YEK- KOM Föderation kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
   
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Presseerklärung
14. Mai 2007

 

Solidarität: Besuchen Sie die kurdischen Hungerstreikenden!


Seit dem 11. April befinden sich 18 Kurdinnen und Kurden in Straßburg im unbefristeten Hungerstreik. Dazu haben mittlerweile mehre Hundert Personen jeweils fünftägige Solidaritätshungerstreiks durchgeführt. Ihrer aller Forderung: Das Europäische Antifolterkomitee (CPT) soll eine Ärztedelegation auf die Gefängnisinsel Imrali senden, um den Vorwurf einer Vergiftung Abdullah Öcalans aufzuklären.

Warum ein Hungerstreik?
Seit am 1. März Laboranalysen veröffentlicht wurden, die deutlich auf eine chronische Vergiftung Öcalans mit Schwermetallen hinweisen, hat noch immer keine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe stattgefunden. Dutzende Demonstrationen, Petitionen und Appelle blieben bisher ohne Wirkung, so auch
eine Unterschriftenkampagne von sechs Mitgliedern des Europäischen Parlaments, die von 103.427 Menschen unterzeichnet wurde. Die Vergiftung wurde während des einseitigen Waffenstillstandes der kurdischen Guerilla bekannt und wird allgemein als Antwort auf die Friedensbemühungen der
kurdischen Seite und Öcalans interpretiert. Eine Gruppe von kurdischen Repräsentanten entschloss sich daher aus Sorge um das Leben Öcalans und den gesellschaftlichen Frieden in der Türkei daher zu diesem radikalen Schritt

Was wollen die Hungerstreikenden?
Öcalan ist die zentrale Figur der kurdischen Friedensbemühungen. Jeder Angriff auf ihn lässt eine friedliche, demokratische Lösung der kurdischen Frage in weitere Ferne rücken. Kurden in Kurdistan und in Europa fordern eine rückhaltlose Aufklärung der Vergiftungsvorwürfe und fürchten um das Leben ihres politischen Repräsentanten. Das Antifolterkomitee (CPT) des Europarats ist die einzige Institution, die das Recht hat, in allen Gefängnissen der Mitgliedsländer Untersuchungen anzustellen. Daher muss das CPT schnellstens eine Delegation entsenden, bevor es zu spät ist! Denn die Hungerstreikenden sind entschlossen, bis zum Letzen zu gehen und ihr Leben einzusetzen.

Was ist bisher passiert?
Mehrere Gespräche der Hungerstreikenden mit europäischen Institutionen, vor allem dem CPT, führten bisher zu keinem Ergebnis. Mehrere der Hungerstreikenden mussten bereits ins Krankenhaus eingeliefert werden, einer davon mit Herzbeschwerden. Da sie medizinische Behandlung jedoch ablehnen, verschlechtert sich die gesundheitliche Situation täglich.

Europa schweigt und das CPT schaut weg - das ist nicht länger hinnehmbar.

Daher:

Besuchen Sie die Hungerstreikenden!
Am Sonntag, den 20. Mai, am 40. Tag des Hungerstreiks, organisieren wir
einen Solidaritätsbesuch bei den Hungerstreikenden.

a.. Zeigen Sie ihre Solidarität!
b.. Besuchen Sie die Hungerstreikenden
c.. Leisten Sie einen Beitrag zur Aufklärung der Vergiftungsvorwürfe


Wenn Sie mitfahren wollen, wenden Sie sich bitte umgehend an das

Solidaritätskomitee mit den Hungerstreikenden, c/o YEK-KOM

Aktuelle Informationen unter
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/apo/index_1.htm