Unterstützerkreis für die Rückkehr der Familie Özdemir
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Pressemitteilung - Montag - 1.Juli 2002 - 15 Uhr

 


CDU-Saar versucht zur Zeit selbstmordgefährdeten Kurden abzuschieben:
Tahsin Özdemir (21 Jahre)

Unter Polizeigewalt aus der Psychiatrie festgenommen

Die saarländische Landesregierung versucht zur Zeit den selbstmordgefährdeten Sohn der Familie Özdemir, Tahsin Özdemir (21 Jahre), abzuschieben.

Tahsin Özdemir wurde am Montagmorgen, 1.Juli, von einer 7-köpfigen Polizeidelegation aus der Merziger Psychiatrie abgeholt. Dort befand er sich in stationärer Behandlung. Dies geschah gegen den ausdrücklichen und lange anhaltenden Protest der behandelnden Ärzte. Ein Attest, das die Suizidgefährdung bescheinigt, liegt vor und ist der Landesregierung bekannt. Besonders pikant ist, dass die Polizeidelegation unter der Leitung des Referatsleiters B5, Hanno Grimm, im saarländischen Innenministerium stand.

Die Abschiebung ist für heute Abend vom Flughafen Frankfurt aus vorgesehen. Um die Selbstmordgefährdung zu kaschieren soll ein Unfallchirurge (!) ihn im Auftrag der Landesregierung begleiten und das ärztliche OK geben.

Grimm versuchte bereits im September 2000, eine selbstmordgefährdete Frau in die Türkei abschieben zu lassen. Auch damals lag eine Attest vor, das auf die Suizidgefahr hinweis. Die Abschiebung wurde damals in letzter Minute verhindert, weil der BGS am Frankfurter Flughafen dem Ansinnen der saarländischen Landesregierung widersprach und die Abschiebung verweigerte.

Für telefonische Rückfragen: Walter Hermann, Emrullah Özdemir 0170 / 8138 351 Rechtsanwalt Peter Nobert 06831 / 127 27 30