen Autonomie entstand in den kurdischen Gebieten besonders in Rojava eine Alternative zu der staatlichen Unterdrückungs- und Ausbeutungspolitik. Diese legitime Lösung soll nun mit Bomben zerschlagen werden.

Besonders seit dem 13. Dezember 2015 bombardiert die türkische Luftwaffe ununterbrochen die kurdische Städte Sur, Silopi, Mardin. Der Staatsterror der AKP-Regierung in Nordkurdistan wird von einer anti-kurdischen rassistischen Hetze in den türkischen Medien begleitet. Nach Angaben der Bevölkerung vor Ort gibt es aufgrund der andauernden Ausgangssperre kaum noch Lebensmittel. Ebenso gibt es keinen Strom, keine Internet- und Telefonverbindung mehr. Mit leichten Mitteln versucht das kurdische Volk sich gegen den Staatsterror der AKP-Regierung im Rahmen ihrer demokratischen Autonomie zu verteidigen. Genau wie in Kobanê so sehen wir auch in Sure, Silopi, Cizire, Mardin und ganz Kurdistan, das uns Frauen weiterhin unserer Verantwortung, unsere Organisierung, unseren Kampf und die internationale Solidarität stärker zu entwickeln. Nur unter dieser Vorraussetzung wird es gelingen, die Gewaltkultur im Allgemeinen und speziell gegen Frauen zu überwinden.

Ceni ‐ Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. fordert das sofortige Ende des Krieges in Kurdistan und die Einstellung der deutschen Unterstützung für den Krieg des türkischen Staates gegen die KurdInnen. Wir rufen die Weltöffentlichkeit, besonders Frauen dazu auf, ihre Solidarität mit dem Widerstand des kurdischen Volkes sichtbarer zu machen und die demokratische Autonomie zu unterstützen. Wenn nicht Heute wann dann?

WIR FORDERN:

Schluss mit dem schmutzigen Krieg in Kurdistan und der deutschen Unterstützung für das AKP‐Regime!
Die offizielle Anerkennung der demokratischen Autonomie in Kurdistan!
Die sofortige Freilassung von Abdullah Öcalan und aller politischer Gefangenen!

Ceni-kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.

E-mail: ceni_frauen@gmx.de