Anschlag auf Thüringer
Innenministerium
Molotow-Cocktail aus fahrendem
Auto geworfen
Auf das Thüringer
Innenministerium ist ein Anschlag mit einem Molotow-Cocktail verübt
worden. Wie Ministeriumssprecher Andreas Karmrodt erst am Dienstag mitteilte,
wurde bei der Tat in der Nacht zum Montag niemand verletzt, auch das Gebäude
blieb unbeschädigt. Den Angaben zufolge hatten die Täter den
Brandsatz aus einem fahrenden Auto auf den Zugang zum Ministerium geworfen.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Dem Sprecher zufolge wurde der Anschlag erst am Dienstag mitgeteilt, um
die Ermittlungen nicht zu gefährden. Bereits Anfang Dezember sei das
Ministeriumsgebäude mit mehreren Farbbeuteln beworfen worden. Kurze
Zeit später sei bei der «Thüringer Allgemeinen» in
Erfurt ein Bekennerschreiben einer linksautonomen Gruppe mit dem Namen
«autonome dekorateurInnen» eingegangen. Der Zeitung zufolge
wurde in dem Schreiben gegen die Verhaftung von drei mutmaßlichen
Mitgliedern der Terrorgruppe «Revolutionäre Zellen/Rote Zora»
im November in Berlin und Frankfurt am Main protestiert.
Derzeit werde noch ermittelt, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Brandanschlag
und dem Werfen von Farbbeuteln gebe, sagte Karmrodt.
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