Frankfurter Rundschau; 11.01.1999

Irak
Kurdenführer planen friedliche Zusammenarbeit

ANKARA, 10. Januar (dpa). Die im Norden Iraks rivalisierenden Kurdenführer Massud Barsani und Dschalal Talabani haben sich darauf geeinigt, die Situation in ihren Gebieten zu normalisieren. Sie betonten, sich an ein im vergangenen Jahr in Washington unterzeichnetes Friedensabkommen halten zu wollen. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die in London nach einem Treffen zwischen Barsani und Talabani von kurdischen Repräsentanten veröffentlicht wurde.
Das Washingtoner Abkommen, das im vergangenen September von Barsani, dem Führer der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK), und Talabani, dem Chef der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), unterzeichnet wurde, sieht die Bildung einer Übergangsregierung vor, die den Weg zu regionalen Wahlen im Sommer freimachen soll.  Beide Politiker wollen im Gebiet des anderen Vertretungen eröffnen und Häftlinge freilassen.