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Abbau von
demokratischen Grundrechten, Hetze, Drohungen - das ist das Schwarz-/Blaue
Oesterreich
Mit der Zunahme der Proteste gegen
die FPOe/OeVP-Regierung faehrt auch der Staat immer schwerere Geschuetze
gegen die Opposition auf - Menschen landen im Gefaengnis, die FPOe stoesst
wueste Drohungen aus. Fakten, die auch in kritischen (?) Medien und im
Ausland bisher uebersehen wurden. Einerseits verhaftet die Polizei gezielt
engagierte AktivistInnen aus der radikalen Linken, andererseits macht sie
auch vor Einrichtungen oppositioneller Parteien nicht halt. Daneben, fast
unbemerkt, droht die FPOe Kulturvereinen und Medien, die zu kritisch sein
koennten, Einzelpersonen aus dem buergerlichen Spektrum sehen sich mit
Drohanrufen konfrontiert, rassistische und antisemitische Uebergriffe nehmen
zu.
Ein Polizeiapparat probt den Buergerkrieg
Schon am 4. Februar, dem Tag der Regierungsangelobung,
nahm sich die Wiener Polizei, allen voran die Spezialeinheit WEGA, die
Freiheit, DemonstrantInnen zu verpruegeln, was sie bisher mangels Gelegenheit
nicht konnte. Aufgebrachte Massen von Tausenden DemonstrantInnen gegen
eine Regierung waren in der 2. Republik bislang nicht vorhanden. Nach der
kurzfristigen Besetzung des nunmehr FPOe-gefuehrten Sozialministeriums
schlug die WEGA erstmals an diesem Tag voellig ohne Grund auf Menschen
ein, die das Gebaeude verliessen. Bei einer Kundgebung vor einem Schubgefaengnis
am spaeteren Nachmittag das gleiche Bild, was letztlich zur Eskalation
vor der FPOe-Zentrale beitrug. Nach langem hin und her setzte die Polizei
Wasserwerfer ein und verpruegelte gnadenlos teilweise ruhig am Boden sitzende
Personen. Es gab Dutzende Verletzte. Auch am darauffolgenden Tag pruegelte
die Polizei voellig unmotiviert in der Innenstadt auf Demonstrantinnen
ein. Die jahrelang ausgeuebte Deeskalationsstrategie der Polizei war somit
aufgehoben. Die Polizei provozierte bewusst, um Teile des Widerstandes
kriminalisieren zu koennen. Diese Strategie ging allerdings nicht auf.
Die lautstarken, aber friedlichen Demonstrationen der naechsten Tage boten
der Polizei offenbar nicht genug Angriffsflaechen. Daher wurde ein weiterer
Schritt gesetzt, und mittels ZivilbeamtInnen der Staatspolizei gezielte
Angriffe auf Einzelpersonen durchgefuehrt. Am 6. Februar bewegte sich ein
Zug von ueber 10.000 Demonstrantinnen zum ORF-Zentrum. Dabei versuchten
Zivilbeamte mehrmals, Dokumentationsteams die Kameras zu entreissen. Spaeter
wurde eine Demonstrantin von einem Staatspolizisten zu einem Auto gedraengt.
Derselbe entriss ihr die Handtasche, in der sich Flugblaetter befanden.
Erst nach massiven Protesten und unter der Anwesenheit eines PRO7-Kamerateams
musste der Beamte die gestohlene Tasche wieder aushaendigen. Die Flugblaetter
wurden von dem Staatspolizisten nicht mehr zurueckerstattet. Bei der internationalen
Grossdemonstration am 19. Februar kam es schon im Vorfeld zu Personenkontrollen
gegen radikale Linke, denen die Ausweise teilweise ohne Angabe von Gruenden
aus der Hand gerissen und die Personen mit einer Sofortbildkamera von der
WEGA abfotografiert wurden. Beim Westbahnhof wurde eine Gruppe der PDS
Tuebingen von der Polizei misshandelt, ihre Handys zerstoert, und ihnen
die Schuhe abgenommen (News 23. Februar). Derartige Uebergriffe verstossen
gegen jede Menschenwuerde. Spaeter wurde der autonome Block durch einen
Polizeikordon von der Demonstration abgetrennt, ohne vorangehende Provokation
seitens der DemonstrantInnen. Dies kommt einer faktischen Aufhebung des
Demonstrationsrechtes fuer missliebige Personengruppen gleich. Auch am
Abend desselben Tages wurde in der Innenstadt eine regelrechte Treibjagd
auf DemonstrantInnen veranstaltet. Es wurden immer wieder Menschen geschlagen,
deren Schuhbaender aufgeschnitten, und unter wuesten Drohungen kontrolliert
(ZeugInnenaussagen liegen uns vor). Es war an diesem Abend Menschen mit
bestimmter Kleidung, bestimmter Hautfarbe oder linksradikaler Gesinnung
nicht moeglich, gefahrlos die Innenstadt zu betreten. All das mag vielleicht
auch anderswo ueblich sein, aber auch auslaendische DemonstrationsteilnehmerInnen
bestaetigten, dass eine derartige Vorgangsweise, die manche um ihr Leben
zittern liess, nicht "europaeischer Standard" seien. Und letztlich brauchte
die Wiener Polizei nur zwei Wochen, um diese "Standards" zu ueberschreiten.
Gezielte Festnahmen unliebsamer
Personen und Eingriffe in das Hausrecht politischer Parteien
Eine voellig neue Qualitaet stellt
jedoch die Kriminalisierung einzelner, engagierter Personen dar. Schon
im Vorfeld der Opernballdemonstration am 2. Maerz fand eine mediale Hetze
gegen einen konstruierten "Autonomen Block" dar, der verstaerkt mit angeblichen
"Deutschen Autonomen" den Opernball haette angreifen sollen. Lautstarken
Protest gab es an diesem Abend allerdings, bloss verlief der bunt und friedlich
als "Antifaschistischer Karneval, der die Regierung auslachen sollte. Es
gab praktisch keine Auseinandersetzungen, was selbst die Polizei zugeben
musste. Dabei wurde allerdings die Moeglichkeit genutzt, eine neue Polizeieinheit
zu erproben, die Sondereinsatzgruppe Kriminaldienst (SEK): diese nahm am
1. Februar ihren sechsmonatlichen Probebetrieb auf. Ihre Einsatzfelder
sind "Observation und Zugriff". Sie besteht bislang aus 55 KriminalbeamtInnen,
die freiwillig (!) und unbezahlt (!!) auf Anforderung von anderen Dienststellen
eingesetzt wird. Was ist die Motivation, freiwillig und unbezahlt in den
Dienst zu gehen? Das werden wir nun darstellen: Diese Beamten mischten
sich vermummt in die Demonstration und war von "klassisch Vermummten" nicht
zu unterscheiden. Nach der Demonstration wurde eine junge Frau von zwei
vermummten Beamten bedraengt, und diese versuchten nach ZeugInnenaussagen
die Frau in ein Taxi zu zerren. Wo haetten sie die Frau hingebracht? Das
kommt einem Entfuehrungsversuch gleich. Erst nachdem die Beamten bemerkten,
dass sie von mehreren Menschen beobachtet wurden, nahmen sie davon Abstand,
und verhafteten sie. Sie wurde in Untersuchungshaft gesteckt und erst nach
ueber einer Woche wieder freigelassen, und zwar unter der Auflage, bis
zur Verfahrenseroeffnung nicht an Demonstrationen teilzunehmen. Das bedeutet,
ihr wurde das Recht auf Versammlungsfreiheit entzogen. Ausserdem war sie
nach den Verhoeren mit blauen Flecken uebersaet. Eine Stunde spaeter wurde,
ebenfalls von vermummten Polizisten, vier Personen mit vorgehaltener Dienstpistole
aus einem Taxi gezerrt, zwei davon (unter den verwirrten Blicken uniformierter
Beamter) festgenommen, mit der verwunderlichen Begruendung: "Widerstand
gegen die Staatsgewalt". Sie wurden auf ein Kommissariat im 16. Gemeindebezirk
ueberstellt, wo auch der Gruender der SEK, Rabensteiner, seinen Dienst
versieht. Noch am naechsten Tag weiss die Sprecherin der Polizei nichts
von Festnahmen. Hier agiert offenbar eine Sondertruppe am Rest der Polizei
vorbei. Laut "Presse" vom 18. Maerz gaben sie auch offen zu: "Wir waren
die Vermummten." Wenn die Polizei behauptet, es waere zu Ausschreitungen
gekommen, wer garantiert, dass diese nicht von vermummten Beamten provoziert
oder ausgeuebt wurden. Die Einfuehrung des "Agent provocateur" ist jedenfalls
im Regierungsprogramm vorgesehen. Angesichts solcher Methoden glaubt man
sich in eine Militaerdiktatur versetzt. Beide Verhafteten sitzen nach wie
vor in Untersuchungshaft, einer wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt"
der andere wegen desselben Deliktes und wegen "Landfriedensbruch". Beide
sind als lange engagierte Menschen besonnen genug, um sich nicht zu strafbaren
Handlungen gegen PolizistInnen hinreissen zu lassen. Beweise wurde bislang
keine geliefert, und das scheinen die Behoerden auch nicht noetig zu haben.
Die Haftpruefung vom 16. Maerz ergab eine Haftverlaengerung. Hier wollen
die Behoerden offenbar Zeit gewinnen, um ein Konstrukt aufzubauen. Beweis
genug ist hier die Staatsanwaeltin Risa Schuhmeister-Schmatral, die als
Law & Order- und OeVP-Rechtsaussenpolitikerin bekannt ist, und beiden
Gefangenen als Staatsanwaeltin zugeteilt wurde (unter massiver Kritik ihrer
KollegInnen - Standard, 17. 3.) Schon in den letzten Jahren witterte sie
im Stil der FPOe hinter jeder linken Kleingruppierung ein Terrornetz
und tat sich eher erfolglos in einigen Prozessen gegen Linke hervor. Hier
ist eine Unvereinbarkeit zwischen politischen Ambitionen einer Staatsanwaeltin
und den rechtsstaatlichen Befugnissen der Justiz gegeben. Und nicht zuletzt
stellt gerade dieses Verfahren einen Angriff auf politische Strukturen
dar, der letztlich einen groesseren Teil des Widerstandes betreffen koennte.
Beide haben Flugblaetter fuer die Rechtshilfe verteilt (sie dokumentiert
Festnahmen, Uebergriffe, und versucht Verfahrenshilfen zu organisieren
- damit stellt sie einen wesentlichen Rueckhalt der Proteste gegen diese
Regierung dar und ist somit ein Dorn im Auge der
Staatsgewalt). Uebrigens wurde die
Festnahme der zwei Personen von einem Kamerateam der Wiener Gruenen gefilmt.
Diese Szene wurde von den Gruenen in der ZiB1 des ORF am 6. Maerz gezeigt.
Am 8. Maerz stuermten Polizisten die AuslaenderInnenberatung der Gruenen,
die vom Flughafensozialdienst betreut wird. Die Begruendung des Einsatzes
war ein anonymer (!) Anrufer, der in der Beratungsstelle einen Schwarzafrikaner
(!) mit Waffe gesehen haben will. Das Ganze stellte sich als Luege heraus,
aber bei der Gelegenheit kontrollierte die Polizei in der Beratungsstelle
gleich mehrere Personen, und steckte einige davon in Schubhaft. Einer der
dort anwesenden Dolmetscher sagte in der ZiB3 vom 10. Maerz aus, dass ein
Beamter die Herausgabe seiner Dienstnummer (ist in Oesterreich Pflicht!)
mit den Worten "Wenn sie so anfangen, kommen wir jeden Tag" verweigert
hatte. Dieser Angriff hat mehrere gefaehrliche Aspekte:
1) Es ist nicht voellig von der Hand
zu weisen, dass dieser Angriff die Rache fuer die Dokumentation der Verhaftungen
nach der Opernballdemonstration war. Somit sind auch Parlamentsparteien
nicht vor Einschuechterungsversuchen sicher.
2) Politische Parteien geniessen ein
von der Verfassung gegebenes Hausrecht (es handelt sich dabei um das Gruene
Bezirksbuero fuer den 4., 5. und 6. Wiener Gemeindebezirk!), das auch von
den Polizeibehoerden nicht so einfach umgangen werden kann, schon gar nicht
aufgrund eines anonymen Anrufes. Dies ist ebenfalls eine gefaehrliche Entwicklung.
3) Wenn es moeglich ist, dass illegalisierte
Menschen schon in Beratungsstellen festgenommen werden, wird ihnen jede
Moeglichkeit auf ein rechtmaessiges Asylverfahren genommen (deswegen wenden
sie sich ja an Beratungsstellen), und das mit Polizeistaatsmethoden. Dies
stellt eine weitere Verschaerfung der ohnehin schon rigiden Asylpraxis
dar. Diese FPOe/OeVP-Regierung zeigt somit eindeutig, dass die von ihnen
unterschriebene Praeambel zur Regierungserklaerung den Wert von Toilettenpapier
besitzt, zumindest was die Achtung von Menschenrechten betrifft. Diese
Regierung besteht aus einer Partei wie der FPOe, die aus dem Sammelbecken
von Altnazis entstanden ist, und einer wie die OeVP, die sich nicht vom
Austrofaschismus ihrer Vorgaengerorganisation distanziert hat. Beide finden
nun zu ihren Wurzeln. Sie duerfen nicht laenger regieren. Die Vorgangsweisen
des ihnen unterstellten Sicherheitsapparates rechtfertigen umso mehr die
Proteste in Oesterreich und anderswo. Sie brauchen mehr Unterstuetzung
den je.
Repression abseits von Polizeiuebergriffen
Es gibt selbstverstaendlich viele
Methoden, Opposition mundtot zu machen. Besonders gefaehrdet sind hier
Einzelpersonen, die sich gegen die Regierung oder die FPOe hervortun. Als
Beispiel sei hier die Frauenbeauftragte in Kaernten zu nennen, die nach
Kritik an Joerg Haider und seiner Frauenpolitik kurzerhand ihres Postens
enthoben wurde. Auch die nach wie vor fehlenden Subventionen fuer Frauenberatungsstellen,
insbesondere das noch nicht fertiggestellte Frauenzentrum Kosmos in Wien
zeigen recht eindrucksvoll, wie weit die frauenfeindliche Politik der Regierung
geht. In beiden Faellen vermischt sich die Vorgangsweise mit Repression.
Es koennte ja Widerstand geleistet werden. Was Drohungen betrifft, tut
sich die FPOe sowieso in gewohnter Manier hervor. So verlangte die Salzburger
FPOe, Subventionen fuer Kulturvereine, die zu Demonstrationen gegen die
Regierung aufrufen, zu streichen. Und auch Joerg Haider stellte in seiner
Aschermittwochsrede in Ried einmal mehr die Pressefoerderung fuer kritische
Medien in Frage: "Natuerlich werden die Zeitungen wieder schreiben:
Jetzt hat er schon wieder gedroht. Der droht ueberhaupt nicht (??? - Anm.
der Verf.). Aber es ist ganz normal: Wenn ich einen Hund fuettere und der
beisst mich, dann fuettere ich ihn nicht mehr, sonst beisst er mich ja
wieder." (APA) Der Vergleich kritischer Medien mit bissigen Hunden
erinnert an die Sprache der Vorgaenger der FPOe. Oder wie er schon 1994
sagte: "Wenn ich etwas zu reden habe, wird in den Redaktionsstuben in Zukunft
weniger gelogen und mehr Wahrheit sein als jetzt." Uebrigens haben die
Oberoesterreichischen Nachrichten im Februar einen ihrer Redakteure entlassen,
weil er zu regierungskritisch geschrieben hatte. Auch im ORF waechst der
Druck auf JournalistInnen (vor allem von FP-Westenthaler ausgehend), die
klar gegen die FPOe sind. Soviel hat also Haider jetzt schon zu reden.
Menschen, die sich gegen diese Regierung stellen, werden offen oder anonym
bedroht. Elfriede Jelinek bekommt Drohbriefe, und zwar an ihre der Oeffentlichkeit
nicht zugaengliche Privatadresse. Die evangelische Superintendentin Gertraud
Knoll, die sich immer gegen Rassismus engagiert hatte, und auch bei der
Wiener Grosskundgebung des 19. Februar als Rednerin auftrat, wird von der
FPOe mit einer beispiellosen Schmutzkuebelkampagne ueberzogen. Eine von
der FPOe dominierte "Plattform evangelischer Christen" fordert Knoll zum
Ruecktritt auf, weil sie sich eben kein Blatt vor den Mund nimmt, und dies
"zum Nachteil der evangelischen Kirche sei." Mittlerweile erhaelt sie Drohanrufe
und anonyme Briefe wie: "Schade, dass Dich der Hitler nicht vergast hat."
(Standard 7. und 8. Maerz) Es sollte noch erwaehnt werden, dass die Polizei
Frau Knoll geraten hatte, Fingerabdruecke und Stimmproben ihrer Kinder
nehmen lassen sollte, fuer den Fall einer Entfuehrung! Wo sind wir eigentlich?
Auch der Vorsitzende der Israelischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, bleibt
von der FPOe nicht verschont. Joerg Haider hat ihn verklagt, weil ihm von
Muzicant Antisemitismus vorgeworfen wurde. Tatsaechlich hat er antisemitische
Aeusserungen in der FPOe immer geduldet und Verfahren dagegen als Randthema
bezeichnet. Wir koennten Buecher darueber schreiben (mehr darueber in profil
Nr. 11/2000), daher werden wir uns auf aktuelle Kommentare berufen. Der
FP-Europaabgeordnete Sichrovsky hat in der Slowenischen Tageszeitung "Delo"
Muzicant als "intelligenten Idioten, unglaublich geldgierig und als Berufsjuden"
bezeichnet. Alles, was Bundeskanzler Schuessel dazu einfiel war: "Der Ton
ist mir zurzeit auf mehreren Seiten etwas zu schrill." Zu schrill? Seit
dem Wahlkampf der Wiener FPOe hat die Zahl der antisemitischen Uebergriffe
massiv zugenommen. Viele Juedische Menschen fuerchten sich. Die Koalition
Wolfang Schuessels mit der FPOe war fuer diese Menschen ein Schlag ins
Gesicht.
All das hat sich in wenigen Wochen
ereignet?
Die polizeistaatlichen Methoden, die
diese rechts-rechte Koalition jetzt in voller Haerte umgesetzt werden,
wurden schon von der letzten Regierung beschlossen. Dies hat sich bislang
vor allem im Asylbereich ausgewirkt, wo vor allem das Bild von "schwarzen
Drogendealern" gezeichnet wurde. Es kam unter SP/VP im Rahmen der "Operation
Spring" zu einer systematischen Verfolgung von Menschen mit dunkler Hautfarbe.
Bei den nachfolgenden Scheinprozessen mit anonymen Kronzeugen hatten die
Angeklagten keine Chance auf Verteidigung. Doch durch diese FPOe/OeVP-Regierung
wurden auch noch die letzten rechtsextremen Kraefte wachgeruettelt. Fuer
die jetzt geschehenden Uebergriffe auf illegalisierte Menschen, auf AntifaschistInnen,
aber auch fuer faschistoide Drohgebaerden, antisemitische Uebergiffe sowie
fuer rassistische Attacken (am 1. Maerz wurde ein Nigerianer in Innsbruck
von Neonazis mit einem Messer schwer verletzt) ist diese Regierung voll
zur Verantwortung zu ziehen.
Die OeVP schweigt nicht nur dazu,
nein, sie entschuldigt und verharmlost die FPOe! Sie
hat rechtsextremen Kraeften durch die Koalition mit der FPOe Auftrieb gegeben.
Und das, weil Wolfgang Schuessel auch einmal Kanzler werden wollte!
Menschen wurden verhaftet, verletzt
und viele haben Angst. Der erste Schritt zum autoritaeren Regime ist somit
getan. Und nur eine starke Opposition, der ausnahmslos alle Unterstuetzung
zukommt, ist in der Lage, diesem Treiben ein Ende zu setzen. Daher:
- Wir fordern alle auf, gerade
jetzt gegen diese Regierung entschieden zu protestieren!
- Freilassung der Gefangenen!
- Wir fordern uneingeschraenkte
Pressefreiheit!
- Wir fordern die internationale
Staatengemeinschaft auf, die oesterreichische Regierung unter Ausschoepfung
ALLER Mittel zum Ruecktritt zu bringen und die Opposition ausnahmslos zu
unterstuetzen!
- Internationale Aechtung der FPOe!
- Wir fordern die internationalen
Medien auf, verstaerkt ueber die Zustaende in Oesterreich zu berichten!
- Weg mit dieser Regierung!
Dieser Text wird unterstuetzt von:
Basisgruppe Politikwissenschaft (bagru.powi@gmx.at)
Fachschaft informatik (fs_informatik@swi.priv.at)
Gruen Alternative Jugend Wien (Lindengasse
40, 1070 Wien, gaj@ccc.at)
Infoladen Wels (Karl-Loy-Strasse 1,
A-4600 Wels, infoladen-wels@inode.at)
Oekologische Linke (Postfach 28, A-1153
Wien, Oekologische.Linke@reflex.at)
Revolutionsbraeuhof (Hahngasse 15,
A-1190 Wien, rbh@inode.at)
Rosa Antifa Wien (c/o Rosa Lila Tip,
Linke Wienzeile 102, A-1060 Wien, raw@swi.priv.at)
ÖKOLI-Ökologische Linke
Postfach 28
A-1153 Wien
Oekologische.Linke@reflex.at
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