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Demonstranten ignorieren Versammlungsverbot

Dem Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu gedenken, das wollten sich rund 2000 Menschen in Berlin nicht nehmen lassen. Trotz eines Kundgebungsverbotes kamen sie in der Hauptstadt zusammen. Die Polizei hatte die Demonstrationen wegen der Gefahr eines Anschlags untersagt.
Wegen der Gefahr eines bewaffneten Anschlags sorgte die Polizei nach eigenen Angaben dafür, dass sich diese Versammlungen zerstreuen. Insgesamt sei die Lage aber ruhig, größere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet. 

Polizeipräsident Hagen Saberschinsky hatte am Samstagnachmittag zwei Gedenkveranstaltungen zum 81. Jahrestag der Ermordung der Sozialistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verboten. Der wegen schwerer Brandstiftung per Haftbefehl gesuchte Olaf-Jürgen Staps hatte am Freitag in einem Brief gedroht, Teilnehmer mit Maschinenpistole und Handgranaten anzugreifen. Es gab laut Polizei auch am Sonntag noch keine konkreten Hinweise, wo sich der als völlig unberechenbar eingeschätzte 39-Jährige aufhält. 

Die Polizei kalkuliert trotz des Demonstrationsverbotes weiterhin die Möglichkeit eines Anschlags ein. Deshalb steht ein Großaufgebot von Beamten zur Information der dennoch anreisenden Menschen und zum Schutz von Massenansammlungen bereit. Von dem Verbot betroffen sind die traditionelle Veranstaltung der PDS an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Lichtenberg und eine für den Vormittag vorgesehene Demonstration linker Gruppen.