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Lesenswertes
nicht
unbedingt aktuell
20
Jahre radikal - Geschichte und Perspektiven autonomer Medien;
VLA
/ Unrast Verlag / Edition ID-Archiv / Schwarze Risse/
Rote
Straße 1996
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Netzkritik
- Materialien zur Internet Debatte; nettime (hg.): Edition ID-Archiv Berlin
1997
"Wenn
du etwas am Internet und seiner offenkundigen Machtrethorik ändern
willst, mußt du dich damit beschäftigen, und zwar über
die >Beherrschung der Technik< hinaus"
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Dominanzkultur
- Texte zu Fremdheit und Macht; Birgit Rommelspacher; Orlanda Frauenverlag
Berlin 1995
Die
Lebensweise der Menschen in der westlichen Welt ist von Herrschaftserfahrungen
durchdrungen. Das macht diese Kultur zu einer Dominanzkultur. In dieser
Gesellschaft, die auf Unterwerfung und Machtsicherung ausgerichtet ist,
übernehmen auch Frauen ihren Part. Die Autorin spannt in ihren gesellschaftskritischen
Texten den Bogen von Rassismen in der westlichen Gesellschaft über
die Psychologie der Dominanz bis hin zur Frage des "Deutsch-Seins". Sie
zeigt politische Handlungsmöglichkeiten auf, die vor allem eines beinhalten:
den konsequenten Verzicht der Mächtig(er)en auf einen Teil ihrer Macht.
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Rechte
Ökologie - Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus; Oliver
Geden; Elefanten Press Berlin 1996
Ökologie
und Umweltschutz werden in der bundesdeutschen Öfentlichkeit in der
Regel für ein fortschrittliches Politikfeld gehalten. Dabei wird vielfach
übersehen, daß sowohl die Namensgeberin der Umweltbewegung,
die wissenschaftliche Ökologie, als auch die Vorläufer der heutigen
politischen Ökologie über eine mehr als hundertjährige Geschichte
verfügen, die eher auf der rechten Seite des politischen Spektrums
einzuordnen ist. Heute ist die Vebindung der ökologischen Frage mit
Forderungen nach Einwanderungsstopp, nach weltweiten Miltäreinsätzen
oder einem starken Staat bis hin zur Diktatur nicht mehr nur am Rand zu
finden, sondern rückt mehr und mehr in die Mitte von Umweltbewegung
und etablierter Umweltpolitik.
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hoch
die kampf dem - 20 Jahre Plakate autonomer Bewegungen; HKS 13 (Hg.); VLA
/ Schwarze Riss / Rote Straße Hamburg - Berlin - Göttingen 1999
"Es
ist aber hauptsächlich das Plakat, welches die Agitatoren verwenden.
Das Plakat macht mehr von sich reden, es macht mehr Propaganda als das
Pamphlet oder eine Broschüre. Deshalb erscheinen die Plakate gedruckt
oder geschrieben, jedes Mal an den Mauern, wann immer sich etwas ereignet,
das die große Masse der Bevölkerung interessiert. Heute abgerissen,
erscheinen sie morgen wieder, zum Ärger der Regierenden und ihrer
Knechte... Wenn man nur all die unzähligen Plakate sammeln könnte,
welche in den zehn bis fünfzehn Jahren vor der großen ... Revolution
angeschlagen worden sind, würde man die ungeheure Rolle begreifen,
welche diese Art der Agitation bei der Vorbereitung der Erhebung gespielt
hat."
einige
Kostproben?
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Hitlers
willige Vollstrecker - Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust;
Daniel Jonah Goldhagen, Siedler Verlag Berlin 1996
Obwohl
Goldhagens affirmative Haltung zur BRD und seine Unterstützung für
den Kosovo-Krieg der NATO mit linksradikalen Positionen unvereinbar sind,
seine Analyse des Holocaust und des deutschen elirminatorischen Antisemitismus
wird deswegen nicht falsch.
Antisemitismus,
so Goldhagen, war in Deutschland, lange vor dem Nationalsozialismus tief
in der deutschen Gesellschaft verwurzelt. Goldhagen analysiert die
Geschichte des deutschen Antisemitismus und des Holocaust und widerspricht
so z.B. ökonomistischen Auffassungen des NS:"Die Vorstellung,
Deutschland sei während der nationalsozialistischen Ära
eine >gewöhnliche<, >normale< Gesellschaft gewesen, der das
Unglück widerfurh, ruchlosen und üblen Herrschern in die
Hände zu fallen, die die Institutionen des gesellschaftlichen Lebens
mißbrauchten und Menschen zu Taten trieben, die sie verabscheuten,
ist grundfalsch"
Es
geht um "...das Wesen Deutschlands, das sich dem NS ausgeliefert hatte..."
und "...die Morde und die Barbarei der Täter die Bereitschaft ganz
gewöhnlicher Deutscher, Deutschland und das deutsche Volk vor seinem
vermeintlich gefährlichsten Feind zu retten: DEM JUDEN."
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Das
Plagiat - Der Völkische Nationalismus der Jungen Freiheit; Helmut
Kellershohn (Hg.); DISS Duisburg 1994
Die
Junge Freiheit ist keineswegs so "jung" und so "modern", wie sie sich gibt.
Ihr Vorbild ist eine ideologische Strömung der 20er Jahre, die unter
dem Sammelbegriff "Konservative Revolution" bekannt geworden ist und damals
eine Vielzahl von präfaschistischen Intellektuellenzirkeln umfaßte.
Die
JF-Mannschaft schlachtet diese Tradition aus, plagiiert sie, frischt die
damaligen Atgumentatinsmuster auf und reichert damit den aktuellen völkisch-nationalistischen
Diskurs an.
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Kulturkampf
- Volk, Nation, der Westen und die Neue Rechte; Mark Terkessisidis, Kiepenheuer
& Witsch Köln 1995
Eine
kritische Untersuchung der theoretischen Konzepte, Strategien und Ziele
der "Neuen Rechten" in Deutschland und deren Einfluß vor allem auf
die jüngere Generation.
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Handbuch
der Kommunikationsguerrilla; autonome a.f.r.i.k.a gruppe, Luther Blisset,
Sonja Brünzels; VLA / Schwarze Risse / Rote Strasse
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